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Intel Core i9-7900X - Eine 4K-Workstation auf MSI X299 SLI PLUS Basis

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Auch wenn bereits unser letzter Videoschnitt-PC grundlegend für den Videoschnitt in 4K-Auflösung geeignet war, schreien technische Neuerungen wie 4K-Video mit hohen Bildraten (HFR) und höherem Dynamikumfang (HDR) nach noch mehr Rechenleistung. Grund genug, sich gut zwei Jahre nach dem letzten "Bastelartikel" erneut mit dem Thema Videoschnitt-PC zu beschäftigen.

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Lag der Fokus zuletzt vor allem auf einer geringen Leistungsaufnahme (zulasten von Leistung und Aufrüstmöglichkeiten), verschiebt sich der Fokus dieses Mal deutlich auf die reine Rechenleistung. Dementsprechend weiter rückt die Zusammenstellung in den Bereich Workstation und bietet beispielsweise Platz für bis zu acht RAM-Module mit bis zu 128 GB Gesamtkapazität.

Die Komponenten im Überblick

Mainboard – [[ASIN:B0721PWYKF|MSI X299 SLI PLUS]] | Derzeit gibt es nicht viele Möglichkeiten sich als Privatanwender eine halbwegs kostengünstige Workstation zusammenzustellen. Eine davon ist Intels X299-Plattform, die in Form vom Core i9-7980XE bis zu 18 Kerne unterstützt.

Das MSI X299 SLI PLUS aus der hauseigenen Pro-Serie bietet dabei zusätzlich Platz für acht DDR4-RAM-Module, zwei M.2-SSDs, zwei Gbit-LAN-, sechs PCIe- und allein zehn USB-Anschlüsse am rückseitigen I/O-Shield – inklusive USB 3.1 mit 10 GBit/s Datendurchsatz.

MSI X299 SLI PLUS [Bildmaterial: MSI]

Somit lassen sich große Datenmengen, wie sie insbesondere im 4K-Videoschnitt häufig anfallen, von SD, XQD- und anderen Speicherkarten, externen SSDs oder anderen Datenträgern schnell auf den PC oder ein externes NAS übertragen.

Prozessor – [[ASIN:B072KTSCCS|Intel Core i9-7900X]] | 10 Kerne, 20 Threads und das mit bis zu 4,3 GHz im Turbo-Modus? Das ermöglicht Intels Core i9-7900X. Auch moderne Befehlssatzerweiterungen wie AVX2, die vor allem beim Encodieren von Videomaterial häufig zum Einsatz kommen, werden natürlich unterstützt. Zudem werden gleich vier DDR4-Speicherkanäle angeboten.

Gekühlt wird die CPU von einer Kompaktwasserkühlung, genauer der Cooler Master Master Liquid 240. Neben großen Luftkühlern die einzige Möglichkeit die unter Volllast anfallende Abwärme von der CPU abzuführen.

Arbeitsspeicher – [[ASIN:B01GCWQATY|32 GB HyperX Predator DDR4-3200]] | Viele Rechenkerne sollten auch mit entsprechend hoher Arbeitsspeicher-Bandbreite "gefüttert" werden, damit kein Flaschenhals im Videoschnitt oder der Bildbearbeitung entsteht. Um die vier Speicherkanäle von CPU und Mainboard auszunutzen, sind folglich vier RAM-Module empfehlenswert.

Zudem sind 32 GB RAM für die meisten aktuellen Anwendungsszenarien absolut ausreichend. 64 oder gar 128 GB RAM sind problemlos möglich, jedoch aufgrund der hohen RAM-Preise derzeit als "Reserve" kaum sinnvoll, sofern nicht zwingend erforderlich.

Grafikkarte – [[ASIN:B01GELBO1C|MSI GTX 1080 Gaming X]] | Videoschnitt- und Fotobearbeitungsprogramme machen schon seit Jahren intensiv Gebrauch von den Fähigkeiten der verbauten Grafikkarte(n). Sei es für das Decodieren vom Videomaterial, für die Berechnung von Übergängen in Videos, für komplexe Effekte in der Post-Production oder das finale Rendern von Fotos und Videos.

Mehr als genug Gründe also um der CPU einen leistungsstarken Partner zur Seite zur Stellen.

SSD – [[ASIN:B01L3LQLBG|256 GB Intel 600p]] | Keine SSD? Kein aktueller PC! So ist zumindest unsere Meinung zum Thema. SSDs bieten vor allem im Alltag (PC-Start, Laden von Programmen etc.) deutliche und vor allem spürbare Vorteile. M.2-SSDs sind zudem deutlich kleiner und platzsparender als die klassischen Vertreter im 2,5"-Format.

MSI X299 SLI PLUS: M.2 Shield [Bildmaterial: MSI]

Das MSI X299 SLI PLUS bietet zudem ein M.2 Shield, das die Hitze auf eine größere Flächer verteilen kann. Insbesondere bei Hochleistungs-M.2-SSDs mit Datenraten von über 2 GB/s kann dies unter Dauerlast einen konstanteren Betrieb ermöglichen.

Testumfeld und erste Benchmarks

Die wichtigste Aufgabe in unserem Arbeitsalltag: Das Codieren von Videos mittels x264 (H.264 Codec), wie wir sie für das Hochladen auf YouTube benötigen. Um einen Vergleichswert für andere Nutzer anbieten zu können, nutzen wir den x264/x265-Benchmark aus dem 3DC-Forum in der Version 1.2.0.

Intel Core i9-7900X vs. Core i7-6700K | Encoding-Performance unter x264 und x265 im Vergleich (ST = Single-Thread; MT = Multi-Thread)

Neben den eher theoretischen Single-Thread-Ergebnissen sind vor allem die mit MT gekennzeichneten Resultate (Multi-Thread) in der Praxis relevant. So erreicht der Intel Core i9-7900X unter Verwendung aller zehn Kerne eine um 115 Prozent höhere Rechenleistung. Im Arbeitsalltag kann das schnell eine oder mehrere Stunden weniger Rechenzeit bedeuten.

Intel Core i9-7900X + MSI GTX 1080 X | 3DMark Fire Strike Ultra

Aber natürlich wollen wir auch die Spieler nicht vergessen und haben die MSI GTX 1080 Gaming X samt Intel Core i9-7900X durch diverse Benchmarks gejagt. Ohne weitere Modifikationen erreicht das Gespann so zum Beispiel bereits beachtliche 5.449 Punkte in 3DMarks Fire Strike Ultra (siehe Screenshot oberhalb), mit ein wenig Übertaktung sogar beinahe 6.000 Punkte.

Anmerkung in eigener Sache

Hardware-Komponenten wurden von Micro-Star Int'l Co., Ltd. (MSI) kostenfrei zur Verfügung gestellt.


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