Videoformat und Codec

  • Hallo liebe Community,


    da ich nach einer Suche im Internet nicht wirklich schlauer geworden bin, frage ich doch einfach mal hier im Forum nach.
    Und zwar habe ich ein Timelapse in After Effects CC 2014 erstellt und auch bereits gerendert. Doch beim anschauen ruckelt das Video immer.


    Welches Format und Codec sollte man am besten verwenden?
    Bei vielen Tutorials speichern die Leute das Video unter dem Codec Apple Prores 422, welchen ich jedoch nicht besitze, da Windows mein Betriebssystem ist(?)


    Wie rendert ihr eure Videos immer, wenn sie nicht gerade im Web hochgeladen werden sollen?

    Sony Alpha 6000 | SEL-P1650 | SEL50f18 | Walimex Pro 12mm/f 2.0 | Manfrotto Befree | Crumpler Quick Escape 150


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    • Offizieller Beitrag

    Codecs kann man nachrüsten - nur weil das Format von Apple kommt, ist es nicht auf Apple beschränkt. Das hängt nur von deinem Bearbeitungsprogramm ab welche Encoder verfügbar sind.


    Und ob Timelaps oder normales Video ist vollkommen egal - am Ende ist es ein Video mit x Bildern pro Sekunde in Auflösung y. Wenn Du es in MP4 haben willst, renderst Du es in MP4, wenn Du es ProRes haben willst eben in ProRes. Für den Upload im Netz (ich denke mal damit meinst Du YouTube o.ä. Plattformen) ist ProRes natürlich denkbar ungeeignet.


    Ruckeln sollte es, wenn Du alles richtig eingestellt hast, natürlich generell nicht ;)

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

    Sony Alpha 7R IV | Tamron 28-75mm f/2.8 Di III RXD | Sigma MC-11

    Panasonic Lumix GH5 + Metabones Speed Booster XL

  • Wie groß ist denn die Datei, bzw. wie hoch ist die Bitrate (= Speicher pro Sekunde)? Es kann durchaus sein, dass deine Festplatte nicht mehr mitkommt, wenn das Video eine sehr hohe Bitrate hat, bei mir war das einmal so, dass ich immer etwa 5s gucken konnte, dann pufferte es, etc. In dem Fall böte sich an, einfach die Bitrate beim Rendern ein wenig niedriger zu machen.

  • Danke euch beiden.


    Hab jetzt Quicktime installiert, was mir mehrere Codecs zur Verfügung gestellt hat(H.264 z.b.).
    Direkt mal ausprobiert die Sequenz im H.264 Codec zu rendern, was mir eine viel kleinere Datei und vermutlich auch geringere Bitrate lieferte.
    Und siehe da, das Video ruckelt nicht mehr! :thumbup:


    Ich frage trotzdem nochmal, in welchem Format und Codec rendert ihr eure Videos für den PC und macht Quicktime Sinn oder gibt es andere(bessere) Möglichkeiten?
    Verzeiht mir meine Unwissenheit, aber diese ganzen Begriffe können einen echt durcheinander bringen :whistling:^^


    Grüße

    Sony Alpha 6000 | SEL-P1650 | SEL50f18 | Walimex Pro 12mm/f 2.0 | Manfrotto Befree | Crumpler Quick Escape 150

    • Offizieller Beitrag

    "Quicktime" ist ja kein Codec sondern ein Abspielprogramm, mit dem Player werden lediglich einige Decoder geliefert - anscheinend auch Encoder, da CC dort mehr anzeigt.


    Wir arbeiten bei unseren Videos immer mit dem MP4-Container, intern AAC für den Ton und H.264 (High, Level 4.1) für das Video. Im Falle von UHD-Videos Level 5.1.

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

    Sony Alpha 7R IV | Tamron 28-75mm f/2.8 Di III RXD | Sigma MC-11

    Panasonic Lumix GH5 + Metabones Speed Booster XL

  • Ja klar, die ganzen Sachen können schon ganz schön verwirren.
    Wenn man bedenkt, dass Verschiedene Container auch noch verschieden codiertes Material intus haben können, wird die Sache selbst für "Durchblicker" manchmal etwas "undurchsichtig".


    Was mache ich?
    Weil mir nicht klar ist, welcher Codec am Anfang meiner Kette steht, kann ich leider keine vollständige Beschreibung liefern.
    Insoweit, dass auch andere meinen Workflow nachahmen können, ist sie aber schon vollständig.
    Ich rendere meine Vids in aller Regel zunächst in einen AVI-Container. Dabei wird nicht komprimiert, weil ich glaube, dass das Material so frei von Artefakten und Kantenflimmern bleibt.
    Ich weiß es nicht, nehme aber mal stark an, dass irgendein MS-Video-Codec, der wohl noch aus Anfangszeiten der bewegten Bilder auf dem Computer stammen mag, bei diesem Schritt verwendet wird. Meine bevorzugten Programme lassen mich bei diesem Schritt nicht tiefer oder genauer unter die Haube schauen.
    Die so gewonnenen Files kann ich nur anschauen, wenn ich sie auf einer SSD liegen habe.
    Alle bei mir vorhandenen herkömmlichen Festplatten sind dazu in ihren Leseraten, obwohl sie die 100MB/s meist erreichen oder gut überbieten, zu langsam.
    (Ein "ruckelndes Daumenkino" ist da noch ne schmeichlerische Umschreibung.)
    Nachdem ich die AVIs fertig habe, lade ich sie in Handbrake um sie unter Verwendung des H.264-Codecs in einen MP4-Container zu transcodieren.
    Der bietet mir, weil ich hier vollen Einfluss auf Datenraten und andere Einstellungen nehmen kann, die (wahrscheinlich) besten Endergebnisse.
    Diese lassen sich dann auch gut von sehr langsamen Platten ruckelfrei abspielen, haben gegenüber der Ursprungsdatei augenscheinlich nichts an Schärfe und Detail-Reichtum verloren, bleiben zunächst mal frei von sichtbaren Artefakten und haben recht kleine Dateigrößen.
    (Dass das nach dem Hochladen zu YT und besonders zu FB, qualtitätsmäßig später ganz anders aussieht, ist eine ganz andere Sache.)


    Ich denke, wer schon den Lightroom nutzt, ist in Sachen Timelapses gut beraten, wenn er sich LRTimelapse mal genauer unter die Lupe nimmt.
    In der kostenlosen Version sind zwar einige Schmeckerchen nicht freigeschaltet, was der Freude aber keinen Abbruch tut.
    Auch kann man kostenlos nur 400 Einzelframes/Bilder bearbeiten bzw zu einer Video-Datei rendern. Zwei mal, drei (oder mehr) mal 400 Frames in einer x-beliebigen Video-Anwendung "zusammen zu kleben" ist aber ausdrücklich nicht verboten. Auch nicht, wenn der Herr Wegner dies wahrscheinlich weniger gern sehen wird.