Kameraausrüstung für 1.500€

  • Hallöle ihr Lieben. :)


    Endlich habe ich das benötigte Kleingeld zusammen und möchte mir gerne eine DSLR + Objektiv kaufen. Da ich in letzter Zeit sehr viele Testvideos angucke, bin ich leider ein wenig unschlüssig, welche DSLR es dann am Ende wird.


    Im "Rennen" befinden sich:


    Canon Eos 70D
    Canon Eos 80D
    Canon Eos 750/760D
    Sony Alpha 6000


    Ich kann mich leider einfach nicht entscheiden.


    Entweder komme ich am Ende mit dem Budget nicht genau hin, weil dann das dazugehörige Objektiv zu teuer ist oder mich die Testvideos unschlüssig machen.


    Apropos Objektiv - auch da bin ich mir noch nicht ganz sicher welches es zum Kamera Body wird.


    Auch da befinden sich im "Rennen":


    Sigma 18-35 mm (F1,8 DC HSM)
    Canon EF 24-105 mm
    Canon EF-S 18-135 mm


    Eigentlich gefällt mir das Sigma "am besten", weil ich gerne Landschaftsfotografien und allgemein Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen machen möchte. Da das Filmen nicht zu kurz kommen darf, weiß ich nicht, ob es das richtige Objektiv ist, weil es m.M.n. keinen Bildstabilisator hat und da ich viel per Hand filmen werde und ich kein unruhiges Bild haben möchte, leider rausfällt. :(


    Vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen. :)


    LG Sebastian


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  • Bezüglich der Kameras:


    Obs eine Canon DSLR oder Sony DSLM werden soll, würde ich zu einem großen Teil auch davon abhängig machen, wie einem persönlich die Handhabung der Kamera gefällt. Du solltest die Kameras am besten vor dem Kauf alle mal in der Hand gehalten haben.


    Aus meiner Sicht ist der prominenteste Unterschied erstmal, dass die DSLM kleiner ausfällt und einen elektronischen statt optischen Sucher bietet.


    Bezüglich Haptik habe ich oft gehört, dass die Sony Kameras nicht sonderlich gut in der Hand liegen und der Akku nicht lange hält. Der Größenvorteil spielt kaum eine Rolle, sobald man ein wertiges Objektiv vor der Kamera hat, sind auch die spiegellosen Kameras entsprechend klobig.


    Die Sony ist vom Design und den Funktionen eher aufs Filmen ausgelegt und bietet dafür sogar einen Bildschirm im 16:9 Format, welchen ich persönlich zum Fotografieren eher als störend empfinden würde. Die Canon DSLRs sind dagegen primär fürs Fotografieren und auch vom Button Layout etc. darauf ausgelegt. Nichtsdestotrotz kann man den denen auch gut filmen, speziell mit den von dir vorgeschlagenen Modellen.


    Hängt halt viel von Vorlieben ab, mir würde die A6000 nichts wünschenswertes bieten, während ich mit meiner 70D super zufrieden bin. Sowohl was das Fotografieren, als auch das Filmen betrifft. Für einen Vergleich der einzelnen Kameras würde ich auf die Valuetech Videos verweisen, da sind die markantesten Unterschiede gut herausgestellt.


    Kurz gesagt nehmen sich 760D und 70D nicht viel, die 760D hat etwas modernere Spezifikationen, in einigen Punkten wie dem Video AF, Haptik ist die 70D trotzdem ein Stück besser. Die 750D würde ich nicht in Betracht ziehen. Die hat zwar praktisch 1:1 die technischen Daten der 760D, ist aber unbequemer in der Bedienung und preislich liegen die 750D und die 760D ja eh fast gleichauf.


    Die 80D ist eine rundum bisschen aufpolierte 70D, neben dem besserem AF System (19 vs 45 Kreuzsensoren) und einem besseren Dynamikumfang sind die anderen Änderungen aber eher geringfügig. Hat halt auch 24 MP statt 20 MP, bezüglich der Bildqualität ändert das nicht viel. Fürs Filmen hätte die 80D halt den neuen Kopfhörerausgang fürs Monitoring und die Möglichkeit, FullHD auch mit 60 statt 30 FPS aufzuzeichnen. Alles nicht unbedingt wichtig, weshalb sich der stolze Aufpreis meiner Meinung nach derzeit überhaupt nicht lohnt.


    Bezüglich den Objektiven:


    Also vom L Glas würde ich dir dann schon mal abraten. Das hat durch den Crop Faktor (x1.6) an einem APS-C Body mit rund 38-168 mm KB Äquivalent weder eine gut nutzbare Brennweite und ist mit einer Offenblende von f/4 nicht sonderlich lichtstark. Meiner Meinung nach wirst du da weder bei Lowlight noch Landschaftsfotografie Spaß haben. Die IS Version ist auch nochmal ein gutes Stück teurer und die rund 40mm wahrscheinlich selbst zum Filmen nicht ganz praktisch.


    Das Sigma 18-35mm halte ich für das beste von den dreien. Gilt momentan auch als eins der schärfsten Objektive für APS-C Kameras. Ich denke es eignet sich auch gut zum Filmen. Bei weitwinkeligen Aufnahmen bekommt man auch ohne Bildstabilisator relativ ruhige Aufnahmen hin. Die durchgehende Offenblende von 1.8 ist ordentlich! Dafür ist das Objektiv aber auch ordentlich groß und schwer und du hast einen relativ kleinen Brennweiten Bereich. Hättest aber von bisschen Weitwinkel bis Normal nen praktikablen Bereich für Foto und Video.


    Das Canon 18-135mm ist vor allem wegen des leisen STM Motors und des Bildstabilisators speziell fürs Filmen geeignet. Positiv auch der größere Brennweiten Bereich, dafür ist das Objektiv aber kein bisschen lichtstark. Für Landschaftsaufnahmen nicht unbedingt wichtig, weil du da ohnehin mit einem Stativ arbeiten kannst. Wenn du wie gesagt aber bei schlechten Lichtverhältnissen aus der Hand oder bewegende Objekte (auch Sterne) fotografieren willst, ist das Sigma von den dreien wahrscheinlich die einzige wirkliche Option.

    Canon EOS 6D, EOS 70D, EOS M5, EOS MInstagram

    [ EF ] Canon 16-35/4L IS USM, 24-70/4L IS USM, 50/1.8 STM, 70-200/4L IS II USM,

    Tamron SP 70-300/4-5.6 VC USD (A005), SP 90/2.8 VC USD 1:1 Macro (F017)

    [ EF-S ] Sigma 30/1.4 A HSM [ EF-M ] Canon 15-45/3.5-6.3 IS STM, 22/2 STM, Viltrox EF-EOS M2 0.71x

  • dir bleibt ja nur Canon, wenn du Lichtstarke APS-C Objektive nutzen willst.
    Das ist bei Sony APS-C eMount schon etwas Mangelware.
    Adaptieren lohnt sich bei APS-C eMount nur, wenn man z.B. schon ein Canon-System hat,
    ist zumindest meine Meinung.


    Die 80D würde ich aus deiner Liste streichen, da sie ja schon dein genanntes Budget einnimmt.
    Also entweder 70D oder 760D.
    Hast dir schon mal das Vergleichsvideo von Valuetech angeschaut?



    Als Objektiv würde ich dir eher das "Sigma 17-70 mm Contemporary DC Makro OS HSM" empfehlen.
    Zwar finde ich persönlich das Sigma 17-50mm F2.8 besser, aber aufgrund des lauten AF
    ist es eher zum filmen ungeeignet.


    Das Sigma 18-35mm F1.8 würde ich mir nicht als erstes Objektiv kaufen, auch durch
    den fehlenden IS ist es eher ungeeignet zum filmen, dann eher das o.g. Sigma.


    Das Canon 18-135mm IS STM F3.5-5,6 hat zwar einen leisen STM AF,
    ist aber aufgrund der variablen Blende bis F5.6 aus meiner Sicht eher ungeignet bei LowLoght-Filmen.


    Von Vollformat-Objektiven würde ich lieber die Hände lassen, wenn man eine APS-C Kamera hat.
    Einzig vielleicht ein Makro-Objektiv, aber hast du ja nicht genannt.


    Ein vernünftiges Stativ wirst du ja auch noch brauchen.

  • Vielen Dank für die Vorschläge/Ratschläge/Antworten. :)


    Es ist nun folgende Kombination geworden:


    Canon Eos 70D + Sigma 18 - 35 mm


    Mit der Kombination bin ich bis jetzt sehr zufrieden. :)


    Ein Filter zum Filmen ist ja ein MUSS, welchen würdet ihr da empfehlen? (sollte jetzt nicht unbedingt über 50€ kosten)


    Zum Filmen habe ich auch eine Steady - Cam gefunden Amazon.de. Ich denke, das ich mit dieser keinen Fehler machen werde. :)

  • Zum Filmen habe ich auch eine Steady - Cam gefunden Amazon.de. Ich denke, das ich mit dieser keinen Fehler machen werde.

    Was Willst du denn mit der Halterung bezwecken / filmen ?
    Diese die du bei Amazon gesehen hast hilft dir eigentlich nur beim bodennahen Filmen, ich kann mir schecht vorstellen wie man die Kamera damit auf Augenhöhe halten soll.


    Und eine Steadycam ist das auf keinen Fall :D


    Und zum filmen ist ein Vario-ND-Filter ganz Praktisch, du musst nur nahc Filtergroße und Preis gucken. Die guten kosten da schon ne Menge..

    Canon 1D IV | Canon 5D III | Canon 16-35mm F/4L IS | Canon 24-70mm F/2.8L II | Canon 70-200mm F/2.8L IS II | Canon 35mm F/1.4L II | Canon 85mm F/1.4L IS

  • Zum Filmen kannst du einen variablen ND 2-400 Filter nehmen, wie den nachfolgenden. Damit kannst du auch bei Sonnenlicht offenblendig filmen. Bezüglich der Qualität brauchst du dir da auch keine Gedanken machen, solange du nicht zu stark abdunkelst beeinträchtigen die die Bildqualität nicht wirklich. Praktisch gegenüber festen ND Filtern ist eben die einfache Handhabung und du kommst relativ günstig bei weg.


    Amazon.de


    Solche Teile kannst du aber nicht für Langzeitbelichtungen verwenden, die eignen sich wirklich nur fürs Filmen. Wenn du das irgendwann mal machen willst, solltest du dir ein paar etwas höherpreisige ND Filter mit festen Werten zulegen (vor allem für ein so schönes Objektiv wie das 18-35er :P). Vor allem ND 3.0 (1000x) und ND 1.8 (64x) sind praktische Stärken (Fürs Filmen brauchst du aber schwächere, solltest du keinen Variablen ND Filter verwenden wollen).

    Canon EOS 6D, EOS 70D, EOS M5, EOS MInstagram

    [ EF ] Canon 16-35/4L IS USM, 24-70/4L IS USM, 50/1.8 STM, 70-200/4L IS II USM,

    Tamron SP 70-300/4-5.6 VC USD (A005), SP 90/2.8 VC USD 1:1 Macro (F017)

    [ EF-S ] Sigma 30/1.4 A HSM [ EF-M ] Canon 15-45/3.5-6.3 IS STM, 22/2 STM, Viltrox EF-EOS M2 0.71x