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Samsung HMX-H300 - Mit Ecken und Kanten?

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Nachdem ich bereits die Möglichkeit hatte den JVC GZ-HM650 zu testen, möchte ich nun auch meine Meinung zum HMX-H300 aus dem Hause Samsung weitergeben. Die technischen Angaben schwanken zwischen durchschnittlich und „klingt interessant“, zu letzterem gehört definitiv das lichtstarke Schneider-Kreuznach Objektiv des H300. Dem gegenüber lässt ein 5 MP-Sensor bereits Bildrauschen erahnen – es wird also interessant.

Handhabung und Design

Das Design ist Samsung relativ gut gelungen, zumindest in Anbetracht der Preisklasse in dem sich der HMX-H300 bewegt. Die Front wirkt etwas „Eierförmig“ und ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Dafür verzichtet Samsung auf Hochglanz-Plastik, was den äußeren Eindruck auch nach längerem Gebrauch nicht schmälert und zudem ein griffiges und hochwertiges Gefühl hinterlässt.
Lediglich die Größe und das Gewicht des HMX-H300 würde ich als verbesserungswürdig bezeichnen – so klein und leicht liegt die Kamera nicht unbedingt ruhig in den eigenen Händen. Leider ein allgemeines Problem der aktuellen Camcorder-Generation.

Samsung HMX-H300 FullHD 1080i Camcorder

Die Bedienung des Samsung-Camcorders erfolgt via Touchscreen und glücklicherweise wesentlich intuitiver und auch agiler als beispielsweise bei JVC’s GZ-HM650. Die Eingaben werden fast immer korrekt erfasst und allgemein sehr schnell umgesetzt. Lediglich das Scrollen im Menü ist wieder einmal sehr unglücklich umgesetzt worden, besonders in Anbetracht der Möglichkeiten eines Touchscreen.

Ein weiteres Plus für den HMX-H300 ist seine Akkulaufzeit. Bezogen auf die Größe des Akkus sowie andere Konkurrenzmodelle ist die Laufzeit mit guten 3-4 Stunden (je nach Ausnahmesituation) kurzum als ausgezeichnet zu bewerten.

Bild- und Tonqualität

Zur Hauptaufgabe des Samsung HMX-H300, also zu Filmen. Die Bildqualität ist, mal wieder, ein zweischneidiges Schwert. In hellen Umgebungen liefert der kleine Sensor dank des guten Objektivs eine durchaus gute Bildschärfe ab und auch die Farben weisen eine gute Sättigung auf. Besonders im Nahbereich ist die Schärfe wirklich überzeugend.

Sobald es aber dunkler wird – also beispielsweise Innenräume, früh am Morgen oder zur Dämmerung hin – verfliegen aber schnell die Vorzüge der guten Optik und der Sensor fängt früh an zu Rauschen. Das bezieht sich auf Helligkeits- sowie Farbrauschen. Warum man ausgerechnet einen 5 MP-Sensor verbauen musste erschließt sich mir nicht. Die Fotoqualität ist zumindest nicht sonderlich gut um dies zu rechtfertigen. Wie schön wäre ein Sensor mit den nativen 2,08 MP die man für FullHD benötigt im Einsteiger-Segment..

[[VTYT:A2200 vs LN2|Ga0a3EVuriI]]

Noch ein Wort zum ebenfalls nicht unwichtigen Klang. Er überzeugt! Ich hätte es kaum noch für möglich gehalten, aber mit dem HMX-H300 hat Samsung als einer der wenigen Hersteller einen Camcorder im unteren Preissegment, der einen guten Klang aufzeichnet. Tiefe sowie hohe Frequenzen (< 100 Hz bis etwa 17 KHz) werden mit aufgenommen, was besonders bei Sprach- und Musikwiedergabe ein sehr natürliches Klangbild produziert.

Leider ist die Positionierung ganz Vorne in Kombination mit der guten Basswiedergabe recht problematisch was die Aufzeichnung von Windgeräuschen angeht.

Fazit

Der Samsung HMX-H300 hat mehr Ecken und Kanten als es das Äußere einen erwarten lässt. Neben dem guten Design und der meist gelungenen Steuerung setzt Samsung auch auf ein gutes Objektiv und erreicht somit, zumindest in Hellen Umgebungen, eine gute Bildqualität mit viel Bildschärfe und guter Farbsättigung. Dazu kommt ein verhältnismäßig guter Klang, in der Preisklasse eigentlich schon sehr gut.

Abstriche muss man vor allem in Dunklen Umgebungen machen, hier geht dem kleinen Sensor schnell die Puste aus und das Bildrauschen trübt etwas den Gesamteindruck.


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