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Project Ara & Phonebloks: Das modulare Smartphone wird Wirklichkeit

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Über ein halbes Jahr ist es nun schon her, dass Dave Hakkens mit seiner Phonebloks-Idee für Aufsehen sorgte. Sie umfasste ein Smartphone im Baukastenprinzip, bei dem jedes einzelne Modul wie Akku, Kamera, Speicher usw. einzeln getauscht werden können, um nicht jedes Jahr ein neues Smartphone kaufen zu müssen. Gleichzeitig kann jeder sein Gerät perfekt auf seine Bedürfnisse zuschneiden, sodass nichts verschwendet wird oder ungenutzt bleibt.

Project Ara wird vermutlich in verschiedenen Größen kommen, drei davon werden hier dargestellt

Doch so spannend, wie die Idee klang, so unrealistisch erschien sie auf den zweiten Blick. Wenn SoCs an ca. einhundert Kontakten verlötet werden, wie soll dann ein "Prozessor-Baustein" mit so wenig Kontakten auskommen? Wie sollen die Module befestigt werden? Mit Motorola bzw. Google hat sich dann ein großer Konzern dem Projekt angenommen, wodurch Project Ara ein Stück näher Richtung Realität gerutscht ist. 

Im neuesten Video auf dem Phonebloks YouTube-Kanal gibt man einen kleinen Ausblick auf den aktuellen Stand der Entwicklung, beispielsweise die 3D-Cover auf der Rückseite, die Entwicklung des Betriebssystems oder einer passenden App. Auch das Problem der Befestigung scheint gelöst zu sein, so nutzt man dafür nun Elektro-Permanent-Magneten. Dadurch lassen sich die Bausteine mit einem kurzen Stromstoß befestigen und bleiben dort, auch wenn die Stromverbindung getrennt wird.  

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Ebenso sind drei verschiedene Varianten zu sehen: Das "normale" 3 x 6 Gehäuse, eine günstige 2 x 5 Mini-Version und natürlich auch ein 4 x 7 Phablet. Die Preise für die "Barebones", also die minimal ausgestatteten Gerippe, sollen bereits bei 50 US$ beginnen. In nächster Zeit dürften uns noch mehr Informationen dazu erreichen, da bereits am 15. April die erste Project Ara Developers Conference beginnt.


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