Kaufberatung für einen Anfänger - Canon oder Nikon

  • Guten Morgen an alle DSLR Experten,



    ich als Rookie benötige eure Unterstützung bei der Kaufentscheidung für eine neue Kamera sowie Objektive.



    Ich bin ein absoluter Anfänger und hatte bis heute noch keine richtige Kamera.
    Nun möchte ich aber damit anfangen :)


    Leider bin ich hin und hergerissen zwischen den beiden Kameras, bin mir nicht sicher mit welcher ich mehr freude habe.


    Außerdem werfe ich noch eine Frage in den Raum, kommt die nächsten 1-2 Jahre eine neue Technik?
    Sprich lohnt es sich überhaupt eine der beiden Kameras sich zu holen? Würde ungern eine neue Kamera kaufen
    und in 1-2 Jahren wäre die völlig veraltet.



    Einsatzgebiete:


    1. Landschaften
    2. Personen/Portrait
    3. Nachtaufnahmen sowie Low Light
    4. Familienbilder
    5. Videos



    Favoriten
    Ich habe mir schon Favoriten rausgesucht, die ich im Laden angesehen und ausprobiert habe:


    Nikon D5500
    Canon EOS 760
    Canon EOS 750



    Objektive die zur Auwahl stehen oder andere?

    Nikon: 18-105 Kit Objetiv (im Set) + Nikon AF-S DX Nikkor 35mm 1:1,8G
    Canon: 18-55 STM + 55-250 STM


    oder andere?



    Vielen Dank schonmal für eure Hilfe.



    Grüße
    Tom


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  • Im Grunde ist es total egal was du hier auswählst...die Kameras taugen beide zu vernünftigen Fotos und Videos sind auch drin. Ich würde aufgrund der höheren Dynamikrange der Nikon eher zur D5500 raten. Aber auch mit der Canon bekommt man tolle Fotos hin. Ausschlaggebend ist, dass du die kamera magst. d.h. das sie gut in der Hand liegt, das du sie gerne mitnimmst und blind damit zurecht kommst.


    Was ich aber noch zu bedenken geben möchte. Du hast hier "nur" DSLR Modelle aufgeführt. Hast du spiegellose Systemkameras (DSLM) ausgeklammert weil sie dir nicht passen oder kennst du diese nicht?


    Weil grad für einen Anfänger (der noch nicht von diversen Bedienkonzepten "vermurkst" ist) würde ich eine DSLm empfehlen, weil man grad als Anfänger mehr Bildkontrolle hat. Man sieht das was man fotografiert, wie das Foto wird. Wenn man jahrelang mit Nikon oder Canon fotografiert hat, und deren Bedienung in und auswendig kennt ist man meist voreingenommen.


    Was du hier preislich anführst liegt ja alles im Bereich 600-800€. In dem Bereich würde sich z.b. eine Sony A6000 anbieten.
    Ich würde dir empfehlen, dir diese Kamera mal noch anzuschauen.


    Nur weil Canon oder Nikon draufsteht, heist das nicht das es besser ist. Das gleich gilt auch für Sony. Aber es ist mittlerweile die Auswahl da auch zu anderen Herstellern zu greifen und bei der Bildqualität keinerlei Abstriche machen zu müssen. Es gibt mittlerweile gott sei dank eine große Auswahl auch anderer Hersteller. Nikon und Canon nutzen nur die meisten weil sie die Platzhirsche sind.

    Sony Alpha A6300
    E-Mount
    SEL1670z; SEL1650; SEL35f1.8; SEL50f18;
    Altgläser:
    Canon FD 50mm f1.4 und Canon FD 28mm f2.8, Minolta Rokkor MD 135mm f2.8, Sigma 105mm 2.8 EX DG OS HSM Makro mit LA-EA3,
    Blitz: Nissin i40, Godox TT350s, Godox V860ii-s mit Godox X-pro-s Funksender

    Mein Flickr-Account:

    https://www.flickr.com/people/titusgaertner/

  • Vielen Dank für den Tip mit der Sony A6000


    DSLM hatte ich mir nicht genau angesehen, darum bin ich gleich auf die DSLR Modelle gegangen.



    Habe mir einige Videos zur Sony A6000 und A6300 angesehen, die sieht auch verdammt gut aus.



    Kann mich aber schwer entscheiden was ich nehmen soll... DSLR oder doch DSLM ??

  • .. DSLR oder doch DSLM?

    Das kommt sehr stark darauf an, was du für eine Grösse du bevorzugst. DSLM's sind meistens handlicher, bietet aber oft sogar mehr Ausstattung und Optionen als DSLR's. Als ich mit dem Fotografieren so richtig anfing, war ich mit der Sony NEX F3 bestens bedient. Es gab jede Menge Einstellung zum Probieren und Tüfteln. Das hat richtig Spass gemacht. Als ich dann zu einer DSLR (Canon EOS 700D) gewechselt bin (F3 ging kaputt), habe ich so manches an meiner alten Kamera vermisst, aber als ich mich dann mal mehr mit der 700D befasst hatte, war ich dann doch sehr zufrieden.


    Auch hier kann man nur raten, sich die Wunschmodelle mal live anzuschauen, mal in die Hand zu nehmen und zu schauen, wie denn die Menüführung ist, wie gut die Kamera in der Hand liegt, was alles an Ausstattung geboten wird und was die am Ende natürlich kosten.


  • Kann mich aber schwer entscheiden was ich nehmen soll... DSLR oder doch DSLM ??

    Ja jetzt hast du die Qual der Wahl ;) ich könnte jetzt noch andere DSLM anführen die man sich auch anschauen könnte ;)


    Geh zu Saturn/Mediamarkt und kauf dir die Kamera die dir gefällt und nicht weil irgendjemand denkt das die Kamera besser ist. Jeder hat seine eigne Meinung dazu und die ist eben erfahrungsbelastet und ist nie wirklich neutral.
    Ich würde dir auch mal empfehlen grundsätzliche Videos zum Systemvergleich anzuschauen. Achte da aber auf das Datum der Videos. Da sind noch viele Leichen auf YT unterwegs. DSLM sind heute absolut konkurenzfähig...das war nicht immer so. Also Videos von vor 3 oder 4 Jahren kannst du getrost ignorieren^^


    Allgemein sind DSLM halt kompakter. Die Kompaktheit gibt sich aber wieder wenn man große Brennweiten dranschraubt. Da ist dann einfach die Physik dahinter die einen Strich durch die Rechnung macht. Die Bodys sind halt kompakter, weil dort kein Klappspiegel verbaut ist. Der Sensor wird die ganze Zeit belichtet und in Display und Sucher (falls vorhanden) wird eben dieses Bild des Sensors auf einem Display angezeigt. Da es eine elektronische Anzeige ist, kann man da wunderbar technische Hilfsmittel einblenden. Z.b. Kantenanhebung (die Kamera markiert scharfe Kanten farbig) oder Fokuslupe...aber das kostet alles auch Strom. Daher ist die Akkuleistung schlecht. Aber Akkus sind ja günstig ;)


    Da das Bild aber eben nur eine elektronsiche Anzeige ist, ist es ganz leicht verzögert und je nach Qualität des Suchers auch leicht pixelig. Ein optischer Sucher wie in Canon oder Nikon hat, ist da direkter. Man sieht das was man vor der Linse hat, wie es ist. Bei einer DSLM siehst du das Bild wie es wird wenn man fotografiert. Diese "Vorschau" auf das fertige Bild macht das lernen der Fotografie am Anfang einfacher...zumindest ist das meine Meinung. Weil man die Auswirkung der Einstellungen schon sieht bevor das Foto entsteht.


    Auch solltest du mal schauen was es an Objektiven gibt. Wenn du z.b. die A6000 willst und sicher bist das du richtig lange Brennweiten brauchst, bist du (derzeit) im falschen System gelandet. Aber das kann ja noch wachsen... Das System von Canon und Nikon ist groß und umfassend. Da gibt es eigentlich alles...aber man braucht meistens nicht alles:-)

    Sony Alpha A6300
    E-Mount
    SEL1670z; SEL1650; SEL35f1.8; SEL50f18;
    Altgläser:
    Canon FD 50mm f1.4 und Canon FD 28mm f2.8, Minolta Rokkor MD 135mm f2.8, Sigma 105mm 2.8 EX DG OS HSM Makro mit LA-EA3,
    Blitz: Nissin i40, Godox TT350s, Godox V860ii-s mit Godox X-pro-s Funksender

    Mein Flickr-Account:

    https://www.flickr.com/people/titusgaertner/

  • Hallo,


    Ich schwanke gerade noch zwischen der Nikon D5500 und der Sony A6000, ich weiß das es zwei verschiedene Systeme sind daher frage ich euch welche Ihr nehmen würdet für folgende Einsatzgebiete.


    Ich werde auch heute nochmal zum Media Markt gehen und beide begutachten, die Nikon D5500 hatte ich ja schon in den Händen und diese lag wirklich sehr gut in der Hand. (Habe sehr große Hände)


    Bei Sony sieht es ja sehr mager aus mit den Objektiven außerdem sind diese sehr sehr teuer, daher weiß ich nicht ob das das passende für mich wäre.


    Ich habe im Internet so Adapter gefunden, was haltet ihr davon?


    Prioritäten bei den Einsatzgebieten
    - Landschaften, Gebäude, Städte, Natur
    - Nachtaufnahmen bzw. Low-Light
    - Personen/Portrait
    - Familienbilder
    - Videos (wichtig 60 FPS für Zeitlupenvideos)


    Außerdem welche Objektive ihr mir für UWW, Nachtaufnahmen (Low Light) und Portrait empfehlen würdet.


    Und würdet ihr die Photokina abwarten?


    Vielen Dank


    Gruß
    Tom


    Zitat

    2 Mal editiert, zuletzt von Tom84 ()

  • Ich denke die Photokina wirst du nicht abwarten müssen. Es ist nicht zu erwarten, dass sie da was in diesem Bereich tut. Selbst wenn werden die Kamera teurer sein. Die D5500 ist recht aktuell und auch Sony hat im APS-C Bereich erst dieses jahr die A6300 gebracht. Das wäre eine große Überraschung wenn sich da jetzt was tut.


    Das was du willst, kannst du mit beiden Kameras machen ;) Geh also in den Mediamarkt und Co und schau was dir am besten liegt.


    Ich kenn mich im Sony-Bereich recht gut aus, daher mal meine Liste an Objektiven die ich nehmen würde (langfristig). Wobei das auch abhängig ist welches Mitiv du z.b. im UWW fotografieren willst. Wenns nur Astroaufnahmen sind dann würde ich dir das Samyang 12mm f2 empfehlen. Das ist kompakt und durchaus offenblendentauglich. Grad für diese Sternhimmelaufnahmen ein sehr praktisches Objektiv. Es ist halt komplett manuell. Aber du kannst schön fokussieren durch die Skala und den Anschlag auf Unendlich. Wobei dieser nicht immer exakt an diesem Punkt auf unendlich ist.
    Solltest du ein gutes UWW-ZoomObjektiv wollen ist das SEL1018f4 sehr zu empfehlen.


    Lowlight kannst du entweder das SEL35f1.8 oder das SEL50f1.8 mit gutem gewissen nehmen. Mitunter ist der Fokus der Kamera aber im Lowlight etwas dürftig :(
    Das 50er ist gleichzeitig eine tolle Portraitlinse. Alternativ wenn es günstig sein soll kannst du für den zweck das Sigma 60mm2.8 nehmen. Das ist wohl bei Offenblende knackescharf. Es gibt inzwischen noch ein Sigma30mm f1.4 zu erschwinglichem preis was für Lowlight auch etwas wäre.


    Ansonsten ist die 1650er Kitlinse okay für den Anfang. D.h. Erstmal die Kamera mit dem Kitobjektiv kaufen und dann alles kennenlernen. Mit der Zeit kann man dann hier und da investieren. Mit der Zeit wird sich sicher auch am Objektivpark für Emount etwas tun.


    alternativ und das ist wirklich sehr empfehlenswert: Adaptiere einfach mal ein altes Canon FD- Objektiv mit einem günstigen Adapter an die A6000 und probiere aus wie dir das gefällt. Ich hab ein Canon FD 50mm F1.4 das mir traumhafte Lowlightbilder ermöglicht. Viele halten von Adapterlösungen nichts. Das kann ich verstehen. Es ist vllt auch eher ein Behelf da es gewisse Objektive im System nicht gibt. Auch schrecken viele vom manuellen Fokussieren ab. Aber man hat eben die Möglichkeit sowas zu machen. Das geht bei Nikon durch das größere Auflagemaß eben nicht mehr. Es gibt viele verschiedene alte Bajonette, wo man sehr günstig an Objektive kommt. Ich denke am weitesten verbreitet sind Canon FD und Minolta MD. Du brauchst eben einen Adapter der den korrekten Abstand zum Sensor herstellt und los geht es. Das Canon FD 50mm f1.4 hat mich damals um die 40€ gekostet und noch 10€ für eine Adapter. Gibt auch hochwertigere Adapter. Meiner funktioniert sehr gut daher reicht der mir.
    Die A6000 ist aber noch nicht ideal um aktuelle Canonlinsen zu adapteren und flotten AF nutzen zu können...Das kann die A6300 besser mit dem richtigen Adapter. Das lohnt sich nur wenn man viele gute Canonlinsen hat oder ein Objektiv kaufen möchte das es für den E-mount von Sony nicht gibt.


    Was du bei der A6000 derzeit nicht bekommst:
    - Mikrofoneingang für externes Mikrofon
    - schwenkbares Display mit Touch (die A6000 kann nur nach Oben und Unten klappen)
    - optischen Sucher (wenn man sowas unbedingt braucht, ich selber find den elektronsichen Sucher besser aber das ist Geschmacksache)
    - riesige Objektivpalette wie bei Canon und Nikon (aber sie wird stetig erweitert und das meiste findet man inzwischen)


    Vorteile der A6000:
    - kompakte Bodyabmessungen und mit der Kitlinse durchaus Jackentaschentauglich, dadurch nimmt man die Kamera häufiger mit, das egalisiert sich bei langen Brennweiten
    - Indirektes Blitzen mit dem eingebauten Blitz möglich (ja ich weis kleine Leitzahl, aber bei etwas höheren ISO gleicht man das gut aus)
    - manuelles Fokussieren ist kinderleicht durch die elektronische unterstützung
    - liveview über Suche und Display ist Grundprinzip und vereinfacht das Erlernen der grundlegenden Zusammenhänge der Fotografie, AF-geschwindigkeit macht keinen unterschied zwischen Sucher und Display



    So von der Nikon hab ich weniger Ahnung ;) das muss jemand anderes machen :P

    Sony Alpha A6300
    E-Mount
    SEL1670z; SEL1650; SEL35f1.8; SEL50f18;
    Altgläser:
    Canon FD 50mm f1.4 und Canon FD 28mm f2.8, Minolta Rokkor MD 135mm f2.8, Sigma 105mm 2.8 EX DG OS HSM Makro mit LA-EA3,
    Blitz: Nissin i40, Godox TT350s, Godox V860ii-s mit Godox X-pro-s Funksender

    Mein Flickr-Account:

    https://www.flickr.com/people/titusgaertner/