24-70mm Alternative für EOS 77D (APS-C)

  • Hallo zusammen!


    Ich bin derzeit auf der Suche nach einer 24-70mm Alternative für meine APS-C Kamera, die Canon EOS 77D.

    Derzeit bin ich Besitzer des Kit Objektives und dem 50mm f/1,8 von Canon. Gelegentlich leihe ich mir das 10-18 mm Objektiv von meinem Vater aus.


    Nun möchte ich mir aber gegen Ende des Jahres ein etwas höherwertiges Objektiv kaufen.

    Ich fotografiere hauptsächlich Architektur, Landschaft und Porträts. Hier ist also auch etwas an Weitwinkel gefragt.


    Hätte ich eine Vollformatkamera wäre wahrscheinlich die Wahl auf das 24-70 von Canon gefallen, da dieses Objektiv meiner Meinung nach die Anforderungen bestens erfüllen würde. Da bei der APS-C Kamera allerdings der Weitwinkel verloren geht, macht dies für mich nicht viel Sinn.


    Welches Objektiv könntet ihr mir also empfehlen? Würde mich über ein paar hilfreiche Antworten freuen! :)


    PS: Budget bis 700,- EUR

    Canon EOS 77D | Canon 18-55mm 4-5.6 | Canon 50mm 1.8

    2 Mal editiert, zuletzt von PhotoNik ()


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  • PhotoNik

    Hat den Titel des Themas von „27-70mm Alternative für EOS 77D (APS-C)“ zu „24-70mm Alternative für EOS 77D (APS-C)“ geändert.
  • Am ehesten entspricht das Sigma 17-50m f2.8 einem 24-70mm f4 am Vollformat.


    Die Frage ist, ob dir das reicht. Wenn du mit dem Objektiv Architektur und Landschaft fotografieren willst, sind 17mm also evtl zu viel. Wirklich mehr als bei deinem Kit bekommst du ja nicht drauf. Ist auch Geschmackssache und eine Frage wie viel Platz du hast.

    Wenn die 17mm nicht reichen, würde ich entweder das Canon 10-18mm des Vaters weiter ausleihen oder kaufen, wenn es kostenlos bzw günstig mit gutem Preis Leistung Verhältnis sein soll, oder, wenn du eine bessere Verarbeitungs- und Bildqualität möchtest das Tamron 10-24mm HLD. Vor allem die Schärfe am Rand es v.a. bei offeneren Blende aber auch noch bei f8 und höher stets besser.


    Welche Art von Portraits möchtest du denn machen? Das 17-50mm f2.8 ist für Full- und Halfbody shots bei der man noch den Hintergrund unscharf aber erkennbar haben möchte. Beispiel: Mensch bei seiner Tätigkeit und in seinem Umfeld wo er sie ausübt. Wenn du eher Headshots und/oder Aufnahmen machen möchtest, bei denen der Hintergrund so unscharf ist, dass man ihn nicht mehr erkennen kann, werden dir sowohl f2.8 als auch 50mm nicht reichen. Da solltest du eher z.B. zum Sigma 50-100mm f1.8 greifen.


    Fazit: Das Sigma 17-50mm f2.8 ist eine schärfere Alternative zum 18-55mm Kit Objektiv, mit der du bei geringem Abstand anfangen kannst den Hintergrund unscharf werden zu lassen. Dabei ist das Bokeh schöner als beim Kit. Ich sehe es aber eher in der Streetfotografie anwendbar. Die Frage ist also, ob das wirklich der bevorzugte Brennweitenbereich ist.

  • Hi, danke für deine ausführliche Antwort!


    Guter Punkt auf jeden Fall, mit deinen Bedenken bezüglich der Brennweite. Das könnte in der Tat hier und da knapp werden; mit zwei neuen Objektiven, die sich gegenseitig ergänzen, könnte ich mich auch noch anfreunden.


    Primär schieße ich in der Tat Full- und Halfbody Shots, Headshots sind eher seltener. Eine Kombination mit 10-24mm und 50-100mm wäre vielleicht dann tatsächlich die bessere Wahl..

    Canon EOS 77D | Canon 18-55mm 4-5.6 | Canon 50mm 1.8

  • Ich würde dir empfehlen das Sigma 50-100mm f1.8 erst einmal aus zu leihen.

    Es ist definitiv sein Geld wert, ist es doch so gut wie Festbrennweiten und ersetzt min 2 davon. Allerdings liegt es allein auch schon über deinem Budget. Und unter Umständen ist es auch schon zu stark Tele. Es geht natürlich auch damit mit entsprechenden Abstand Vollkörperaufnahmen zu machen. Du solltest aber einmal ein Testshooting machen, um zu überprüfen, ob du mit der Brennweite zurecht kommst. Nicht vernachlässigen darf man auch die Größe und Gewicht des Objektives. Mir wäre es die Bildqualität und Flexibilität wert, aber das ist eine Geschmackssache.


    Das von angerdan genannte Sigma 18-35mm f1.8 ist zweifelsohne ein extrem gutes Objektiv. Habe es selbst und bin für die Street-/Doku Fotografie absolut happy. Nutze es immer, wenn mir der Brennweitenbereich passt, auch für Landschaft und Architektur. Wenn Menschen im Vordergrund stehen sollen, können 35mm aber schon recht kurz sein, weil man den Hintergrund noch nicht so unscharf bekommt, wie man vielleicht möchte. Ebenso eine Frage des Geschmacks. Habe das Canon 50mm f1.8 STM und das Canon 10-18mm dazu. Wenn man sich aber erst einmal an die Qualität der Sigma Art gewöhnt hat, sehen alle Bilder der andern beiden Objektive im Vergleich "schlecht" aus. Beim 10-18mm fällt die im Vergleich geringe Schärfe noch stärker auf und beim 50mm das unruhigere Bokeh.


    Fazit: Es ist eine Frage des Anspruches und der Brennweiten die du brauchst. Deshalb würde ich erst einmal ausleihen und testen, was die passende Brennweite für deine Art der Fotografie ist. Bei der People Fotografie gibt es da kein richtig oder falsch.

  • Ich habe jetzt schon öfters gelesen, dass es oftmals Fokusprobleme beim Sigma 17-50 mm gibt und das man das Objektiv zunächst kalibrieren muss. Hat damit jemand Erfahrungen und kann das bestätigen?

    Canon EOS 77D | Canon 18-55mm 4-5.6 | Canon 50mm 1.8

  • Ich habe jetzt schon öfters gelesen, dass es oftmals Fokusprobleme beim Sigma 17-50 mm gibt und das man das Objektiv zunächst kalibrieren muss. Hat damit jemand Erfahrungen und kann das bestätigen?

    Bei mir saß der Fokus auf Anhieb. Es gibt also auch gute Exemplare. Hilft dir natürlich nicht, wenn es bei deinem Exemplar anders sein sollte.

  • Nachdem ich mir jetzt nochmal eure Worte, speziell deine MauDal, durch den Kopf gehen ließ und mir einige Videos zu der Thematik angeschaut habe, denke ich mal, dass ich einen anderen Weg gehen werde und mir mehrere Objektive zulegen werden. Und zwar dachte ich an das folgende Line-up:


    Zunächst einmal werde ich mir das Sigma 50-100mm ausleihen, um zu sehen wie ich damit zurecht komme. Das Tamron 10-24mm wird dann mein Landschafts- und Architekturobjektiv, das Sigma 18-35mm f/1,8 schließt dann die Lücke zu meinem bereits vorhandenen Canon 50mm f/1.8.


    Alles in allem ein teures Unterfangen, welches sich aber letztendlich denke ich mal auszahlen wird. Mal sehen, ob sich in der Objektivlandschaft bis zu den einzelnen Käufen noch was ändern wird. :)

    Canon EOS 77D | Canon 18-55mm 4-5.6 | Canon 50mm 1.8

  • Für was brauchst du das 18-35 in dem Line-up?


    Ein 35mm Prime wäre deutlich günstiger, leichter und schließt die Lücke genau so gut/schlecht

    Nikon D5500

    Nikon Z6

  • Das Trio verschafft dir im Moment das Maximum an Bildqualität und im Falle der Sigmas auch Lichtstärke bei Zooms.

    Was die/das Objektiv für People Fotografie angeht, wirst du dann einfach schauen müssen, welche Brennweite dir am meisten zu sagt. Für Indoor Ganzkörperaufnahmen werden die 50mm eventuell schon zu viel sein. Ob du es nach unten mit einer 35mm Festbrennweite oder dem Sigma 18-35mm erweiterst, kommt auch darauf an wie flexibel du hinsichtlich des Abstandes zum Objekt sein willst. Mir gefällt gerade die Vielseitigkeit durch den Zoom so gut.