Online-Videokurse sinnvoll zum Lernen?

  • Hallo,


    ich stelle mir schon seit einigen tagen die Frage, ob Video Kurse wie die zb. von Jaworskyj sinvoll sind für anfänger? Oder kann man das was dort erzählt wird Online auf Youtube finden?


    MFG


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  • Du wirst auch alles auf Youtube finden, musst dann aber selber suchen. Ich finde Onlinekurse super, habe selbst trainings von 10€ bis 300€ pro Film gekauft und es nicht bereut. Beim Jaworskyj kommt dazu, dass die Filme echt geil produziert sind und neben dem Fachwissen auch Unterhaltung bieten.


    Ich finde wissen muss etwas kosten! Alternativ kannst du auch trainings bei einem fotografen buchen oder workshops besuchen, dass muss nicht immer die Welt kosten: ich biete beispielsweise Einzelunterricht und auch Gruppenunterricht an, frag doch einfach bei lokalen Fotografen nach.

  • Ich habe zu diesen Videokursen eine zweigeteilte Meinung:

    • Auf der einen Seite finde ich sie gut, da man sich damit einige Zeit spart die Dinge selbst herauszufinden und andere Denkmöglichkeiten gezeigt bekommt.
    • Allerdings muss ich auch ganz klar sagen, dass ich gemerkt habe das ich mir Fähigkeiten lieber selbst beibringe, denn der Weg ist ja bekanntlich das Ziel und das trifft auch in der Fotografie zu 100% zu.

    Ich hab mir selbst schon mehrere Videokurse gekauft bzw. gesehen, darunter auch die Landschaftsfotografiekurse von oben genannten Benjamin Jaworskyj und kann aus eigener Erfahrung sagen, dass sie Hilfreich sind, aber keinen Falls nötig um die Fotografie zu verstehen und meiner Meinung nach sogar hinderlich wenn man seinen eigenen Style entwickeln will.
    Anders denke ich hierbei wenn es um z.B Photoshop/Premiere Pro/After Effects Kurse geht, da man sich dort viel mehr Zeit spart und das Ergebnis fast immer das gleiche ist, was man während dem schauen des Kurses und des bearbeiten des Videos gleich noch Anpassen kann. Außerdem kann ich mir manchmal gezielt aussuchen, welchen Effekt ich erzielen will und den zielgerichteten Kurs dafür kaufen.

    Sony Alpha 7S II
    Sony Alpha 7R II
    Objektive (Sigma Art + Canon L) + Objektivadapter (EF to E)
    2 Manfrotto Stative + 1 Vanguard Alta Pro
    mehrere Licht- und Mikrofonstative

  • Ich finde Onlinekurse ebenfalls super. Krolop & Gerst (YT - Channel) hat erst seit kurzem eine Videoreihe erstellt, die sich "Crashkurs - Portrait" nennt. Siehe Link:

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    Die Finde ich wahnsinnig super!


    Ich habe selbst auch Videotrainings gekauft, die mir weiter geholfen haben. Mit den Video-Trainings von SchwaighoferArt habe ich eine Menge Tolle Erfahrungen gemacht. ;) Sind allerdings PS Trainings.

    Ortskundig bei Nikon (/Olympus) & Analoger Photographie. Objektive von Sigma, Tamron, Olympus und Nikon. Zubehör von diversen Herstellern. :saint:

  • Vielleicht stehe ich mit meinen doch sehr individuellen Gedanken zum Thema etwas weit abseits vom Mainstream?
    Mainstream-Meinung ist ja, dass man alles lernen kann, wenn man nur gute Lehrer hat und selbst fleißig genug ist.
    Ich denke aber, dass das nicht so ist.
    Oder zumindest nicht immer und für Jedermann.


    Ich sehe Fotografieren als Kunst.
    Das hat also etwas mit Kreativität und Talent zu tun.
    Mangelt es an Talent und Kreativität, werden alle Trainings und Workshops, vollkommen egal ob nun online oder als Anwesenheits-Veranstaltung, zu "Malen nach Zahlen" werden.
    Das ist ne starke Übertreibung, verdeutlicht aber gut, was ich denke.
    Ist Kunst erlernbar?
    Ja, vielleicht.
    Aber nicht immer und für Jedermann.


    Was ist für den Künstler wichtig?
    Sehen lernen! Sich Gedanken zu fremden Bildern machen!
    Ergründen können, welche Wirkung macht, (wie und warum?), ein Foto eines Anderen zu einem Bild?
    Genau das rufen aber Kurse und Workshops (nach meiner unmaßgeblichen Meinung) nicht hervor.


    Allerdings ist Fotografieren eine Kunst, die ohne Handwerk niemals zur Entfaltung kommt.
    Hat man sich die "richtigen" Lehrer gesucht und ist wenigstens nicht zu untalentiert zum Lernen, wird man den handwerklichen Teil gut bis sehr gut verstehen und in den Griff bekommen.
    Das ist ja schon mal was.


    Letztlich:
    Alles was nicht schadet, kann nur nützlich sein.

  • Ich sehe es ähnlich wie Horst. Fotografieren ist eine Kunstform und kann daher nicht komplett nur durch Kurse oder Videos erlernt werden.
    Allerdings kann man die technischen Grundlagen sehr gut aus Videos, Büchern oder Workshops lernen. Wichtig ist, dass man sie auch selbst zeitnah anwendet!


    Ich zum Beispiel habe die technischen Grundlagen (Was ist ISO, Blende etc. und wie stelle ich sie ein) aus Youtubevideos und Büchern oder Blogbeiträgen gelernt. Und dann habe ich direkt das gelernte ausprobiert. Und das Ausprobieren ist meiner Meinung nach das Wichtigste! Es nützt nur wenig sich zig Videos anzuschauen, wenn man es nicht selbst versucht und auch mal Fehler macht um daraus zu lernen. Ob du so etwas besser aus Büchern, Videos oder in Workshop lernen kannst hängt dabei von dir selbst ab. Wie lernst du am effektivsten? Ich zum Beispiel lerne sehr schnell durch Zuschauen und Nachmachen. Also kann ich zum Beispiel gut aus Videos lernen. Aber auch gut geschriebene Bücher helfen mir weiter. Da ich auch gut im Recherchieren bin, kann ich mir etwas Geld sparen und suche die Information auf Youtube und aus Blogs zusammen.
    Wenn du besser durch persönliche Gespräche lernen kannst, dann mach einen Workshop. Wenn keine Lust oder Zeit hast die Informationen zusammenzusuchen, dann kauf dir Videoworkshops. (Sofern das Budget hier keine Probleme macht).


    Aber nachdem man die Grundlagen (Kamerabedienung, Komposition, Welche Einstellung für was etc.) gelernt hat, hilft es meiner Meinung nach sich die bekannten Größen aus der Fotografie einmal anzusehen. Damit meine ich jetzt nicht den Jaworsky, sondern jemanden wie Ansel Adams. Auch wenn die noch analog Fotografiert haben, kann man sehr viel von Ihnen lernen, z. B. den Unterschied der Perspektive. Auch Fotografie im Zeitgeschehen (sprich Fotojournalismus) ist ein sehr interessantes Feld aus dem man viel mitnehmen kann. Fine Art ein weiteres Feld. Dadurch dass man sich die Arbeit von anderen Fotografen anschaut und sich fragt "Wie haben die das gemacht?" kann man einzelne Elemente in seine eigene Fotografie integrieren und findet irgentwann, hoffentlich, zu seinem eigenen Stil.


    Aber ganz wichtig ist und bleibt einfach: Selbst rausgehen und fotografieren! Sehen lernen und lernen seine Sicht in einem Foto darzustellen. Fotografie ist nicht nur einfach eine Abbildung der Wirklichkeit, sondern deine Sichtweise der Wirklichkeit.

    Analog und Digital <3