Beiträge von JensJ

    Verschiedene Hersteller nutzen verschiedene Formate, aber ich denke keiner komprimiert standardmäßig (von JPEGs abgesehen - die sind immer "lossy"-komprimiert). Also wenn einfach nur von "RAW" die Rede ist, sollte dies unkomprimiert sein.


    Canon bietet seitens RAW beispielsweise alternativ "cRAW" an, ein "lossy"(=verlustbehaftet)-komprimiertes RAW Format - da gehen gegenüber dem unkomprimierten RAW also irgendwelche Informationen verloren um die Dateigröße zu senken. Es soll aber nahezu unmöglich sein, da augenscheinlich irgendwelche Unterschiede ausmachen zu können. Man muss es aber nicht nutzen, da einem auch bei maximaler Serienbildgeschwindigkeit das unkomprimierte Format zur Verfügung steht.


    Andere Hersteller (z.B. Fuji) bieten statt des "lossy"-komprimierten RAW Formats oder zusätzlich auch ein "lossless"(=verlustfrei)-komprimiertes RAW Format, in dem Fall erhält man kleinere Dateigrößen ohne Informationsverlust (d.h. man könnte daraus die Originaldatei wiederherstellen), aber man hat auch eine langsamere Serienbildgeschwindigkeit, wenn man ein solches nutzt.


    Ich denke was in dem Zusammenhang nicht uninteressant ist, ist wie viele Bilder in den Pufferspeicher passen (buffer depth). Sobald dieser voll ist, bricht die Serienbildgeschwindigkeit ein und die Kamera benötigt anschließend eine gewisse Zeit den Puffer zu leeren und die darin zwischengespeicherten Bilder abzuspeichern.


    Canon wirbt z.B. bei der EOS R6 mit 240 RAW Bildern, die bei Nutzung des mechanischen Verschlusses (12 Bilder / Sekunde) in Folge aufgenommen werden können. Mit elektronischem Verschluss (20 Bilder / Sekunde) soll man laut Tests aber auch problemlos bis zu ~180 RAW Bilder in Folge schaffen. Bei cRAW sind es dann über 1000 Bilder. Wenn man keine UHS-II SD Karte nutzt und/oder gleichzeitig auf zwei SD Karten schreibt, muss man da wahrscheinlich gewisse Abstriche machen, aber selbst sehr preiswerte SD Karten halten bei der R6 lange durch.


    Laut DPReview kann man bei der a7 IV bei 10 Bildern / Sekunde tatsächlich nur JPEG oder ein "lossy"-komprimiertes Format oder die Kombination aus beidem nutzen (wenn ich den Test richtig lese). Alternativ scheint ein "lossless"-komprimiertes und ein unkomprimiertes Format zur Verfügung stehen, bei dem die Serienbildgeschwindigkeit auf etwa 6 Bilder / Sekunde fällt.


    Es ist aber auch von dem Speichermedium abhängig. Die a7 IV unterstützt CF Express und UHS-II SD Karten. Laut Gordon Laing ist der Puffer bei SD Karten für unkomprimierte RAW Bilder nur 25 Bilder groß, danach fällt die Geschwindigkeit auf 3,5 Bilder / Sekunde und bei 10 Bildern / Sekunde kann man mit SD Karten nur JPEG fotografieren, für "lossy"-komprimiertes RAW bei 10 Bildern / Sekunde braucht man zwingend eine teurere CF Express Karte, denn bei der Nutzung von SD Karten fällt die Geschwindigkeit auf 8 Bilder / Sekunde.


    Dafür hat die EOS R6 aber eben auch 20 MP, die a7 IV 33 MP. Braucht man da eher die größere Auflösung oder die höhere Serienbildgeschwindigkeit?

    JensB. Da ist/war was dran, aber es ist inzwischen bereits behoben worden.


    Das Windows Update KB5006746 behebt Probleme mit einem langsamen L3 Cache (war ca. 3x so langsam, was laut AMD zu 3-5% Leistungseinbußen bei manchen Anwendungen bzw. 10-15% in einigen Spielen geführt hat):

    Addresses an L3 caching issue that might affect performance in some applications on devices that have AMD Ryzen processors after upgrading to Windows 11 (original release).


    Und ein neuer Chipsatz-Treiber von AMD sorgt dafür, dass die Kerne richtig priorisiert werden (was bei bestimmten Anwendungen, die nur einen oder wenige Threads nutzen, leistungsmäßig einen Unterschied machen konnte):

    Restores intended function and behavior of UEFI CPPC2 (“preferred core”) in Windows® 11 build 22000.189 (or newer) on AMD processors.


    Habe Windows 11 seit der ersten Insider Version auf meinem PC (u.a. mit Ryzen R9 3900X) installiert und eigentlich nichts gemerkt diesbezüglich. Ich achte aber auch nicht sonderlich auf FPS (solange ich keine Probleme damit habe) und habe selbst auch keine Benchmarks zum Vergleich laufen lassen, durch die ich es bemerkt haben könnte. Die Leistungseinbußen waren laut Reddit / Nachrichtenseiten aber auf jeden Fall messbar.


    Generell finde ich Windows 11 sehr gut. Wirkt viel aufgeräumter. Habe es auch auf meinem Ultrabook installiert, welches offiziell nicht mehr unterstützt wird, weil der darin befindliche i7 7500U für Microsoft zu alt ist (hatte vorher mittels "WhyNotWin11" die Kompatibilität überprüft und dort sind alle Einträge grün gewesen bis auf die CPU). Auch auf dem Gerät läuft es soweit hervorragend.

    Bifur Zum Eye-AF: Der funktioniert in allen Fokusmodi und sogar bei Tieren sehr zuverlässig. Außer wenn ich etwas in Bewegung (Sport, Tiere) fotografiere nutze ich auch an der R6 vorzugsweise AF-S bzw. "One-Shot AF", wie er bei Canon heißt. Da unmittelbar vor dem Auslösen fokussiert wird, dürfte das in deinem Fall nicht kritisch sein. Also man muss den Fokus ja nicht überprüfen oder ähnliches, sondern kann den Auslöser einfach durchdrücken. Das wären praktisch Millisekunden in denen dazwischen noch eine Bewegung passieren könnte.


    Bezüglich Front-Fokus: Genau, das würde alle Fotos betreffen, aber je nachdem wie groß die Schärfentiefe ist, nicht unbedingt problematisch sein. Die Schärfentiefe umfasst ja einen Bereich vor und hinter der Fokusebene. Also solange der Fehlfokus in dem Bereich liegt, merkt man das nicht unbedingt, gerade bei größerer Blende und/oder kleinerem Abstand zum Motiv aber am ehesten.


    Hast du inzwischen überprüfen können, ob ein Front-Fokus besteht?


    Die eingangs von angerdan beschriebene Testmethode ist auch gut für den Anfang. Die angesprochenen Guides fügen im Prinzip auch nur noch ein Test-Chart mit Lineal (oder hier die Anleitung von Nikon) hinzu, um die Abweichung messbar zu machen. Das ist dann vor allem hinsichtlich der Korrektur hilfreich.

    Kann schon sein, dass das ein Frontfokus ist. Das kannst du mit Stativ und Lineal relativ einfach überprüfen, es gibt Anleitungen dazu im Internet. Such mal im Menü nach "AF-Feinabstimmung", dort könntest du es dann entsprechend korrigieren (wenn du weißt ob und wie stark der Fokus abweicht).


    Ansonsten: Wie genau stellst du das mit dem Fokus an? Single Point-AF auf das Auge und der AF Punkt bleibt beim Ausschnitt-Wählen tatsächlich darauf? Ansonsten kann dir der AF-C das glaube ich eher am ehesten versauen, wenn die Schärfentiefe so gering ist und der Punkt nicht mehr genau auf dem Auge liegt. Würde da eher AF-S nehmen und versuchen den Fokus zu halten, indem ich mich / die Kamera geringfügig bewege (also um die Bewegung auszugleichen, wobei der Fokus über den optischen Sucher aber nicht so einfach einzuschätzen ist).


    (Hatte aber an meiner EOS 6D nur einen brauchbaren AF-Punkt, von daher habe ich aber auch grundsätzlich alles mit "Focus and Recompose" fotografiert. Bei der R6 nimmt mir die Kamera das in so einem Fall komplett ab mit dem eingebauten Eye-AF.)


    Grundsätzlich der Tipp, dass die Schärfentiefe auch umso kleiner wird, je näher du deinem Motiv bist. Je nachdem müsstest du eventuell zwangsläufig abblenden oder den Abstand vergrößern. Das würde vielleicht bei anderen Motiven weniger ins Gewicht fallen.

    JB007 Canon Objektive wie das EF 100-400, EF 70-200 (oder bspw. auch Sigma 'Sports' Objektive) haben je nach Version bis zu drei verschiedene Bildstabilisator Modi.


    Mode 1 ist dabei praktisch die Funktionsweise an die du denkst, eine Stabilisierung in alle Richtungen, vor allem geeignet für bewegungslose Motive.


    In Mode 2 wird nur eine Richtung stabilisiert, also wenn man die Kamera horizontal bewegt, werden nur etwaige vertikale Bewegungen stabilisiert. Damit lassen sich Mitzieher realisieren.


    Mode 3 ist auch interessant, das ist praktisch Mode 2, nur wird hier erst stabilisiert wenn der Auslöser gedrückt wird (nicht schon beim fokussieren, vor allem praktisch für BIF Fotografie oder andere Motive die sich relativ unvorhersehbar bewegen, die man so besser im Sucher behalten kann).

    Die M100 fände ich auch sinnvoller als die im Eingangspost angesprochene M3, da sie im Gegensatz zu dieser den Dual Pixel AF hat, der insgesamt schneller und besser funktioniert. Dafür nur kein Blitzschuh und EVF, aber je nachdem wie man fotografiert braucht man das auch nicht. Mit etwas Glück bekommt man vielleicht sogar das Nachfolgermodell M200 in dem Preisbereich, da wurden jedenfalls in letzter Zeit vereinzelt welche mit Objektiv für unter 300€ versteigert.

    Bei beiden Objektiven handelt es sich um Vollformat-Objektive. Der größten Nachteile solche an einer APS-C Kamera zu benutzen sind, dadurch dass sie für einen größeren Sensor gerechnet wurden, dass man unnötig viel Gewicht mit sich rumträgt und diese teurer sind als vom Brennweitenbereich vergleichbare APS-C-Objektive. Zudem ist die untere Brennweite mit 24/35mm für APS-C schon sehr "hoch", da hätte man es gerne weitwinkeliger in Anbetracht des Cropfaktors. Lohnt sich eigentlich nur, wenn man vor hat in absehbarer Zeit auf Vollformat zu wechseln oder bereits Vollformat-Kameras in Gebrauch hat.


    Eine bessere Option wäre meiner Meinung daher das 470€ teure (aber Achtung, es gibt auch ein 18-135mm mit STM AF, mit dem man das nicht verwechseln sollte, falls man woanders danach sucht). Das hat einen praktischeren Brennweitenbereich, ist etwas kompakter und leichter (das Sigma wiegt ca. 900g z.B., das Canon ist mit 520g nur fast halb so schwer), hat eine ähnliche Lichtstärke und einen sehr schnellen AF.

    Matze hat vor einiger Zeit diesen getestet:

    K&F Concept | Variabler ND-Filter ND8-128 HD für Filmer im Test [Deutsch] - YouTube

    (da kostet z.B. die 77mm Variante aktuell 74€)


    Für Langzeitbelichtungen nehme ich lieber ND Filter mit festen Werten (da braucht man mitunter auch eher mal ND1000), zum Filmen ist so ein variabler Filter aber grundsätzlich sehr gut. Der Video AF sollte damit keine Probleme haben.


    Ich denke die meisten machen es so, dass sie 77-82mm Filter kaufen und bei Objektiven mit kleinerem Filterdurchmesser Step-Up Adapter nutzen.


    Ich habe z.B. nur 77mm Filter (bei Canon eine gängige Größe) und habe mir irgendwann einen "Revoring" von H&Y gekauft, das ist eine Art variabler Step-Up Adapter. Meiner nimmt 77mm Filter und passt auf Objektive mit Filterdurchmessern zwischen 52 und 72mm. Der Revoring wird dabei nur angeklemmt, wodurch er sich theoretisch sehr schnell zwischen Objektiven tauschen lässt. Nur für die Objektive mit 77mm Filterdurchmesser müsste ich umschrauben und dann eben nur den Filter und nicht mit ggf. mehreren Adaptern hantieren.

    Hallo Jonas, um welches Kit-Objektiv handelt es sich bei dem Angebot?


    Sofern es nicht das 18-135mm ist, finde ich das zu teuer, für das Geld (bzw. eher weniger) bekommst du auch eine 80D. Anfang September wurde beispielsweise eine auf Ebay mit 18-55mm Kit-Objektiv für 425€ versteigert. Ansonsten geht der Body auch definitiv unter 500€ und so ein Kit-Objektiv kostet Zustand "Ausgezeichnet" bei MPB 51-57€.


    Die 77D wurde zuletzt mehrfach mit 18-55mm Kit-Objektiv für rund 400-420€ auf Ebay verkauft. Also da würde ich mich nochmal umschauen. Von Privat sind die oft nicht viel benutzt worden, sofern es sich um ein halbwegs aktuelles Modell handelt.


    Bezüglich Systemkamera oder Spiegelreflex: Naja, eine Spiegelreflex-Kamera ist auch eine Systemkamera. Der Begriff meint an sich nur, dass man das Objektiv an der Kamera auswechseln kann. Du meinst sicherlich DSLMs, also spiegellose Systemkameras?


    Hauptsächlich wäre da der Unterschied zwischen einem optische Sucher einer DSLR gegenüber dem elektronischen Sucher (oder keinem Sucher) bei einer DSLM. Erster funktioniert auch bei ausgeschalteter Kamera und erlaubt einem einen direkten Blick durch das Objektiv. Das bist ja schon gewohnt von der Kamera deiner Eltern. Letzterer ist digital und zeigt einem live eine Vorschau der Einstellungen, also wie das Bild am Ende aussehen wird. Man sieht direkt ob das Bild über oder unterbelichtet ist und ähnliches. Bei der DSLR gibt es da nur diesen Balken der Belichtungsanzeige, woran man sich vor der Aufnahme orientieren kann. Dafür kann es sein, dass ein elektronischer Suche eine mehr oder weniger wahrnehmbare Verzögerung hat und bei Aufnahmen für eine bestimmte Zeit schwarz wird (Blackout), zudem sind die bei wenig Licht weniger flüssig. Neuere elektronische Sucher verhalten sich da aber grundsätzlich besser als ältere. Wobei es auch viele DSLMs ohne Sucher gibt, da kann man dann nur den Bildschirm auf der Rückseite nutzen.


    Ansonsten gibt es DSLRs und DSLMs jeweils in allen Möglichen Größen und Marktsegmenten, dass man nicht grundsätzlich sagen kann die sind kleiner, leichter oder ähnliches. Was man nur allgemein sagen kann, ist das neuere DSLMs ein bisschen moderner sind, da DSLRs (zumindest von Canon) offensichtlich nicht mehr weiter entwickelt werden, aber das kann dir egal sein, wenn du mit einem älteren Modell einsteigen möchtest.


    Vor allem wenn Gebrauchtkäufe eine Option sind, wäre der EF-Mount auch langfristig noch sehr attraktiv. Für den EF-M Mount ist die Auswahl recht begrenzt und es gibt zwar einen Adapter, aber ich würde da eher zu nativen Objektiven raten, weil man ansonsten kaum Kombinationen erzielen kann, die einigermaßen handlich sind.


    Bezüglich 77D und 250D ganz grob: Eine 250D ist beispielsweise von der Größe vergleichbar mit den EOS M Kameras und etwas kleiner als die zweistelligen DSLRs mit 0 am Ende (80D, 90D), gegenüber diesen wurde aber auch am Akku gespart. Technisch würden sich eine 250D und 77D nichts nehmen, da ist eher so die Frage ob einem die nicht zu klein sind (kleinere Kamera = kleinerer Griff) oder ob man bewusst die kleinere Kamera nehmen möchte, hat ja auch Vorteile. Das ist dann sehr individuell.


    Es klingt für mich aber nicht so, als wären EOS M Kameras oder die 250D eine Option, wenn dir diese zu unhandlich ist. Größere DSLMs gäbe es seitens Canon nur bei den weitaus teureren Kleinbild-Kameras. Die lägen definitiv über dem Budget.


    Bezüglich anderer Empfehlungen müsste man genauer wissen, was du am liebsten fotografierst oder fotografieren möchtest, um da eine genauere Empfehlung aussprechen zu können (edit: wäre aber eher dann hinsichtlich Objektiven relevant), aber ich denke in dem Preisbereich hat man nicht allzu viel Auswahl, vor allem wenn es etwas größer sein soll.

    Stereotype Ich denke die Aussage bezog sich darauf, dass Canon zu dem Zeitpunkt bis auf das 24-105mm noch kein F4 Zoom (und beispielsweise auch kein RF 50mm f/1.8) auf dem Markt hatte, ein 24-70mm f/4 gibt es bei RF auch heute noch nicht (was ich persönlich auch einem 24-105 vorziehen würde). Von daher würde ich, wenn er "riesen Dinger von Protz Objektiven" schreibt, eher an das RF 28-70mm f/2 denken.


    Zu dem Zeitpunkt gab es auch noch keins der drei F2.8 Zooms, aber der RF Mount war und ist eben noch neu und Nikon hat schlichtweg andere Prioritäten gesetzt, welche Objektive sie zuerst auf den Markt bringen wollten. Ich denke Canon wollte erstmal Profis dazu bewegen in das neue System einzusteigen, bevor sie die Masse bedienen wollten. Inzwischen steht Canon in der Hinsicht schon besser da und bei den ganzen Patenten von denen man ließt kommt da auch noch einiges in der Richtung.

    Naja, mag sein, dass zumindest der Canon EOS 6D Body inzwischen gebraucht in dein Budget passen würde, allerdings bräuchtest du in dem Fall zum einen Vollformat Objektive (die grundsätzlich auch gebraucht sehr kostspielig wären) und zum anderen ist diese trotz des großen Sensors technisch nicht mehr ganz auf der Höhe. Zum Filmen kannst du sie im Prinzip komplett vergessen. Bezüglich Fotografie: Da ist sie im Vergleich zu neuen Kameras gerade durch die 11 AF Punkte sehr beschränkt nutzbar, vor allem da von diesen auch nur der in der Mitte ein Kreuzsensor ist. Also es geht, aber ist kein Vergleich zu aktuellen Kameras. Ich habe die EOS 6D sehr gerne genutzt und gerade zur Landschaftsfotografie oder eventuell Portraits kann man sie sicherlich auch heute noch gut verwenden, weil ihre Schwächen da nicht so ins Gewicht fallen würden.


    Bei Ebay wurden 6D Bodies in letzter Zeit für rund 380-550€ verkauft. Die günstigste, für solche Events halbwegs vielseitig einsetzbare Option bezüglich eines Objektivs wäre ein Canon EF 24-105 mm F/4 IS L USM (die alte Version), welches gebraucht für 340-450€ verkauft wird. Würde dein Budget also nicht nur um ein bisschen überschreiten, sondern du müsstest im schlechtesten Fall doppelt so viel Geld in die Hand nehmen und wärst nur seitens der Fotografie mehr oder weniger gut aufgestellt.


    Ich denke mit einer M50 wäre man im Zweifel besser beraten. Die 250D ist im Prinzip die M50 als DSLR (bei Serienbildern langsamer, ansonsten grob vergleichbar). Die Fujis passen vermutlich nicht ins Budget, da bin ich aber nicht informiert.

    Ja, durch die Probleme mit Front-/Backfokus und der AF Genauigkeit bin ich ganz weg von Drittanbieter Objektiven bei der DSLR. An einer spiegellosen würden die aber theoretisch besser funktionieren, da vor allem ersteres nur den Phasen-AF einer DSLR betrifft. Der Augen-AF ist nochmal eine ganz andere Geschichte, ich bin erstaunt wie gut er gerade auch bei Tieren funktioniert.


    Naja, 20 MP und 24 MP nehmen sich nicht viel. Das sind 5472x3648 Px gegenüber 6000x4000 Px, ich habe mal eine Grafik angehängt, die den Unterschied zeigt. Wie stark man croppen kann hängt aber auch stark davon ab, was man mit den Bildern überhaupt machen möchte. Fürs Internet kann man selbst bei 20 MP relativ stark croppen und das Bild trotzdem verwenden. Bei Ausdrucken braucht man auch nicht in jedem Fall eine hohe Auflösung für gute Ergebnisse, da kommt es zum Beispiel auch auf den Betrachtungsabstand an. Druckst du viel über A3? Falls nein, würde ich mir da gar keine Gedanken machen.


    Ich croppe persönlich so gut wie gar nicht (und wenn überhaupt eigentlich nur wenn ich ein Teleobjektiv verwende und das nicht lang genug ist, ich aber auch nicht näher an das Motiv drangehen kann), wenn ich die Bilder aber nur fürs Internet benutze, könnte ich aber selbst mit 20 MP noch gut croppen, 24 MP sind in der Hinsicht nur geringfügig besser und erlauben dir auch nicht wirklich größere Ausdrucke oder so.

    Desweiteren sind die RF objektive sehr teuer und der Mount ist noch nicht für Drittanbieter freigegeben (?)

    Soweit ich weiß hat Canon noch nie einen Mount für Drittanbieter freigegeben und trotzdem haben es Drittanbieter geschafft für den EF oder EF-M Mount zu entwickeln (durch eigenständiges Reverse-Engineering). Samyang hat bereits ein paar RF Objektive produziert, von anderen kleineren Herstellern gibt es auch ein paar. Ich würde schon stark davon ausgehen, dass Sigma und Tamron auch irgendwann folgen werden.

    Aber es soll evtl. eine A7 IV erscheinen und die wird wahrscheinlich wieder besser werden als die A7 III und R6.

    Die kommt mit Sicherheit, wird aber auch erstmal teurer sein bzw. die A7III dementsprechend im Preis fallen. Grundsätzlich wird es bei technischen Produkten immer irgendwann etwas besseres geben. Warten lohnt sich da aber so gut wie nie, ich würde sagen sofern ein Kameramodell die Austattungsmerkmale hat, die du brauchst oder haben willst, machst du nichts falsch. Auf der Kehrseite heißt das aber auch, dass du nur wechseln musst, wenn du davon überzeugt bist, dass dir die 80D nicht mehr reicht.

    Und wie sieht es aus wenn man bei der R6 die Objektive adaptieren würde ?

    Die sind an den neuen Kameras noch genauso gut, wenn nicht sogar besser (durch IBIS, besseres AF System etc.). Kann man nehmen, aber EF Objektive sind nicht ganz so kompakt gebaut und fallen gerade durch den Adapter noch weiter in die Länge. Sind also etwas unhandlicher, aber gerade die neueren EF Objektive sind und bleiben gut - gerade bei den Mondpreisen einiger RF Objektive eine gute Alternative.


    Ich nutze meine EF Objektive noch sehr gerne an der R6 und habe es nicht sonderlich eilig auf RF Objektive zu wechseln, hätte es aber längerfristig schon vor. Irgendwann werden sich die Preise ja nach unten entwickeln. Momentan ist aber die Verfügbarkeit einiger RF Objektive trotz der hohen Preise nicht flächendeckend gegeben, bei der Nachfrage kann das dauern.


    Bei der Entscheidung zwischen Sony und Canon kann ich dir nicht großartig helfen, nimm beide mal in die Hand und dann solltest du ja merken, was dir besser gefällt, würde auf die R6 tippen wenn du mit der 80D soweit zufrieden warst. Denke technisch nehmen die sich nicht viel.

    Besser wird nur noch das Rausch Verhalten oder der Autofokus meiner Meinung nach.

    Naja, so war es bei DSLRs, die waren definitiv ausgereizt. Denke spiegellose Kameras haben noch sehr viel Potential.


    Edit: Das Bild solltest du dir runterladen, sonst erkennt man es nicht, weil der Hintergrund vom Bildbetrachter auch schwarz ist

    Willkommen!


    Zu Punkt 2: Da könnte man zumindest bei Canon auf einen Dummy Akku und Netzteil zurückgreifen. Wären aber nochmal ~25€ Aufpreis für einen Nachbau, Original noch teurer. Nutze sowas häufig an der EOS M5 (Canon DR-E17 + Canon CA-PS700). Bei mir ist aber nur der DR-E17 original von Canon, das Netzteil ein Nachbau - habe in der Kombination keine Probleme. Für Sonys dürfte es das auch geben.


    Würde 4K in dem Fall ganz pragmatisch vernachlässigen. Full HD ist nicht unbrauchbar, nur weil es höhere Auflösungen gibt. Ich denke bei YouTube z.B. schauen die meisten sowieso auf mobilen Endgeräten oder auf günstigen Laptops und je nachdem wo du deine Videos dann verwendest, willst du vermutlich auch eher das Endprodukt auf eine möglichst gute Qualität bei möglichst geringer Dateigröße optimieren. Das macht YouTube automatisiert, für andere Medien musst du da bei der Bearbeitung mehr beachten. Eine geringere Auflösung erleichtert dir in der Hinsicht auch bei der Bearbeitung den Workflow (etwas), dadurch dass weniger Daten anfallen und verarbeitet werden müssen.


    Bezüglich guter Ergebnisse beim Greenscreen: Da ist eigentlich nur die Beleuchtung essentiell, also dass der Hintergrund durch zusätzliche Lampen, die auf den Greenscreen gerichtet werden, gleichmäßig ausgeleuchtet wird und das Material faltenfrei ist, damit es keine Schatten wirft.

    Über HDMI sollte es auf jeden Fall funktionieren. Ich denke die Anzeige ist einfach noch nicht konfiguriert?


    Mach mal auf dem Desktop in Windows einen Rechtklick und klicke auf Anzeigeeinstellungen (oder Einstellungen > System > Bildschirm). Wird der Monitor dort angezeigt? Im Zweifelsfall "Anzeige Erkennen" versuchen. Falls ja, einfach den Bildschirm anwählen und im Dropdownmenü von "Verbindung mit dieser Anzeige trennen" auf "Anzeige erweitern" oder "Desktop auf 1 und 2 duplizieren" umstellen, je nachdem ob du den Laptop Bildschirm weiterhin nutzen willst.


    Oft haben Laptops auch eine Funktionstaste um einen Zweitmonitor zu aktiveren (meistens ein Projektor oder Leinwand als Symbol).


    Für einen Monitor brauchst du an sich keinen Treiber und Software, die bieten meistens nur (mehr oder weniger sinnvolle) Zusatzfunktionen oder Einstellungsmöglichkeiten, die du dann meistens auch über den Monitor selbst treffen kannst.

    De Jesus Naja, in etwa genauso wie der EF-S Mount im Jahr 2003 als Ergänzung zum wesentlich älteren EF Mount veröffentlicht wurde, der Vorteil des gemeinsamen Systems ist, dass die VF Objektive kompatibel mit den APS-C Kameras sind. Oder wie Nikon ein Jahr nach Release der Z6 und Z5 mit der Z50 die erste APS-C Kamera mit Z-Mount vorgestellt hat. Es ist einfach am Wahrscheinlichsten, dass Canon "all-in" mit dem RF Mount gehen wird, womit das EF-M System auch überhaupt nicht kompatibel ist. Dass du dir das nicht vorstellen kannst überrascht mich, da es bereits die gängige Praxis der Kamerahersteller ist.


    Wie Canon das preislich gestalten wird, ist natürlich spannend, kann zu dem Zeitpunkt aber noch niemand sagen. Es hieß auch mal, dass es keine "RF-S" Objektive geben soll, insofern könnte das RF 18-45 Objektiv auch zusätzlich als preiswertes VF Objektiv neben dem RF 14-35 und RF 15-35 fungieren, aber es ist fraglich ob an dem Gerücht etwas dran ist. Dass RF-Mount Kameras mit APS-C Sensor kommen werden, kann man aber schon mit ziemlicher Sicherheit sagen und Canon wird früher oder später auch die Einsteiger bedienen wollen.


    Nico1996 Soweit ich weiß unterscheiden sich die beiden Modelle nur darin, dass die Mk 2 den Augen AF unterstützt und ansonsten sind das hinsichtlich der Fotografie eher unwichtigere Funktionen (wie clean HDMI Output bei Verwendung einer capture card und YouTube Livestreaming), die hinzugefügt wurden. Der Augen AF kann schon sehr praktisch sein, aber ob du den brauchst, musst du selbst entscheiden. Anders als bei der Umsetzung bei den RF Kameras funktioniert er bei der M50 Mark II auch leider nur bei Personen und nicht auch bei Tieren.

    Ich könnte mir vorstellen, dass die Nikon Z50 besser in der Hand liegt, aber ansonsten kann ich mich auch vorwiegend für die Canon Systeme aussprechen, weil ich diese selber nutze und damit zufrieden bin.


    Die EF-M Objektive sind von den Festbrennweiten abgesehen nicht sonderlich lichtstark, dadurch aber schön leicht und kompakt und machen meiner Meinung nach gute Aufnahmen. Nehme meine M5 oft "einfach so" mit, weil sie so unkompliziert ist in der Hinsicht. Es macht einfach Spaß damit zu fotografieren.


    Würde auch zum 15-45mm Kit raten, ggf. (irgendwann mal) ein EF-M 22mm f/2 für Lowlight dazu, das kann man sich einfach in die Jackentasche stecken und bei Bedarf wechseln (z.B. wenn man bei Nahaufnahmen mehr freistellen oder Abends / Indoor fotografieren möchte). Falls du mal Portraits aufnehmen willst, wäre ein adaptiertes EF 50mm f/1.8 STM noch eine gute Alternative zum angesprochenen Sigma, trotz Adapter noch relativ kompakt, leicht und preiswerter. In dem Fall könnte man zwecks Tierfotografie (wenn es da beispielsweise um Hunde geht) über das angesprochene EF 55-250mm STM nachdenken (preiswerter und etwas länger), ansonsten wäre das native EF-M 55-200mm vermutlich auch nicht schlecht.


    Ich nutze persönlich mein EF 70-200mm f/4 IS II gerne an der M5, weil es vom Gewicht her noch sehr angenehm zu nutzen ist, das wäre aber preislich eine ganz andere Liga und alles andere als kompakt. Ein EF 55-250mm + Adapter oder EF-M 55-200mm würden preislich noch ins Budget passen neben einer M50 / M50 II mit 15-45mm.


    Ansonsten würde ich eventuell noch etwas warten. Canon wird voraussichtlich dieses oder nächstes Jahr die erste APS-C Kamera mit RF Mount auf den Markt bringen. Zumindest ist auf einer geleakten Roadmap ein "Canon RF 18-45mm IS STM" aufgeführt, was so ein typischer Brennweitenbereich eines APS-C Kitobjektivs wäre und für VF eher ungewöhnlich. Die Kamera und Objektive werden dann aber bestimmt ein gutes Stück größer und teurer, weshalb eine EOS M Kamera trotzdem die bessere Wahl sein könnte, wenn das Gewicht eine Rolle spielt (Wandern und Reisen).


    Und nein, man braucht grundsätzlich auch nicht unbedingt das Neuste. Tendenziell macht auch noch eine alte DSLR Kamera gute Aufnahmen. Da ist die Person hinter der Kamera der größere Faktor und neuere Kameras machen es durch bessere Features ggf. nur etwas einfacher konsistenter technisch gute Ergebnisse zu erzielen (durch Augen AF, mehr AF Punkten, schnellerem AF, größerem Dynamikumfang und sowas). Insofern würde auch eine aktuelle EOS M Kamera noch lange brauchbar sein und auch wenn dafür keine neuen Objektive mehr auf den Markt kommen sollten, decken die EF-M Objektive das Wichtigste ab. Darüber hinaus hat man durch das breite Angebot an gebrauchten EF Objektiven eine riesige Auswahl an verschiedensten Objektiven.


    Aber schau dir nach Möglichkeit trotzdem erstmal alle drei im Laden an. Vielleicht gefällt dir die Nikon oder die Sony persönlich besser.

    Genau, ich würde auch raten, nach Möglichkeit erstmal in einen Laden zu gehen und verschiedene Modelle ausprobieren.


    Auch wenn man sich über die Systeme Gedanken machen kann (z.B. bezüglich Preispolitik, Objektivangebot), ist das Handling mit am wichtigsten. Da wird man schnell sehen, wie die Kamera in der Hand liegt und ob man sich mit den Tasten und Menüs zurechtfindet.


    Da finden sich dann vielleicht 1-2 Modelle, die man als Anhaltspunkt für weitere Überlegungen nehmen kann (also nicht direkt zum Kauf überreden lassen, sondern lieber nochmal hier berichten, welche für dich passen könnten).


    Inzwischen fokussieren sich eigentlich alle großen Hersteller auf ihre spiegellosen Systeme (sofern vorhanden), also auch der Nikon F-Mount wird leider nicht mehr gepflegt, wäre ansonsten aber noch ebenso gut und brauchbar. Auf lange Sicht möchte man aber vielleicht lieber die Objektive in einem der neueren Systeme haben.