Euer liebster Fotomodus?

  • Guten Morgen, Loide.

    Erzählt doch mal.. was ist euer liebster Fotomodus. P, M, Av, Tv - wie fotografiert ihr, und warum gerade in diesem Modus? Würde mich noch interessieren, denn es kommt ab und zu immer mal die Meinung auf, das nur der M-Modus das einzig Wahre ist. Sehe ich natürlich anders, aber da gehen die Meinungen ja auseinander, zum Glück.

    Ich habe mit den Canon-Kameras immer im P Fotografiert. Blende, Verschlusszeit, ISO, WB - alles auf Auto. Nicht gerade Pro, aber das tat es für mich. Vor allem nervte früher das automatische Zuschalten vom Blitz, was im P-Modus natürlich nicht passiert.

    Nun, mit der Fujifilm, ist das alles etwas anders geworden. Da stehen seltsame Modibezeichnungen zur Wahl. Welcher von denen nun dem P-Modus bei Canon-Kameras entspricht, habe ich noch nicht herausgefunden. Aber die Zeit ist knapp und ich konnte mich noch nicht richtig mit der Kamera befassen - leider.

    Aber erzählt doch mal. Wäre sehr interessant.

    Grüsse aus dem Emmental

    Kamera

    Canon EOS R6

    Objektive

    RF 50 mm f/1.8 STM

    Bitte keine PM's mehr, warum ich Wörter "falsch" schreibe. In der CH gibt es das "Eszett" nicht. Wir schreiben stattdessen ein Doppel-S. Besten Dank. :)


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  • M : wenn ich viel Zeit habe, dann auch mit min. ISO 100, manueller WB
    Av: wenn es mir auf eine bestimmte Tiefenschärfe ankommt, dann meistens mit Auto-ISO
    Tv: wenn es mir auf kurze Verschlusszeiten ankommt, immer mit Auto-ISO


    Av und Tv meist mit Auto-WB, aber ab und an auch mit manuellen WB.


    Den Rest hab ich bisher nur mal kurz benutzt, dann nie wieder.

  • Die Programmautoatik bei Fuji heißt A: Du musst am Blendenring und die Verschlusszeit auf "A" stellen. Eins der hinteren Wahlräder dient dann zum Programm-Shift.


    Ich benutze P sehr selten. Bisher waren es glaube ich zwei drei mal bei Schnappschüssen oder wenn ich die Kamera aus der Hand gegeben habe. Sonst bin ich in den Halbmanuellen Modi unterwegs je nach Szene Blendenpriorität oder Zeitpriorität. Oft auch im manuellen Modus, da ich gerne mit Tiefenschärfe spiele. Viele meiner Objektive haben auch einen Blendenring. Da stelle ich dann Blende und Verschlusszeit sowieso manuell ein. Der ISO Wert ist manchmal in einem begrenzten Auto-ISO Modus wenn es etwas schneller gehen soll. Wenn ich mir mehr Zeit nehmen möchte oder kann, regel ich den ISO Wert auch selbst, bzw. lege den auf 100 fest. Der Weißabgleich ist meist auf Auto da ich in RAW schieße.


    An der Digitalen habe ich mir noch zwei Cusom-Modi eingestellt, da habe ich dann die Bildschirme auf Schwarz-Weiß, ISO Auto begrenzt und Verschlusszeit manuell für meine längeren Festbrennweiten. Schwarz-Weiß hilft mir wenn das Fokus-Peaking schlecht zu sehen ist bei bunten Szenen oder wenn ich mich nicht von Farben ablenken lassen möchte, weil ich zum Beispiel die Belichtung besser einschätzen möchte. Da ich alles in RAW machte kan ich hinterher entscheiden ob ich SW bleiben will.


    Meine Vitomatic kann man nur voll manuell nutzen und die kleine Olympus kann Manuell oder Blendenpriorität. Die Holga ist dagegen praktisch Automatisch: Für die Blende gibt es zwei Werte, die Verschlusszeit ist fix und ISO durch den gewählten Film - einen Blitz hat sie nicht.


    Ich denke wenn ich mehr Autofokus-Objektive (mit Stabi) hätte würde ich bei bestimmten Szenen auch mehr in den Halbmanuellen Modi arbeiten. Aber P ist und bleibt für mich nur eine Option für Schnappschüsse. Die Einstellungen sind so schnell gemacht, da ist es eifnacher sie selbst zu machen als sich mit der Automatik rumzuärgern, die irgendwas einstellt - aber zum Beispiel nicht den niedrigsten ISO Wert nutzt oder eine unpassende Blende für die Szene wählt.


    Meiner Meinung nach macht das Fotografieren dann deutlich mehr Spaß, wenn man die Einstellungen wie im Autopilot selbst erledigen kann ohne groß drüber nachdenken zu müssen - am Ende aber ein Resultat erhält dass einem gefällt. Je mehr Übung man hat desto einfacher wird es die passenden Einstellungen zu wählen und das Gehirn bleibt frei für andere Entscheidungen.


    Nicht jeder, der im M-Modus fotografiert ist automatisch auch ein Fotograf. In meinen Augen zählt deutlich mehr dazu.

    Analog und Digital <3

    Einmal editiert, zuletzt von Shetanchan () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Es kommt immer darauf an, was ich fotografieren will. Aber ich bin oft im AV-Modus unterwegs. Also Zeitautomatik,da ich gerne mit der Blende spiele.


    Bei Vögel im Flug oder allgemein mit Tieren in Action bin ich im M-Modus. Dann habe ich alles schnell im Griff.

  • Ich nutze allermeist den manuellen Modus, weil ich hier die Einfluss auf (fast) alles habe.
    Hier kann ich mit die richtige Spreizung des Histogramms am besten einstellen und bin nicht auf das, was die Kamera in den anderen Modi zurecht rechnet angewiesen.
    Was Priorität haben soll, Blende oder Verschlusszeit, wird halt zuerst eingestellt.
    ISO wird je nach Lichtsituation fest irgendwo zwischen 50 und 1250 eingestellt. Höher mag ich nicht so gern gehen, weil ich sonst nachträglich entrauschen müsste, was ja doch immer etwas Schärfe und Mikrokontrast kostet.
    Ansonsten ist der automatische Weißabgleich fest vorgewählt. Liegt der wirklich mal daneben, kann ich das im LR ja immer noch korregieren.


    Das ist aber, weil so eine Alpha 77II ja weder den Gepflogenheiten/Möglichkeiten von Canon entspricht und es (wahrscheinlich) auch nicht wirklich viele Gemeinsamkeiten mit Deiner Fuji gibt, sehr wahrscheinlich nicht sehr zielführend.
    (Abgesehen davon meiden die meisten Fotografen das Histogramm ja wie der Teufel das Weihwasser und/oder haben keine Möglichkeit es (ausser im Live-View) überhaupt zu sehen.

  • Danke für eure Antworten.


    Da komme ich mir mit meinem P-Mode doch schon arg wie ein Anfänger vor. Ich meine.. viele YouTuber zum Beispiel sagen immer wieder, dass es sicher keine Schande ist, den P-Mode zu benutzen. Aber ich habe sicher auch schon gemerkt, dass man bei gewissen Situationen einfach mehr Kontrolle braucht. Und da kommt der M-Modus ins Spiel. Und so weit ich das bisher gemerkt habe, ist bei mit die Verschlusszeit immer ein Problem.


    So weit ich das bisher gelernt habe, kann man für die richtige Verschlusszeit die Brennweite mit einrechen, oder gleichstellen. 1/80 Sekunde bei 80 mm - keine Ahnung, ob das stimmt. :P

    Kamera

    Canon EOS R6

    Objektive

    RF 50 mm f/1.8 STM

    Bitte keine PM's mehr, warum ich Wörter "falsch" schreibe. In der CH gibt es das "Eszett" nicht. Wir schreiben stattdessen ein Doppel-S. Besten Dank. :)

  • Du musst auch Bedenken dass die Profifotografen selten auf Youtube Videos veröffentlichen, da sie ihr Geld nicht mit kostenlosen Tutorials, sondern mit kostenpflichtigen Fotoshootings verdienen. Es gibt vereinzelt Ausnahmen - bei denen steht dann aber meist die Freude am Lehren im Vordergrund und die machen dennoch Shootings um Geld zu verdienen ;)


    Es ist keine Schande ab und zu im P Modus zu fotografieren, aber wenn man das Belichtungsdreieck aus Blende, Verschlusszeit und ISO nicht im Schlaf kann sollte man sich meiner Meinung nach auch nicht Profi-Fotograf schimpfen. (Wobei zum Profi auch noch deutlich mehr zählt als nur die sichere Bedienung der Kamera)


    Die Verschlusszeit sollte immer mindestens der Kehrwert der Brennweite sein, wenn man mit Vollformat Sensor arbeitet, der bis zu 24 MP hat. Hat man Vollformat, aber 36 oder 50 MP muss man die Belichtungszeit meist verdoppeln, um ein Verwackeln auszuschließen.


    Beispiel: 50mm Brennweite, Vollformat 24mp


    50mm = 1/50 s (mindestens)


    50mm Brennweite, Vollformat 36MP


    50mm = 1/100 s (oder schneller)




    Bei einer Cropkamera muss man noch den Cropfaktor einbeziehen:


    50mm = 1/50 s * 1,5 (Sony und Fuji) oder 1,6 (Canon) oder 2 (Olympus und Panasonic)
    Also bei 50mm an Fuji Crop wäre das eine Verschlusszeit von ca. 1/80 s


    Du kannst auch einfach auf die Brennweite den Cropfaktor anwenden und dann den Kehrwert nehmen. Das geht schneller (50mm *1,5= 75 mm und Kehrwert dann 1/75 s)

    Analog und Digital <3

  • @Stereotype
    Ich hab anfangs generell nur manuell DSLM oder DSLR genutzt, hab auch anfangs sehr viel mit alten manuellen Objektiven,
    also per Adapter an der Sony NEX, gearbeitet. Das fehlt mir ein wenig, seitdem ich wieder komplett bei Canon DSLR bin.
    Überlege mir deshalb immer noch, die EOS m6 oder m5 als Zweitkamera zu kaufen, weil ich es einfach schön finde, auch
    mal meine alten Minolta Rokkor Objektive wieder zu benutzen.


    Meine Meinung ist, wenn ich die Automatikprogramme nutze, brauche ich keine DSLR, denn ich will ja wissen, was
    ich falsch gemacht habe, wenn ich mal ein Bild versaue.


    Das Thema OCC ist ja auch so etwas, ich nutze generell RAW, ab und an mal RAW+JPEG, aber nie generell nur JPEG.
    Ist aber jedem seine eigene Entscheidung.


    min. Verschlusszeit = Brennweite bei Freihand, so hab ich es gelernt.
    Es soll Leute geben, die Freihand auch länger belichten können, ist wohl eine Sache der Atemtechnik,
    ich kanns nicht, hab damit auch kein Problem.

  • @RobbyD: Die Belichtungszeit Freihand hängt auch davon ab, wie viel Mechanik im inneren verbaut ist. Bei meiner alten Messsucherkamera kann ich durchaus auch auf 1/30s bei 50mm gehen, einfach weil sie keinen Spiegel hat und daher weniger Erschütterungen in der Kamera ablaufen. Der Zentralverschluss ist einfach Erschütterungsärmer. Aber dennoch muss ich da auf die Atemtechnik achten und einen sicheren Stand haben.

    Analog und Digital <3

  • Man braucht sich wegen keinem Fotomodus schämen. Jeder Modus findet einfach seinen Anwendungsbereich und wenn man eine Situation Blitzschnell einfangen muss, weil sie ansonsten vorbei ist, kann man auch den Automodus nehmen. Schlimmer als der Automodus ist nämlich gar kein Foto. Gestern war auf einmal 50 Meter von mir ein Reh, welches mich auf meinem Fahrrad nicht bemerkte. Leider habe ich davon kein Foto, weil meine Kamera im Rucksack war und zusätzlich das falsche Objektiv drauf war. Hängt die Kamera aber um Hals und ich P an, hätte ich jetzt ein schönes Foto. Wer Landschaften fotografiert hat ewig Zeit, weil die läuft nicht weg.


    Nichts desto trotz fotografiere ich am liebsten mit dem manuellen Modus und ich bin bestimmt kein Profi, stelle nur lieber alles selber ein.

  • Ich habe von Anfang an nur die beiden Modi M und Av benutzt. Im Studio oder wenns ums Blitzen geht kommt bei mir immer nur M zum Einsatz, meist Auto WB, selten mit Graukarte fest eingestellt (der Weißabgleich der Canons kommt meinem Geschmack sehr nahe, da müsste ich mit Graukarte sehr arg nachregeln).
    Bin ich außerhalb des Studios nehme ich den Av Modus. ISO wird bei mir immer manuell eingestellt.
    Zwecks Verschlusszeitregel: Bei Weitwinkelaufnahme kann ich persönlich meist eine Blende länger aus der Hand fotografieren. Bei Teleaufnahmen mit dem 70-200 bin ich dann aber irgendwie komisch. Da werden die Bilder selbst bei 1/320 manchmal nicht scharf.

    5D mark 3+BG, 50/1.4 USM, Tamron 24-70, 70-200/4L non IS, 100/2.8L, 17-40/4L; GH5, 7-14/4, 20/1.7, 12-35/2.8 OS, 35-100/2.8 OS


    Nubert Nubox 481 (x2), Nubert Nubox 313 (x3), Nubert Nubox WS-103 (x4), Marantz SR7012 (Dolby Atmos&Auro 3D), Vota Sub 16, Dayton UM18-22 in 115L