Woran erkenne ich wirklich die Qualität einer LED?

  • Tja, ich denke die Frage sagt schon einiges aus, an welchen Infos auf den Packungen kann ich denn wirklich erkennen ob ich nun gute Qualität kaufen werde oder eben nicht, worauf muss man vermehrt achten? Ist es generell eine Preisfrage, oder würdet ihr das nach euren Erfahrungen verneinen?
    Eine weitere Frage noch für mich ist es ob wirklich so eine Landlebigkeit gewgeben ist wie auf den Packungen versprochen?
    Bei uns in der Arbeit, der Betrieb wurde schon umgerüstet, aber leider in einem komplett anderen Sinne, das sind mehr Panels als eben normale Leuchten, da hatte ich auch schon nachgesehen.
    Hoffe es kommen viele Anregungen!


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  • Guten Morgen.


    Wie meinst du das nun? LED im Sinne von Leuchtkörpern, oder einzelnen LED's für Modellbau oder ähnliches? Falls dich Leuchtkörper interessieren, kann ich dir ein paar Gedanken von meiner Unterhaltung mit unserem Haustechniker schildern. Wir hatten das Thema LED-Leuchtmittel. Werden gerade hier umgerüstet.


    Zum einen, hat er mir erklärt, sollte man auf die Widerstände achten. Kleine Widerstände sorgen zwar für ein helleres Licht (quasi), aber das verringert die Lebensdauer der LED's drastisch. Also keine gute Sache. Er sprach dann auch noch von Schutzklassen, und das diese oft nur gerade so eingehalten werden können, denn viele LED's haben eine unsaubere oder spröde Beschichtung, die sich löst und somit die Technik freilegt. Nicht gut also. Er sprach dann auch noch von der Anzahl der LED's. Um so mehr, um so besser.


    Keine Ahnung, ob dir das weiterhilft, aber das waren so die Bruchstücke von unserer Unterhaltung, die ich mir noch so halbwegs merken konnte.

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    Canon EOS 6D Mark II

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    EF 24-105 mm f/3.5-5.6 IS STM - EF 50 mm f/1.8 STM - EF 200 mm f/2.8 L II USM

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  • Meine Gedanken zum Thema (unter der Annahme, dir geht es um LED-Leuchtkörper für Räume und nicht um einzelne LEDs, Taschenlampen oder LED-Panel für Videoaufnahmen):

    • Es ist so ziemlich unmöglich von der Verpackung auf die Qualität des Produkts zu schließen. Das gilt aber nicht nur für LED-Lampen.
    • Wenn man nicht super billig kauft, kann man sich zumindest grob auf die Angaben auf der Verpackung verlassen. Und ganz ehrlich: Mittlerweile bekommt man 3er-Packs von (z.B. E27) für unter 10 Euro. Die Zeiten, in denen man bei LEDs wirklich auf den Preis schauen musste, sind also vorbei.
    • Wichtig sind die Angaben zur Lichtleistung (800-900 Lumen entsprechen 60 Watt Glühbirne, ~1.500 Lumen einer 100 Watt), Farbtemperatur (2.700 bis 3.000 Kelvin sind typisch Warmweiß (Glühbirne), 5.000 bis 6.500 Kelvin Tageslichtweiß und eher für den Arbeitsplatz gedacht) und im besten Fall noch CRI bzw. Farbwiedergabeindex (sollte bei mindestens 80 liegen).
    • Die Langlebigkeit... Die LEDs selbst schaffen die Stunden für gewöhnlich problemlos. Zudem besteht der Vorteil darin, dass Du meist mehrere LEDs in einer Lampe hast. Wenn eine wirklich mal kaputt gehen sollte, leuchten die anderen weiter und die Lampe wird minimal dunkler. Wenn die Lampen von jetzt auf gleich kaputt gehen, dann ist es eher die Vorschaltelektronik. Aber nach meiner Erfahrung halten LEDs deutlich länger als jede Energiesparlampe oder Halogen-Spot. Ich habe in meiner Wohnung seit Jahren keine Lampen mehr getauscht

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  • Ich habe persönlich schon einmal alle LED Lampen Austauschen müssen. Der Grund hierfür war im Stromnetz eine leichte Frequenzschwankung welche die Steuerungstechnik (Dioden Transistoren Kondensatoren) nicht verträgt. Bei so etwas ist es egal ob man teuer oder billig gekauft hat. Naja die LEDs habe ich herrausgenommen und in andere Systememe integriert. Das ist immernoch dann eine Lösung.
    Habe jetzt seid dem ehr günstige Lampen eingebaut (unser 2 €) und noch funktionieren alle 2 Jahre her oder so.
    Ich denke es sollte nicht zu billig sein, aber man muss auch nicht mehr als 4€ pro Leuchtmittel ausgeben für normale Leds.

  • Zum einen, hat er mir erklärt, sollte man auf die Widerstände achten. Kleine Widerstände sorgen zwar für ein helleres Licht (quasi), aber das verringert die Lebensdauer der LED's drastisch. Also keine gute Sache. Er sprach dann auch noch von Schutzklassen, und das diese oft nur gerade so eingehalten werden können, denn viele LED's haben eine unsaubere oder spröde Beschichtung, die sich löst und somit die Technik freilegt. Nicht gut also. Er sprach dann auch noch von der Anzahl der LED's. Um so mehr, um so besser.

    Wenn er das so gesagt hat, hat er kaum Ahnung.


    Widerstände nutzt man nur bei kleinen LED's (Signalisierung z.B.). Bei LED's für Beleuchtungszwecken nutzt man quasi ausschließlich Konstantstromregler um den Wirkungsgrad zu steigern.


    Schutzklassen sind dann wieder ein gaaanz anderes Thema.


    Und ob mehr oder weniger LED's sinnvoll sind hängt von den Bedingungen ab. Eine einzige sehr helle LED wirkt eher spot-mäßig, während viele kleinere eine gleichmäßigere (diffusere) Ausleuchtung hinbekommen.


    Gute Marken für LED's sind z.B. Osram und Cree.

    Einmal editiert, zuletzt von danishbelal ()

  • Wenn er das so gesagt hat, hat er kaum Ahnung.

    Sehe ich anders, das Internet auch, aber ich zettle nun keine Diskussion an. Das geht vom Thema ab.

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  • Ich weiß jetzt natürlich nicht, auf welchen Punkt du dich beziehst, aber LEDs > 1W nur über einen Vorwiderstand zu betreiben ist technischer Schwachsinn.


    Ich kann mich noch erinnern, wie unser Ausbildungsmeister mal über billig LED-Lampen aus China geschimpft hat, die über einen Vorwiderstand direkt an Netzspannung liefen.
    Da kommt dann noch der Zuverlässigkeitsfaktor dazu --> Ein Transient im Netz und bye bye LED's :) .


    Welcher meiner Punkte wird denn im Internet entkräftet? Link?



    In meinem Abschlussprojekt sollte ich solche LED's verwenden: hier
    (Bild ungefähr gleich, habe die Modellnummer nicht mehr im Kopf).


    Die hatten damals auch eine eingebaute Optik um in gewissen Grenzen zwischen "Spot" und "Diffus" einstellen zu können. Kosteten irgendwas um die 80€, waren aber glaube ich Produktmuster.

  • @ tobs: und wie erkennt man denn dann die Frequenzschwankungen, das ist es ja was ich eben auch befürchte, man liest schon immer wieder dass eben manche alles tauschen haben müssen und weit entfernt waren von 2 Jahren, dann wäre ich schon sauer. Ich lebe zudem auch in einem Altbau, naja da weiß man nie, der hat immer Überraschungen parat.
    Ach ja - Leuchtkörper, ich meinte Leuchtkörper!! :-D
    @ danishvbelal: Also um die Widerstände breauche ich mir beim Kauf keine sorgen machen, denn da wäre meine nächste Frage gewesen, wie ich denn das ersehen kann?

  • Eigentlich sollte es egal sein ob es ne Altbau ist oder Neubau es geht ja nicht direkt um die Elektrischen Anlagen sondern um die Anlagen des Netzbetreibers, dieser muss ja nicht dein Stromversorger sein. Die Frequenzschwankung hat in unserer Gegend glaube ich das Übergeordnete Netz ausgelöst. Genauer müsste ich jetzt nochmal nachschauen.

  • Ich habe den Beitrag mit den Frequenzschwankungen gar nicht gesehen. Hier meine 0,02 EUR.


    Die Frequenzschwankungen des Stromnetzes sind in Deutschland sehr gering. Siehe hier.


    Um diese Schwankungen überhaupt messen zu können, bedarf es einer genauen Zeitquelle (Quarzschwinger z.B.). Die Tatsache, dass diese sehr kleinen Schwankungen einen Defekt verursachen sollen halte ich für falsch. Und selbst wenn die Frequenzschwankungen stark wären, warum sollte das die Elektronik interessieren? Die Aufgabe der Elektronik ist es ja, die Ausgangsgröße (hier: LED-Strom) auch über Schwankungen (genauer: Störgrößen) konstant zu halten. Dazu gehören z.B. Temperaturschwankungen, Lastschwankungen, Spannungsschwankungen und auch Frequenzschwankungen.


    Ich vermute, dass die genannten Defekte eher auf Transienten zurückzuführen sind (z.B. durch Blitze). Der Defekt kann auch Monate nach dem eigentlichen Transienten auftreten.

  • Na bitte - schon wieder was gelernt! Das habe ich so auch noch nicht gewusst.
    Da bin ich dann wiederum froh, dass ich mich nur um meine Umstellung kümmern muss, ich denke wenn man sowas für einen Betrieb planen müsste, da hat man dann schon eben wieder ganz andere Anforderungen und Dinge, welche man berücksichtigen muss.
    Wurde allgemein bei euch schon in der Arbeit umgestellt? Wie brav sind denn da die Betriebe?

  • Ja, das wusste ich auch nicht. Woher auch? Ich bin nämlich alles andere als ein Experte auf dem Gebiet, aber interessieren tut's mich auf jeden Fall. :-) Die Qualität von LED-Lampen können - wie schon gesagt - weit auseinandergehen. Grundsätzlich gilt: je hochwertiger sie sind, umso länger halten sie dann auch. Es gibt für mich kaum was Nervigeres, als alle paar Wochen/Monate die Lichter in der Wohnung austauschen zu müssen...


    In der Arbeit wird das Problem in Zukunft hoffentlich dann kein Thema mehr sein. So viel ich mitbekommen habe, war vor Kurzem ein Lichtplaner der Lichtmiete da, der die Räumlichkeiten des Gebäudes und vieles mehr ausgemessen hatte und uns das passende Licht zum Arbeiten verschaffen wird. Es wurde aber ehrlich gesagt auch schon Zeit, dass mal Umgerüstet wird...wirklich umweltfreundlich ist es ja nicht gerade, wenn innerhalb kürzester Zeit zig neue Lampen gekauft werden müssen…die Umstellung auf LED ist da sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Bleibt zu hoffen, dass das viele andere Betriebe auch so sehen...

  • Wie lange dauert denn dann so eine Umstellung in der Arbeit, nur dass man sich das mal insgesamt vorstellen kann und hat das euer Haustechniker gemacht?

  • ich hoffe, dass es nicht allzu lange dauert, aber ich denke mal, dass die damit relativ schnell sind, weil unsere Firma auch nicht wahnsinnig groß ist...es kommt natürlich immer auf die Größe des Betriebes an (und weitere Faktoren wie z.B. wie viel Licht "schluckt" der Boden; wie viel Tageslicht gibt es, falls vorhanden; usw. usw.), so gut kenne ich mich da aber nicht aus...ich bin mir nicht sicher, wer die Beleuchtung umstellt, aber ich könnte mich da mal informieren, wenn du willst...ich gehe mal stark davon aus, dass sich da aber die Lichtmiete um alles kümmern wird

    Einmal editiert, zuletzt von guruguru ()

  • Danke dir - ja auf jeden Fall spannedn was so alles ins Thema Lichtplanung mit reinfällt, es ist eben nicht umsonst ein eigener Beruf. Und je weniger man sich selbst kümmern muss, desto besser, das wird auch in jedem Betrieb so sein.

  • Ja genau, das ist mehr Arbeit als gedacht und da spielen unheimlich viele Faktoren mit. Die hängen nicht einfach einen Deckenstrahler auf und die Arbeit ist damit getan. Wie und was genau die Lichtplaner da alles miteinbeziehen weiß ich auch nicht genau, aber da muss man schon sehr viele Fertigkeiten mit sich bringen. Was mir spontan einfällt, wäre eben Lichttechnik, Planung, Gestaltung,…das ist schon angenehm, wenn einem das alles abgenommen wird und man sich nicht selber drum kümmern muss.

  • Tja, ich denke die Frage sagt schon einiges aus, an welchen Infos auf den Packungen kann ich denn wirklich erkennen ob ich nun gute Qualität kaufen werde oder eben nicht, worauf muss man vermehrt achten?
    Ist es generell eine Preisfrage, oder würdet ihr das nach euren Erfahrungen verneinen?
    Eine weitere Frage noch für mich ist es ob wirklich so eine Landlebigkeit gewgeben ist wie auf den Packungen versprochen?
    Hoffe es kommen viele Anregungen!

    Schau dich mal hier um, dort findest du fast alles Wissenswerte:
    http://fastvoice.net
    http://fastvoice.net/led-testberichte/
    http://fastvoice.net/ihr-weg-zum-led-licht/
    http://fastvoice.net/alles-uber-led-beleuchtung/


    https://www.licht.de/de/trends…n-kompakt/faqs-zum-licht/
    https://www.licht.de/de/servic…likationen-und-downloads/
    https://www.licht.de/de/trends-wissen/beleuchtungsqualitaet/
    https://www.licht.de/de/licht-fuer-profis/lichtplanung/

  • @guruguru Danke dir auf jeden Fall ich finde eine Lichtmiete schon sehr spannend, das eröffnet einfach vielen Unternehmen sicher die Möglichkeit einfach dies auch beziehen zu können und so ab dem ersten monat schon zu sparen - und letztlich auf das Beleuchtungsmittel der Zukunft umzusteigen.
    @angerdan Hui, gleich so vieles zum lesen, ich bin schon durch einen Teil durch und das hilft definitiv weiter, letztlich muss man eben über die Informationsflut drüber. Aber gut alles so kompakt zu finden!

  • @angerdan Hui, gleich so vieles zum lesen, ich bin schon durch einen Teil durch und das hilft definitiv weiter, letztlich muss man eben über die Informationsflut drüber. Aber gut alles so kompakt zu finden!

    Gute Einstellung!
    Später kannst du dann gewiss auch präzise Aspekte erfragen ;)