Welches Lavalier-Mikrofon, Sennheiser ME2, MKE2 oder ME102? Kann man diese mit dem Zoom H1 kombinieren?

  • Hallo liebe Community!


    Bin neu in diesem Forum, hätte gleich einige Fragen zum Thema Lavalier-Mikrofone.


    Ich filme Vorträge, Interviews, Gespräche u.ä. ich besitze zwei Zoom H1 Mikrofone mit welchen ich auch ziemlich zufrieden bin, nun würde ich gerne auch im Freien filmen und die Zoom H1 Mikrofone sind ja nicht sooo gut dafür geeignet, vor allem möchte ich dass die Person(en) sich frei bewegen können.


    Wichtig ist für mich dass man die Person klar und deutlich hört, dass das Rauschen und Nebengeräusche unterdrückt werden und dass ich die Mikrofone an meine Zoom H1 anschliesen kann (3,5mm Klinke) und sie als Rekorder nutzen kann.


    Ich dachte an Lavaliermikrofone von Sennheiser, konkret an den ME2, MKE2 und ME102. Hat vielleicht jemand mit diesen Erfahrungen gemacht? Kann ich diese überhaupt mit dem Zoom H1 kombinieren?


    Selbst bei diesen Mikrofonen die ich mir rausgepickt habe gibt es unzählige Variationen (EW, 2-4 usw.), könntet ihr mich bitte aufklären was die verschiedenen Kürzel bedeuten? In der Beschreibung steht da ja das gleiche drin...


    Ich danke euch schon im voraus! :D


    Grüße :)


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  • Die Sennheiser Lavaliermikrofone können nur bedingt an einem "normalen" 3,5mm Klinkenanschluss verwendet werden, da sie eigentlich für die Funkstrecken von Sennheiser gedacht sind. Das Problem ist das 1. der Klinkenstecker eine Kappe oder wie man das nennen soll hat, die man auf den Anschluss an den Funkstrecken schrauben kann, und somit der Stecker meistens zu kurz ist, um sicher in der Buchse zu sitzen und 2. die Mikrofone benötigen eine Phantomspeisung um einen passablen Ton auszugeben. Also kannst du das quasi vergessen mit den Sennheiser-Lavaliermikrofonen an deinem Zoom H1.


    Eine Alternative, welche mir jetzt auf die Schnelle einfällt, wäre das , für welches du aber einen Adapter benötigst, um es in eine dreipolige Klinkenbuchse zu stecken, da das SmartLav+ einen vierpoligen Stecker hat um es mit einem Smartphone zu verwenden. Dies wäre der von Rode. Es gibt aber auch Adapter von Drittherstellern, welche günstiger sind.


    Es gäbe auch noch das , welches aber um einiges teurer ist.

    Nikon D5200 | AF-S NIKORR 18-105mm 1:3.5 - 5.6G ED | Tamron SP 90mm F/2.8 Di VC USD

  • Danke simon für deine Antwort!


    Wenn ich mich nicht irre, dann müsste doch der Zoom H1 Phantomspeisung ausgeben. Meine ich irgendwo gelesen zu haben...

  • Das weiß ich nicht - kann durchaus sein - aber lass es lieber! Du hast keinen brauchbaren Kontakt mit der Buchse! ;)


    Ich hab mir selbst das Sennheiser ME 2 EW vor zwei Jahren gekauft, in der Hoffnung dass es an der Kamera bzw. an einem USB Audio-Interface funktioniert. Hat es jedoch nie zuverlässig. Auch mit einem selbst zusammengebastelten Kabel... Ich hab mir dann Adapter gekauft. Mit diesem funktioniert es recht brauchbar am Audio-Interface. ;)

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  • hmm, verstehe nicht warum es nicht dieses Lavaliermikrofon ohne dies "störende" Gewinde gibt. Mit deinem verlinkten Adapter würde dies dann funktionieren?


    Ich habe mir jetzt mal paar Aufnahmen des Rode Lavaliers angehört. Hört sich ziemlich gut an. Ich war allgemein von den Rode-Mikrofne abgeneigt, habe mal vergleiche zwischen den Rode und dem Zoom H1 gehört und da war das Zoom besser. Deswegen dachte ich Sennheiser muss doch besser sein :D


    Doch ich lasse mich gerne des besseren belehren biggrin.png

  • Ja mit dem Adapter funktioniert es, aber natürlich nur mit einem XLR-Anschluss mit Phantomspeisung...


    Wieviel möchtest du eigentlich für ein Mikrofon ausgeben?

    Nikon D5200 | AF-S NIKORR 18-105mm 1:3.5 - 5.6G ED | Tamron SP 90mm F/2.8 Di VC USD

  • Ahh.. nur blöd dass das Zoom Mikro nur ein Klinkenanschluss hat... :/


    Ich dachte pro Mikrofon samt Kabel ca. 300€.


    Was für alternativen gibt es da noch?

  • Das wird schwierig, da die meisten Lavaliermikrofone keinen Klinkenanschluss haben. Ich denke, die meisten sind für Funkstrecken gedacht.


    Die Sennheiser Funkstrecken sind halt leider ein "bisschen" zu teuer.... :( Die wären dann natürlich das non plus ultra. ;)

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  • Lohnt sich da ein XLR-Klinkenadapter? Würde so ein Adapter (oder jeder andere) die Qualität beeinflussen?


    Die Sennheiser Mikros haben es mir echt angetan :D


    Da werde ich mein Vorurteil über die Rode Mikrofone überwinden müssen. Wundere mich wo ich es überhaupt her habe :D

  • Das kommt auf jeden Fall auf die Qualität des Adapters an. Verbessern wird er sie sicher nicht... :rolleyes:
    Die Qualitat des Original Adapters von Sennheiser von der Sennheiser-ew Klinke auf XLR ist sicherlich besser als jene vom 50€ Thomann Adapter aber auf jeden Fall nicht viermal so gut. Das Original kostet nämlich satte 200€....


    Aber hätte ich vorher gewusst, dass das überhaupt nicht funktioniert mit dem Klinkenstecker des ME 2 ew ohne Adapter, hätte ich mir nicht das Sennheiser sondern vermutlich das Rode Lavalier gekauft. ;)


    Das mit den Sennheiser Mikrofonen kenn ich doch von wo :D:D .

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  • Ich denke ich versuche es mal mit einem Rode Lavalier Mikrofon. ;)


    Spricht ja eigentlich alles dafür und der Preis scheint fair zu sein. Ich denke für den Anfang sollte dies allemal reichen. Upgraden kann man ja auch später.


    Ist es besser das Mikrofon unter die Kleidung zu verstecken damit es vor Wind geschützt ist?

  • Eher nicht, denn dann hast Du jede Menge Geräusche von der Kleidung, die sich am Mikro reibt. Einfach ein Katzenfell drüber und fertig.

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

    Panasonic Lumix GH5 + Metabones Speed Booster XL

    Sony Alpha 7 III + Sigma MC-11

  • Danke Matze für die Antwort!


    Jetzt bin ich heute auf das Zoom H5 gestoßen. Es hat 2 XLR-Eingänge (kann bis 4 erweitert werden) - perfekt für Lavaliermikrofone mit XLR Anschluss. An sich wäre es super, bloß das blöde dabei ist, wenn ich an zwei oder drei Personen jeweils ein Lavaliermikro habe müsste ich sie per Kabel mit dem Zoom H5 verbinden bzw. jeder Person einen Zoom H5 anheften was bisschen übertrieben (?) wäre.


    Jetzt schwirrt mir der Gedanke durch den Kopf, dieses Problem mit einem Funk-Set zu lösen. Dass jeder Person ein Sender an das Mikro angeschlossen wird und ich den/die Empfänger dann an das Zoom H5 anschließe. So könnte ich auch jeden Pegel seperat einstellen. Ich habe mich mal nach den Funk-Sets umgeguckt und wenn ich es richtig verstanden habe, ist es bei den meisten Sets jeweils ein Sender und Empfänger. Müsste ich dann mehrere Sets bestellen? Wäre es nicht möglich einen Empfänger zu haben der das Signal von mehreren Sendern empfängt und an das Zoom H5 weitergibt?


    Bei günstigeren Funk-Sets habe ich in den Bewertungen von Störungen gelesen die durch Handys etc. verursacht werden, dass heißt ich bräuchte etwas hochwertigere Sets die auch in einem großen Raum mit vielen Störquellen stabil funktionieren.


    Jetzt bin ich etwas durcheinander was denn nun besser ist. Entweder Rode-Lavalier mit Klinkenanschluss an die Zooms H1 anschließen oder die Geschichte mit den Funk-Sets mit dem Zoom H5. Oder gibt es noch andere alternativen?


    Wichtig für mich ist, dass das ganze sehr stabil ohne Aussetzer läuft und die Qualität sehr gut ist. Bei Vorträgen mit Übersetzung (zwei Personen) in Veranstaltungsräumen voller Leuten muss der ganze Vortrag auf Band sein. Bei Outdoor Gesprächen mit mehreren Personen ist es ja nicht so wild, im Notfall könnte man das ganze wiederholen.


    Eure Videos auf Youtube finde ich hammer. :thumbup: Der sound bei den Reviews ist so sauber und angenehm. So eine Qualität ist auch mein Ziel. :rolleyes:


    LG

  • Wäre es nicht möglich einen Empfänger zu haben der das Signal von mehreren Sendern empfängt und an das Zoom H5 weitergibt?

    Im Profi-Bereich ist das kein Problem, da hast Du einfach mehrere Empfänger in einem. Ein Empfänger und mehrere Sender geht jedoch nicht, höchstens umgedreht. Mehrere Sender für einen Empfänger produzieren nur Störsignale.

    Bei günstigeren Funk-Sets habe ich in den Bewertungen von Störungen gelesen die durch Handys etc. verursacht werden, dass heißt ich bräuchte etwas hochwertigere Sets die auch in einem großen Raum mit vielen Störquellen stabil funktionieren.

    Günstige Funken arbeiten oft im 2,4-GHz-Band. Das funktioniert in kontrollierten Umgebungen ganz gut, da WiFi, Bluetooth und Co auf dem gleichen Frequenzband funken, kann es insbesondere in urbanen Gegenden aber auch schnell eng werden.

    Entweder Rode-Lavalier mit Klinkenanschluss an die Zooms H1 anschließen oder die Geschichte mit den Funk-Sets mit dem Zoom H5.

    Also mehrere (gute) Funkstrecken sind natürlich qualitativ das Optimum an Mobilität und auch sehr störungssicher - aber auch das Maximum in Sachen Preis.

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  • Danke mal für die Antworten!


    Bei den Videos von ValueTech benutzt ihr ja ein Sennheiser ME2, nehmt ihr es auf ein Aufnahmegerät auf oder per Funkstrecke?


    LG

  • Meines Wissens geht das Klinkekabel des Empfängers der Funkstrecke direkt in die Kamera. ;)

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  • Ah ok, die "edlere" Lösung :D


    Danke euch zwei für die Mühe und Antworten, ich überlege es mir noch paar Tage und dann entscheide ich mich genau.


    Ich werde berichten.


    Danke nochmal! :):)


    LG

  • Gerne doch! ;)
    [ Dass ich auf 5 Wörter komme ....]

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  • Wie @simon schon richtig gesagt hat nutzen wir eine Funkstrecke, genauer die . Nicht gerade günstig, aber sehr gut und robust.

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  • Ein Freund von mir verwendet ebenfalls die EW 112-P G3 von Sennheiser.


    Sie sind zwar nicht billig (aber in seinem Fall sind sie von der Firma finanziert), aber die Qualität ist dementsprechend sehr gut bzw. professionell.

  • Matze

    Hat das Label Mikrofon hinzugefügt