Fujifilm X-T20 - ISO 200 am Anfang?

  • Hallo.


    Ich liebäugle ja mit der X-T20 und kann sie bald zum Testen für ein paar Tagen brauchen. Ich habe nun die Specs genau studiert und da is mir aufgefallen, dass der ISO-Bereich erst bei 200 losgeht, statt wie überall anderswo bei 100. Warum ist das so? Hat man dadurch einen Nachteil? Kann mir das nicht so recht erklären.


    Vielleicht hat jemand eine Minute, um mir das näher zu bringen.

    Kamera

    Canon EOS 6D Mark II

    Objektive

    EF 24-105 mm f/3.5-5.6 IS STM - EF 50 mm f/1.8 STM - EF 200 mm f/2.8 L II USM

    Instagram


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  • Ich weiß ja nicht wie du deine Infos beschafst aber die XT20 hat einen ISO bereich von 100 bis 51200. Die ISO 100 ereichst du im erweitertem Modus. Bei anderen Kameraherstellern erreicht man so ISO 50, 64 oder auch 80. Fuji wird im normalen Modus mit ISO 200 angfangen damit die Kamera etwas Lichtstärker ist, bei modernen Sensorn dürfte es zwischen 100 und 200 keinen, mit normalen Mitteln, sichtbaren Qualitätsunterschied geben.

  • Man hört immer wieder mal, dass Fuji's ISO 200 eher einen ISO 125 repräsentiert, Fuji Forum wenn man RAW Dateien vergleicht. Die JPEG's werden in der Kamera so bearbeitet, dass sie etwas heller erscheinen (ist nicht nur bei Fuji so, habe das auch von Canon gehört)
    ISO ist nicht so streng genormt, wie es noch ASA bei der analogen Fotografie war. Die Hersteller haben hier also etwas mehr Spielraum. Böse Zungen behaupten, sie würden das extra so machen, damit sie bei vergleichenden Rauschtests besser abschneiden, da ISO 200 eigentlich ein ISO 125 ist und somit weniger rauscht. Andererseits muss man auch bedenken, dass die Sensortechnologien teilweise recht unterschiedlich sind.
    Einen weiteren Einfluss beim Vergleich von Rauschverhalten kann das genutzte Objektiv haben. Das lässt nämlich nicht immer eine Lichtmenge von 2.8 durch, wenn 2.8 als Blende angegeben ist. F-stop und T-stop sind zwei verschiedene Dinge: F-stop ist eine Bezeichnung der Blende und berechnet sich aus der Größe der Blendenöffnung und der Brennweite. T-Stop bezeichnet die Transmission eines Objektivs, als wie viel Licht am Sensor ankommt. Da jedes Linsenelement etwas Licht schlucken kann, kann es sein, dass bei einem Objektiv mit Blende 2.8 das Licht nicht vollständig zum Sensor gelangt, sondern am Sensor eher eine Lichtmenge von 3.5 durch das Objektiv auf den Sensor trifft. Der T-Stop hat nichts mit Schärfentiefe zu tun, sondern beschreibt nur wie viel Licht durch das Objektiv gelangt.


    Lesequellen: https://www.dxomark.com...
    http://www.fuji-x-forum.de...

    Analog und Digital <3

  • Letztendlich steht es bei niemandem der ISO-Wert drauf, den der Sensor auch liefert. Das sind einfach Näherungswerte, die sich einfach besser rechnen lassen. ISO-100 entspricht bei Canon und Nikon auch oft eher ISO-70 bis ISO-80. Fujifilms ISO-200 eher einem ISO-130 und bei Canon/Nikon... Genau: 140-150.


    In der Tat erreichst Du damit nicht das Niveau der anderen Kameras bei ISO-100 (70-80), was aber auch vollkommen egal ist. Denn erfahrungsgemäß sehen die meisten Leute zwischen ISO-100 und ISO-200 keinen Unterschied. Selbst bei ISO-400 gibt es oft nur minimal mehr Rauschen und etwas weniger Dynamik.

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

    Panasonic Lumix GH5 + Metabones Speed Booster XL

    Sony Alpha 7 III + Sigma MC-11

  • Tip top.. danke euch.


    Dachte mir nur, ich frage da mal nach, denn unter den normalen Einstellungen ist ISO 200 angegeben, als Startwert. Würde denn die Bildqualität etwas leiden, wenn die Kamera auf ISO 100 im erweiterten Modus "gedrückt" wird, oder ist das ebenfalls total egal?


    Danke vielmals.

    Kamera

    Canon EOS 6D Mark II

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    EF 24-105 mm f/3.5-5.6 IS STM - EF 50 mm f/1.8 STM - EF 200 mm f/2.8 L II USM

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  • Okay, danke für die Informationen. Da bin ich ja mal gespannt. Aber einen sichtbaren Unterschied wird es (auch nach weitreichender Nachforschung) nicht geben. Da bin ich beruhigt.


    Vielen Dank.

    Kamera

    Canon EOS 6D Mark II

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    EF 24-105 mm f/3.5-5.6 IS STM - EF 50 mm f/1.8 STM - EF 200 mm f/2.8 L II USM

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  • mmmh. So weit ich zu glauben weiß :huh: , ist der native ISO, der ISO den die Kamera reproduzieren kann. Der erweiterte ISO Bereich wird von der Kamera hinzugefügt. Bsp. ich stelle an meiner D750 ISO 50 (LOW) ein und die Kamera macht ein Bild mit ISO 100 und zieht dann die Belichtung um 1 (Blende) runter. Das selbe Spiel im High ISO Bereich.


    Stimmt dies (NICHT) ? Bin jetzt etwas verunsichert.... ?(

    Ortskundig bei Nikon (/Olympus) & Analoger Photographie. Objektive von Sigma, Tamron, Olympus und Nikon. Zubehör von diversen Herstellern. :saint:

  • Nein, an der Blende manipulieren unsere Kameras nicht herum.
    Sie schwächen nur sie vom Sensor gelieferten Helligkeitswerte ab oder verstärken diese.
    Das man die Blende weiter schließt (bzw öffnet) verbietet sich schon deshalb, weil das am jeweiligen vom Objektiv unveränderbar vorgegebenen Ende nichts mehr mit der Blende machen kann.
    Die kleinste Belnden-Öffnung kann man halt nicht noch weiter zumachen und fotografiert man mit Offenblende wirds unmöglich noch weiter aufzublenden.