• Hallo miteinander,
    Habe heute Mittag leider im falschen Bereich die Frage gestellt:
    Möchte mir ein Objektiv für Sport zulegen (hauptsächlich Mountainbike) welches an einer 80D verwendet werden soll. Da ich nur ca. 500€ zur Verfügung habe, bin ich auf ein 70-200mm f4 non IS gestoßen. Neu würde es auf asgoodasnew 440€ kosten, mit Garantie etc. Was gäbe es für Alternativen? Auch gerne gebraucht von Sigma/Tamron. Muss nicht unbedingt ein Telezoom sein.
    Jetzt ist die Frage, ob Blende 4 auch im Wald reichen würde und ob der fehlende Bildstabilisator ein Problem darstellen würde, auch wenn man mal mit "Nur" 1/125sek fotografieren würde. Eben auch wenn's mal keine Mitzieher sind, die ich mache.


    Dankeschön für hoffentlich hilfreiche Antworten.


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  • Ich kann Dir nur dringend raten, die Objektiv-Wahl noch einmal zu überdenken.
    Nach meiner Meinung vertragen sich Mountenbiking und lange Brennweiten eher nicht.


    Schau Dir mal gute, gelungene MTB-Fotos an und versuche mal heraus zu bekommen, wie sie gemacht wurden.
    Oft lässt sich, neben dem eigenen "Ahnimus", dazu so ein Tool, wie der EXIF-Viewer gut einsetzen.
    Viele Fotografen entfernen die EXIFs nicht aus ihren Fotos und die meisten Funde, die Dir die Findmaschine Deiner Wahl liefert, dürften JPG-Dateien sein.


    Der fehlende Bildstabilisator wird sich meines Erachtens nicht als sooo dolle nachteilig erweisen.
    Eine 125'tel Sekunde bekommt man auch ohne viel Übung ganz gut händisch stabilisiert. Zumindest, so lange die Brennweite nicht zu lang wird.
    Verwackler werden also die verwertbare Foto-Ausbeute nicht so erheblich schrumpfen.
    Bewegungsunschärfen, die daraus resultieren, dass eine 125'tel Sekunde für einen vorbei rasenden/fliegenden Biker doch erheblich lang sind, werden voraussichtlich sehr viel öfter zu beklagen sein.
    Schnell wirst Du merken, dass man besser beraten ist, wenn man mit ner 250'tel oder 500'tel Sekunde belichtet. Wo oder wenn möglich, gern auch noch kürzer.
    Lieber kurze Zeiten und dafür die ISO höher, wenn die größtmögliche Offenblende nichts anderes zulässt.
    Bildrauschen? Ja, sowas wird sich in Deinen Rohdateien schon mal zeigen. Macht aber nix. Lightroom (oder andere RAW-Konverter) bekommen das gut und ohne allzu merkliche Bild-Vermatschung wieder ausgebügelt.


    Was ich denke ist, dass Du mit dem angedachten Brennweiten-Bereich etwas schlecht aufgestellt bist.
    70 Millimeter wirst Du gelegentlich, aber eher selten brauchen können.
    Um die besten Schots zu machen, steht man ja nicht ewig weit weg vom Geschehen.
    So nah ran, wie möglich und dann lieber eher ziemlich weitwinklig fotografieren ist angesagt.
    Alles oberhalb von 100 Millimetern ist demnach eher selten(st) die Brennweite der Wahl.
    Nebenbei bilden kurze Brennweiten mit deren typischen Verzerrungen die Aktion sehr viel plastischer ab, weil sie dem Bild mehr Tiefe geben.
    Damit bin ich wieder beim meiner einleitenden Aufforderung ganz oben.

  • Dankeschön für die Antwort!
    Deshalb habe ich ja gefragt, was sonst noch so Sinn machen würde. Ein Freund, welcher für seine Bilder bezahlt wird, besitzt eben ein 70-200 und es kommen super Fotos raus. Auch mein Vater ist von seinem 70-200 von früher zu den Zeiten von analogen Kameras sehr begeistert gewesen.


    Wäre dann vielleicht ein 24-105 etwas? Eben auch gebraucht, oder macht da der Autofokus bei Sport mit?


    Gruß

  • Mein Post soll ja auch nicht sagen, dass an dem (oder irgendeinem anderen) 70-200'er irgendwas schlecht wäre.
    Dies, könnte ich, weil ich solche Objektive überhaupt nicht besitze, ja überhaupt nicht beurteilen.


    Dein Freund fotografiert ziemlich sicher keine Mountainbiker in Action.
    Und wenn doch, frag ich mich, wie und wo er steht und wer seine Bilder zu kaufen bereit ist.


    Ansonsten: Sorry, die Frage nach Alternativen habe ich schlichtweg überlesen.
    Wozu würde ich raten?
    Zu einem Zoom, was so ungefähr bei 18, spätestens bei 20 Millimetern anfängt und mindestens bis 35, besser bis 40 oder 50 Millimeter geht.
    Na klar wäre dann noch ne möglichst weit offene Anfangs-Blende interessant.
    Da gibts durchaus mehr als nur ein Objektiv, was diese Forderungen unter einen Hut zu bringen in der Lage ist.
    Äußerst preiswert und dabei durchaus mindestens durchschnittlich gut wäre beispielsweise das .

  • Jetzt ist die Frage, ob Blende 4 auch im Wald reichen würde

    Das kannst Du prinzipiell schon machen, nur gibt es für etwa 200 Euro mehr bereits das mit doppelt so hoher Lichtstärke und optischer Bildstabilisierung. Das ist für den vergleichsweise geringen Aufpreis schon eine deutliche Verbesserung.

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

    Panasonic Lumix GH5 + Metabones Speed Booster XL

    Sony Alpha 7 III + Sigma MC-11

  • Das ist für den vergleichsweise geringen Aufpreis schon eine deutliche Verbesserung.

    Kann ich so bestätigen. Das Sigma 70-200 mm ist wie ein Panzer gebaut und in Sachen Abbildungsleistung hängt es dem Canon-Pendant definitiv im Nacken. Es ist, wie schon erwähnt, deutlich lichtstärker und hat dazu noch einen Bildstabilisator. Und optisch passt es halt viel besser zum üblichen Schwarz der Kamera, was mir immer wichtig ist. Farbe muss passen. Vielleicht fängt Canon mal an das hässliche weiss, das später in ugly beige übergeht, mal künftig in schwarz zu halten. Wäre echt gut. ^^

    Kamera

    Canon EOS 6D Mark II

    Objektive

    EF 24-105 mm f/3.5-5.6 IS STM - EF 50 mm f/1.8 STM - EF 200 mm f/2.8 L II USM

    Instagram

  • Das wäre eine meiner nächsten Fragen gewesen, wie sich das Sigma im Gegensatz zum Canon schlägt. Aber scheint wohl ziemlich gleich auf zu liegen, was die Abbildungsqualität angeht.
    Ein bekannter hat mir mal sein f4 non IS geliehen, und ich muss schon sagen, den fehlenden Bildstabilisator merkt man schon, zumindest schaffe ich es nicht so ruhig zu halten. Habe von 5 Bildern meist 3 verwackelte, selbst bei 1/100sek.
    Vielen Dank für die super Antworten! Werde dann wohl noch ein wenig länger sparen und dann nach einem Sigma schauen. Vielleicht tut sich ja an den Preisen noch was, wenn tatsächlich mal ein neues rauskommt.

  • Letzteres glaube ich weniger. Für gewöhnlich ist der Preis jetzt auf dem "finalen Niveau" (Wechselkurse einmal außen vor).


    Ein Nachfolger wäre am Anfang so oder so deutlich teurer. Das aktuelle 70-200er von Sigma kam für ~1.500 Euro in den Handel, das dürfte der Nachfolger auch grob kosten. Und Bei 600 Euro Preisdifferenz muss Sigma nichts machen. Da verkauft sich der Vorgänger von ganz alleine ab ;)

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

    Panasonic Lumix GH5 + Metabones Speed Booster XL

    Sony Alpha 7 III + Sigma MC-11

  • Stimmt, da hat sich im Preis mittlerweile einiges getan.


    Mal schauen was wann wie kommt. denke auch, für viele halt doch ein großes Argument (mich eingeschlossen, auch wenn gebraucht).


    Aber ist das Sigma dann Bildqualitativ schon sher gut, oder? Weil bei dem Fachhändler meines Vertrauens wurde immer wieder gesgat, dass Canon/Tamron da die Nase vorne haben, aber es gibt eben auch preislich deutliche Differenzen.

  • So eine kurze Info:
    Heute einen Ausflug in die Stadt gemacht, in der mrin bevorzugter Fachhändler ist, und wie es der Zufall so will... für 550€ ein absolut neuwertiges Sigma 70-200 f2.8 mit einem Jahr Garantie und allem Originalzubehör abgreifen können. Nach kurzer Überlegung mit Blick auf die Finanzen, habe ich das Ding dann mitgenommen.
    Besser kann 2018 gar nicht starten ;)


    Ein frohes neues euch allen noch :)