Erfahrungsbericht Nikon Z6 - Vergleich zur Canon EOS R

  • Guten Morgen!


    Ich möchte hier nun meinen Erfahrungsbericht nach den ersten Tagen mit der Z6 abgeben.

    Es wird auch viele Vergleiche zur Canon EOS R geben, da ich diese Kamera für die Z6 verkauft habe.


    Nun, warum bin ich eigentlich von Canon zu Nikon gewechselt?

    Wegen zwei Dingen.

    1. IBIS

    2. Objektive - Canon geht hier für mich den falschen Weg. Mit nur einem erschwinglichen und leichten Objektiv - 35 mm F1.8 - ist meiner Meinung nach im Prosumer Bereich kein Blumentopf zu gewinnen.

    Nikon hingegen hat mit dem 24-70 F4 ein kleines uns leichtes Standardzoom, das kommt mir entgegen.

    Ich merke immer mehr, das ich Objektive oberhalb von 500g einfach nicht den ganzen Tag an meiner Kamera haben mag und F1.2 braucht im Grunde kein Prosumer, außer man steht auf Pokale um den Hals.


    Gekauft habe ich die Z6, den FTZ Adapter, eine 64 GB XQD Karte und das S 24-70 F4 um EUR 2.129,00.

    Das neue S 50 mm F1.8 habe ich noch für EUR 329,00 erstanden.


    Von der Haptik her ist die Z6 eine typische Nikon Kamera. Jeder der Nikon kennt, fühlt sich sofort zu Hause.

    Der Griff ist angenehm tief, jedoch empfehle ich - genauso wie bei der EOS R - noch eine Griffverlängerung a la Smallrig.


    Die Bildqualität ist super - wie bei der EOS R auch.

    Das Nikon S 24-70 F4 ist im Vergleich zum Canon RF 24-105 in allen Brennweiten im Zentrum schärfer, am Rand ist das Canon besser = unentschieden.

    Das Nikon S 50 mm F1.8 ist in allen Blenden über jeden Zweifel erhaben, so eine Festbrennweite in dem Preisbereich, Gewicht und dieser Abbildungsleistung hat aktuell sonst niemand.


    Das IBIS System arbeitet lautlos und perfekt und ist dem der Sony A7III überlegen.


    Der Augen-AF ist schlechter als der der Sony A7III aber besser als der der EOS R.

    Im Grunde voll zu gebrauchen.


    Der FTZ Adapter arbeitet an meinem AF-P 70-300 problemlos und perfekt.


    Der Akku lässt sich mit jedem USB C Adapter laden und das sowohl bei eingeschaltener als auch bei ausgeschaltener Kamera.

    Das ging bei der EOS R nur mit Einschränkungen. Nämlich nur im ausgeschaltenem Zustand und auch dann nur mit einem USB Adapter mit power delivery und min. 3.0A.

    DH lange timelapses sind mit der Z6 kein Problem - wenn nötig eine Powerbank anschliessen und gut.


    Sucher und Display sind bei beiden Kameras ausgezeichnet.

    Auch die Touchfunktionalität des Displays ist bei beiden top.


    Was bei Nikon bisher unerwähnt blieb ist, das auch die Z6 einen manuellen Fokusassistenten wie die EOS R hat - sehr praktisch.


    Was mich als Hobby Astrofotografen besonders beeindruckt ist der low-light Autofokus den man via Menü extra hinzuschalten kann.

    Man braucht nur die Verschlusszeit auf ca. über eine Sekunde zu verlängern und schon fokussiert die Z6 auch in finsterster Nacht und zeigt auch was sie sieht am Display. Quasi ein Nachsichtgerät, unglaublich daß so etwas überhaupt möglich ist.

    Fehlt nur noch das kommende S 20 mm F1.8 und dann gehts auf zur Milchstraße.


    Zusammenfassend kann ich im Vergleich zur EOS R nur sagen, daß ich den Schritt zur Z6 keinesfalls bereut habe.

    Die Z6 kann alles was die EOS R kann und noch einiges mehr.

    Die neuen Nikon Festbrennweiten (F1.8) und Zooms (F4) treffen genau meinen Nerv, da kann Canon seine riesen Dinger von Protz Objektiven ruhig behalten - mit mir nicht.


    Falls jemand Fragen hat, so werde ich diese gerne beantworten, da ich sicher so einiges vergessen habe zu erwähnen.

    Nikon Z6, FTZ Adapter, Nikon S 24-70 F4, Nikon S 50 F1.8, Nikon AF-P 70-300 F4.5 - 5.6


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