Halb- bis Vollmond und Wolken fotografieren

  • Huhu,


    ich habe mich gestern doch mal mit meiner Kamera bei Minusgraden heraus getraut und versucht den fast vollen Mond zu fotografieren.

    Die Ergebnis waren wegen der sich dauernd ändernden Lichtintensität durchwachsen.

    Was mir aber extrem gut gefallen hat war die Wirkung der Wolken wenn der Mond halb bedeckt war oder sie von ihm durchleuchtet wurden. Einfach super.


    Leider konnte ich das nicht so fantastisch abbilden wie es aussah. Wenn ich die Wolken auf den Fotos erkennen konnte, war der Mond total ausgebrannt.

    Wenn ich die Oberfläche des Mondes erkennen konnte war der Himmel schwarz.


    Mein erster Gedanke war ein ND-Filter ... allerdings dunkelt der den gesamten Bereich ab ... was mich dann kein Stück weiter bringt.

    Im Anschluss habe ich mit der Belichtungskorrektur herum gespielt ... leider brachte auch das nicht die gewünschte Wirkung.


    Könnt ihr mir einen Tipp geben wie ich es schaffe den Mond samt Wolken sauber abzubilden? Stacken fällt glaub ich aus, da sich die Wolken ja recht zügig bewegen und die Erde auch nicht einfach mal still hält.


    Im Voraus schon mal Danke




    Martin

    Nikon D3100; Nikon D7200; AF-S Micro Nikkor 40mm 1:2.8G DX; AS-F Nikkor 18-55mm 1:3.5-5.6; Tamron AF70-300mm F4-5.6 LD Macro 1:2; Sigma 105mm F2,8 EX Makro DG OS


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  • Den Mond und gleichzeitig weitere Elemente nach Ende der Dämmerung anständig zu belichten ist sehr schwierig bzw ohne größere Nacharbeitung (stacking, stiching usw) so gut wie unmöglich.


    Der Mond ist ne große Felskugel die direkt von der Sonne angestrahlt wird, alles andere was du siehst bekommt eben kein direktes Sonnenlicht ab, dadurch wird der Dynamikumfang zu groß um von Kamerasensoren abgebildet werden zu können.


    Deine Augen können das erkennen, da du dich auch wenn dir das so scheint nie auf alles gleichzeitig fokusierst und sie sich dann sehr schnell anpassen (bzw du auch so einen größeren Bereich sehen kannst). Außerdem füllt der Mond auch nicht dein ganzes Sichtfeld aus (dann würdest du auch nichts mehr sehen).


    Nichts was das gesamte Bild manipuliert wird dir da weiterhelfen (wie du schon selbst erkannt hast), denn das Verhältnis zueinander bleibt ja gleich.


    Um den Mond und Umgebung (ob jetzt Landschaft oder Himmel) ordentlich abzulichten solltest du es Versuchen, wenn die Sonne noch nicht ganz weg ist.


    Schau mal hier: https://www.timeanddate.de/sonne/deutschland/heidelberg

    Da siehst du für jeden Tag die Dämmerungszeiten (musst natürlich deinen Standort anpassen)




    Nach dieser Grafik wäre es zwischen 17.30 und 18.30 am besten gewesen draußen zu sein. Je später desto kritischer. Je früher desto blasser wirkt der Mond.

    Nikon D5500

    Nikon Z6

  • Hast du einen Link zu den "misslungenen" Aufnahmen?

    Kamera

    Canon EOS 6D Mark II

    Objektive

    EF 24-105 mm f/3.5-5.6 IS STM - EF 50 mm f/1.8 STM - EF 200 mm f/2.8 L II USM

    Instagram

  • Huhu,


    sorry für meine späte Antwort. Arbeit und dann musst ich erst mal schauen wo ich was hochladen kann, war bis jetzt noch nie nötig.


    Das erste Bild ist ganz ok.

    https://ibb.co/y0PKrVC


    Bei dem hier sind die Wolken recht gut, leider hab ich gestern viele schon gelöscht wo der Mond überbelichtet war.

    https://ibb.co/w7jYbYw


    Hier ist der Mond gut zu erkennen wenn man rein zoomt.

    https://ibb.co/mXcXmbp


    Vielen Dank für eure Antworten. Leider hab ich von Bildbearbeitung noch keine wirkliche Ahnung, fange erst an paar Regler hin und her zu stubsen.

    Nikon D3100; Nikon D7200; AF-S Micro Nikkor 40mm 1:2.8G DX; AS-F Nikkor 18-55mm 1:3.5-5.6; Tamron AF70-300mm F4-5.6 LD Macro 1:2; Sigma 105mm F2,8 EX Makro DG OS

  • Also ich finde das Bild 1 ja eigentlich schon maximal gut. Ist halt immer schwer, da eine ästhetische Kombination zwischen Wolken und Mond zu finden, zumal das Auge das alles anders erfasst als die Kamera. Zudem sind Wolken halt immer in Bewegung und bei einer Belichtung von ein paar Sekunden bekommst du halt nichts Rechtes mehr hin. Da ist kaum Struktur in den Wolken und das Motiv, in dem Fall der Mond, kann da durchaus sogar unscharf wirken.


    Aber rein an sich ist das Bild 1 schon voll okay. Der Mond ist zwar minimal zu hell. aber sonst erkennt man halt den Mond, so wie er nun mal aussieht und auch die Wolken sind recht gut zu sehen mit ausreichend Struktur.

    Kamera

    Canon EOS 6D Mark II

    Objektive

    EF 24-105 mm f/3.5-5.6 IS STM - EF 50 mm f/1.8 STM - EF 200 mm f/2.8 L II USM

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  • Alles klar, dann vielen Dank für die Tipps. Mal sehen was bei der nächsten Gelegenheit heraus kommt :)

    Nikon D3100; Nikon D7200; AF-S Micro Nikkor 40mm 1:2.8G DX; AS-F Nikkor 18-55mm 1:3.5-5.6; Tamron AF70-300mm F4-5.6 LD Macro 1:2; Sigma 105mm F2,8 EX Makro DG OS

  • Das erste Bild finde ich schon sehr gut...wie Stereotype schon sagt, ist es eine Spur zu hell aber die Details sind da und die Wolken sieht man auch...schaut cool aus. Beim Bild wo man die Wolken nicht sieht ist der Mond aber schon sehr gut gelungen....da kannst du sagen, dass du eh nur den Mond haben wolltest und Punkt :D

    Hast es nicht letzten Montag geschafft, den Blutmond zu fotografieren? Das wären sicher gute Aufnahmen gewesen? Oder war es stark bewölkt?

  • Den Blutmond hätte ich auch fotografieren können ... aber mir war es ehrlich gesagt zu kalt und ich hatte Mittelschicht. Wenn ich da um 4 aufstehe zum fotografieren und dann bis ca 23 Uhr auf bleibe soll bis ich wieder zuhause bin ... das wäre bissl anstregend geworden ... da ich so schon zu wenig penne.


    Ich habe von den Bildern auch noch die RAW Dateien, mal sehen ob ich am WE noch etwas aus den Bildern rausholen kann. Bin da noch größerer Anfänger als im fotografieren ^^

    Nikon D3100; Nikon D7200; AF-S Micro Nikkor 40mm 1:2.8G DX; AS-F Nikkor 18-55mm 1:3.5-5.6; Tamron AF70-300mm F4-5.6 LD Macro 1:2; Sigma 105mm F2,8 EX Makro DG OS