Welche Spiegelreflexkamera mit Einsteigerfreundlichen Merkmalen mit Fokus auf bis zu semiprofessionellen Einsatz?

  • Hallo,


    ich würde mir gerne eine eigene Spiegelreflexkamera anschaffen (bisher hatte ich Spiegelreflexkameras nur ausgeliehen und nie mein eigenes nennen können).
    Mir sind grundsätzliche Basis-Fachbegriffe der Fotografie bekannt (u.a. auch erste Einblicke durch Gestaltungs- und Medientechnik in der Schule damals), jedoch würde ich mich trotzdem als Anfänger in der Fotografie bezeichnen, da ich eher am PC künstlerisch (3D-Modelling) unterwegs bin.


    Für folgende Zwecke möchte ich diese nutzen: Gegenstandsfotografie (z.B. Texturen, Produkte) mit Hilfe eines eigenen kleinen Fotostudioset, dass ich mir anschaffen möchte. Aber auch Landschafts/Naturfotografie(keine Tiere)/Innenraum(architektur) wäre in Zukunft ein Weg, den ich gehen möchte.


    Folgende Stärken/Tools sollte es haben: Ich hatte bisher immer Kameras, die sehr schlecht im Dunkeln oder nachts abschneiden. Gerade weil ich auch mit Belichtungszeiten experimentieren möchte, würde ich gerne eine Spiegelreflexkamera haben, die relativ gut/stark bei Nachtszenen abschneidet (ich benutze da meist immer noch ein Stativ, da man Abends eh mit kurzen Verschlusszeiten keine scharfen Fotos hinbekommt). Was wirklich toll wäre, ist, wenn die Kamera Hilfe für Bildgestaltungen gibt (also z.B. Goldener Schnitt als Raster auf dem Display, damit man seine Szene gestalterisch setzen kann). Ebenso wäre eine FHD mit 60fps Videofunktion eine tolles Extra (Ansonsten reicht auch eine normale FHD Videofunktion - im Notfall würde ich sie aber auch ganz weglassen, je nachdem wie das Budget ausreicht).
    Wichtig wäre zudem, wenn ich eine Spiegelreflexkamera habe, bei der ich mit den Jahren nach und nach eine ordentliche Auswahl an passenden Objektiven dazu anschaffen kann.


    Wenn Ihr mir Vorschläge gebt, so gebt doch bitte auch für die Kamera die passende SD-Karte an, oder schreibt dazu, mit welcher Ihr gute Erfahrungen gemacht habt.


    Da ich Student bin, liegt das Budget bei mir zwischen 500€ - ca. 700€ maximal.


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  • Die 5000-Serie von Nikon kann ich da empfehlen, also entweder die 5300 oder 5500/5600. Größter Unterschied liegt im Touchscreen, sonst sind die Kameras ziemlich gleich, gibt nur kleinere Unterschiede. Aber schau die am besten mal die Videos hier zum Thema an und geh in einen Laden und nimm die Kameras mal in die Hand, den die haptik ist bei Kameras ziemlich wichtig.

    Fujifilm X100F |Nikon D7500 | Tokina AF 2,8/11-16 AT-X Pro DX II | Sigma 17-50mm F2.8 EX DC OS HSM | Tamron 70-210mm F/4 DI VC USD | Nikon NIKKOR 35mm 1:1.8G AF-S | VOKING Speedlite VK581 | Rollei C6i | Rollei Compact Traveler No. 10 | Affinity Photo |


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  • Ich hatte bisher immer Kameras, die sehr schlecht im Dunkeln oder nachts abschneiden. Gerade weil ich auch mit Belichtungszeiten experimentieren möchte, würde ich gerne eine Spiegelreflexkamera haben, die relativ gut/stark bei Nachtszenen abschneidet

    Wenn man es ganz grob auslegen will, schneidet jede Kamera im Dunklen nicht so gut ab, da kann die auch EUR 2'000 kosten - macht keinen Unterschied. Aber.. wenn du Langzeitbelichtungen machst, spielt der Sensor nun nicht so eine grosse Rolle. Jede aktuelle DSLR macht bei Nacht hervorragende Langzeitbelichtungen. Da kommt es eher auf die Einstellungen an, die du an der Kamera verwendest. Tiefer ISO-Wert und jede Kamera liefert dir gute Ergebnisse. Da dein Budget aber "nur" eine APS-C-Kamera zulässt, kommt man da bei ISO 1'600 - ISO 3'200 schon an die Grenzen. Aber abgesehen von Sternenaufnahmen sollte auch ein APS-C-Sensor locker ausreichen, für so ziemlich alles wo man einen tiefen ISO-Wert und lange Belichtungszeit braucht. Viel wichtiger ist da nur noch das Objektiv, denn es muss meistens etwas lichtstärker sein, für gewisse bereiche. Aber das ist nicht zwingend. Mit meinem 10-18 mm bin ich im Dunkeln eh oft auf Blende 8.



    Wenn Ihr mir Vorschläge gebt

    Ich hätte dir sofort die 80D empfohlen, aber die liegt deutlich über deinem Budget. Schade, denn die Kamera ist ein sehr guter Allrounder. Aber auch mit der Nikon D5500/D5600 kann man nicht viel falsch machen. Die Bilder unterscheiden sich eh nur gering. Da kommt es nur auf Details an, was Menüführung. Features und Haptik angeht.


    Aber wenn du wirklich nur den Fokus auf Bilder machen legst, lege ich dir wärmstens die Nikon D3300 ans Herz. Ich weiss nicht, warum ich die so cool finde, aber die ist wie geschaffen für Einsteiger. Kein Schnickschnack an Bord, da geht es wirklich nur ums Fotografieren. ^^

    Kamera

    Canon EOS 6D Mark II

    Objektive

    EF 24-105 mm f/3.5-5.6 IS STM - EF 50 mm f/1.8 STM - EF 200 mm f/2.8 L II USM

    Instagram

  • Ja, die Canon EOS 80D wäre auch ein Traum...aber vlt. kann ich sie mir in 2 jahren oder so anschaffen. Also um es nochmal auf den Punkt zu bringen:


    1.) Fotos für Freistellungen (mit Hintergrundsystem; auch seltene Portraitfotografie), Texturfotografie (vlt. sehr oft im eigenen heimischen Fotostudio dass ich mir anschaffen will).
    2.) FHD/60 Videos mit Chromakey
    3.) Wie gesagt, Nachtaufnahmen wären toll....


    Ich habe gelesen, dass wenn man sich das erste mal eine Spiegelreflexkamera holt, man sich etwas stärker für eine Marke entscheiden soll..wohl weil man längerfristig besser planen und arbeiten kann und man hinterher nicht auf ein komplett neues System umsteigen muss.


    Eigentlich wollte ich eine Kamera finden, die von Canon ist...bei Canon sehe ich bei Testbildern immer, dass diese Rauschfreier sind während bei Nikon die Farbverläufe besonders hervorstechen....


    Jetzt fällt mir auf, dass die D5500 eine SLR Kamera ist (also nicht digital?)? Mit welcher Kamera von Canon wäre die von der Nikon D5500 vergleichbar?
    Bisher gefällt mir von den technischen Features die D5500, wobei die D3300 so ziemlich gleich ist, also auch ziemlich gut für meine Zwecke.


    Was ist denn von der Nikon D5300 zu halten? Die ist mir ins Auge gesprungen, da man hier wohl die Möglichkeit hat, ein externes Mikrofon anzuschließen....naja, das würde ich eher selten benutzen. Ansonsten würde ich gerne wissen, mit was man die Kamera von Nikon D5500/D3300 mit anderen Herstellern zu vergleichen ist?

  • Du solltest mal schauen welche Kamerahersteller in deinem Freundes- und Bekanntenkreis vorkommen, da kann man sich dann am Anfang mal Objektive ausleihen und Hilfe holen.


    Die D5500 ist genau so eine DSLR (digitale Spiegelreflexkamera) wie die D5300/D5600

    Fujifilm X100F |Nikon D7500 | Tokina AF 2,8/11-16 AT-X Pro DX II | Sigma 17-50mm F2.8 EX DC OS HSM | Tamron 70-210mm F/4 DI VC USD | Nikon NIKKOR 35mm 1:1.8G AF-S | VOKING Speedlite VK581 | Rollei C6i | Rollei Compact Traveler No. 10 | Affinity Photo |


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    Einmal editiert, zuletzt von Stefan83 ()

  • Die D5500 und D3300 sind sich sehr ähnlich. Gleicher Body, gleicher Sensor.
    In der Ausstattung unterscheiden sie sich leicht, z.B. hat die D5500 einen schwenkbaren Touchscreen mit marginal größerer Diagonale, 14 bit Komprimierung und weitere Kleinigkeiten.
    Beide haben 1080 p bei 60 FPS. Wobei Video-Autofocus bei Nikon ja nicht so dolle sein soll. Habe ich aber keine Ahnung, da ich keine Videos mache.


    Beide sind DSLR und beide haben einen Anschluss für externes Mikrofon.


    Bei Canon wäre glaube ich die 760D das Vergleichsmodel wenn ich mich nicht irre. Ist aber glaube ich preislich etwas drüber.


    Generell wird es mit max. 700€ knapp mit einer D5500 + evtl. ein Objektiv, denn nach einem neuen zusäztlich zum Kit wirst du schnell suchen.


    Von daher stimme ich rein vom Preis her Stereotype zu dir die D3300 näher an zu schauen.

    Nikon D5500

    Nikon Z6

  • 14 bit Komprimierung und weitere Kleinigkeiten.

    Ist kein Hexenwerk, hat Canon auch.

    Zitat

    Bei Canon wäre glaube ich die 760D das Vergleichsmodel wenn ich mich nicht irre. Ist aber glaube ich preislich etwas drüber.

    Falsch, es wäre die 750D und die 800D als Nachfolger. Die 760D hat ein Schulterdisplay und HDR-Video.
    Und die 750D liegt preislich gleichauf mit der D5500.



    @92MJ


    Zitat

    Ich habe gelesen, dass wenn man sich das erste mal eine Spiegelreflexkamera holt, man sich etwas stärker für eine Marke entscheiden soll..wohl weil man längerfristig besser planen und arbeiten kann und man hinterher nicht auf ein komplett neues System umsteigen muss.


    Jaein, es liegt an den Objektiven. Hat man erst einmal seine Lieblingsobjektive zusammen, tut man sich schwer einen
    Systemwechsel zu machen, sei es wegen den Finanzen oder weil es vergleichbare Objektive bei einem anderen System nicht gibt.
    Meist überstehen diese Objektive mehrere Bodys, anders herum eher seltener.


    Es gibt aber genug Leute, die regelmäßige Systemwechsel machen.


    ich kann dir nur empfehlen, mal in einen Laden zu gehen und mal eine Canon und eine Nikon in die Hand zu nehmen.
    Heutzutage liegen die DSLR so dicht bei einander, das eigentlich das Handling viel wichtiger ist.
    Und ich würde definitiv eine Kamera, egal ob DSLR oder DSLM, nicht mehr ohne Schenk- oder mindestens Klappdisplay kaufen.
    Ich merk es immer wieder an meiner EOS 100D, so schön klein sie auch ist, wenn ich über Kopf oder in Bodennähe arbeite,
    geht das nun mal am besten im Liveview mit Schwenkdisplay, was die 100D eben nicht hat.



    Für den angedachten "semiprofessionellen Einsatz" ist 700Euro nicht wirklich viel.

  • Falsch, es wäre die 750D und die 800D als Nachfolger. Die 760D hat ein Schulterdisplay und HDR-Video.Und die 750D liegt preislich gleichauf mit der D5500.


    Um eine 10er Stelle vertan, war mir nicht sicher ;)


    Bei der Komprimierung ging es um D3300 vs D5500 nicht Nikon - Canon

    Nikon D5500

    Nikon Z6