2 Notebooks für Bildbearbeitung (1000€+- / 1500€+-)

  • Moin,
    Ich suche für mich und einen Freund jeweils ein Notebook für die Bildbearbeitung. Da ich mich auch nicht gut auskenne wollte ich fragen was Ihr uns empfehlen könnt.


    Mein Kumpel sucht eins mit welchem man Lightroom und Photoshop gut nutzen kann.
    Preislich würde er maximal 1000€ hinlegen wollen. Gerne auch weniger.
    Seine Wünsche wären ein 15" Display, eine SSD.



    Ich selbst bin auch auf der Suche nach einem leistungsstarken Laptop für Bildbearbeitung und die Uni (Officeanwendungen und programmieren).
    15", eine SSD und lange Akkulaufzeit/Mobilität wären mir sehr wichtig. 1500€ würde ich bezahlen wollen, mehr tut weh.

    Ich habe mir den Dell XPS 15 angeguckt und finde diesen eigentlich nicht schlecht. Ich lese bei diesen aber oft von Bluescreen-problemen und das ist bei den Arbeiten für die Uni nicht das was ich haben möchte. Aber man soll ja nicht alles glauben was im Internet steht.
    Das Asus Zenbook macht sonst auch einen guten Eindruck, da weiß ich allerdings nicht ob die Leistung ausreichend ist.
    Alternativ dachte ich an einen Gaming-Laptop z.B. Asus ROG o.ä. mit etwa gleicher Hardware diese sind mit zu klobig und für Gaming würde ich den Laptop nicht nutzen.
    EIn MacBook wäre wahrscheinlich ideal, damit habe ich aber noch nie gearbeitet und die neueren Modelle haben keine "normalen" Schnittstellen was sich für mich als äußerst unspraktisch erweist.


    Könnt ihr mir den Dell trotzdem empfehlen oder habt ihr vielleicht noch bessere/vergleichbare Alternativen?

    Canon 6D


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  • MacBook und gut ist. Mein MB von Mid2012 läuft immernoch super, hat mittlerweile eine SSD drin und 32 GB Arbeitsspeicher. Es läuft stabil, der Akku ist super und es ist sicher!

    Nikon D7500 | Tokina AF 2,8/11-16 AT-X Pro DX II | Sigma 17-50mm F2.8 EX DC OS HSM | Tamron 70-210mm F/4 DI VC USD | Nikon NIKKOR 35mm 1:1.8G AF-S | VOKING Speedlite VK581 | Rollei C6i | Rollei Compact Traveler No. 10 | Affinity Photo | Fujifilm X100F |


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  • Könnt ihr mir den Dell trotzdem empfehlen oder habt ihr vielleicht noch bessere/vergleichbare Alternativen?

    Ich hatte den Dell XPS 15 mit i7, 512GB SSD, 16GB RAM, FHD da und er ging zurück. Ich habe ihn in einer Rabattaktion für gut 1.550€ geschossen, was gut 15% Ersparnis waren. Ich wollte diesen zusammen mit dem TB3 Dock "Dell TB16" betreiben, welcher für gut 300€ auch nicht so blendet war.


    Warum war ich von dem Dell nicht so begeistert? (Hier ausführlicher.)

    Er war zwar für den Preis und der Ausstattung vergleichsweise preiswert, aber dennoch gab es für den Preis zuviele Kritikpunkte an MEINEM Modell. Es kann gut sein, dass du ein besseres Modell erwischt. Ich hatte Spulenfiepen, eine wirklich schlechte Lüftersteuerung (bei kurzer oder keiner Last ist er auf maximale Stufe (für teilweise 1-2 Sekunden) hochgesprungen, ggf. war die Wärmeleitpaste schlecht aufgetragen) und ich wollte das Notebook mit dem Dock, auch mal als Desktop-Replacement zuhause verwenden. Und das Dock wurde die ganze Zeit von einem deutlich hörbaren Lüfter gekühlt. Das war mir insgesamt zuviel, sodass ich bislang noch mit meinem inzwischen bestimmt 6 Jahre alten Samsung Laptop arbeite. Er läuft einfach, ohne dass ich mir irgendwelche Gedanken machen muss. Vor ein paar Jahren mal die HDD durch eine SSD ersetzt und einen größeren RAM-Riegel reingepackt, sodass er noch besser läuft wie am ersten Tag.


    Evtl. greife ich bald mal zu einem Thinkpad X1 Extreme. Das ist in der letzten Zeit günstiger geworden. Auch wenn ich ein höheres Budget bei ähnlichen Anforderungen habe, wie du, mache ich um MacBooks einen großen Bogen. Da kann ich einerseits schlecht selbst mal die Hand anlegen und andererseits ist der Preis für die Leistung deutlich zu hoch (gut 3.000€ für MacBookPro 15" mit i7, 512GB, 16GB RAM). Und da wäre noch das Problem mit den Anschlüssen :D Schnell mal an einen Beamer/Monitor in der Uni anschließen, einen USB-Stick oder eine Maus reinstecken oder via LAN ins Internet, ist da nicht...


    EDIT:

    Wenn es nicht fürs Gaming sein soll, gucke dir mal ordentliche Office-Laptops an (z.B. die E590 oder L590 Serie von Lenovo; da gibt's teilweise gute Studentenrabatte und auch für unter 1000€ Laptops die einen bestimmt lange begleiten können). Die Leistung von so einem stromsparenden i7 oder i5 sollte auch gut fürs Studium/Bildbearbeitung reichen.

  • Es läuft stabil, der Akku ist super und es ist sicher!

    Stabil läuft doch praktisch jedes aktuelle Notebook (egal ob Windows oder MacOS), Akkus altern bei jedem Hersteller und wie sicher ein Gerät ist, hängt primär vom Anwender, aktueller Software (insb. OS + Browser) und einem guten Virenschutz ab. MacOS war per Definition und allgemein betrachtet nie sicherer als Windows, sondern aufgrund der geringen Verbreitung schlichtweg weniger attraktiv für Angreifer. Vielmehr ist es sogar so, dass Microsoft aufgrund der vielen Angriffe Know-How im Bereich IT-Security aufgebaut hat und z.B. eigene Cybercrime Center betreibt, die u.a. Bot- und Spam-Netze abschalten.


    Ich denke auch dem TO wäre geholfen, wenn wir uns auf die spezifischen Anforderungen von Photoshop und Co. konzentrieren anstatt pauschal ein MacBook zu empfehlen - die auch gut sein können, keine Frage, aber mit 16 GB RAM und spartanischen 256 GB SSD schon 2 k€ kosten^^ (MB Pro, die Air-Familie mit Dualcore ist kein echtes Arbeitstier).


    Mola Das mit größte Problem in meinen Augen ist Lightroom / Photoshop. Die Leistung ist einfach lausig, vor allem auf schwächerer Hardware. Wenn ich sehe, dass ich auf meinem Dell XPS 13 mit Ultrabook-CPU und int. Grafik auch 50-Megapixel-Bilder von der Canon EOS 5Ds R fast in Echtzeit bearbeiten kann (Schieberegler für Weißabgleich, Tiefen/Spitzen, Nachschärfen und Co.), bei Lightroom CC Classic hingegen öfter mal 2-5 Sekunden warte, bis die Änderungen sichtbar werden... Das hat Adobe (in der Windows-Welt; von der HW-Optimierung unter Apple habe ich keine aktuellen Erfahrungen) einfach 5+ Jahre Rückstand.


    Abseits der Software ist bei der Hardware primär das Display-Panel der Punkt, auf dem ich beim Kauf achten würde (sRGB-Abdeckung, Farbtreue). Von der Rechenleistung her gibt es eigentlich keine besonderen Ansprüche (außer vielleicht mind. 16 GB RAM), wenn die Software ordentlich programmiert ist.


    Dells XPS-Serie hat z.B. tendenziell gute Displays, die Kritik an den lauten Lüftern ohne Eingriffe (Entfernung der Wärmeleitpasten-Alpen) und dem bei vielen Modellen vorkommenden Spulenfiepen von Stefans Foto kann ich aber nur unterschreiben. Bei meinem XPS 13 ist das Fiepen zum Glück sehr leise (ich muss schon mit dem Ohr über der Tastatur hängen und in leiser Umgebung sein) und den Lüfter höre ich mit neuer WLP und Wärmeleitpad alle paar Wochen mal.


    Das MSI PS63 Modern 8RC kommt lt. Tests wohl auf ~90% sRGB-Abdeckung, das Display ist ab Werk zwar nicht einzeln kalibriert (das gibt es eh erst eine Preisklasse höher) aber die Grundlagen wie der Weißpunkt passen grob.


    Bei 1.000 Euro wird es mit dem guten Panel dann schon schwer. Vielleicht findet man noch ein höherpreisiges Notebook mit Hardware aus der Vorgänger-Generation oder wirklich am Gebrauchtmarkt schauen (und ja, die meisten, aber auch nicht alle MacBooks haben ordentliche Displays).

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

  • Okay schonmal danke für die ganzen Antworten.

    Bei Apple stört mich hauptsächlich die Sache mit den Anschlüssen. Es gibt zwar Adapter und alles aber wenn man den vergessen hat .. naja.
    Dann müsste ich zwangsweise auf die alten Modelle zurückgreifen.


    Das MSI macht auf dem Papier aber auch einen sehr guten Eindruck. Ich gucke mir das auch mal genauer an.


    Ich habe mich wahrscheinlich einfach in den XPS verguckt.
    Konntet Ihr die 2019er Version schon testen oder gleiche Probleme feststellen Matze ?


    Stefans Foto die Lenovo Laptops haben keine eigene Grafikkarte. Würde die Leistung vom Chip für die Programme trotzdem reichen?


    Der Laptop wird meinen Desktop-Rechner vorher erstmal nicht ersetzen. Ich kann mir aber vorstellen, dass ich diesen in Zukunft verkaufe und dann sollte der Laptop genug Leistung haben um mich noch ein paar Jahre zu begleiten.

    Canon 6D

  • die Lenovo Laptops haben keine eigene Grafikkarte. Würde die Leistung vom Chip für die Programme trotzdem reichen?

    Meinst du damit fürs Studium oder Programme al á Photoshop und Co?

    Einerseits kann man dort zumindest i.d.R. kleine Grafikkarten rein konfigurieren.

    Anderseits kann ich sagen, dass man selbst für ein Informatikstudium keine GTX drin braucht. :)

    Quadcore und viel RAM sind in der Regel hilfreich, aber bisher musste ich nichts programmieren, was eine gute GraKa verlangt hätte. Wenn ich an die Grenzen gekommen wäre, dann hätte ich vermutlich auch Fernzugriffsrechte auf (einen Verbund mit) Rechenmaschinen der Uni bekommen. Die hätten mit ihren großen GTX Karten und neuen Prozessoren sowieso einige Vorteile gegenüber einen Laptop bei wirklich großen Projekten. So etwas wird denke ich auch deine Uni im Zweifel anbieten.

    Auch mit meinem alten PC (und damit alter GraKa) kann ich sagen, dass ich keine ordentliche Power für die Bildbearbeitung brauche. Aber bei diesem Thema hat Matze sicher mehr Erfahrungen, die er im Alltag sammeln konnte.


    Ich habe mich wahrscheinlich einfach in den XPS verguckt.

    So ging es mir auch. Auch der allererste Eindruck war gut: Das Gehäuse war schon sehr schön und wirkte insgesamt auch sehr gut / stabil. Aber mit der Zeit war ich dann von den oben genannten Negativpunkten zu genervt.

  • Konntet Ihr die 2019er Version schon testen oder gleiche Probleme feststellen Matze?

    Notebooks teste ich sehr, sehr selten, demnächst eher das neue Aero 15 von Gigabyte mit kalibriertem OLED-Display und UHS-II-Cardreader in voller Größe. Also ein "richtiges" EBV-Notebook^^


    Das Problem mit den lauten Lüftern hat praktisch jedes Ultrabook, da man schlichtweg keine großen (leisen) Kühler montieren kann und in der industriellen Massenproduktion die Wärmeleitpaste maschinell (dick) aufgetragen wird. Das trifft Apple genauso wie Dell oder Lenovo (kommt am Ende eh alles aus einer handvoll verschiedener Fabriken). Eine der wenigen Ausnahmen sind z.B. High-End-Gaming-Notebooks aus Kleinserien.

    die Lenovo Laptops haben keine eigene Grafikkarte. Würde die Leistung vom Chip für die Programme trotzdem reichen?

    Ich schneide 4K-Videos mit der integrierten Grafik und bearbeite unterwegs Fotos auch nur auf selbiger (Dell XPS 13). Das geht schon, mit richtiger GPU bzw. AMDs Ryzen APUs ist es im Zweifel eben schneller und bedingt Spiele-tauglich.

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

  • Ne quatsch für das Studium werde ich die Leistung so nicht benötigen. Hauptsächlich werde ich mit TIA oder kleineren Programmen arbeiten. Vielleicht mal AutoCAD.
    Wenn dann für LR oder PS. Zumindest denke ich das die Performance damit besser ist.


    Das Aero sieht auch sher interessant aus, aber das ist mir dann auch zu viel Geld. :D


    Ich schwanke jetzt noch zwischen dem XPS und dem MSI. Ich denke ich warte meinen Kauf doch noch etwas ab..
    Meinem Kumpel rate ich dann zu den Modellen von Lenovo. Ich denke damit wird er zufrieden sein.

    Canon 6D