Objektive für Reise mit D5600

  • Hallo ihr,


    ich plane eine längere Reise - ein Mix aus Backpacking und Roadtrip und habe mir dafür eine Kamera angeschafft - D5600.

    Bisher hatte ich mir immer mal eine Bridgekamera geliehen (20-1200 Brennweite), war jedoch mit der Bildqualität nicht wirklich zufrieden, so dass jetzt für meine eigene Kamera Upgrade her sollte.


    Aktuell besitze ich für die D5600 folgende Objektive (welche beim Gebrauchtkauf der Kamera dabei waren):

    1.: Tamron 18-200mm f3.5-6.3 DI II VC

    2.:AF-S DX NIKKOR 35 mm 1:1,8G


    Ich bin am überlegen, ob ich mit dem Tamron 18-200 als "immer drauf-Objektiv" mit der Option insbesondere bei schwächerem Licht auf das 35er zu wechseln gut gerüstet bin oder doch nochmal upgraden sollte.

    Auf der Reise liegt mein Fokus insbesondere auf Landschaftsfotographie und Tierfotographie, da die Reise aber 7 Wochen lang sein wird, ist mir Flexibilität wichtig. Daher benötige ich, so denke ich einen Brennweitenbereich von mindestens den 18-200 des Tamron, etwas mehr wäre aber auch nicht schlecht.


    Auch weiß ich nicht ob die Bildqualität und Autofokus-geschwindigkeit des Tamrons ausreichen...


    Nachdem ich etwas durch das Forum gestöbert habe, gäbe es für ein Upgrade wohl mehrere Optionen.


    1.: Austausch von Tamron 18-200 gegen ein anderes Reiseobjektiv wie:


    1.: Tamron 18-400 (hier ggf. ein Verlust von Bildqualität??)

    2.: Sigma 18-200 (upgrade von Bildqualität - lohnt sich hier ein Upgrade wirklich)

    3.: NIKKOR 18-300 mm F3.5-6.3

    4.: gibt es hier eine bessere Alternative?


    2.: Austausch Tamron 18-200 gegen 2 Objektive wie

    1.: Sigma 17-50 + Nikkor 55-300

    2.: Sigma 10-20 + Nikkor 55-300 (hier würde ich den Bereich zwischen 20 und 55 nur mit dem 35er Objektiv abdecken müssen)

    3.: gibt es hier eine bessere Alternative?


    Aktuell tendiere ich dazu ggf. das Tamron 18-200 durch 2 Objektive auszutauschen.


    Über Empfehlungen wäre ich dankbar.


    Christian


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  • Matze

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Hallo Christian,

    ich merke dass du dich schon mit dem Thema befasst hast un noch Inspiration und Rat suchst.
    Ist auch eine Frage der Prioritäten wie Qualität (Auflösung, Lichtstärke) gegen Größe/Gewicht und den Preis.
    Hängt also davon ab, wie du fotografierst oder fotografieren willst. Höhere Lichtärke ermöglicht auch mehr Freistellung.



    • Austausch von Tamron 18-200 gegen ein anderes Reiseobjektiv wie:
    1. Tamron 18-400 (hier ggf. ein Verlust von Bildqualität??)
    2. Sigma 18-200 (upgrade von Bildqualität - lohnt sich hier ein Upgrade wirklich)
    3. NIKKOR 18-300 mm F3.5-6.3
    4. gibt es hier eine bessere Alternative?
    1. Schärfere und weniger lichtschwache 2300mm sind in der Praxis eher empfehlenswert. Würde eher ein gebrauchtes Tamron VSD oder Nikon AF-S 70-300mm f4.x-5.6 empfehlen.
      heise.de/preisvergleich/?cmp=1643504&cmp=514107&cmp=1654018&active=1
    2. Das Sigma 18-200 ist eine einfache Optik aus 2005. Spätere Objektive waren lichtstärker und schärfer.
      (z.B. Nikon AF-S 18-140mm 3.5-5.6, Nikon AF-S 18-300mm 3.5-5.6G, Nikon AF-S 18-135mm 3.5-5.6)
      heise.de/preisvergleich/?cmp=141912&cmp=986653&cmp=797492&cmp=212788&active=1
    3. Welches der zwei Modelle meinst du - das 2012er JAA812DA oder 2014er JAA821DA?
      Beide sind sehr lichtschwach am langen Ende. Würde eher ein gebrauchtes Tamron VSD oder Nikon AF-S 70-300mm f4.x-5.6 empfehlen.
      heise.de/preisvergleich/?cmp=797492&cmp=1098866&cmp=514107&cmp=1654018&active=0
    4. Lichtstark und gut ist das Tamron 35-150mm mit Blende 2.8 bis 4.0, ansonsten die üblichen 35-135/140/300mm mit f3.5-5.6:
      heise.de/preisvergleich/?cmp=2043335&cmp=986653&cmp=212788&cmp=797492&active=1



    • Austausch Tamron 18-200 gegen 2 Objektive wie
    1. Sigma 17-50 + Nikkor 55-300
    2. Sigma 10-20 + Nikkor 55-300 (hier würde ich den Bereich zwischen 20 und 55 nur mit dem 35er Objektiv abdecken müssen)
    3. gibt es hier eine bessere Alternative?
    1. Beide Objektive werden lange nicht mehr gebaut und sind nur gebraucht erhältlich. Dafür preiswert.
      heise.de/preisvergleich/?cmp=410843&cmp=562443&active=0
    2. Welches 10-20mm meinst du - das lichtstärkere f3.5 aus 2009 oder das weniger gute f3.5-5.6 aus 2006? Sind halt gebraucht günstig, aber brauchst du ein Ultraweitwinkelzoom?
      heise.de/preisvergleich/?cmp=410667&cmp=148228&cmp=562443&active=0
    3. Maximale Lichtstärke mit dem Sigma 18-35mm f1.8 oder ein günstiges Tamron 17-50mm f2.8 (mit oder ohne VC Bildstabilisator).
      heise.de/preisvergleich/?cmp=312571&cmp=459611&cmp=219042&cmp=934593&active=4
      Dazu dann ein 50-135mm f2.8-4.0 oder 70-300mm f4.0-5.6.
      heise.de/preisvergleich/?cmp=2043335&cmp=514107&cmp=1654018&active=0

    Einmal editiert, zuletzt von angerdan ()

  • Hallo Christian,


    das 35mm 1.8G ist sehr gut. Das hatte ich immer mit, auf allen Reisen. Es fällt im Gepäck nicht auf und ist eine schöne Brennweite zum storytelling mit ausreichend Freistellungspotential. Das Bokeh ist auch sehr schön.


    Das Tamron kenne ich nicht. Selbst besaß ich das 16-85mm DX. Hatte mir immer gereicht. Genug Weitwinkel für Landschaft und gute Abbildungsleistung, nur bei Offenblende am unteren Ende manchmal etwas geschwächelt. Das Bokeh ging so, was bei solchen Zooms auch eher drittrangig ist. Vorteil, man bekommt es gebraucht hinterher geworfen.


    Wie hoch ist denn das Budget für das upgrade? Wie wichtig ist das Gewicht?


    Wenn es ein Weitwinkel sein soll, kann ich noch das Tokina 12-24mm f4 empfehlen. Hatte es und war sehr zufrieden. Ich würde auch die kurzen und langen Brennweiten auf zwei Objektive aufteilen obwohl das Unterwegs mehr Ballast bedeutet. Der Unterschied dürfte in Bezug auf die Bildqualität (gerade bei älteren Objektiven) deutlich ausfallen. Zu Objektiven mit längerer Brennweite habe ich aber keinen konkreten Tip da ich diese nicht im Besitz hatte.

    Das 18-250mm von Sigma war mein erstes Objektiv. Auch damit gelangen gute Bilder. Doch die Qualität war insgesamt nicht mit der des 16-85mm von Nikon vergleichbar, schon garnicht an den Brennweitenenden.


    Grüße

  • Hallo,

    vielen Dank schonmal für die Empfehlungen.


    Ich habe gerade gelesen, dass es sich (gerade wenn durch Gebrauchtkauf günstig möglich) lohnt Objektive direkt von Nikkor zu kaufen,

    da dafür die D5600 direkt Vignettierungskorrektur sowie Auto-Verzeichnungskorrektur ermöglicht.


    Ist dies ein bedeutsames Argument, oder sollte ich darauf ohnehin verzichten?

    Wenn es sinnvoll ist, würde ich aktuell zu folgenden Optionen tendieren:


    1.: Nikon AF-S DX 18-300 3.5-6.3G ED VR (von 2014) - könnte ich aktuell gebraucht für etwa 350€ erwerben

    2.: Kombination aus Nikon AF-P DX 70-300mm 4.5-6.3G ED VR von 2016 und ein einfaches AF-P DX Nikkor 18-55mm f/3.5-5.6 (wäre eine vom Gewicht her leichte kostengünstige Lösung)

    3.: Kombination aus Nikon AF-P DX 70-300 4.5-5.6 von 2017 und einfaches AF-P DX Nikkor 18-55 f/3.5-5,6 (hier ist das Teleobjektiv jedoch mit knapp 700g relativ schwer)


    Wenn die direkte in-Kamera-Korrektur nicht empfehlenswert ist, kommen natürlich auch das Tokina 16-50 oder Tamron 17-50 anstelle des Kit-Objektivs in Frage.

  • Ich habe gerade gelesen, dass es sich (gerade wenn durch Gebrauchtkauf günstig möglich) lohnt Objektive direkt von Nikkor zu kaufen,

    da dafür die D5600 direkt Vignettierungskorrektur sowie Auto-Verzeichnungskorrektur ermöglicht.


    Ist dies ein bedeutsames Argument, oder sollte ich darauf ohnehin verzichten?

    Bei Pentax-DSLRs ist es so, dass sich die Objektivkorrektur nur auf JPGs auswirkt.
    Also ist die Frage: fotografierst du RAW (NEF), JPG oder RAW+JPG ?


    Wenn du nur im RAW-Format arbeitest, spielt die Objektivkorrektur wohl auch bei Nikon keine Rolle.

  • Vielen Dank nochmal!


    Ich werde hauptsächlich mit JPEG fotographieren und dann gerne die Korrektur mal ausprobieren.

    Somit habe ich soeben ein Nikon 18-300 (2014er Version) für 320€ erworben und glaube, dass ich damit gemeinsam mit dem 35er 1.8G gut für die Reise aufgestellt bin.




    Christian

  • Die Wahl ist dadurch gefallen, dass die lichtstärkere knapp 300g weniger wiegt, 20 mm kürzer ist und und bei vielen Tests, welche ich gelesen habe nicht viel schlechter abschneidet als das 2 Jahre ältere Modell.

    Gerade beim Herumtragen habe ich mich dann doch für das Gewicht entschieden.


    Außerdem war es einfach das gute Angebot von 320 Euro.

    Einmal editiert, zuletzt von Chris77 ()

  • Dann viel Freude mit dem Setup. Es sei an der Stelle vlt. nochmal empfohlen, RAW und JPEG parallel aufzunehmen. Die RAW Dateien fressen kein Brot auf der Speicherkarte und können im Nachgang vielfach Belichtung, WB und Kontraste retten oder noch deutlich verbessern.

    Viele Grüße und schöne Reise :)