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Günstig Spiele - AMDs preiswerte AM1-Plattform im Test

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AMDs AM1-Plattform ist eigentlich für den Einsatz in preiswerten Office- sowie Multimedia-Systemen gedacht. Das ein oder andere ältere Spielt ist damit auch möglich, jedoch bewegt sich weder die CPU-Leistung noch die Grafik-Leistung auf dem Niveau der sonstigen APUs  von AMD. Grund genug für der APU für den Test eine Mittelklasse-Grafikkarte zur Seite zu stellen.

Die AMD AM1 Plattform

AMD bietet mit der AM1-Plattform einen preiswerten Unterbau für einen kleinen und energiesparenden PC an. Waren die Kabini getauften APUs am Anfang nur für Mobilgeräte ausgelegt, hat AMD mit der AM1-Plattform später die „gesockelte“ Variante für Desktop-PCs nachgereicht. Für wenig Geld gibt es so derzeit bis zu vier Prozessorkerne in Kombination mit einer Radeon R3 getauften Grafiklösung. Mit dabei sind auch sämtliche Standardschnittstellen wie USB 2.0/3.0 und SATA III, oft jedoch in reduzierter Anzahl. Ferner wurde die Plattform bei den PCIe-Lanes beschnitten, die Grafikkarte kann elektrisch nur 4x anstatt üblich 16x angebunden werden.

AMD AM1 im Test - Das Testsystem im Überblick

AMDs AM1-Plattform richtet sich natürlich nicht nur an Nutzer die sich einen preiswerten Zweit-PC anschaffen möchten, sondern durchaus auch an Causal-Gamer, die zwar gelegentlich spielen, jedoch nicht Unsummen für teure Komponenten ausgeben möchten. Die Grundkomponenten, die aus Mainboard, Prozessor und dem RAM bestehen, sind bereits für 115 Euro zu haben. Mit Netzteil, Datenspeicher und Gehäuse landet man, je nach Wunschkonfiguration, bei 200 Euro oder mehr. Wer zusätzlich auf eine externe PCIe-Grafikkarte setzt, muss noch einmal knapp 100 Euro draufrechnen, bekommt dafür aber einen durchaus leistungsstarken PC.

Aufgrund des sehr günstigen Anschaffungspreises stellt sich die Frage, ob vielleicht sogar aktuelle Spiele gespielt werden können und inwieweit dabei Abstriche bei der Qualität gemacht werden müssen.

Das Testsystem

  • AMD Athlon 5350
  • ASUS AM1I-A
  • AMD 4 GB DDR3-1333 MHz
  • Mushkin Enhanced 2 GB DDR3-1333 MHz
  • ASUS Radeon R7 260x
  • be quiet! SFX Power 2 400W
  • Corsair Neutron GTX 120GB
  • Windows 8.1 64 bit

Benchmarks

Besonders wichtig war es uns alle Tests möglichst praxisnah durchzuführen. Daher setzten wir auf niedrige bis mittlere Detaileinstellungen, auf Bildverbesserungen wie Texturfilterung (AF) und Kantenglättung (AA) wird stets verzichtet.

AMD AM1 im Test - Benchmarks mit der R7 260x von ASUS

Was man Anhand der Benchmarks mit einer Radeon R7 260x deutlich sehen kann: Das System bietet in Anbetracht der Hardwareaustattung eine gute Leistung, ersetzt jedoch keinen echten Gaming-PC. Die durchschnittlichen Bildwiederholraten liegen auch mit (zum teil stark) reduzierten Details nur knapp im spielbaren Bereich, die für gelegentliche Ruckler verantwortlichen Minimum-FPS liegen fast durchweg unter der kritischen 25-FPS-Marke.

Fazit

Man kann mit einer AM1-Plattform durchaus seinen Spaß haben, jedoch müssen bei der Grafikqualität sowie Bildverbesserungen deutliche Abstriche und auch der ein oder andere Ruckler in Kauf genommen werden - und das selbst in Kombination mit einer dedizierten Grafikarte vom Schlage einer AMD R7 260x. Topaktuelle Spiele wie The Witcher 3 sind selbst bei niedrigen Einstellungen nur knapp als spielbar zu bezeichnen, etwas weniger anspruchsvolle Titel wie Battlefield 4 lassen sich hingegen auch noch mit mittleren Detaileinstellungen genießen.

AMD AM1 im Test - Günstig Spielen

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