Kauf einer PowerBank.. was muss ich beachten?

  • Hey, Values


    Ich möchte mir eine Powerbank zulegen. Diese sollte hauptsächlich für mein Handy und meinen iPod als Ladestation dienen, wenn wir mal im Urlaub sind, oder schnell für daheim, da wir recht weitläufige Zimmer haben und ich nicht mit einem Verlängerungskabel auf dem Sofa hocken will. :)


    Ich denke, 10'000 mAh sollten ausreichen. Mein OnePlus3 hat einen Akku mit 3'000 mAh, also sollte ich das Handy 3x laden können. Wie das mit der Dash-Ladung aussieht, weiss ich aber leider nicht. Das soll ja noch recht neu sein und vielleicht zieht das etwas mehr Saft aus dem Bank. Aber damit kenne ich mich nicht so aus. Vielleicht kann mir da ja jemand kurz etwas dazu sagen. Sonst werde ich später mal Google bemühen.


    Das Budget würde bei ca. 80 Euro liegen. Wenn es aus den unten genannten Gründen etwas teurer werden sollte, zahle ich das gerne.


    Ich habe mich vorab natürlich etwas erkundigt, und scheinbar bekommt man 20x die gleiche Powerbank, nur mit anderem Namen drauf als eigenständige Marke verkauft. Das stinkt mir natürlich. Gibt es denn Hersteller, die ihre Technik nicht günstig an andere Mitbewerber verkaufen? Also quasi ihr eigenes Ding machen? An solchen Powerbanks wäre ich sehr interessiert.


    Danke euch.


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    • Offizieller Beitrag

    Letztendlich kaufen alle Hersteller Know-How ein. Es lohnt sich z.B. einfach nicht für ein paar Powerbanks eine eigene Abteilung für Forschung und Entwicklung sowie die Produktion von Li-Ion-Akkus hochzuziehen. Die Zellen kommen also meist aus China, Südkorea (LG, Samsung) oder Japan (Panasonic, Sony). Die Steuerelektronik ist dann schon eher Hersteller-Know-How, aber auch da wird viel lizenziert. Vor allem wenn es um Schnellladefunktionen geht, kommst Du ja heute z.B. um Qualcomm (Quick Charge) kaum herum.


    Eine der wenigen (empfehlenswerten) "echten" Marken dürfte Innergie sein, die zu Delta gehören. Die bieten allerdings nur Powerbanks bis 6.000 mAh an.


    Letztendlich ist es eigentlich auch egal wer da was an wen verkauft - oder nicht. Es geht um das Produkt. Und wenn das so gut ist, dass es noch x andere lizenzieren wollen... Warum nicht zugreifen?



    Zur Powerbank: Dash-Charge wird in voller Geschwindigkeit nicht möglich sein, aber zumindest recht nahe sollte man dem Ergebnis kommen können. Du musst jedoch beachten, dass bei schneller Be- und Entladung der Zellwiderstand ansteigt und damit ein Teil der Energie nicht im Akku gespeichert sondern als Wärme abgegeben wird. Auch wird mehrfach die Spannung verändert, was zu Verlusten führt. Auch wird sich ein guter Akku nie tiefentladen und die mAh-Angabe ist eigentlich immer brutto (maximale Kapazität der Akkuzellen) und nicht netto (nutzbare Kapazität) angegeben.


    Eine Powerbank mit 10.000 mAh wird ein Smartphone mit 3.000 mAh also höchstens 2,5x laden können, nach einiger Zeit eher 2x. An deiner Stelle würde ich da also lieber in Richtung 16.000 mAh gehen. Das Modell von kann ich da sehr empfehlen.

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

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  • Eine Powerbank mit 10.000 mAh wird ein Smartphone mit 3.000 mAh also höchstens 2,5x laden können

    Das habe ich mir fast schon gedacht. Ähnlich wie bei SSD's, ist es also auch bei den Powerbanks angegeben. Hatte noch nie einen USB-Stick oder eine SSD, die tatsächlich den Speicherplatz geboten hat, wie angegeben, und bei den PB verhält sich das halt so mit den mAh.


    Ich danke dir für den Kauftipp. Die PB werde ich mir genauer anschauen. :)

    • Offizieller Beitrag

    Ich hab mich auch vor einiger Zeit mit der Kapazität von Powerbanks beschäftigt und bin auf das Ergebniss gekommen, dass die angabe in mAh stimmt.
    ABER man muss etwas rechnen um die tatsächlich nutzbare Kapazität zu bekommen.


    Beispiel:
    Man hat eine Powerbank mit angegebenen 10.000 mAh und es sind gute Akkus (z.B. Panasoic) verbaut.
    Die 10.000 mAh beziehen sich auf die Gesamtkapazität der Zellen (z.B. 4x 2500 mAh)


    Da die Zellen nicht bei den 5V laufen, die am Ausgang sind, müssen wir die Kapazität erstmal mit der Formel "Wh=mAh*V/1000" berechnen.


    Also nehmen wir als Spannung einen Mittelwert von 3,7 (je nach Ladung hat eine Zelle ~3,2-4,2 Volt, ist aber ziemlich kompliziert mit der Entladung, bzw minimalen Spannung)


    Dann setzen wir in die Formel ein 3,7V * 10.000mAh /1000 = 37 Wh


    Die Formel danach umstellen, und 5V als Spannung einsetzen, um die Kapazität in mAh zu erhalten 37 Wh / 5V *1000 = 7400 mAh


    Jetzt ist die Kapazität bei 5V berechnet. Natürlich ist die Effizienz der Boost-Converter nicht 100% sondern je nach Qualität und Akkuspannung bei ca. 90-96%
    Also ziehen wir die verlorene Energie noch vom Endergebnis ab.


    7400mAh * 0,94 = 6960mAh


    Mit der Formel konnte ich bis jetzt immer ganz gut Rechnen, aber in der Realität gibt es halt deutlich größere Abweichungen, wie billige Akkus, schlechte Boost-Converter oder billige Ladekabel. Das mit der falsch angegebenen Kapazität machen mittlerweile fast alle Hersteller, um Möglichst hohe Kapazitäten angeben zu können.

    • Offizieller Beitrag

    @Shutter: Da verwechselst Du jetzt etwas. USB-Sticks, SSDs und Festplatten haben für gewöhnlich exakt die Kapazität die vom Hersteller angegeben ist, das Problem sind hier die Zählsysteme bzw. ein Fehler in vielen Betriebssystemen was die Einheiten angeht. Nehmen wir einem eine Festplatte mit 1 TB als Beispiel:

    • 1 TB = 1.000.000.000.000 Byte (1012). Diese Kapazität hat die Festplatte auch wirklich, steht mittlerweile auf den meisten Verpackungen und ist richtig deklariert.
    • Die Dateisysteme deines Betriebssystems rechnen binär und nicht dezimal. Die Basis ist also 2 und nicht 10. Siehe Binärpräfixe
    • 1.000.000.000.000 Byte / 230 (Byte/Gibibyte) = 931 GiB
    • Windows rechnet für die Anzeige im Explorer binär (230), nutzt jedoch die falsche Einheit (GB statt GiB). Im Screenshot siehst Du, dass die 1-TB-Festplatte 1.000.068.870.144 Byte hat und nur durch die (formell korrekte) Umrechnung mit falscher Einheit die Differenz entsteht.


    @Tim428: Deine Rechnung ist soweit korrekt, jedoch nur für Messungen relevant und nicht für Endkunden. Denn für gewöhnlich werden mit Li-Ion-Powerbanks auch wieder Li-Ion-Akkus geladen. Die Spannung wird zwar, wie von Dir korrekt berechnet, für den "Transport" auf 5 V (bei USB-C auch 9 V respektive 12 V) angehoben, der Akku im Smartphone hat dann aber auch wieder ~3,7 V.

  • Da verwechselst Du jetzt etwas.

    War ja nur so als Beispiel gedacht. :)


    Ich danke euch. Werde die empfohlene PB kaufen. Die kostet nicht viel und hat massig Kapazität.

    • Offizieller Beitrag

    Bei Festplatten ist es ein Rechenfehler, bei Powerbanks hast Du real auch wirklich weniger Kapazität als aufgedruckt. Ich wollte das nur geraderücken ;)

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

    Sony Alpha 7R IV | Tamron 28-75mm f/2.8 Di III RXD | Sigma MC-11

    Panasonic Lumix GH5 + Metabones Speed Booster XL

  • Schon klar. Ich danke dir auch dafür. War nicht böse gemeint. ;)

  • Danke dir. Habe aber seit einigen Tagen die RAV Power. Passt mir so ganz gut.

  • Bitte :) wenn du mal Lust hast dich näher mit Powerbanks zu befassen ich bin auf eine Seite gestoßen die echt gute Auskunft über Powerbanks liefert [entfernt] oder [entfernt]

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