DISKUSSION über Kamerahersteller & deren weiterführende Entwicklung

  • @Matze


    Denke da an einen Handwerker. Wenn der Akku von seinem Akkuschrauber leer ist, holt er sich einen neuen aus der Ladestation und schraubt 2 Stunden weiter. In dieser Zeit wird der andere Akku längstens geladen. Und so wie Fotografen drauf sind, haben sie von allem Equipment mehr als genug. 4 Bodys, 12 Objektive - warum also nicht auch 2, 3 oder 4 Ladestationen für Blitzgeräte?


    Für micht nicht abwegig.

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  • Naja statt 2 oder 3 Blitze zu einem Shooting mitzunehmen müssten sie dann mindestens 4 Blitze tragen plus Ladestationen. Da ist ne Packung aufgeladener AA Batterien sehr viel handlicher, weniger zu schleppen und auch praktischer, denn du musst den Blitz nicht wechseln! Stell dir mal vor du gehst zu einem Shooting und musst erst mal nach Stromanschluss für deine Ladeboxen für die Blitze fragen. Also einfach ein ungenorm hoher Aufwandt!
    Abgesehen davon sind die AA Batterien doch Akkus. Wenn da mal ein Akku kaputt geht kann man ihn einfach tauschen, aber wenn ein fest verbauter Akku in einem Blitz probleme macht musst du den ganzen Blitz neu kaufen. Also statt ein paar Euro für Akku dann gleich 200-300 Euro für einen Blitz ausgeben. Und schon bei Handys regen sich die Konsumenten über einen fest verbauten Akku auf und dass der Tausch eines verbauten Akkus so teuer ist. Selbst als Hobbyfotograf würde ich mir keinen Blitz mit eingebautem Akku kaufen. Als Berufsfotograf schon garnicht.

    Analog und Digital <3

  • Ups, du musst entschuldigen.. habe mich falsch ausgedrückt. Ich meine eher, dass man die Akkuzellen des Blitzes laden kann, so wie Akkus von DSLRs. Das meinte ich eigentlich. Das wäre für mich eine coole Sache.


    Habe mit normalen AA-Akkus schon oft Probleme gehabt. Das Laden dauerte oft sehr lange und die Gefahr, das die eventuell auslaufen könnten und viel Equipment versauen ist präsent und war schon 2x der Fall bei mir. :(


    Daher hätte ich Akkus, wie DSLRs sie haben, viel lieber. Wenn die Hersteller klever sind, würden sie gleich den Akku von der DSLR auch passend für den Blitz anbieten. Das wäre ein Traum. Nur eine Ladestation für zwei Geräte.


    Träumen darf man ja. :)

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  • Habe mit normalen AA-Akkus schon oft Probleme gehabt. Das Laden dauerte oft sehr lange und die Gefahr, das die eventuell auslaufen könnten und viel Equipment versauen ist präsent und war schon 2x der Fall bei mir.

    Dann hast Du aber irgendwelche Billiprodukte (Ladegerät und/oder Akku) gekauft. Ich habe etliche AA-Markenakkus (Blitz, Funkstrecken, Fernbedienungen, Küche) im Einsatz und noch kein einziger ist ausgelaufen oder geplatz. Das passiert bei Marken-Akkus mit intelligentem Ladegerät äußerst selten.


    Ich meine einmal ernsthaft: Du willst einen Blitz mit austauschbarem Li-Ion-/LiPo-Akku - am besten den aus der Kamera. Für jeden Blitz brauche ich dann also mindestens zwei 50-Euro-Akkus die welchen Vorteil gegenüber einem hochwertigen 4er-Pack AA-Akkus haben? So ziemlich gar keinen. Ein großer Akku für die Kamera lädt auch seine ~2 Stunden, mit Schnellladegeräten schaffst Du das auch für AA-Akkus. Wenn Du Zeit hast und die Zellen schonen willst in 3-5 Stunden.


    Abgesehen davon dürfte der "Dual-Use" (ein Akku für Kamera und Blitz) nicht sinnvoll sein, da es gänzlich andere Anwendungsfelder sind. Ein Kamera-Akku soll eine möglichst lange Lebensdauer, geringe Selbstentladung und hohe Kapazität haben. Beim Blitz geht es vor allem darum möglichst schnell sehr viel Energie für die Kondensatoren bereitzustellen.


    Auch nimmt die Spannung von Li-Ion-Akkus mit abnehmender Ladung sehr stark ab, was für einen Blitz ungünstig ist. Auch ist ein Hochspannungsgerät wie ein Kamerablitz (der Kondensator hat gerne 500 Volt) äußerst ungünstig für ein Li-Ion-Akku, wenn irgendetwas schiefgeht (Explosionsgefahr).

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  • Achso da hatte ich dich dann falsch verstanden.
    Aber führen wir deine Überlegung mal weiter: Wenn du nur die Akkus von deiner Kamera benutzen kannst bedeutet das, dass die Dritthersteller ihre Blitze aufwändig neu konstruieren müssten um sie an die Akkus des jeweiligen Kamerasystems anzupassen (abgesehen von den Originalherstellern Nikon, Sony, Canon). Oder die Dritthersteller produzieren ihre eigenen Akkusysteme: Dann können sie wieder Schindluder mit den Akkupreisen anstellen und zwischen 50-70 Euro pro Akku verlangen (die dann eventuell noch billig hergestellt werden und nach einem Jahr ihre Leitung versagen, eventuell hat man da auch wieder eine große Serienstreuung und wenig Qualitätskontrollen) Hmm... also für mich wäre das nix. Da müsste man unheimlich aufpassen welches Gerät jetzt mit welchem Akku betrieben werden kann und dass man auch genügend dieser Akkus dabei hat, dass man die Akkus überhaupt zu einem vernünftigen Preis bekommt und und und .... Und im Prinzip hast du ja mit AA -Akkus/Batterien ein sehr günstiges aufladbares System
    Die Ladedauer wird denke ich auch ähnlichs ein wie bei AA-Akkus...

    Analog und Digital <3

  • @Matze


    Wollen tue ich das nicht wirklich. War nur so ein Gedanke, da Batterien, in der normalen Form, für mich Steinzeit bedeuten. Mich hat z.B. die Entscheidung von Microsoft genervt, normale Batterien in den Xbox One Controller zu packen, statt eine modernere Lösung zu wählen.


    AA-Akkus habe ich schon mal ausprobiert (Duracel), aber die halten kaum 10 Stunden Betrieb aus und müssen fast so lange wieder aufladen, also bleiben nur normale Batterien, was nicht sonderlich umweltschonend ist. Und auf den Geldbeutel lastet. Akkupacks von anderen Herstellern sind leider auch nicht sonderlich gut.


    War nur so ein Gedanke. Bitte nicht hauen. :)


    Eine gute Idee fand ich aber vor ein paar Monaten im Netz: Stromversorgung für den Blitz über den Blitzschuh. Mit (eh schon erhältlichen) Batteriegriffen wäre genug Energie da. Keine Ahnung, wie oder ob die das umsetzen wollen.


    @Shetanchan


    Da dachte ich eher an eine Lösung des Kameraherstellers für seine eigenen Bodys und Blitze. Apple presst doch ständig solche Standards für ihr Ökosystem in die Welt und keinen juckt es. Bin daher etwas über den Aufschrei verwundert. Irgendwann verschwinden die normalen Batterien.

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  • Bin daher etwas über den Aufschrei verwundert. Irgendwann verschwinden die normalen Batterien.

    Hoffentlich ist es eher andersherum und proprietäre Lösungen werden mehr und mehr vom Markt verdrängt. Apple demonstriert ja gerade bestens wie es nicht geht. Anstatt sich de facto allen anderen Herstellern (micro-USB -> USB-C) anzuschließen kochen sie mit dem Lightning-Connector für Smartphones und Tablets ihr eigenes Süppchen. Die Smartphones kann man nun nicht einmal ohne teuren Adapter mit Apple-Notebooks verbinden, da diese dann doch auf USB-C/Thunderbolt 3 setzen. Demzufolge brauche ich jetzt für ein iPhone 7 und MacBook Pro 2016 sogar zwei verschiedene Kopfhörer oder Adapter. Wenn das für dich die tolle Zukunft ist, lebe ich lieber mit Steinzeit-Akkus ;)


    Stromversorgung für den Blitz über den Blitzschuh. Mit (eh schon erhältlichen) Batteriegriffen wäre genug Energie da. Keine Ahnung, wie oder ob die das umsetzen wollen.

    Ich habe Dir ja oben schon probiert zu erklären, warum sich Li-Ion-Akkus nur sehr begrenzt für leistungsstarke Blitzgeräte eignen. Ob der Akku nun oben oder unten sitzt, macht da keinen großen Unterschied ;)


    Li-Ion-Akkus sind, sehr teure Spezialformen einmal außen vor, nicht für den Betrieb von Leistungsstarken Blitzgeräten gemacht. Ein paar Bastler haben so etwas wohl mal mit einem Blitz von Metz gemacht (also Umbau von AA auf Li-Ion-Akku, findet man via Google sicherlich noch irgendwo) und die Blitzfolgezeit war mit abnehmender Kapazität wohl sehr mies.


    Und wenn deine AA-Akkus fast 10 Stunden aufladen müssen, hast Du kein gutes Ladegerät ;) Der ideale Ladestrom für NiMH-Akkus liegt bei 0,2 bis 0,5 C - also 2-5 Stunden Ladezeit. Alles darüber oder darunter ist nicht wirklich förderlich für die Lebensdauer. Zu hohe Ladeströme erhitzen den Akku zu stark, zu niedrige führen am Ende ggf. zu einer Überladung. Dann platzen die Akkus irgendwann. So wie bei Dir geschehen ;)



    Kurzum: Li-Ion-Akkus wären um ein Vielfaches teurer, lassen sich kaum schneller laden (jeweils mit Markenladegeräten), sorgen bei geringem Ladestand für lange Blitzfolgezeiten und bieten ein nicht unerhebliches Gesundheitsrisiko durch Brand und Explosionen. Abgesehen davon das auch die Blitzgeräte selbst teurer würden, da ein Li-Ion-/Li-Po-Akku komplizierter in der Ansteuerung ist.


    Ich würde Dir einfach mal empfehlen ordentliche AA-Akkus und ein Markenladegerät zu kaufen ;) Die Eneloops von Panasonic sind eigentlich der Standard bei Fotografen und ich habe bisher von niemandem gehört, bei dem die geplatzt sind.

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  • Ok, da springe ich auf deinen Zug auf. Wenn die Li-Ion-Akkus nicht sonderlich gut geeignet sind, dann ist das in dem Fall keine gute Idee.


    Was die AA-Akkus angeht ..


    Danke für den Tipp. Hatte vorher Duracel + Duracel-Ladestation. Die lange Ladezeit kann eventuell auch an ungleicher Spannung liegen. Wir haben ein älteres Haus. ;)

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