Beiträge von Shetanchan

    Ich hatte beide Kameras. Beide haben Vor- und Nachteile. Bei Canon gibt es gute und günstige Objektive. Bei Sony nicht (abgesehen von den Kit Objektiven). Canon größer, Sony kleiner... Aber das relativiert sich, wenn man große Objektive ran macht. Da ist ein größerer Body unter Umständen angenehmer, weil er das Objektiv besser ausbalanciert.


    Ich bin letztlich bei der Sony hängen geblieben, weil sie klein und handlich ist. Die Sony ist meiner Meinung nach bei einem knappen Budget weniger sinvoll. Du musst einfach bedenken, dass ein gute Objektiv sehr viel mehr Unterschied macht, als der Kamerabody hinten dran. Und da die guten Sony Objektive deutlich mehr kosten, als die guten Canon Objektive, ist man bei knappen Budget bei Canon (oder Nikon) einfach besser aufgehoben.


    Canon an Sony zu adaptieren ist nicht sinvoll: Du benötigst einen teuren, elektronischen Adapter (600-800 Euro) für einen einigermaßen funktionierenden Autofokus. Das lohnt sich nur für Leute, die schon sehr viele Objektive von Canon haben und die Sony als Zweitkamera benutzen. Wenn man Fremdobjektive adaptieren will, dann ist das meiner Meinung nach nur bei manuellen Objektiven (aus Analogzeiten) sinvoll, da man hier keine elektronischen Kontakte benötigt. Da hat man dann aber auch keinen Autofokus und damit kann/möchte nicht jeder arbeiten.

    Man hört immer wieder mal, dass Fuji's ISO 200 eher einen ISO 125 repräsentiert, Fuji Forum wenn man RAW Dateien vergleicht. Die JPEG's werden in der Kamera so bearbeitet, dass sie etwas heller erscheinen (ist nicht nur bei Fuji so, habe das auch von Canon gehört)
    ISO ist nicht so streng genormt, wie es noch ASA bei der analogen Fotografie war. Die Hersteller haben hier also etwas mehr Spielraum. Böse Zungen behaupten, sie würden das extra so machen, damit sie bei vergleichenden Rauschtests besser abschneiden, da ISO 200 eigentlich ein ISO 125 ist und somit weniger rauscht. Andererseits muss man auch bedenken, dass die Sensortechnologien teilweise recht unterschiedlich sind.
    Einen weiteren Einfluss beim Vergleich von Rauschverhalten kann das genutzte Objektiv haben. Das lässt nämlich nicht immer eine Lichtmenge von 2.8 durch, wenn 2.8 als Blende angegeben ist. F-stop und T-stop sind zwei verschiedene Dinge: F-stop ist eine Bezeichnung der Blende und berechnet sich aus der Größe der Blendenöffnung und der Brennweite. T-Stop bezeichnet die Transmission eines Objektivs, als wie viel Licht am Sensor ankommt. Da jedes Linsenelement etwas Licht schlucken kann, kann es sein, dass bei einem Objektiv mit Blende 2.8 das Licht nicht vollständig zum Sensor gelangt, sondern am Sensor eher eine Lichtmenge von 3.5 durch das Objektiv auf den Sensor trifft. Der T-Stop hat nichts mit Schärfentiefe zu tun, sondern beschreibt nur wie viel Licht durch das Objektiv gelangt.


    Lesequellen: https://www.dxomark.com...
    http://www.fuji-x-forum.de...

    Oh ja ich hatte da auch so Wirrungen: DSLR - zu groß, zu klobig und schwer, aber mit guter Bildqualität. Analog: fasst sich schön an, minimalistisch und 'Vollformat ', aber für jeden Tag war mir das scannen und entwickeln zu viel. Jetzt bin ich bei ner DSLM von Sony gelandet: klein,leicht gute Qualität etc. Für privat genau das, was ich gesucht habe. Die Fuji hatte ich mal in der Hand. Sicher ne gute Kamera, aber riesig für ne DSLM mit APS-C...


    Wenn ich kommerziell Arbeiten würde, dann würde ich wahrscheinlich ne DSLR nehmen. Einfach wegen dem umfangreichen und günstigen Objektivpark (im Vergleich zu Sony).

    Für Vollformat heißt einfach nur, dass das Objektiv einen größeren Bildkreis ausleuchtet, als APS-C Sensoren nutzen. Warum sollte das Objektiv nicht an APS-C passen? Ist doch das selbe Bajonett.
    Die optische Leistung eines Objektivs wird zum Rand hin meist schlechter. Ein APS-C Sensor nutzt die Randbereiche nicht. Meistens sagt man daher, dass ein Vollformat Objektiv an APS-C bessere Leistung bringt. Allerdings kann es ein, dass ein Objekiv, das für Vollformat gebaut wurde nicht mit der hohen Pixeldichte eines APS-C Sensores zurechtkommt und daher nicht so scharf abbildet, wie am Vollformat. Das hängt aber immer von dem jeweiligen Objekiv ab. Mittlerweile gibt es ja auch Vollformatsensoren, die eine ähnlich hohe Pixeldichte wie APS-S Sensoren haben.
    Da ich keine Erfahrung mit dem A-Bajonett habe, kann ich dir nicht beantworten, ob das 20mm an APS-C gute Leistung bringt. Recherchier einfach mal bei Google, da gibts bestimmt viele Tests. Aber fall nicht auf Fake-Tests rein die das Objekitv nie in der Hand hatten.

    Handhabung an DSLM-Kameras:
    Bei DSLM-Kameras ist es deutlich einfacher ein manuelles Objektiv scharfzustellen, dank Fokus Peaking (und Lupenfunktion). 100% genau ist das Fokus Peaking allerdings nicht, da es eben nur Kontrastkanten erkennt. Wenn ich das Zuiko 28 mm 3.5 nutze, stelle ich das Peaking Level auf 'Mittel' oder 'Niedrig', da die Kamera sonst zu viel farbig markiert. Da die Offenblende mit 3.5 nicht allzu weit ist, ist auch die Schärfeebene ausreichend groß.
    m Vergleich mit einer DSLR mit Scharfstellen über den Sucher oder das Display ist das Scharfstellen mit Fokus Peaking deutlich leichter und präziser. Auch die Anzahl der richtig fokussierten Bilder ist deutlich höher.


    Tilt Adapter:


    Mit einem Tilt-Adapter kann man das Objektiv kippen und damit die Schärfeebene ebenfalls kippen. Man hat also noch mehr Kontrolle über scharfe und unscharfe Bereiche und kann zusätzlich noch einen Miniatureffekt erzeugen, falls gewünscht. Da das Zuiko 28 mm mit Blende 3.5 nicht so offenblendig ist, wird es mit Tilt-Adapter wieder spannend. An einer APS-C Kamera ist es dann fast wie ein Normalobjektiv (42 mm-44 mm) mit Tilt Funktion. Den Miniatureffekt kann man teilweise auch durch Bildbearbeitung nachahmen. Allerdings bleiben einem so sehr viele weitere Möglichkeiten verbaut. Zum Beispiel wird das Bokeh mit Tilt noch weicher.


    Man kann den Blick des Betrachters noch gezielter lenken. Dies kann auch im Bereich Portrait interessant sein.


    Und man kann den Scharfen Bereich verkleinern, so dass es fast scheint, als würde man ein offenblendigeres Objektiv verwenden.


    Man kann den scharfen Bereich auch vergrößern.

    Da ich mittlerweile auf ein spiegelloses System umgestiegen bin, kann ich nun auch ein Update geben, wie sich das Objektiv an einer DSLM aus dem APS-C Bereich macht.


    Handhabung analoger Objektive an DSLM's:
    Bei DSLM-Kameras ist es deutlich einfacher ein manuelles Objektiv scharfzustellen, dank Fokus Peaking (und Lupenfunktion). Anders als bei DSLR-Kameras, zeigt der Sucher einer DSLM-Kamera genau das, was man bekommt und somit auch die Schärfentiefe bei sehr offenblendigen Objektiven. Somit ist es deutlich einfacher die Schärfe genau auf den Punkt zu legen, den man haben möchte. Hinzu kommt das Fokus Peaking, welches Kontrastkanten farbig markiert und so ziemlich genau zeigt, wo der scharfe Bereich ist. 100% genau ist das Fokus Peaking allerdings nicht, da es eben nur Kontrastkanten erkennt. Das heißt wenn starke Kontraste auch im unscharfen Bereich hat, kann es schon mal sein, dass das Fokus Peaking auch die Ränder des Bokehs farbig markiert. Andersherum kann es sein, dass das Fokus Peaking kaum etwas anzeigt, wenn das Motiv sehr kontrastarm ist. Fokus Peaking kann man häufig in drei Stufen einstellen. Auf der niedrigsten Stufe zeigt die Kamera nur sehr starke Kontraste an. Auf der Höchsten Stufe zeigt sie auch geringere Kontraste an. Wenn ich das Olympus 50mm 1.8 an meiner Kamera habe, stelle ich das Peaking Level für gewöhnlich auf "Hoch", da ich gerne Offenblendig arbeite. Würde ich es auf "Niedrig" stellen und bei Offenblende Fokussieren, dann zeigt mir die Kamera nur sehr wenige Kontrastkanten an. Allerdings zeigt es auf der hohen Stufe schon mal mehr an, als in wirklichkeit scharf ist. Darauf muss man sich einfach einstellen. Wenn man 100% Schärfe haben möchte, dann sollte man die Lupenfunktion und ein Stativ nutzen.
    Im Vergleich mit einer DSLR mit Scharfstellen über den Sucher oder das Display ist das Scharfstellen mit Fokus Peaking deutlich leichter und präziser. Auch die Anzahl der richtig fokussierten Bilder ist deutlich höher.



    Bei Blende 1.8



    Bei Blende 2.8


    Flares:
    Teilweise lassen sich mit dem Objektiv ähnliche Lichtbogen provozieren, wie man sie von dem Helios 44-2 kennt (siehe Beispielfoto). Wenn die Flares und Lichtbögen nicht erwünscht sind, sollte man eine Gegenlichtblende für Normalobjektive verwenden (für Filtergewinde mit 49mm).



    Adapter:
    Es gibt unterschiedliche Arten von Adaptern, mit denen man Objektive von (analogen) Spiegelreflexkameras an DSLM-Kameras verwenden kann. Der Standard-Adapter stellt einfach nur die richtige Distanz zwischen Objektiv und Sensor her. Er besitzt keine Glaselemente. Zusätzlich gibt es sogenannte Speed-Booster, die den Crop-Faktor entgegenwirken und die Lichtausbeute erhöhen. Und als dritte Möglichkeit gibt es Tilt-Adapter. Mit ihnen kann man das Objektiv kippen und damit die Schärfeebene ebenfalls kippen. Man hat also noch mehr Kontrolle über scharfe und unscharfe Bereiche und kann zusätzlich noch einen Miniatureffekt erzeugen, falls gewünscht. Wenn man das 50mm Zuiko mit einem Tilt-Adapter bei Blende 1.8 verwendet, wird die Schärfeebene wirklich sehr klein. Blendet man ab wird es leichter.



    Tilt-Adapter




    Man kann die Schärfeebene auch Diagonal verlaufen lassen.

    @Kaikiel: Zum Schärfen nehme ich mittlerweile lieber mein uralt Photoshop. Vor allem wenn ich drucke bringts das. So für Online braucht man ja nicht so viel zu schärfen, da reicht mir oft LR.
    Bei den restlichen NIK Filtern bin ich mir auch noch nicht sicher. Ich habe allerdings auch noch nicht alle ausprobiert.

    @Matze: Das mit den Aktionspreis ist interessant. Ich bin jetzt von den Preisen für die Kaufversionen ausgegangen und da wusste ich nicht, dass es CaptureOne schon mal zu halben Preis gibt. Gibt es die Aktion nur mit Kamerabodys oder auch wenn man Objektive in ähnlichen Preisregionen kauft?
    Die Aboversionen sind für mich nicht so interessant, weil man auf Dauer einfach mehr bezahlt und weil man als Hobbyanwender auch nicht jedes Jahr die neueste Version benötigt.

    Also damals, als ich mich entscheiden musste, hätte die Originale Sonnenblende 25 Euro gekostet. Das war mir einfach zu viel für das bisschen Plastik. Selbst die Canon Dinger werden in Taiwan und China hergestellt. Ich hab mir dann eine günstige geholt und war mit der sehr zufrieden. Vielleicht sind mittlerweile die Preise etwas gefallen. Als ich eben noch mal nachgeschaut habe, habe ich jedoch auch einige für um die 25 bis 30 Euro gesehen (im Onlinehandel). Vor kurzem habe ich mir dann noch eine Metallblende (7 Euro) für eins meiner analogen Objektive geholt und das Gewinde ist sehr sauber geschnitten und kann daher auch nichts kaputt machen.

    Ich sehe es ähnlich wie Horst. Fotografieren ist eine Kunstform und kann daher nicht komplett nur durch Kurse oder Videos erlernt werden.
    Allerdings kann man die technischen Grundlagen sehr gut aus Videos, Büchern oder Workshops lernen. Wichtig ist, dass man sie auch selbst zeitnah anwendet!


    Ich zum Beispiel habe die technischen Grundlagen (Was ist ISO, Blende etc. und wie stelle ich sie ein) aus Youtubevideos und Büchern oder Blogbeiträgen gelernt. Und dann habe ich direkt das gelernte ausprobiert. Und das Ausprobieren ist meiner Meinung nach das Wichtigste! Es nützt nur wenig sich zig Videos anzuschauen, wenn man es nicht selbst versucht und auch mal Fehler macht um daraus zu lernen. Ob du so etwas besser aus Büchern, Videos oder in Workshop lernen kannst hängt dabei von dir selbst ab. Wie lernst du am effektivsten? Ich zum Beispiel lerne sehr schnell durch Zuschauen und Nachmachen. Also kann ich zum Beispiel gut aus Videos lernen. Aber auch gut geschriebene Bücher helfen mir weiter. Da ich auch gut im Recherchieren bin, kann ich mir etwas Geld sparen und suche die Information auf Youtube und aus Blogs zusammen.
    Wenn du besser durch persönliche Gespräche lernen kannst, dann mach einen Workshop. Wenn keine Lust oder Zeit hast die Informationen zusammenzusuchen, dann kauf dir Videoworkshops. (Sofern das Budget hier keine Probleme macht).


    Aber nachdem man die Grundlagen (Kamerabedienung, Komposition, Welche Einstellung für was etc.) gelernt hat, hilft es meiner Meinung nach sich die bekannten Größen aus der Fotografie einmal anzusehen. Damit meine ich jetzt nicht den Jaworsky, sondern jemanden wie Ansel Adams. Auch wenn die noch analog Fotografiert haben, kann man sehr viel von Ihnen lernen, z. B. den Unterschied der Perspektive. Auch Fotografie im Zeitgeschehen (sprich Fotojournalismus) ist ein sehr interessantes Feld aus dem man viel mitnehmen kann. Fine Art ein weiteres Feld. Dadurch dass man sich die Arbeit von anderen Fotografen anschaut und sich fragt "Wie haben die das gemacht?" kann man einzelne Elemente in seine eigene Fotografie integrieren und findet irgentwann, hoffentlich, zu seinem eigenen Stil.


    Aber ganz wichtig ist und bleibt einfach: Selbst rausgehen und fotografieren! Sehen lernen und lernen seine Sicht in einem Foto darzustellen. Fotografie ist nicht nur einfach eine Abbildung der Wirklichkeit, sondern deine Sichtweise der Wirklichkeit.

    Also ich kann da nur zustimmen! Das Objektiv macht weit mehr aus, als der Body hinten dran.
    Feinschliff wäre es den Body gegen eine a6000 zu tauschen: da kommt dann vielleicht eine Stufe weniger Rauschverhalten und der autofokus wird n bisschen schneller. Aber das ist nicht das, was du brauchst. Wenn du jetzt dir ne Einsteiger DSLR mit nem 18-200 Zoom kaufst ist es dasselbe!Keine merkbare Verbesserung zu deinem jetzigen Setup!
    Schau einfach mal nach welche Brennweite du zur Zeit am häufigsten bei schwierigen Lichtverhältnissen verwendest und kauf dir ne lichtstarke Festbrennweiten. Deine Fotos werden massiv davon profitieren!