Systementscheidung - zurück zur DSLR?

  • Hi zusammen,


    erst einmal allen frohe Weihnachten ;-)


    Ich brauche eure Hilfe bei der Systementscheidung.
    Kurz vorab was ich hauptsächlich fotografieren:


    • Reisen: Städte, Landschaften, Tiere
    • Tiere: Zoo & Pferde (2-3 Mal im Jahr z.Z.)
    • Dies und das zuhause (Familienfeiern etc.)


    Ich hatte bis vor kurzem eine Canon EOS 550D mit den beiden Kit Objektiven 18-55 IS II und 55-250 IS II und war damit zufrieden. Da ich mich dann auf eine längere Reise mit dem Rucksack begeben habe, habe ich diese dann verkauft und mir eine Olympus OM-D E-M10 mit dem Kit (14-42 RII), einem Tele (75-300mm) und einem UWW (9-18mm) Objektiv gekauft, da mir von mehreren Seiten dazu geraten wurde (kleiner und leichter).


    Mit der Bildqualität bin ich auch zufrieden und auch den elektronischen Sucher fand ich nicht schlecht, da ich es als hilfreich empfinde, schon das „fertige“ Bild zu sehen. Ich würde mich mal als „Fortgeschrittener Anfänger“ bezeichnen. Ich habe 2 Fotokurse mitgemacht und Versuche schon die Blende und/oder Verschlusszeit selber einzustellen und setze auch die Fokuspunkte selber. Gerade als Anfänger finde ich den elektronischen Sucher daher nicht schlecht, da man noch vor der Auslösung sehen kann wie sich die Einstellungen auf das fertige Bild auswirken.


    Aber irgendwie konnte ich mich nie 100% mit der Kamera anfreunden. Gerade wenn es um die Tierfotografie geht gefiel mir der elektronische Sucher nicht, da dort immer erst das gemachte Bild angezeigt wird und es dann ein bisschen dauert, bis man den aktuellen Bildausschnitt wieder sehen kann. In dieser Zeit sind die Tiere manchmal schon wieder weg. Ich weiß, dass man das auch ausstellen kann, aber dann kann man das gemachte Bild ja auch nicht mehr auf dem Bildschirm sehen, sondern immer erst wenn man auf die Wiedergabetaste gedrückt hat.


    Ein weiterer negativer Punkt ist, dass der C-AF nicht so gut ist. Ich habe mich vorher extra im Fachhandel erkundigt, ob die Kamera auch für Tiere und Sport geeignet ist, und dort wurde mir gesagt, dass das kein Problem sei.
    (Mit wurde jetzt allerdings von anderer Seite gesagt, dass ich nochmal C-AF + Tracking ausprobieren soll).


    Außerdem stört mich, dass die Objektive deutlich teurer sind als die von Canon (oder Nikon). Hier gibt es einfach mehr günstige Alternativen und der Gebrauchtmarkt ist auch besser. Hier muss ich allerdings eingestehen, dass es mein Fehler war, dass ich mich vorher nicht besser informiert habe.


    Und letzten Endes sind zwar der Body und ein paar der Objektive kleiner und leichter, aber ich habe das Gefühl, dass die Ersparnis jetzt auch nicht so riesig ist, da ich vorher bei der DSLR auch keine extrem großen oder schweren Objektive hatte.


    Daher überlege ich, ob ich wieder zurück zur DSLR gehe. Bevor ich jetzt aber wirklich mein ganzes System wieder verkaufe wollte ich mal fragen, wie ihr das so seht. Übertreibe ich/übersehe ich etwas und sollte lieber erstmal ein bisschen weiter mit der OM-D spielen bevor ich alles schon wieder verkaufe?
    Gibt es im DSLM Bereich eine Alternative (im preislichen Rahmen), die ich übersehen habe oder gibt es vielleicht sogar jemanden hier der selber zurückgewechselt hat?



    Noch eine andere Frage: ich habe das Gefühl, dass die Kamera oft falsch scharfstellt. Bei dem angehängten Beispielbild habe ich z.B. auf den Schriftzug im Hintergrund scharfgestellt und der Fokuspunkt hat die Zweige im Vordergrund nicht einmal berührt. Trotzdem stellt die Kamera auf die Zweige und nicht die Schrift scharf. Mache ich das was falsch oder liegt das an der Kamera?


    [Blockierte Grafik: https://www.dropbox.com/s/4hebnv4nt4rc0xr/PC220107.JPG?dl=0]


    Danke schon einmal für eure Hilfe!


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  • Zwei "Denkanstöße" von mir in diese Richtung:

    • Es heißt nicht umsonst Systemkamera: Wer eine Kamera kauft, kauft das System mit. Das heißt im Falle von Canon und Nikon auch das größte Objektivangebot mit einem sehr großen Gebrauchtmarkt. Insgesamt also günstigen Preisen.
    • Dass DSLMs (deutlich) kompakter sind als DSLRs trifft eigentlich nur zu, sofern kompakte Kit-Objektive verwendet werden (insb. auf Pancake-Niveau). Sobald die Linsen aber in den Premium- oder Tele-Bereich gehen... Sind DSLMs nicht mehr merklich kompakter.

    Die E-M10 ist garantiert keine schlechte Kamera. Aber vor allem wenn DU doch ein paar mehr Objektive kaufen willst, kann es auf Dauer doch etwas teurer werden als für Canon. Vor allem im Ultraweitwinkel- und Tele-Bereich.

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

    Panasonic Lumix GH5 + Metabones Speed Booster XL

    Sony Alpha 7 III + Sigma MC-11

  • Da das Thema bei mir jetzt wieder aktuell geworden ist melde ich mich hier noch einmal.


    Danke Matze erst einmal für deine Rückmeldung.


    Ich habe in den letzten Wochen viel hin- und herüberlegt und bin eigentlich zu dem Schluss gekommen, dass ich schon gerne wieder eine DSLR hätte. Irgendwie trauere ich meiner alten 550D doch noch nach und hätte gerne wieder das richtige „DSLR-Feeling“ ;-)


    Ich habe auch mehrmals die 760D und die 70D in die Hand genommen. Groß ausprobieren konnte ich sie leider noch nicht, da die Kameras nie geladene Akkus hatten. Aber das würde ich vor einem Kauf auf jeden Fall nochmal machen.


    Was mir an der 70D gefällt: sie liegt mir besser in der Hand, soll ja einen besseren Autofokus haben und ist Staub- und Spritzwasser geschützt. Der bessere Sucher ist natürlich auch nicht schlecht.


    Was mich aber doch stört: das Gewicht. Ich hatte sie mir dem 18-135 in der Hand und fand sie doch schon sehr schwer. Meine Befürchtung ist, dass sie deswegen öfter mal zuhause bleiben könnte.
    Zum Punkt Staub- und Spritzwasserschutz: das bringt mir ja nichts wenn ich nicht die entsprechenden Objektive nutze, oder? Da müsste ich dann ja schon auf L-Objektive zurückgreifen, und die sind mir (zumindest im Moment) zu teuer.


    Die 760D (oder 750D) liegt mir im direkten Vergleich eben nicht so gut in der Hand, wenn ich diesen Vergleich aber nicht hätte wäre es nun auch nicht so schlimm. Mit der 550D bin ich ja auch klargekommen.


    Daher meine Frage: reicht der Autofokus der 760D für Tiere in Bewegung? Ich muss dazu sagen, dass ich im Moment noch eher wenig Tiere vor der Linse habe, aber hoffe, dass es in Zukunft mehr wird. Das ganze bleibt aber eben nur ein Hobby, daher muss z.B. keine 7D II her ;-) aber ich will eben auch nicht in einem Jahr feststellen, dass es nicht reicht und mir wieder einen neuen Body zulegen. Gleichzeitig soll es handlich genug sein um die Ausrüstung mal eben mitnehmen zu können und im Urlaub so platzsparend wie möglich mit einzupacken.


    Aus reinem Interesse: wo reiht die Olympus OM-D E-M 1 sich vom Autofokus her zwischen den beiden Canon Modellen ein? Wenn ich das richtig sehe wäre das bei Olympus die bessere Alternative im Vergleich zu E-M5 II.


    Panasonic, Sony & Nikon kommen nicht in Frage, die gefallen mir einfach nicht (optisch und/oder haptisch). Pentax habe ich mir auch mal angeguckt weil mir die Wetterfestigkeit gefällt, aber die scheinen für Tiere/Action eher bedingt geeignet zu sein.

  • reicht der Autofokus der 760D für Tiere in Bewegung?

    Sagen wird es einmal so: Das AF-Modul der EOS 760D ist identisch zu dem aus der EOS 70D und das wiederum ist praktisch identisch zum AF-Modul der EOS 7D. Und letztere war Jahrelang eine sehr beliebte Zweitkamera von Wildlife- und Sportfotografen. Tiere in Bewegung sollten also machbar sein ;)


    Zum Punkt Staub- und Spritzwasserschutz: das bringt mir ja nichts wenn ich nicht die entsprechenden Objektive nutze, oder?

    Ja, das kann man so sagen. Klar schadet die ein oder andere Dichtung in der Kamera nie, aber wetterfest wird die Kamera erst mit den passenden Objektiven.


    Insgesamt dürftest Du mit einer schon gut beraten sei, insbesondere wenn es nicht so schwer seil soll wie eine EOS 70D. Nur bei den Objektiven muss man dann einmal schauen.

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

    Panasonic Lumix GH5 + Metabones Speed Booster XL

    Sony Alpha 7 III + Sigma MC-11

  • Ich gebe auch mal meinen Senf dazu. Ich habe selbst die 700D mit dem 18-135 mm Objektiv. Da ich das ganze in einer normalen Schultertasche mit mir herum trage, merke ich schon wenn ich ein paar Stunden damit unterwegs bin. Deutlich angenehmer ist die Kamera mit einer Festbrennweite. Daher bin ich dazu übergegangen, die Kamera meisten nur mit einer Festbrennweite mitzunehmen. Je nach deinen Vorlieben gibt es günstige und gute (50mm, und die Pancakes 40mm und 24mm).
    Bei Familienfeiern und im Urlaub hatte ich allerdings dann wieder den Zoom dabei, einfach weils flexibler ist. Mit den kleineren Kit Objektiven die du schon mal hattest wäre es denke ich auch wieder etwas leichter...


    Eine Sony a 6000 wäre auch nur so lange kleiner, solange man die kleinen Objektive nutzt oder Festbrennweiten. Relativ teuer wird es allerdings, wenn man dann mehrere Objektive haben möchte. Und es wäre ja auch wieder keine DSLR.
    Das ist so was ich zu dem Thema denke. ;)

    Analog und Digital <3

  • kurz gesagt wenn dir das 18-135 zu schwer ist überlege genau ob du dir eine DSLR kaufen willst!


    Wenn du gerne Tiere Fotografieren willst... kaufst du dir irgendwann eine längere Tele Linse und diese wiegen schnell das doppelte oder dreifache.


    kurzes beispiel:


    Canon 70D + 18-135 = 1210 gramm
    Sony a 6000 + 18-135 = 744 gramm


    nur kurz wo es hingehen kann, mein leichtestes Tiersetup (7DÍI+300mm) wiegt 2.1KG und das große (1DsMKIII+600mm) wiegt beachtliche 6,5KG.


    Das fazit spiegellos wird immer kleiner und leichter sein! Dazu wäre grade die a6000 mit ihrem hervorragendem Autofokus eine gute Wahl.
    Natürlich schleppe ich nicht 6Kg Kamera mehr mit mir rum wenn die Bilder nicht besser wären... aber wenn Gewicht für dich wichtig ist
    musst du abwägen.

  • Gibt es denn ein 18 - 135mm für die Sony a 6000?
    Zwar kann man das Canon Objektiv an die Sony adaptieren, hat dann aber keinen oder nur sehr langsamen Autofokus mehr soweit ich weiß... Oder gibt es mitterweile von Sony ein Objektiv in diesem Brennweitenbereich?

    Analog und Digital <3

  • Schade. Sonst würde ich wahrscheinlich sofort auf Sony umsatteln wollen :D
    Sollten sie aber mal machen, ein 18 - 135er für E-Mount, das wär endgeil!! :thumbsup::D:D

    Analog und Digital <3

  • Sagen wird es einmal so: Das AF-Modul der EOS 760D ist identisch zu dem aus der EOS 70D und das wiederum ist praktisch identisch zum AF-Modul der EOS 7D. Und letztere war Jahrelang eine sehr beliebte Zweitkamera von Wildlife- und Sportfotografen. Tiere in Bewegung sollten also machbar sein wink.png


    Insgesamt dürftest Du mit einer schon gut beraten sei, insbesondere wenn es nicht so schwer seil soll wie eine EOS 70D. Nur bei den Objektiven muss man dann einmal schauen.

    Das habe ich auch in eurem (und anderen) Vergleichen gesehen & gelesen. Aber auch wenn es sich um das gleiche Modul handelt, bietet die 70D mehr Einstellungsmöglichkeiten, oder? Die Frage ist da, ob ich damit überhaupt umgehen kann :D


    Ich denke, dass ich, wenn möglich, im Fachhandel einfach noch einmal beide Bodies mit den in Frage kommenden Objektive in die Hand nehmen werde um es besser einschätzen zu können.


    Bei den Objektiven schwanke ich zwischen folgenden:


    Standard-Zoom:

    • Canon 18-135 (STM)
    • Canon 15-85
    • Sigma 17-50

    Das 15-85 würde nur gebraucht in Frage kommen, da es mir neu zu teuer ist. Die Frage ist wohl,ob ich mehr Brennweite oder Lichtstärke brauche, da bin ich mir selber noch nicht so sicher.


    Tele:

    • Canon 55-250 (STM)
    • Tamron 70-300

    Ich habe auch eure beiden Reviews zu diesen Objektive gesehen. Hier tendiere momentan eher zum Canon, da es 1) günstiger und 2) fast nur halb so schwer ist. Oder würdest du sagen, dass das Tamron dem Canon deutlich überlegen ist?


    Langfristig würde ich mir gerne das 70-200 f4 zulegen, aber ich denke mal die "günstige Variante" reicht erst einmal für den Anfang.



    Ich gebe auch mal meinen Senf dazu. Ich habe selbst die 700D mit dem 18-135 mm Objektiv. Da ich das ganze in einer normalen Schultertasche mit mir herum trage, merke ich schon wenn ich ein paar Stunden damit unterwegs bin. Deutlich angenehmer ist die Kamera mit einer Festbrennweite. Daher bin ich dazu übergegangen, die Kamera meisten nur mit einer Festbrennweite mitzunehmen.
    Eine Sony a 6000 wäre auch nur so lange kleiner, solange man die kleinen Objektive nutzt oder Festbrennweiten. Relativ teuer wird es allerdings, wenn man dann mehrere Objektive haben möchte. Und es wäre ja auch wieder keine DSLR.
    Das ist so was ich zu dem Thema denke. ;)


    kurz gesagt wenn dir das 18-135 zu schwer ist überlege genau ob du dir eine DSLR kaufen willst!


    ...


    Das fazit spiegellos wird immer kleiner und leichter sein! Dazu wäre grade die a6000 mit ihrem hervorragendem Autofokus eine gute Wahl.
    Natürlich schleppe ich nicht 6Kg Kamera mehr mit mir rum wenn die Bilder nicht besser wären... aber wenn Gewicht für dich wichtig ist
    musst du abwägen.

    Also das 18-135 ist vom Gewicht her in Ordnung für mich. Eine Festbrennweite finde ich als Ergänzung interessant, reicht mir aber nicht als alleinige Lösung, das ist mir zu unflexibel.


    Die a6000 kommt nicht in Frage, ich möchte ja zurück zur DSLR und die Kamera an sich gefällt mir persönlich nicht ;-) Ich denke, dass ich die Olympus mit dem Kit und einer Festbrennweite erst einmal als Zweitkamera behalten werde.

  • Bei der EOS 760D sind, meiner Erinnerung nach, die Einstellungen etwas reduziert. Aber in der EOS 70D kannst Du praktisch genauso viel einstellen wie bei der ersten EOS 7D.

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

    Panasonic Lumix GH5 + Metabones Speed Booster XL

    Sony Alpha 7 III + Sigma MC-11

  • Ich wollte mich noch für die tolle Kaufberatung bedanken (auch, wenn es am Ende doch etwas ganz anderes geworden ist ;) ).


    Ich war nochmal unterwegs und hatte sowohl die 70D als auch die 760D mit verschiedenen Objektiven in der Hand (u.s. dem Sigma 17-50). Ich hätte fast die 760D gekauft, aber konnte mich nicht richtig entscheiden und wollte es noch einmal überschlafen ?( . Als ich letzte Woche in Hamburg war habe ich die Möglichkeit genutzt die Olympus OM-D E-M1 im Rahmen der WOW Aktion mit 2 Pro Objektiven (12-40 & 40-150) zu testen. Ich war von der Kombination echt begeistert :thumbsup: , und so wird es wohl doch "nur" ein Olympus Upgrade werden und die E-M 10 bleibt erstmal als Zweitbody. Ich warte jetzt noch ein paar Wochen und hoffe, dass Olympus wieder eine Promo ähnlich der im letzten Jahr bringt und werde mir dann die E-M1 mit dem 12-40mm Objektiv kaufen und im Telebereich erstmal weiter auf das 75-300mm Tele setzen (2 Pro-Linsen sprengen dann leider doch den Rahmen :D )


    Trotzdem noch einmal Danke an alle Beteiligten für eure Hilfe! :thumbup: