Manuelles Objektiv

  • Moin an alle hier,
    habe mich grade eben angemeldet hier und schon ne Frage die mich selber ab und an mal beschäftigt
    Wenn man ein Manuelles Objektiv benutzt ist es wurscht wo das Moduswahlrad steht?
    Auf Auto,Blende oder Programmautomatik usw.?
    Oder ist das der Kamera schnuppe? :D


    Beste Grüße


    Mario


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  • Hmm schwierige Sache. Ich habe es gerade mal ausprobiert. Eine Manuelle Festbrennweite auf die Kamera und dann die verschiedenen Scene Modi durchgespielt (Portrait, Landschaft usw.). Alle Bilder waren überbelichtet, d.h. große weiße Flächen. Das manuelle Objektiv gibt ja keine Daten weiter, wie z.B. die eingestellte Blende und offenbar macht das Probleme mit der Belichtungsmessung. Interessanterweise funktioniert die Belichtungsmessung sehr genau in den Modi: Programmautomatik, Blendenpriorität, Zeitpriorität und Manuell.


    Ich halte es allerdigns nicht für sinnvoll ein manuelles Objektiv mit den Scenemodis zu benutzen. Erst mal hat du bei fast allen manuellen Objektiven einen Blendenring, d.h. die Blende musst du sowieso von Hand/manuell einstellen. Dann hast du auch keinen Bildstabilisator im Objektiv, d.h. du musst mit der Verschlusszeit bei 1/Brennweite bleiben (an einer Cropkamera muss man bei 1/(Brennweite * Cropfaktor) bleiben).
    Nehmen wir mal ein 50mm Objektiv. Dann sollte die Verschlusszeit bei 1/50 Sekunden bleiben (Bei Canon Crop-Kamera 1/80), ansonsten bekommst du verwackelte Bilder.


    Da die Kamera keine Daten vom manuellen Objektiv bekommt, weiß sie nicht, welche Brennweite du vorne drauf hast und wird bei leicht dunklen Lichtverhältnissen eine zu lange Verschlusszeit wählen. Dieses Problem hast du auch bei der Programmautomatik. Von daher würde ich die auch nicht verwenden.


    Als ich anfing manuelle Objektive zu benutzen habe ich erst mit der Blendenpriorität herumgespielt (Blende wählt der Fotograf, Verschlusszeit die Kamera). Bei hellem Sonnenschein mit Weitwinkel und 50mm kein Problem. Meist ist da die Verschlusszeit sowieso schneller. Aber man muss sie ständig im Auge behalten. Ich fand es dann sehr viel einfacher die Zeitpriorität, bzw. Manuellen Modi zu benutzen (Zeitpriorität ist praktisch der Manuelle Modus, weil du die Blende nur manuell einstellen kannst, das kann die Kamera mit den manuellen objektiven nicht übernehmen). Ich habe also bei meinem 50mm eine Verschlusszeit von 1/80 eingestellt (da Crop-Kamera), ISO automatik und die Blende so angepasst, dass genug Licht auf dem Sensor ankommt. Oder mal schnellere Verschlusszeit wenn ich meinen Hund fotografiert habe.


    Das Zusammenspiel habe ich auch sehr schnell begriffen und hatte daher wenig Ausschuss an falsch belichteten Bildern. Ich hatten vielleicht 5 Bilder, die entweder überbelichtet oder unterbelichtet waren. Das ist sehr wenig. Man lernt das schnell im Auge zu behalten und dann macht es sehr viel Spaß. =)

    Analog und Digital <3

  • Joa, kann mich da nur anschließen. Habe eine lange Zeit lang ausschließlich mit meinem 55mm f/1.7 Objektiv fotografiert, weils mir so gut gefällt.


    Die Kamera bekommt vom manuellen Objektiv auch keine Daten, welche die Kamera in genannten Modi zur Ermittlung der Belichtung oder der gesuchten Parameter verwenden könnte. Du bekommst als Blende auch nur "00" angezeigt. Du wirst zwar auslösen können, aber nur das bereits erwähnte Ergebnis erhalten. Also besser gleich auf M stellen.


    Ich finde anfangs sollte man den Liveview verwenden, um die Belichtung besser einschätzen zu können. Dort siehst du ja sofort, ob du mit deinen manuell gewählten Einstellungen über- oder unterbelichtest und kannst dich ein bisschen herantasten. Man bekommt aber ganz gut ein Gefühl dafür und wenn man in RAW fotografiert und leicht überbelichtet ist das auch nicht schlimm, sondern für die Nachbearbeitung tendenziell besser (Stichwort ETTR). Man darf nur nicht die Highlights clippen, weshalb ich häufig auch gerne das RAW Histogram von Magic Lantern zu rate ziehe.

    Canon EOS 6D, EOS 70D, EOS M5, EOS MInstagram

    [ EF ] Canon 16-35/4L IS USM, 24-70/4L IS USM, 50/1.8 STM, 70-200/4L IS II USM,

    Tamron SP 70-300/4-5.6 VC USD (A005), SP 90/2.8 VC USD 1:1 Macro (F017)

    [ EF-S ] Sigma 30/1.4 A HSM [ EF-M ] Canon 15-45/3.5-6.3 IS STM, 22/2 STM, Viltrox EF-EOS M2 0.71x

  • Wenn ich mal scharf überlege bleiben ja quasi nur der M und der TV Modus übrig
    Eigentlich bliebe ja nur der TV Modus übrig da der M Modus ja die Blende beeinhaltet den ich aber am Obektiv einstelle


    Aber schon Interessant muß ich sagen


    Viele Grüße 8)

  • Also wenn ich meine alten Minolta MC/MD Objektive benutze, arbeite ich generell im manuellen Modus,
    also auch die Verschlusszeit und ISO. Man kann zwar ISO und Verschlusszeit automatisieren, aber
    mag es lieber im Vollmanuellen Modus. Irgendwelchen Scene-DingsBums nutze ich nie, egal welche
    Kamera, außer beim Smartphone.