Kamerakauf - was macht jetzt Sinn?

  • Hi!


    Ich habe mich hier im Forum registriert, weil ich mir eine kleine Hilfe im Thema Kaufberatung erhoffe.
    Ich überlege schon seit über einem halben Jahr über eine Kamera nach und war lange für die Sony Alpha 6000 der Favorit für mich.


    Erstmal, was ich fotografiere. Hauptsächlich Landschaften mit meiner Sony DSC HX-200V. Allerdings brauche ich die Kamera auch für stimmungsvolle Portraits mit schönem Bokeh. Nebensächlich fotografiere ich auch manchmal Sport mit nem Freund. Makro ist nicht wirklich ein Thema für mich, aber ein Unschärfe, Schärfe Spiel (von Blumen bspw.) zählt für mich unter Landschaftsfotografie.
    Das Problem an der Sony ist nicht, dass es keine manuellen Einstellungsmöglichkeiten gäbe, oder die Kamera unbrauchbar ist, jedoch ist die Schärfe nicht gerade der Brüller, recht starke chromatische Abberationen (vor allem bei Offenblende, beim Abblenden geht das schon recht gut, jedoch geht es nur bis Blende 8 runter). Ein weiteres Problem für mich ist das starke Rauschverhalten. Selbst mit ISO 100 gibt es in leicht dunklen Bereichen ein starkes Rauschen, was man auf Instagram vielleicht nicht sieht, auf A4 Größe schon (nutze ich zwar selten, aber wäre halt ganz schön). :P


    Die neue Kamera sollte also die Schwächen meiner Kamera ausbessern und ich wäre zufrieden. Ein weiterer Grund für mich ist auch das Anbringen von Filtern, wie dem ND-Filter, Fernauslöser etc., was mit der Sony nicht möglich ist.


    Sicher könnte ich jetzt einfach zu der A6000 greifen für 600 Euro mit Kit, jedoch habe ich oft gehört, dass es die Kamera nicht ausreizen kann und was nützen mir dann all die tollen Leistungen...
    Ich werde mich zwar weiter entwickeln (hoffe ich :D) und auch mal ein neues Objektiv dazu kaufen können, wenn ich es wirklich brauche, jedoch sollte der Start auch schon recht "nutzbar" sein mit dem Kit.
    Ich habe mir mehrere Varianten überlegt, bin mir jetzt aber nicht sicher, da ich versuche nicht nach den Daten der Kamera zu gehen, sondern mir Praxistests mehr Wert sind.


    1. Canon EOS 700D mit 18-55mm für ca. 469€ im Angebot holen, wenn es mal wieder da ist. Oder lohnt es sich den Body allein zu holen für knapp unter 400€ und dann mit dem Sigma 17-50mm aufzurüsten also ohne dem Kit Objektiv? Ich könnte außerdem mit meinem Freund die Objektive wechseln.


    2. Sony Alpha 6000 mit 16-50mm oder Sony Alpha 6000 mit Sigma 19mm (habe gehört, dass Objektiv sei klasse. Jedoch die Frage meinerseits, ob nur eine Festbrennweite als einziges Objektiv sinnvoll ist. Oder sollte man mit den Sigmas nach und nach aufrüsten, z.B. dem 19mm für Landschaft und 60mm für Portraits und evt. noch für Sport? Gibt es für die Sony eine bezahlbares Zoom-Objektiv?


    3. Sony Alpha 68 oder Sony Alpha 65 mit dem 18-55mm; ich habe gehört die Objektive seien günstiger.


    Oder gibt es eine Idee, die ich noch gar nicht einbezogen habe? Bitte aber kein Nikon, damit komme ich nicht klar. :)
    Wie sollte ich weiter mit den Objektiven vorgehen? Ich habe nicht die größten Ansprüche an die Objektive, sie sollten bloß in der Kombi die Nachteile meiner Kamera ausbessern und schöne Bilder machen. Also kein Tele Shift und so ein Spaß :thumbup:


    Zur preislichen Vorstellung meinerseits hab ich in die Richtung bis 650 Euro gedacht (mit dem ersten Objektiv); aber gerne weniger!
    Die weiteren Objektive sollten nicht über 300€ kosten, es sollen keine Profiobjektive sein.


    Vielen Dank schonmal für eure Hilfe und für Fragen bin ich verfügbar. ;)


    MfG, Basti


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  • Um es mal auf den Punkt zu bringen: Kitobjektive, egal an welcher Kamera sind immer nur eine Startlösung und können in keinem Fall den Sensor dahinter und damit auch die Optionen der Kamera voll ausschöpfen. Ob du nun eine Canon, nikon, Sony oder sonstwas kaufst, spielt keine Rolle weil alle nur ein "fauler" Kompromiss sind. ABER für den Einstieg ist es immer eine gute Lösung. Vor allem wenn man gar nicht weiß mit welchen Brennweiten man gerne fotografiert.


    Die A6k ist eine sehr gute Kamera. Aber man muss eben bedenken das die Objektive etwas teurer sind, vor allem weil es mal von den 4 Festbrennweiten von Sigma keine wirkliche Alternative mit Autofokus von andneren Anbietern gibt. Daher ist man da weitgehend auf Sony-Linsen angeboten und die waren noch nie günstig.
    Aber es gibt einige richtig gute Dinger dabei.
    Ein großer Schwachpunkt aktuell ist ein lichtstarkes Zoomobjektiv für APSC. Auch im Telebereich gibt es mal von den SUperzooms (18-200mm) nur eine günstige Alternative. Ansonsten legt man immer 1000€ und mehr hin.


    Es gibt eben das alte (18-55) und das neue Kitobjektiv (16-50) und dann nur noch 2 weitere Zooms die etwas länger sind. Das SEL1670f4 ist ordentlich, aber gemessen am Preis nicht herrausragend gut. Dann wäre noch das längere 18-105er. Ich bin kein Freund davon obwohl es ganz vernünftig abbildet und nicht zu teuer ist. Für mich ist eben der Gedanke an das kompakte System mit diesem riesigen Klopper dahin..
    Das 1650 wird mMn zu Unrecht runter gemacht. In Anbetracht der Größe und des Preises ist es wirklich gut. Aber es kann natürlich bei weitem nicht mit einer Festbrennweite mithalten.
    Ohne dieses Kitobjektiv würde ich keine A6k kaufen. Das Sigma19mm ist sehr gut. Ich nutze es selber aber auch nur wenn ich die Lichtstärke brauch. Ansonsten reicht mit in dem Brennweitenbereich das 1650, bzw. das 1670. Wenn du von der Sony HX200 kommst, wirst du ja auch zoomen wollen. Das 19mm taugt auch kaum zum Freistellen, d.h. diesem unscharfen Hintergrund. Da kann ich das SEL35f1.8 oder das SEL50f1.8 sehr empfehlen.


    Zur Canon will ich nichts sagen. Das ist nicht mein System. Da gibt es genug die hier zu berichten wissen.


    Zu den Sony-SLTs würde ich aus heutiger Sicht weniger greifen. Das System wird kaum noch gepflegt.

    Sony Alpha A6300
    E-Mount
    SEL1670z; SEL1650; SEL35f1.8; SEL50f18;
    Altgläser:
    Canon FD 50mm f1.4 und Canon FD 28mm f2.8, Minolta Rokkor MD 135mm f2.8, Sigma 105mm 2.8 EX DG OS HSM Makro mit LA-EA3,
    Blitz: Nissin i40, Godox TT350s, Godox V860ii-s mit Godox X-pro-s Funksender

    Mein Flickr-Account:

    https://www.flickr.com/people/titusgaertner/

  • Danke erstmal für die schnelle Antwort.
    Erstaunlicherweise zoome ich wenig mit der HX200V beim Bewussten fotografieren. Ich glaube 35mm zu Kleinbild ist deren kleinste Brennweite, welche ich zu 95% der Fälle im Bereich Landschaft auch nutze. Ein wenig weitwinkliger könnte es sein, jedoch kein Ultra Weitwinkel, da es für den Preis eh zu wenig genutzt werden würde.
    Jedoch ist, wie schon gesagt, diese Brennweite nicht gerade für Portraits geeignet. ^^
    Das 18-105 ist echt interessant für mich, wie auch die Festbrennweiten von Sony, jedoch übersteigt das meine Vorstellung vom Budget bei Weitem.
    Bleibt also nur die Möglichkeit mit dem 1650 von Sony zu kaufen, und dann noch das 19mm Sigma und evt. eins der anderen beiden dazu zu kaufen in Hinsicht auf die Sony Alpha 6000.


    Mal schauen, was noch ein Canon Profi zur 700D meint und umso mehr noch wie die 700D in Verbindung mit dem 1750 Sigma gegen die Alpha 6000 mit Kit bzw. den Sigma Festbrennweiten ankommt. Klar, man wird nicht einfach eine Festbrennweite mit Zoom vergleichen können, aber durch die von beiden Objektiven (Sigma 19mm f/ 2.8 und Sigma 17-50mm f/ 2.8) herrschende Offenblende und wenn man es im Endeffekt zusammenrechnet (Sony + Kit + Sigma (ca. 780€) und Canon + Sigma (ca. 700€)) sich ein Preisunterschied von rund 80€ ergibt, finde ich es interessant.


    Oder auch einfach die Sony a6k Kit gegen die 700d mit kit. Ob sich im Angebot (Canon EOS 700D) wirklich ein Aufpreis von 150€ auf die Sony a6k lohnt. Vielleicht hat ja jemand Erfahrung. ;)

    Einmal editiert, zuletzt von b4sTi_ ()

    • Offizieller Beitrag

    Der Nachteil bei Sony ist, dass die Objektive wirklich deutlich teurer sind - vor allem für Einsteiger. Insbesondere Canon hat seine EF-S-Reihe in den letzten Jahren kräftig aufpoliert und auch die Dritthersteller bieten, wie bereits erwähnt, für Canon (und Nikon) viele günstige Linsen an, die echt gut sind.


    Zum Aufpreis der Sony Alpha 6000 kommen langfristig also noch einige 100 Euro hinzu. Das sollte man immer im Hinterkopf behalten. Wenn Du so günstig an eine 700D kommst, würde ich das auf jeden Fall machen. Das gesparte Geld kannst Du bei Canon dann in ein günstiges Ultraweitwinkel-Zoom-Objektiv wie das stecken. Das kostet auch nur knapp über 100 Euro. Zusammen sind das dann keine 350 Euro für zwei sehr gute Objektive, die dir sowohl Landschafts- als auch Portraitaufnahmen in einem ganz anderen Umfang ermöglichen.

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

    Sony Alpha 7R IV | Tamron 28-75mm f/2.8 Di III RXD | Sigma MC-11

    Panasonic Lumix GH5 + Metabones Speed Booster XL

  • Das leuchtet ein. Dann werde ich hoffen, dass dieses Angebot nochmal wieder verfügbar ist.
    Zur 700D habe ich noch eine Frage in Bezug auf die Qualität. Bis wie weit kann man mit dem ISO gehen um trotzdem noch ein recht rauscharmes Bild zu bekommen? Ist jetzt für mich nicht ausschlaggebendes Kriterium, da ich ja, wenn ich so viel Geld einsparen könnte ein 50mm f/1.8 holen könnte und Landschaften mit Stativ und längeren Belichtungszeiten aufnehme, aber ich meine auf privaten Anlässen abends ist das schonmal ganz interssant.


    Wie sieht es eig. aus im Bezug auf Filter?
    Kann man auf dem 10-18mm von Canon Filter anbringen? Und welche empfehlt ihr mir? Braucht man jetzt wirklich alle 3: Pol-Filter, ND-Filter und Verlaufsfilter?
    Es wäre im meinen Interesse insgesamt für die Filter um die 50€ auszugeben. Qualität muss jetzt nicht auf Profi-Level sein.

    • Offizieller Beitrag

    Zur 700D: Bis wohin die 700D "ein recht rauscharmes Bild" hinbekommt hängt davon ab, wofür/wie Du das Bild anschließend einsetzen willst. Runterskaliert auf Instagram-Größe kann man wahrscheinlich bis ISO-6400 noch arbeiten, auf A3 gedruckt würde ich irgendwo zwischen ISO-800 und ISO-1600 langsam aufhören.


    Und auf ein Angebot musst Du nicht zwingend warten. Die gibt es regulär für ~500 Euro, da ist der Sprung zu 469 jetzt nicht groß. Zumal es auch sein kann, dass das günstigere Angebot auch gar nicht mit der neuen STM-Version sondern einem anderen 18-55er war. Wäre zumindest nicht das erste mal ;)



    Zu den Filtern: Was Du brauchst hängt davon ab was Du machen willst. Für normale Landschaftsaufnahmen brauchst Du erst einmal gar keine Filter. ND-Filter brauchst Du nur für Langzeitbelichtungen, Grau- und Farbverlaufsfilter sind vor allem dann hilfreich, wenn man den Himmel deutlich dunkler haben will. Das funktioniert aber auch nur, solange du einen relativ glatten Horizont hast und ist eher bei eckigen Filtersystemen (Cokin etc.) praktisch.


    Ein Polfilter ist in der Landschaftsfotografie primär praktisch um den "Dunst" in der Ferne etwas zu reduzieren und den Himmel blauer zu bekommen, allerdings bei 10 mm nicht mehr wirklich sinnvoll, da der Grad der Filterung sich übers Bild deutlich verändert. Bei langen Brennweiten kein Problem, im UWW kann es aber durchaus stören.

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

    Sony Alpha 7R IV | Tamron 28-75mm f/2.8 Di III RXD | Sigma MC-11

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  • Zur 700D: Ich weiß nicht wie es bei jpg ist, aber im raw-Format kannst du bis ISO800 auf jeden Fall gehen. Bei ISO1600 scheiden sich dann die Geister. Ich fands nicht mehr schön, andere meinen, es ist gerade noch okay.


    Wegen der Filter: Ob du die brauchst, wirst nur du beurteilen können. Polfilter kann, gerade an der See, spannend sein. Ebenso ein ND- Filter. Auch die Kombi aus beidem.
    Verlaufsfilter hingegen sind schon spezieller. Die würde ich nicht als Schraubfilter nehmen, sondern als Steckfilter. Ebenso sind die für mich als Nordlicht mit Ost- und Nordsee vor der Tür sicherlich besser geeignet als für jemanden der es den Steinböcken in den Alpen gleichtun will. ;)

  • Also ich hatte auch mal die 700D und konnte da bis ISO 6400 gehen wenn ich kleine Drucke machen wollte: So ca. 10cm x 18cm ging noch. Das schöne an Drucken ist, dass das Rauschen nicht so stark ist, wie am Bildschirm. Sonst bei größeren Drucken schließe ich mich Matze an. Wenn du Fotos an andere Fotografen verschenken möchtest, dann lieber etwas runter mit dem ISO oder kleiner Drucken ;) (Und am besten immer RAW Fotografieren und in der Bearbeitung nur bestimmte Stellen entrauschen).
    Filter würde ich sagen brauchst du zum Starten erst mal nicht. Langzeitbelichtungen sind schon schön, aber nen Graufilter kannst du auch noch ein halbes Jahr später kaufen, wenn du weißt, dass du das machen möchtest.

    Analog und Digital <3

  • Bei mir fing alles mit der 700D an. Mensch, war das eine tolle Kamera. Die Bedienung war extrem einfach und die im Menü vorhandenen Erklärtexte der einzelnen Funktionen bringen dich definitiv weiter. Im Grunde sind auch die 18 Megapixel noch immer mehr als genug, in der heutigen Zeit. Praktisch war das Klappdisplay und die Steuerung per Touchfunktion. Für den Einstieg eine ideale Kamera, muss ich sagen. Vorher hatte ich noch nie eine andere DSLR in der Hand und ich war ziemlich geschockt, wie schlecht man auch ein Menü machen kann, wenn ich da so an einige Nikons zurück denke.


    Mit der 700D machst du einfach nichts falsch.

    Kamera

    Canon EOS R6

    Objektive

    RF 50 mm f/1.8 STM

    Bitte keine PM's mehr, warum ich Wörter "falsch" schreibe. In der CH gibt es das "Eszett" nicht. Wir schreiben stattdessen ein Doppel-S. Besten Dank. :)

  • Gut, mit dem Rauschen beruhigt mich soweit. ^^
    Ich bin mir nicht sicher, ob gegen das etwas in den Nutzungsbedingungen stand, aber: Das Angebot gab es vor nem Monat ca. auf MediaMarkt. Ich glaube auch es war die neue Version des Objektives, zusätzlich gab es noch eine Tasche und eine Speicherkarte. Jedoch habe ich die Befürchtung, dass bei zu langem Warten die EOS 700D vom Markt genommen werden könne, wenn jetzt die 800D kommt ;)


    Der ND-Filter ist ein Hauptgrund für mich die Kamera zu kaufen. Bereits habe ich schon Erfahrung mit der DSC HX-200V gemacht, jedoch kann man eine Bridge ohne RAW-Format wohl nicht mit einer DSLR vergleichen. Das wird mal Neuland für mich, haha. :)
    Jedenfalls mach ich gern Langzeitbelichtungen, jedoch reicht der eingebaute ND-Filter nicht aus (4-fach); also der in der Sony.


    Wahrscheinlich werde ich ihn trotzdem nicht gleich kaufen und erstmal Erfahrungen machen. :)


    Ich danke euch vielmals für die nette Beratung.



    Sehr kompetente Leute und ich werde euch berichten, wenn ich mich ein wenig mit der neuen Kamera eingeknipst habe ;)

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