• Im Moment nutze ich als Teleobjektiv das gut und günstige 55-250 STM an meiner Canon EOS 750D. Für den nächsten Urlaub benötige ich aber etwas mehr Brennweite und möchte mir daher noch eines der drei folgenden Objektiven zulegen: Tamron 100-400, Sigma 100-400 oder Tamron 18-400.


    Hauptsächlich geht´s mir natürlich um den Brennweitenbereit >250mm, weswegen es vielleicht ein wenig überrascht, warum ich das Tamron 18-400 in meine Überlegung einbeziehe. Nach all dem, was ich über dieses Objektiv aber gelesen und gesehen habe, scheint es v.a. am langen Ende erstaunlich gut und scharf zu sein. Außerdem ist es leichter und letztlich auch günstiger. Und nicht zuletzt hat es natürlich auch den Vorteil, dass man ein Bild bei Bedarf auch mal im Bereich von deutlich <100mm machen kann, ohne gleich das Objektiv wechseln zu müssen. Und ja, ich habe in Matzes Video gesehen, dass die Bildqualität bei 18mm nicht mehr der Hit ist. Aber besser ein Bild, das man anschließend korrigieren kann (muss), als gar kein Bild zu haben oder aber im größten Staub das Objektiv wechseln zu müssen.


    Hat jemand von euch eigene Erfahrungen mit einem der drei oder gar mit mehreren davon? Mir geht es v.a. um die Schärfe und die Bildqualität im Bereich >250mm. Gibt es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Objektiven? Ist das 18-400 bei 400mm wirklich annähernd so scharf wie die 100-400? Da ich das Objektiv nicht im Sport- oder Indoorbereich einsetzen möchte, spielen kleinere Unterschiede beim Autofokus oder der Blende auch nicht die große Rolle.


    Vielen Dank für eure Hilfe!


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  • Danke für den Link zu deinem Beitrag.


    Festbrennweiten sind natürlich im Bezug auf die Schärfe immer besser als Zooms. In meinem Fall würde ich mit einer Festbrennweite aber keinen durchgehenden Erfolg haben können, weil ich zumindest den Bereich von 100 - 400 flexibel nutzen muss. Nicht alle Tiere sind weit genug von Auto entfernt bzw. nicht immer möchte man dann ein Portrait machen. Für diese Flexibilität verzichte ich dann gerne auch auf etwas Schärfe.


    Die 150-600er Zooms möchte ich ebenfalls nicht einsetzen, da sie mir zu unhandlich und schwer sind. Was ich mit einem 400er an APS-C (=640 bei meiner Canon) nicht ordentlich abbilden kann, wird mit der 600er Brennweite vermutlich auch nicht wirklich gut abbildbar sein (Hitzeflimmern und Staub in der Luft). Darüberhinaus wäre ich in der Anfangsbrennweite noch weiter eingeschränkt und ich weiß nur zu gut, dass man vielen Tieren auch sehr nah kommen kann (bzw. umgekehrt).


    Ich habe mich in Bezug auf die 100-400er auch schon durch genügend Test und Videos geklickt. Meist schneidet das Tamron bei größeren Brennweiten besser (schärfer) ab als das Sigma. Teilweise wird die Abbildungsqualität auch fast auf das Niveau vom Canon 100-400 II gehoben (Dustin Abbott), was zumindest daraufhin deutet, dass es sehr scharf abbildet. Die AF-Geschwindigkeit sollte bei meiner Anwendung eine eher untergeordnete Rolle spielen.


    Die entscheidende Frage ist aber weiterhin, ob das Suppenzoom, bei dem Tamron wohl sehr viel richtig gemacht hat, bei der Schärfe im oberen Brennweitenbereich deutlich abfällt ggü dem 100-400?

  • Hat von euch niemand das 18-400 schon mal ausprobiert und kann etwas zur Schärfe sagen - ggf. im Vergleich zum 55-250 STM? Einen Vergleich zu den 100-400 werde ich wohl so schnell nicht bekommen.

  • Und nicht zuletzt hat es natürlich auch den Vorteil, dass man ein Bild bei Bedarf auch mal im Bereich von deutlich <100mm machen kann, ohne gleich das Objektiv wechseln zu müssen. Aber besser ein Bild, das man anschließend korrigieren kann (muss), als gar kein Bild zu haben oder aber im größten Staub das Objektiv wechseln zu müssen.
    Mir geht es v.a. um die Schärfe und die Bildqualität im Bereich >250mm.

    Mit einem Zweitbody kannst du ein beliebiges (Weitwinkel)zoom für den Nahbereich mitführen. Zusätzlich zu einer Festbrennweite an der 750D.
    Wenn du nur vorhast es einmal zu benutzen, lässt es sich für den Urlaub auch mieten.


    Auflösung, Kontrast und die Korrektur chromatischer Abberationen etwa sind bei Festbrennweiten mindestens so gut oder besser wie bei hochwertigen Zoomobjektiven mit geringem Zoomfaktor.
    https://www.dxomark.com/Lenses…98_1010_503_1010_263_1010


    Einfache Zoomobjektive mit hohem Zoomfaktor (großer Brennweitenbereich) fallen weit hinter die Leistungen obiger Modelle zurück.
    https://www.dxomark.com/Lenses…06_1010_307_1010_265_1010

  • Mit einem Zweitbody kannst du ein beliebiges (Weitwinkel)zoom für den Nahbereich mitführen. Zusätzlich zu einer Festbrennweite an der 750D.


    Danke, angerdan! Ich weiß, dass ich über Festbrennweiten nicht hinwegsehen kann, wenn ich möglichst scharfe Bilder mit geringen CA haben möchte. Solange wir uns im Bereich um max. 80mm drehen, würde ich mich um FB auch wirklich kümmern. In diesem Bereich möchte ich damit aber einfach nicht hantieren. Ich suche sozusagen einen Kompromiss, der es mir erlaubt, mit einer Kamera, einer Tasche und einem möglichst geringen Gewicht möglicht viele Situationen abdecken zu können. Dass ich bei diesem Kompromiss Einschränkungen hinnehmen muss, ist mir bewusst.


    Übers Thema Miete bin ich eben auch schon mal gestolpert, allerdings dürfte es wohl eher günstiger sein, das Objektiv zu kaufen und danach wieder zu verkaufen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich es überhaupt verkaufen möchte. Sollte es en 18-400 werden, behalte ich es ganz sicher. Wird es ein 100-400 wird es wohl auch genügend Situationen geben, in denen ich es (statt des 55-250) nutzen kann.



    Das Tamron 18-400 konnte ich leider noch nicht testen. Aber hier in der Datenbank von The Digital Picture sind Messwerte zur Schärfe, CA und Vignettierung der beiden Objektive


    Tamron 18-400 vs Tamron 100-400


    Tamron 18-400 vs Canon 55-250 STM


    Danke für den Link, der doch etwas ernüchtert. Ich hatte mir nach den vielen positiven Bewertungen doch mehr erhofft. Es sieht so aus, als ob das 18-400 bzgl. Schärfe deutlich schlechter als das 100-400 und auch schlechter als das 55-250 STM ist :-(


    Ich habe eben auch mal in einem MM Probeaufnahmen mit einer EOS750D gemacht und die Aufnahmen eben mit DPP in 100% angesehen. Die Lichtverhältnisse waren im Markt (wie üblich) schwierig und die Aufnahmen sind teils mit 1/40und ISO 800 entstanden, was man bei dieser Brennweite (trotz sicherem Stand und auflegen) wohl schon nicht mehr als grenzwertig ansehen kann. Herausgekommen sind Bilder, die auf den ersten Blick scharf sind, beim Einzoomen aber die Schwächen offenbaren. Scharf ist anders...


    Meine Tendenz geht wohl eher in Richtung Tamron 100-400. Das Objektiv ist 100€ teurer, aber dafür bildet es wohl sehr gut ab. Schade, dass dieses Objektiv noch niemand von hier getestet hat.

    Einmal editiert, zuletzt von Ralf ()

  • Zum Tamron 18-400 mm ..


    Ich hatte es mal für einige Tage auf dem Tisch liegen, aber ich war nicht sonderlich begeistert. Ich kann den Testergebnissen nur beipflichten. Das Tamron ist ein guter Allrounder, aber mehr auch nicht. Es kann halt bei der Brennweitenabdeckung keine Wunder verbringen. Zum Glück, habe ich als Fazit geschrieben, kam Tamron nicht auf die Idee, es als 16-400 mm auszulegen. Denn das wäre ein echt teurer Briefbeschwerer gewesen. ^^


    Aber wenn wir mal ehrlich sind.. solche Super-Zoom-Objektive haben halt immer irgendwo einen Haken. Der ist meistens bei der Bildqualität gesetzt, was schade ist, denn das Tamron machte einen soliden Eindruck.


    Thema 100-400 mm ..


    Eine spannende Objektiv-Klasse. Hatte für eine Woche das EF 100-400 mm L und fand die Bilder sehr ansprechend. Aber eines muss dir klar sein: Solche Objektive sind sehr, sehr schwer und unhandlich. Mal schnell Zoomen und dabei die Kamera ruhig halten geht nicht so einfach von der Hand. Wenn du wirklich auf Wildlife stehst, würde ich dir ebenfalls das 400 mm L empfehlen. Da muss man nicht zoomen, was das Handling schon mal einfacher macht, finde ich. Denn bei solch massiven Bomben wird alles, was dir am 55-250 mm lieb ist (Gewicht, gutes Handling, Vielseitigkeit, Zoom-Action) bei so einem Klopper schwerer fallen.


    Jedenfalls habe ich das so empfunden.


    Meiner Meinung nach sind 100-400 mm Objektive eher etwas für Profis, die bei einer Veranstaltung mit mindestens einem Monopod arbeiten. Jedenfalls konnte ich das bei Events von Panasnoic und Amazon immer wieder beobachten.


    Wenn du wirklich in das Thema Wildlife (so richtig) eintauchen möchtest und dich gerne mal für 60 Minuten in den Wald legst und auf Tiere lauerst, kann ich dir echt nur das empfehlen. 400 mm ist nicht sonderlich zu lang und nur selten wirst du Probleme mit Tieren haben, die nicht komplett auf dem Bild sind. Das Objektiv hat leider keinen Bildstabilisator, was bei der Blende wünschenswert wäre, aber so ein Objektiv benutzt man eh auf einem Tripod oder im Liegen, wo es irgendwo aufliegt.

    Kamera

    Canon EOS 6D Mark II

    Objektive

    EF 24-105 mm f/3.5-5.6 IS STM - EF 50 mm f/1.8 STM - EF 200 mm f/2.8 L II USM

    Instagram

  • Danke! Endlich mal jemand, der aus eigener Erfahrung schreiben kann.


    Das 18-400 habe ich inzwischen wieder aus meiner Auswahl genommen, so dass ich mich jetzt noch zwischen dem 100-400 von Sigma und Tamron entscheiden muss. Nach den Videos, die ich zu beiden Objektiven bei Dustin Abbott gesehen habe, wird es wohl eher das Tamron und ich hoffe, dass der Fokus in Verbindung mit meiner EOS 750D auch einigermaßen passen wird. Bei Tamron habe ich da immer Bedenken, obwohl ich selbst noch nie Probleme damit hatte. Das Canon L ist mir zu teuer und daher denke ich da nicht weiter drüber nach.


    Auch du hast wieder die Festbrennweite angesprochen :-) Ich bleibe aber dabei, denn die FB ist mir einfach zu unflexibel, groß/unhandlich und auch zu teuer.


    Und nein, ich habe keine Lust, mich in den Wald zu legen. Ich würde das Objektiv jetzt hauptsächlich für die Safari in Afrika kaufen und weiß, dass ich bereits mit der Anfangsbrennweite von 100mm an einigen Tieren zu dicht dran sein werde. Insofern muss ich mich aufs Wechseln der Objektive einstellen, was aber kein zeitliches Problem sein sollte, denn die die Tiere bewegen sich recht langsam und träge. Nach dem Afrika Urlaub werde ich dann sicher noch Gelegenheit finden, das Objektiv auch weiterhin zu nutzen und sollte es mir wirklich zu schwer sein (es wiegt 1,1 kg), dann würde ich überlegen, es wieder zu verkaufen. Günstiger als mieten sollte das allemal sein. Das 55-250 STM werde ich dennoch nicht verkaufen, denn ich liebe dieses leichte und doch sehr scharfe Zoom.


    Ich habe gerade folgendes Tamron 100-400 bei ebay gefunden:



    Es handelt sich hier um einen Grauimport, der auch als solcher gekennzeichnet ist. Damit entfällt die deutsche Tamron Garantie und auch die optionale Verlängerung auf 5 Jahre. Dafür spart man >150 EUR. Wie ist eure Meinung? Nur ein Garantiethema oder auch ein Problem, weil man nicht weiß, woher das Objektiv stammt und in welchem Zustand es ist?

    4 Mal editiert, zuletzt von Ralf ()

  • Matze : Wird es einen Test des Tamron 100-400 in der "näheren" Zukunft von dir geben? Ich glaube zwar nicht, dass sich das Sigma und das Tamron in Sachen BQ viel geben, aber wenn du ggf. schon dran sein solltest...

  • Ist bei Tamron angefragt. Leider hat Tamron, auch wenn bereits lange im Handel erhältlich, aus irgendeinem Grund sehr wenig bis gar keine Testmuster. Ich hoffe aber bald eines in den Händen halten zu können :)

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

    Panasonic Lumix GH5 + Metabones Speed Booster XL

    Sony Alpha 7 III + Sigma MC-11