"Profi" Grafikkarten

  • Hey,
    mal eine Frage, die mich schon lange interessiert. Kurzfassung:


    Warum sollte man zu einer Profi Grafikkarte greifen?


    Mit Profi Grafikkarte meine ich die Quadro Serie von Nvidia oder auch die FirePro Serie von AMD/Ati. Als ich mich noch mehr für Gaming interessierte (ca. 2006-2011) stellte ich mir diese Frage auch schonmal. Der Chip war schon damals im Grunde der selbe wie bei Gaming Grafikkarten, aber der Preis unterscheidet sich teils gewaltig. Aus Benchmarks liest sich zudem heraus, das die Leistung in Spielen bei Gamingkarten oft besser ist. Ich vermute mal, da diese vom Treiber her genau darauf ausgerichtet sind. CAD/CAM Anwendungen und aufwendige Simulationen laufen besser auf Profi Grafikkarten. Das wurde mir im Studium (Maschinenbau) vermittelt. Wieso habe ich aber noch nicht verstanden. Ich weiß noch, das die damaligen Profi Grafikkarten erheblich mehr Grafikspeicher besaßen. Heute sind Gaming Grafikkarten aber auch hier gleichwertig. Was mich noch interessiert ist, ob Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop und Lightroom sich mit Profi Grafikkarten gut verstehen, oder ob es weggeschmissenes Geld ist.


    Wie ich auf das Thema und die Frage komme? Bin aktuell am gucken nach einem leistungsstarkem Notebook, mit dem ich meinen PC leistungsmäßig ersetzen kann und die nächsten Jahre Ruhe habe. CAD Programme sollten grundsätzlich drin sein und gelegentlich ne Runde "World of Warships", habe keine "High End Gaming" Ansprüche mehr. Der PC hat aktuell die folgenden Hauptkomponenten:
    CPU: AMD Phenom II x4 955
    Grafikkarte: AMD 6950 (2GB)
    Arbeitsspeicher: 8 GB DDR3 (Ich glaube 1333)
    Bildschirm: 1920x1200 auf 25,5 Zoll (Medion)


    Canon EOS 600D | Canon EFS 18-55 f/3,5-5,6 III | Canon EF 75-300 f/4-5,6 III | Yongnuo 35mm f/2.0 | Canon 10-18 IS STM


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  • Da spielen diverse Faktoren eine Rolle. EInmal gibt es andere Treiber die, wie Du schon richtig sagst, eher auf CAD/CAM, GPU-Computing, Videoschnitt usw. ausgelegt sind als auf Gaming. Auch kaufst Du einen gewissen Support mit. Vor allem für Großkunden werden die Treiber angepasst, damit Software XYZ besser läuft oder eben Fehler behoben werden.


    Zudem gibt es auch Hardware-Unterschiede. Nvidia hat ja z.B. auch "Grafikkarten" die rein auf GPU-Computing ausgelegt sind und gar keine Monitoranschlüsse bieten. Auch beim VRAM (Fehlerkorrektur (ECC)) und die Zahl aktivierter Recheneinheiten (Fließkommaberechnungen mit doppelter Genauigkeit (DP-FPU)) unterscheiden sich häufig.


    Wenn es "nur" ein wenig CAD ist, reichen auch normale Grafikkarten. Wenn Du also nicht gleich neue Autos oder Gebäude entwirfst und trotzdem spielen willst, würde ich eher zu den Radeon- oder GeForce-Grafikkarten greifen ;)

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

    Sony Alpha 7R IV | Tamron 28-75mm f/2.8 Di III RXD | Sigma MC-11

    Panasonic Lumix GH5 + Metabones Speed Booster XL

  • Und wie sieht es mit Photoshop und Lightroom aus? Sind Consumer Grafikkarten hier eher im Vor- oder Nachteil?


    Ich mach schon relativ viel CAD...muss mir das mal genau durch den Kopf gehen lassen. Das neue Notebook kommt auf jeden Fall solange ich noch Student bin (Studentenrabatte ;)).


    Canon EOS 600D | Canon EFS 18-55 f/3,5-5,6 III | Canon EF 75-300 f/4-5,6 III | Yongnuo 35mm f/2.0 | Canon 10-18 IS STM

  • Ich nutze weder Adobe PS noch LR. Soweit ich weiß hat Adobe aber schon vor einiger Zeit von CUDA auf das offene OpenCL umgestellt. Damit kann von der integrierten Prozessorgrafik (Intel, AMD) über normale bis hinzu Profi-Grafikkarten (AMD FirePro, Nvidia Quadro) alles genutzt werden. Zudem sind PS und LR ja "nur" Fotobearbeitungsprogramme. Wirklich viel Rechenlast hast Du erst beim Videoschnitt mit Effekten.

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

    Sony Alpha 7R IV | Tamron 28-75mm f/2.8 Di III RXD | Sigma MC-11

    Panasonic Lumix GH5 + Metabones Speed Booster XL

  • Ich hab in meinem Studium auch viel mit Solidworks gearbeitet. Für die Zwecke im Studium reichen normale Consumergrafikkarten locker aus. Klar sind die Programme seither etwas aktueller geworden und vermutlich hat sich auch einiges getan auf dem Gebiet der Grafikkartenunterstützung. Von einzelnen auch komplexeren Bauteilen bis hin zu Baugruppen war das konstruieren kein Problem. CPU und Ram sind hier wichtiger...


    Aber mal nüchtern betrachtet: Was bringt dir als Privatanwender so eine Grafikkarte?
    Für das Studium reicht eine normale. Solltest du später eine brauchen, ist es eh Schmarn sowas selbst zu kaufen. Sollst du daheime konstruieren sollen für deinen Arbeitgeber, hat der dir ein Gerät zu stellen!
    Mit den Profikarten ist Spielen eher nicht das Steckenpferd. Da schränkst du dich viel zu sehr ein.
    Grade auch auf dem Notebookbereich schränkt es enorm ein sich auf Geräte zu konzentrieren die so eine Graka drin haben.


    Klar hat Adobe die Unterstützung für PS und LR eingebaut. Was merkt man dabei? Eigentlich sogut wie nichts...man gewinnt viel mehr an Leistung wenn man einen gescheiten CPU, ausreichend RAM und eine SSD drin hat als durch die paar % mehr an Leistung durch die Grafikkartenunterstützung. Mit PS arbeite ich nicht soviel aber LR ist bei mir täglich in Gebrauch zur Fotobearbeitung, Stichwortvergabe usw... Ich merke NULL Unterschied zwischen unterstütztem Modus und ohne! Das ist aus meiner Sicht bisher einfach nur Marketing und im Grunde schlecht programmiert. Wobei ich es eh nicht besser könnte ;-)

    Sony Alpha A6300
    E-Mount
    SEL1670z; SEL1650; SEL35f1.8; SEL50f18;
    Altgläser:
    Canon FD 50mm f1.4 und Canon FD 28mm f2.8, Minolta Rokkor MD 135mm f2.8, Sigma 105mm 2.8 EX DG OS HSM Makro mit LA-EA3,
    Blitz: Nissin i40, Godox TT350s, Godox V860ii-s mit Godox X-pro-s Funksender

    Mein Flickr-Account:

    https://www.flickr.com/people/titusgaertner/