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Weihnachtskaufempfehlung 2012: Lautsprecher von Mobile über Stereo bis zum 5.1 Heimkinosystem

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In Zeiten von Ultra High Definition TV (UHDTV), aka 4k-Fernsehen, und 3D in aller Munde, findet ein Thema etwas weniger Aufmerksamkeit bei vielen Kunden, zu unrecht. Denn was wäre der letzte große Hollywood-Streifen ohne Ton? Wir wollen, passend zum anstehenden Weihnachtsfest, unsere Kaufempfehlungen für viele Einsatzgebiete vorstellen.Logitech Ultimate Ears UE Mobile Boombox Anfangen wollen wir dabei ganz klein: Mit der Ultimate Ears Mobile Boombox aus dem Hause Logitech. Der kleine Lautsprecher belegt gerade einmal die Grundfläche von zarten Frauenhänden und bringt mit 300 Gramm auch nicht viel auf die Waage. Als Zielgruppe können wohl vor allem jüngere Nutzer gesehen werden: Die Mobile Boombox lässt sich vor allem via Bluetooth mit Daten speisen und ist damit für den Einsatz beim Grillabend im Garten, im Park oder generell im Freien ideal geeignet. Die "Einrichtung" ist dabei denkbar einfach. Die Box einschalten, (Bluetooth im Smartphone oder Tablet aktivieren,) die Mobile Boombox auswählen und schon wird die Musik automatisch über den handlichen Lautsprecher ausgegeben.

Auch verfügt die Box über einen eingebauten Akku und wird via micro-USB-Kabel wieder geladen. Eine Akkuladung reicht für etwa 8-10 Stunden mit voller Lautstärke - Und letztere ist durchaus beachtlich: In geschlossenen Räumen (ca. 20 m²) erreichten wir problemlos 78 dBA. Im Gegensatz zum Vorgänger "kratzt" die neue Mobile Boombox dabei auch nicht mehr. Der Klang bleibt in allen Stufen sauber, wenn jedoch auch generell etwas dumpf. Wirklich "Boom" ist die Mobile Boombox leider auch nicht - Bass braucht Volumen und Volumen hat die kleine Boombox nicht genügend. Es handelt sich also keinesfalls um einen Ersatz für eine gute Stereo-Anlage oder gar ein 5.1-System, wohl aber um einen sehr guten, mobilen Lautsprecher. Die [[ASIN:B00935DS9I|Logitech UE Mobile Boombox]] ist in diversen Farben für knapp 100 Euro erhältlich.

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Mehr Volumen und auch merklich mehr Bass liefert der "große Bruder" in Gestalt der Logitech UE Boombox - Oder wie wir es gerne bezeichnen, der Ghettoblaster 2.0. Mit 1,98 kg bringt die größere Boombox auch knapp das siebenfache Gewicht auf die Waage. Und dabei handelt es sich um gut investiertes Gewicht: zwei Hochtöner (Tweeter), vier passive Mitteltöner und zwei Tieftöner sorgen in unserem Test für bis zu 89 dBA Schalldruck und ein ausgewogenes Klangbild.

Auch die große Boombox "kratzt" nicht bei hohen Lautstärken, die Höhen sind klarer und der Bass dringt in tiefere Frequenzbereich vor ohne dabei aufdringlich zu wirken. Natürlich konkurriert man nicht mit dedizierten Subwoofern und dem enormen Druck, den diese aus 30 cm und mehr messenden Membranen produzieren. Wohl aber mit guten, aktiven Stereo-Soundsystemen im gleichen Preisbereich. Die Steuerung ist genauso aufgebaut und leicht wie bei der kleinen Mobile Boombox. Einzig das Aufladen, des ebenfalls mobil einsetzbaren Lautsprechers, geschieht nicht via micro-USB sondern über einen gewöhnlichen Netzanschluss. Wie schon die Mobile-Boombox unser Tipp für "Unterwegs", wenn auch nicht mehr Handtaschen-tauglich. Dafür kann die [[ASIN:B00935DS8E|Logitech UE Boombox]] durchaus auch zu Hause als Lautsprecher dienen, für 249 Euro ein sehr flexibler Allrounder.

Philips Fidelio AW9000Damit verlassen wir nun auch den mobilen Bereich und widmen uns gehobener Hi-Fi-Qualität. Philips hat in den letzten Jahren viel an Bekanntheit, zumindest Relevanz, verloren. Mit einem stark erneuerten Line-Up präsentierte man sich nun 2012 auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin. Neben vielen Haushaltsgeräten, die gute bis sehr gute Bewertungen erhielten und im mittleren bis oberen Preisbereich angesiedelt sind, auch beim Thema Klang mit neuen Modellen der Fidelio-Serie. Wir konnten bereits vor der allgemeinen Verfügbarkeit das neue Spitzenmodell Philips Fidelio AW9000 testen.

Mit gewohnter Skepsis aber auch Neutralität traten wir an den außergewöhnlichen Testkandidaten heran. Die Form ist alles andere als gewöhnlich und am Ehesten als spitz zulaufendes Oval zu bezeichnen. Das Design ist dabei sowohl modern als auch Mittel zum Zweck, die jeweils vier Tieftöner und zwei Hochtöner sitzen leicht angewinkelt zueinander und sollen so einen sehr räumlichen Klang erzeugen. Etwas, das Philips erstaunlich gut gelöst hat. Die AW9000 erzeugen einen sehr harmonischen, homogenen Raumklang und sind selbst kaum im Raum zu orten, eröffnen zugleich jedoch eine breite Bühne. Instrumente lassen sich, einen entsprechend guten Mix vorausgesetzt, gut orten.

Auch sonst ist Philips ein erfrischend anderes Lautsprecherpaar gelungen. Musik lässt sich via LAN/W-LAN (DLNA), Coax- und TOSLINK-Kabel, 3.5mm Klinke-Stecker und Stereo Line-In anliefern. An der Seite lassen sich auf den Tasten 1-5 entsprechend viele Web-Radio Stationen als Favorit ablegen. Die Verarbeitung schrammt hauchdünn am Predikat "Sehr gut" vorbei, lediglich die Bespannung auf der Frontseite wirkt an den Rändern nicht ganz so edel wie das restliche Äußere. Doch 'all das Lob hat seinen Preis: das [[ASIN:B0084A6ZF2|Philips Fidelio AW9000]] gibt es aktuell für 549 Euro zu Kaufen - Unserer meinung nach gerechtfertigt. Der einzig wahre Kritikpunkt ist (noch) die Android-App (iOS wurde nicht getestet): Hier gilt es noch einige Ecken und Kanten auszubessern. Philips wurde von uns bereits entsprechend detailliert informiert.

Teufel Viton 51 (Quelle: Teufel)Den Abschluss wollen wir mit dem Teufel Viton 51 machen. Preislich spielt man mit 499 Euro in der selben Liga wie das zuletzt vorgestellte Fidelio AW9000 von Philips, allerdings handelt es sich hierbei um ein 5.1-System für den heimischen A/V-Receiver. Der Subwoofer ist dementsprechend "nur" ein Subwoofer und steuert nicht gleichzeitig auch die restlichen Satelliten an. Letztere teilen sich in vier kleine für die Kanäle vorne/hinten jeweils links und rechts auf, sowie einem großen Center-Lautsprecher.

Dabei merkt man dem Viton 51 eindeutig die Abstimmung auf das Thema "Film" an - Der Center-Lautsprecher mit zwei Mitteltönern sorgt in der Praxis für prägnante und gut differenzierte Stimmen in Dialogszenen, die restlichen vier Satelliten sorgen für den passenden Raumklang "im Hintergrund". Der Subwoofer kann, für das Berliner Unternehmen Teufel typisch, sehr kräftig zupacken und erzeugt auf Wunsch einen enormen Druck - Ohne dabei zu "wummern". Auch abseits von Hollywood-Spielfilmen lässt sich das Viton 51 gut einsetzen. Unseren Test mit diversen Konzert-BluRay´s erledigte das System solide. Im Vergleich zu der bei PC-Spielern beliebten Teufel E-Serie klingen besonders Instrumente noch einmal differenzierter.

Wer die 499 Euro investieren möchte und vor allem kann, bekommt mit dem [[ASIN:B0078MDTE2|Teufel Viton 51]] wahrscheinlich eines der besten 5.1-Soundsysteme im entsprechenden Preisbereich - womöglich gar das beste Soundsystem für 500 Euro, Made in Berlin.


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