SSD in MacBook Pro

  • Hey,
    mein MacBook Pro late 2011 ist jetzt auch schon etwas älter.
    Bevor ich anfange, hier die Specs: 2,2 GHz Intel Core i7 (Quad Core)
    8GB Ram (vor 1 Jahr von 4 auf 8 GB aufgerüstet)
    500GB HDD (Hitachi) mit nur 5400 rpm


    Hier die Frage, mein MacBook ist am Anfang immer sehr flott gelaufen und gestartet. Ich habe immer auf das neue OS X geupdatet und mit der Zeit dauert es schon ca 50 sek zum starten. Wenn es hochgefahren ist, muss das Dock auch noch einige Sek laden, bevor man den Mac nutzen kann. Wenn man ihm nur vom Ruhezustand "aufweckt" läuft er sofort schnell. Also lohnt sich ein Upgrade auf eine SSD?
    Ich hätte an die Samsung SSD 840 EVO mit ca. 250 GB gedacht? Wenn ich aufrüsten soll wäre das ne gute SSD?


    Würde mich um eine Antwort freuen.


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  • Hallo!


    Ich hatte ein fast identisches MacBook Pro (nur 16G Speicher, sonst glaub ich echt genau gleich) und vor gut einem Jahr auf eine SSD geupgradet. Der Performancegewinn ist WAHNSINN!!! Alles läuft viel schneller, besonders natürlich das Starten von System und Programmen. Vermutlich das am besten investierte Geld meiner Computer-Karriere. :) Also ein dickes JA zur Upgrade-Frage!


    Ich hab mir damals ein paar Tests durchgelesen, und wollte auf jeden Fall eine 500GB-SSD haben, weil ich recht viele Programme installiert hab und auch auf meiner SSD arbeiten will. Der Preis-Leistungs-Sieger (wenn auch ingesamt nur die zweitschnellste Platte) war damals die Samsung 840 Pro, und ich bin hochzufrieden mit ihr. Kann sein, dass sich da inzwischen noch was getan hat, zumindest ist die Platte heute (284€) deutlich günstiger als damals (403€), aber damals lagen im Test zwischen der EVO und der PRO-Variante Welten und erstere wurde eher nicht empfohlen... vielleicht gibt es da neuere Tests, und jemand anders kann helfen, aber ich würde jederzeit wieder zur Pro greifen. :)


    Ich hab mir zusätzlich noch einen entsprechenden Einbaurahmen geholt und meine 500GB-HDD statt des DVD-Laufwerks eingebaut. Das DVD-Laufwerk hab ich fast nie gebraucht und ich hatte sowieso schon ein günstiges externes BluRay-Laufwerk, um BluRays zu sehen. Für mich eine absolut lohnende Investition, weil ich für Videoschnitt gerne mal viele Daten hin- und herschiebe und ich meine SSD nicht ständig neu beschreiben will, damit sie länger flott bleibt.

  • Danke für deine Ausführliche Antwort:)
    Dann werde ich wohl zur Pro greifen und noch ein bisschen sparen:)
    256GB genügen mir den Rest habe ich auf externen Platten, wenn ich Arbeite hängt der Mac immer auf der externen.


    Wie siehts mit der Lebensdauer einer SSD zum Vergleich einer HDD aus?
    Wie lange behält ca die SSD die Geschwindigkeit?

  • Naja, SSDs werden im Gegensatz zu HDDs tatsächlich einfach abgenutzt. Das bedeutet, dass selbst bei cleverer Verwendung die NAND-Speicher einfach irgendwann versagen werden. HDDs gehen dann kaputt, wenn wirklich eine Komponente unerwartet kaputt geht, haben also keine "Halbwertszeit" in dem Sinne.


    Moderne SSDs haben das aber recht gut im Griff. Ein diesjähriger Test der c't (Juni-Ausgabe glaub ich) hat ergeben, dass keine SSD im Test früher als bei 50 TBW (TeraByte written) aufgegeben hat, die Samsung 840 haben sogar deutlich länger durchgehalten. Zur Einschätzung: Bei einer täglichen Schreibmenge von 20GB (was sehr ordentlich und vermutlich überzogen ist, wenn man nicht gerade Videos auf der SSD schneidet) würde eine SSD somit mehr als 7 Jahre fehlerfrei durchhalten. Bis dahin habe ich persönlich hoffentlich sowieso einen anderen Rechner... :)


    Außerdem ist das mit der Verlangsamung inzwischen auch nicht mehr wirklich ein Thema, wenn Du die Platte "normal" nutzt. Wie gesagt, sehr große Datenmengen ständig löschen und schreiben wirst Du vermutlich schon nach einer Weile merken (da hab ich aber keine Zahlen), Videos schneiden solltest Du also womöglich von einer HDD. Aber selbst Fotos bearbeiten sollte eigentlich keine SSD über ihre Lebensdauer arg verlangsamen.

  • Da kann ich nur noch sauviel Spaß wünschen. Ist wirklich wie Tag und Nacht gewesen bei mir. :)

  • Ich habe mich nochmals umgeschaut im Internet und bin auf die Samsung SSD 850 Pro gestoßen. Würde sich der Preisaufschlag von ca. 30€ lohnen? Was ich so gelesen habe ist das wieder ne neue Technologie, die noch besser sein soll, als die von der 840 Pro?

  • Da muss ich passen. Ich weiß nichts darüber und könnte auch nur googlen...


    Allerdings klingt 30 Euro mehr für den Nachfolger wie ein sehr faires Angebot. :)

  • In solchen Fällen kann man nur die SSD-Bestenliste empfehlen ;)

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

  • Das habt ihr auch getestet? Wow, cool! Und gut zu wissen für zukünftige Verlinkung. :)


    Immerhin scheint die Samsung 850 Pro keine ganz schlechte Empfehlung gewesen zu sein. :) Ich bin beruhigt, weil so richtig zu Hause hab ich mich auf dem Gebiet nicht gefühlt...

  • Klar ist sie gut. Ich würde mir aber eine MX100 oder ein ähnliches Mittelklassemodell holen. Die sind nicht wirklich merklich langsamer und kosten weniger. Im Endeffekt knabbern alle am Limit von SATA 6 Gbps^^

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

  • Ich hab mir jetzt schon eine Samsung SSD 850 Pro bei Amazon verbilligt geholt.
    Wie siehts jetzt mit Trim aus? Muss ich da was machen oder nicht?


    Mein Mac startet jetzt innerhalb von 10 sek, aber was mir negativ aufgefallen ist, dass er beim runterfahren, ca 15 sek braucht! An was könnte das liegen?

  • Hallo nochmal!


    Ja, das schnelle Hochfahren ist eine der angenehmen Verbesserungen bei einer SSD. :)


    TRIM ist nicht zwingend notwendig, würde aber die Lebensdauer und Geschwindigkeit Deiner SSD etwas verbessern. Wobei das mit modernen SSDs wie Deiner Samsung im Bereich von 5% liegt, also keine "Welten". Wenn Du Dich dran traust, ich hab damals den Trim Enabler installiert, der ist kostenlos und einfach zu bedienen. Die Pro-Version für Geld bietet nur einen erweiterten S.M.A.R.T.-Status und Benchmarks, das ist nicht nötig. Ich hab damals TRIM aktiviert, weil es eventuell was bringt aber auf keinen Fall schadet.


    Das langsame Runterfahren des Mac kann an vielen verschiedenen Dingen hängen und ist fast sicher Software-verschuldet. :) Für eine genauere Analyse muss ich Dich tief in Terminal-Befehle schicken, aber der erste Verdächtige ist eigentlich immer ein noch in der Queue hängender, nicht ausgeführter Druck-Job. Dafür gehst Du einfach im Browser auf http://localhost:631/jobs/ und schaust, ob da noch was liegt, was Du löschen könntest. Wenn das nicht das Problem war, dann wird es vermutlich komplizierter.

  • Ok danke, bei mir steht "No Jobs". Aber ich lade mir gerade die Public Beta von OS X Yosemite herunter, hoffentlich ist es dann wieder schneller.

  • Wenn es an der Software hängt, hilft oft ein Reboot. Wenn das nicht hilft, ist es womöglich komplizierter.


    Ansonsten: Du solltest echt wissen was Du tust, wenn Du eine Public Beta auf einem Rechner installierst, der als regelmäßiges und nicht ersetzbares Gerät dient. Betas (besonders die von Apple) sind dafür gedacht, auf Testgeräten und zu Testzwecken zu laufen. Ich selber (und ich kenne mich sehr gut aus mit Unix-basierten Systemen und wie man sie repariert) warte selbst nach der ersten öffentlichen Version für ein neues OS X normalerweise 2-3 Monate, bis sich eventuelle Probleme geklärt und durch Updates größtenteils erledigt haben. Kann sein, dass Dein Lieblings-Programm nicht mehr funktioniert oder dass Daten verloren gehen bei Programmabstürzen während des Speicherns. Ich will nicht den Teufel an die Wand malen, aber ich hab beides schon persönlich erlebt.


    Also: Denk gut über diese Beta-Geschichte nach! :)

  • ACHTUNG!!!


    Wenn ihr (also auch Du, @EpicWorld) eine Drittanbieter-SSD in Euren Mac eingebaut habt und irgendeine Art TRIM-Unterstützung installiert habt, dann INSTALLIERT AUF KEINEN FALL SOFORT OS X YOSEMITE (10.10)!!!


    Es gibt inzwischen zahlreiche Berichte und auch eine Fehleranalyse, dass Yosemite mit einem zusätzlichen TRIM-Treiber im Betriebssystem nicht funktioniert, das heißt schlimmstenfalls nicht mal mehr bootet. Es müsste meiner Meinung nach funktionieren, wenn man den TRIM-Treiber wieder komplett deinstalliert (Ja, deinstalliert, nicht nur deaktiviert).


    Das Problem ist, dass Apple in Version 10.10 des Betriebssystems alle unbekannten kext-Kernel-Module (also zusätzliche Treiber oder Erweiterungen im Betriebssystem, die nicht von Apple stammen) deaktiviert. Der Grund ist laut Apple natürlich Sicherheit, da so niemand Schadsoftware ins Betriebssystem schleusen kann, und ich will ihnen jetzt auch mal nicht unterstellen, dass sie damit Drittanbieter-Hardware aus dem Rennen werfen wollen. Manche kostenpflichtigen Systemerweiterungen sind inzwischen schon von Apple zertifiziert und werden auch unter Yosemite laufen, aber kostenlose Software wie der sehr beliebte TRIM-Enabler hat da natürlich keine Chance, die sicherlich verlangten Gebühren zu bezahlen...


    Die einzige Möglichkeit, die ich im Moment für ein Upgrade sehe, ist: Die TRIM-Kernelerweiterung wieder komplett deinstallieren und dann erst upgraden. Wenn Yosemite dann mal läuft, kann man entweder auf TRIM verzichten (was kein riesiges Problem ist, wenn man nicht gerade täglich riesige Mengen Daten schreibt und wieder löscht, z.B. beim Videoschnitt von der SSD) oder man kann global die kext-Signierung wieder abschalten und die TRIM-Unterstützung neu installieren. Letzteres ist halt ein Sicherheits-Risiko, aber meiner Meinung nach auch überschaubar, weil Windows sowas gar nicht macht, es in Linux häufig abgeschaltet ist und Mac OS es bis zur letzten Version auch nie gemacht hat.


    Es gibt also schon Möglichkeiten, aber ich wollte nur warnen, dass die Reihenfolge "Drittanbieter-SSD installieren" - "TRIM aktivieren" - "Auf Yosemite upgraden" vermutlich zu einem kaputten System führen wird.

  • Mal ganz doof als Windows-Nutzer gefragt: Hat Mac OS etwa keinen nativen TRIM-Support? Immerhin ist das ATA-Standard und wird seit 4-5 Jahren eigentlich von allen aktuellen OS unterstützt, ich dachte eigentlich auch Mac OS X.

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

  • Naja... Mac OS X unterstützt selbstverständlich nativ TRIM. Bei hauseigenen ("unterstützten") SSDs. Sobald man eine SSD einbaut, die nicht in offiziellen Apple-Computern verwendet wird, hat man keine TRIM-Unterstützung. Apple stützt sich hier auf das, was auch eine der Stärken von OS X ist: Sie müssen nur eine ganz bestimmte Liste von Hardware unterstützen und testen. Windows hingegen (und auch Linux) muss quasi mit allem zurechtkommen, was ihm vorgeworfen wird. Deshalb läuft OS X auch sehr stabil und zum Teil gut optimiert, und deshalb ist das Bauen von Hackintosh Computern, auf denen OS X funktioniert, so kompliziert. Eine der großen Ärgerlichkeiten von Mac OS X. Ansonsten ist das Betriebssystem für mich nämlich der ultimative (und ehrlich auch fast einzige) Kaufgrund für Apple-Computer. Unter Windows könnte ich nicht arbeiten, und unter Linux bin ich mit Multimedia-Anwendungen extrem eingeschränkt... :(


    Es gibt aber selbstverständlich Linux-TRIM-Unterstützung, und weil OS X eben Unix-basiert ist, lässt sich das SSD-Kernelmodul sehr leicht entsprechend patchen und es gibt diverse Tools dafür.