Lowlight...Zoom oder doch Festbrennweite?

  • Moin liebe Community!

    Ich bin neu hier und wollte mich mal doch zu wort melden statt nur stiller Mitleser zu bleiben ;)


    Ich habe mich die letzten Tage hier schon durch etliche Threats durchgeforstet und auch mir schon, gefühlt , millionen Reviews und Videos angeschaut zu verschiedensten Objektiven.


    Ihr kennt vielleicht das Gefühl vor lauter Bäumen den Wald nichtmehr zu sehen, und bevor ich überschnell oder überstürzt mein Geld investiere probiere ich hier doch noch ein paar Anregungen zu finden. (Und auch wenn mein Budget vielleicht nicht so hoch, wie beim Rest der Community hier zu sein scheint, ist dieses für mich dennoch eine sehr große investition. Ich bitte das so zu akzeptieren....)


    Zu meiner Ausgangslage...

    Ich benutze seit kurzem die Canon EOS M50 (im Kit mit 15-45mm 3.5-6.3) ... bin von der 700D umgestiegen, habe von daher noch einige EF-(S) Linsen im Kader, welche ich addaptiere. (Das Canon 10-18mm 4.5-5.6 , das 50mm 1.8 und das 55-250mm 4.0-5.6).

    Das mitgelieferte Standartzoom ist mir zu Lichtarm, vorallem weil ich zurzeit VIEL Nachts und im Lowlight-Bereich arbeite. Dafür muss daher zurzeit das 50mm herhalten, welches wiederrum aber eine ...gewöhnungsbedürftige Brennweite für mich darstellt im Städtischen Bereich. Einerseits hätte ich gerne leichten Weitwinkel, andererseits hätte ich gerne, sogut wie möglich, das menschliche Blickfeld als Brennweite. Ich fotografiere größtenteils in der Stadt, Streetfotografie so wie Lostplaces, im Lowlight also... Viel mit availible Light. Hätte auch gerne mal mit Sternenfotografie experimentiert, was mit meinem 10-18mm sehr schwer machbar war...

    Für jedliche anderen Anwendungsbereiche (Portrait, Landschaft/Architektur bei Tag und generell Helle Tagezeiten) bin ich bisher zufrieden gewesen.


    Meine ersten überlegungen gingen in die Richtung ein weiteres Standart-Zoom-Objektiv zu kaufen.

    Dabei waren mir zu aller erst das Sigma 17-50mm 2.8 und das Sigma 17-70mm 2.8-4.0 aufgefallen, welche auch in meinem Budget von unter 450 Euro waren/sind.

    Der Gedanke war verlockend im Brennweitenbereich von Weitwinkel(17mm) zu ''Normalwinkel'' (35mm) flexibel zu sein.

    Das Traumobjektiv war dennoch das viel teurere Sigma 18-35mm ART mit 1.8 durchgehend. Die durchgehende Offenblende hörte sich für mich so verlockend an und brachte mich zur überlegung die Flexibiliät der Zoom's zu vernachlässigen und eine geeignete Festbrennweite im Bereich 30-35mm zu erwägen.

    Hier stach mir das Canon EF-M 32mm 1.4 ins Auge so wie das Sigma Art 30mm 1.4. Beim Samyang 35mm 1.4 EF-M war ich mir unsicher, da ich in Sachen verarbeitung bei Sigma und Canon mehr vertrauen habe, vorallem in der Preisklasse.

    Es gibt so viele Pro's und Contra's in meinen Gedankengängen zurzeit jetzt :Doch lieber in das Sigma 18-35mm investieren und damit viel mehr Brennweiten abdecken? Reicht mir die 30-35mm Brennweite? Doch lieber einfach zum Standartzoom 17-50mm zurückgreifen? Reicht mir die Lichtstärke 2.8 vieleicht doch? ;(

    Nun bin ich mir Total unsicher bei allen meinen Überlegungen und sehe, wie gesagt, den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.?(


    Ich weiß, dass mir niemand eine Entscheidung hier abnehmen kann, aber ich erhoffe mir hier vieleicht viele Inputs oder Erfahrungen sammeln zu können, falls vieleicht der eine oder andere vor ähnlichen Entscheidungen stand.


    Vielen lieben dank im vorraus und ich wünsche einen angenehmen Abend in die Runde :)




    Ps.: Ja es gibt zu den verschiedenen Objektiven andere, bzw ähnliche Threats, welche ich, wie erwähnt, bereits durchgeforstet habe. Ich hoffe es ist Okay, hier ein neues Thema zu erstellen - Vielleicht bringt diese Diskussion/dieser Austausch auch anderen Usern, welche ähnliche schwierigkeiten bei der Objektivsuche haben eine Anlaufstelle.


  • Keine Werbung mehr zwischen den Beiträgen? Jetzt einfach und schnell kostenfrei registrieren!

  • Matze

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Zum Sigma 18-35mm f1.8 Art:

    Ich besitze es selbst und würde sagen, dass es in Sachen Bildqualität (Schärfe und vor allem Bokeh) über jeden Zweifel erhaben ist. Allerdings ist neben dem Preis auch das Gewicht und Größe nicht zu unterschätzen. Gerade an einer so kompakten DSLM stelle ich mir die Kombination sehr frontlastig und damit recht schnell unangenehm vor. Aber das ist auch Geschmackssache, sollte aber meiner Meinung nach mit in die Überlegung einfließen. Aber: suchst du ein Zoom mit f1.8 und hervorragender Schärfe schon bei Offenblende führt kein Weg am 18-35mm vorbei.


    Zu den anderen Objektiven kann ich im Vergleich nur so viel sagen, dass das Sigma 18-35mm trotz Zoom sehr gut mithalten kann. Bei Sigma Art Objektiven macht man eigentlich nie etwas verkehrt. Aber auch das neue Canon EF-M 32mm soll gut sein, was ich so gelesen habe und ergänzt endlich mal lichtstark das ansonsten eher auf Schnappschüsse ausgerichte M mount lineup.


    Das Sigma 17-50mm wäre für mich nur ein Kompromiss und eher ein besseres Kit. Die Bildqualität und gerade das Bokeh eines Premium Objektives kann es mMn nicht erzielen. Mit dem Konzept des Sigma 17-70mm f2.8-4 konnte ich nie richtig anfreunden. 17mm sind für Astro meist etwas viel, während f2.8 die obere Grenze darstellt - zumal man für etwas mehr Schärfe ja 1-2 Blenden abblenden sollte. Für Landschaften brauche ich kein f2.8. Für Portraits im Bereich von 35-70mm hätte ich hingegen aber gerne die f2.8 oder noch lichtstarker, habe aber nur f4. Aber vielleicht habe ich da auch einfach nicht den Sinn begriffen.


    Fazit: Mit dem Sigma 18-35mm könntest du Sterne fotografieren, wenn dir 18mm schon weitwinklig genug sind, Innenaufnahemen UND Street/Reportage shooten. Für meine "Street" Fotografie verwende ich tendenziell sogar Brennweiten zwischen 18mm und 24mm. Diese Flexibilität bei kompromissloser Bildqualität hat aber eben seinen Preis hinsichtlich Kosten, Größe und Gewicht, weshalb ich dir raten würde es einmal an deiner Kamera zu testen, um zu schauen, ob sich die Kombi noch gut an fühlt.

  • Also es ist natürlich auch eine Geschmackssache bzw. eine Frage der Prioritäten, aber mir ist beispielsweise der größere Brennweitenbereich beim 17-70 mm f2.8-4.0 Contemporary wichtiger gewesen und ich machte mit diesem Standard-Objektiv von Sigma gute Erfahrungen. Das 18-35 mm f1.8 Art desselben Herstellers kann mit der Bildqualität der Festbrennweiten mithalten und für meinen Geschmack spricht das Gewicht auch für das Innenleben der Linsen.

  • Hallo und danke für die ausführlichen Antworten bisher :)

    Ich habe mittlerweile nun auch schon angefangen an meinem Standartzoom etwas zu knipsen in den bekannten Festbrennweiten (24,30,35mm) um etwas gefühl dafür zu bekommen,ob und welche FBW denn für mich in frage kommen würde. Wäre das Geld da, hätte ich ohne weitere überlegung zum 18-35 mm f1.8 Art gegriffen... Dort scheint alles perfekt zu sein... bis auf das Gewicht und den Umstand dass ich es auch noch mit Addapter nutzen müsste, was das ganze nochmals größer und schwerer machen würde.

    Aber auch das neue Canon EF-M 32mm soll gut sein, was ich so gelesen habe und ergänzt endlich mal lichtstark das ansonsten eher auf Schnappschüsse ausgerichte M mount lineup.

    Hierbei habe ich etwas Bauchschmerzen. Es ist eben doch noch sehr neu und es gibt wenige Erfahrungsberichte. Vorallem in dieser Preisspanne (Ich find das sowieso komisch, wieso man bei der EF-M Reihe, welche ja mehr als Einsteiger-Serie promotet wird, ein so hochpreisiges Objektiv auf den Markt wirft). Ihrgendwie sagt mir hier der Bauch, man sollte doch eher zu erprobteren Linsen greifen, die sich bereits bewährt haben (Sigma Art, EF-S...).


    Was haltet ihr von dem 22mm 2.0 EF-M Pancake von Canon? Kann das was? Wäre ja Spottbillig bei 180 Euro...


    Ich halte jetzt zurzeit den Gebrauchtmarkt im Auge... Mit Glück findet man das 18-35 mm f1.8 Art für um die 500-550 Euro.

    Das wäre für mich immer noch sehr viel Geld, jedoch aber eine sinnvolle investition, wenn man Bedenkt, dass man damit Zwei, Drei oder mehr FBW abdeckt.


    Wiederum überlege ich weiterhin ob mir das Sigma 17-50mm 2.8 nicht ausreichen könnte. Dies wäre wirklich preislich drin. Ich habe nur Bedenken später damit unzufrieden zu sein...

  • Was haltet ihr von dem 22mm 2.0 EF-M Pancake von Canon? Kann das was? Wäre ja Spottbillig bei 180 Euro...

    Das EF-M 22 mm f/2 kann ich dir wärmstens empfehlen. Das wäre auch meine Idee für dich gewesen. Bei Offenblende schon sehr, sehr scharf und es fokussiert leise und flott. Gut gebaut ist es auch noch. Der Metall-Mount sorgt für Stabilität und sorgt für ein hochwertiges Finish. Es bietet nur ganz, ganz wenige Abbildungsfehler und es fügt sich einfach toll an die M50 an. Eine tolle Kombination.


    Dein Zoom sind dann einfach deine Beine. Aber man gewöhnt sich schnell daran. Vor allem wird man z.B. im Urlaub verwundert angeschaut, warum man denn eine Festbrennweite angeschraubt hat. Ich find's geil! ^^

    Kamera

    Canon EOS 6D Mark II

    Objektive

    EF 28 mm f/2.8 IS USM - EF 50 mm f/1.8 STM - EF 200 mm f/2.8 L II USM

    Instagram