Entscheidungshilfe neuer Monitor für Bildbearbeitung bis max. 400€

  • Hey,

    Ich könnte mal wieder etwas Beratung gebrauchen. Ich möchte mir gerne einen neuen Monitor für die Bildbearbeitung zulegen. Diesen möchte ich sowohl an meinem Desktop PC (zusammengebastelt und ich hab leider keine Ahnung davon😅) als auch ggf mal an meinem Laptop (Dell Inspiron 7590) nutzen . Momentan nutze ich an dem Desktop PC noch einen alten Samsung mit TN Panel, dessen Farbwiedergabe mehr schlecht als recht und eher flau ist. Da erwarte ich mir eine deutliche Verbesserung. Der Dell liefert dagegen super ab. Auf einem ähnlichen Level soll sich das ganze nach Möglichkeit befinden.

    Nun zu den Eckdaten:

    - nach Möglichkeit gerne 27 Zoll, mit 24 Zoll könnte ich im Zweifel auch leben

    - nahezu 100% sRGB Abdeckung (ich arbeite ohnehin nur mit sRGB, also sollte das vollkommen ausreichen)

    - bei 27 Zoll gerne eine etwas höhere Auflösung als Full HD. Ich glaube das heißt dann QHD? 4K brauch ich nicht unbedingt.

    - ein IPS Panel wäre denke ich das sinnvollste

    - der Monitor sollte kalibrierbar sein, wobei ich da unsicher bin, ob Softwarekalibrierbar reicht oder es über die Hardware doch besser wäre. Hardwarekalibrierbar beißt sich allerdings in den meisten Fällen etwas mit meiner Preisvorstellung.

    - ich möchte gerne so um die 300 bis max. 400€ dafür ausgeben. Ich denke in dem Bereich sollte sich schon was ordentliches finden lassen.


    Folgende Modelle hatte ich bereits rausgesucht:


    - Benq PD2700Q

    - Asus Pro Art PA278QV

    - Dell U2719D

    - Viewsonic Colour Pro VP2768 ( eigentlich leicht über meinem Preisbereich, aber das wäre ein Modell mit Hardwarekalibrierung)


    Soweit so gut. Für mich scheinen die Modelle alle sehr sehr nah beieinander zu liegen und ich weiß nicht recht, was nun das richtige für mich ist. Eine gute Kalibrierung ab Werk wäre super. Hardwarekalibrierung hört sich natürlich toll an, aber brauche ich das wirklich? Oder liefert vielleicht einer von den anderen das bessere Gesamtpaket? Ich denke in dem Preisbereich ist es klar, dass alle kleinere Schwächen haben. Vielleicht könnt ihr mich ein bisschen beraten.

    Welches Modell würdet ihr nehmen und warum? Sollte ich vielleicht noch eins mit in die Auswahl reinnehmen, was ich bisher übersehen habe?


    Ich würde mich sehr über ein bisschen Hilfe freuen!


    Liebe Grüße


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  • Ich denke bei dem Budget wird es mit HW-Kalibrierung eher schwer, wenn auch sicher nicht unmöglich (siehe Viewsonic). 100% sRGB sind natürlich kein Problem.


    Hast du nähere Daten zum Notebook (Jahrgang oder optional die verbaute CPU, von der kann man den Rest ableiten) und PC (Grafikkarte)? Nur um sicher zu gehen, dass man auch die richtigen Anschlüsse verfügbar hat. Sollte das Notebook z.B. einen USB-C/Thunderbolt-Ausgang haben, könnte man direkt nach einem Modell mit entsprechender Hub-Funktion suchen. Dann brauchst Du nur ein Kabel für Display-, USB- und Stromverbindung zum Monitor, wenn Du das Notebook ansteckst. Beispiel:

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

    Panasonic Lumix GH5 + Metabones Speed Booster XL

    Sony Alpha 7 III + Sigma MC-11

  • Also das Notebook habe ich Anfang letztens Jahres, also so ca Februar/März 2020 rum gekauft. Ich meine das hätte auch einen Thunderbolt Anschluss. Der PC hat eine NVIDEA GeForce GTX960 verbaut. Der hat allerdings nur "normale" Anschlüsse, sprich kein USB C und ist Baujahr 2015.

    Ich weiß natürlich, dass ich bei dem Preis keine Wunder erwarten kann. Ich möchte aber dennoch das bestmögliche rausholen. Mein Notebook hat einen ziemlich guten Bildschirm (4k). Die Auflösung braucht man denke ich nicht unbedingt, aber wenn es sich abbildungstechnisch auf einem ähnlichen Level befindet, wäre das schon schön. Den ViewSonic finde ich recht interessant, weil er ganz gut vorkalibriert ist und eben eine Hardwarekalibrierung hat. Aber ob man das nun wirklich braucht, kann ich wie gesagt nicht einschätzen.

  • Der hat allerdings nur "normale" Anschlüsse, sprich kein USB C und ist Baujahr 2015.

    Schon klar, wäre beim PC jetzt auch nicht weiter sinnvoll so einen Ausgang an der Grafikkarte zu haben. Aber beim Notebook ist es eben schon sehr, sehr praktisch, da man 3 (Display, USB, Strom) oder 4 Kabel (Ton) in einem kombiniert.

    Den ViewSonic finde ich recht interessant, weil er ganz gut vorkalibriert ist und eben eine Hardwarekalibrierung hat. Aber ob man das nun wirklich braucht, kann ich wie gesagt nicht einschätzen.

    Die HW-Kalibrierung bringt Dir nur etwas, wenn Du das Gerät selbst kalibrierst. Also zum Beispiel mit einem datacolor Spyder oder ähnlichen Kolorimetern. Wenn Du dich auf die Werkseinstellungen verlassen willst, ist das egal.


    Der von mir genannte BenQ kommt übrigens auch mit einer Werkskalibrierung, mehr dazu auf der Herstellerwebseite.

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

    Panasonic Lumix GH5 + Metabones Speed Booster XL

    Sony Alpha 7 III + Sigma MC-11

  • Ja, der BenQ klingt tatsächlich recht interessant.

    Über USB C habe ich mir so noch gar keine Gedanken gemacht, ich war immer davon ausgegangen, dass es recht egal ist, über welchen Anschluss man einen Monitor betreibt, das ist also definitiv ein guter Tipp, danke!

    Genau, mir ist durchaus bewusst, dass man ein Colorimeter für eine Kalibrierung braucht. Ich kann mir sehr gut vorstellen mich in Zukunft näher damit auseinander zu setzen. Vor allem da ich plane den neuen Monitor für einige Jahre zu nutzen, finde ich eine Kalibrierung sehr sinnvoll. Ich finde es aber durchaus ansprechend, wenn ein Monitor bereits von sich aus vorkalibriert ist, sodass man bereits von Beginn an gut mit ihm arbeiten kann.

    Ich bin mir einfach etwas unsicher, ob die Möglichkeit einer Hardware Kalibrierung sinnvoll ist oder ob es ausreicht, wenn man einen Monitor über die Software kalibriert.

  • Kommt auf die Ansprüche an. Aber ich sage es einmal so: Die meisten besseren Monitore haben eine ganz brauchbare LUT, die das Einstellen der RGB-Regler im Monitor-Menü verkraftet. Damit kann man schon einmal einen guten Teil der Kalibrierung vornehmen (v.a. Farbtemperatur und Tint). Auch die Gamma-Einstellungen des Monitors kann man mit einem Kolorimeter durchmessen um den richtigen Wert zu finden.


    Wenn man das gemacht und der Monitor ab Werk auch keine großen Abweichungen zum sRGB-Standard hat, kann man durchaus auch mit einer Software-Kalibrierung sehr gut arbeiten. Banding-Probleme bekommt man dann, wenn die Software sehr viel korrigieren muss.


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    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

    Panasonic Lumix GH5 + Metabones Speed Booster XL

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  • Ah okay, danke für die Erklärung. Dann sollte ich ja eigentlich mit allen genannten Modellen nicht groß was falsch machen. Ich werde mir nochmal ein paar Tests durchlesen und dann mal schauen, welcher es wird. So ganz entscheiden kann ich mich immer noch nicht.

    Danke aber auf jeden Fall schonmal!

  • So ich nochmal. Der Kauf hat sich leider noch etwas nach hinten verschoben und nun schwanke ich zwischen zwei Modellen.

    Dem Benq SW240 und dem Benq PD2705Q.

    Ersterer nur 24 Zoll, aber Hardware kalibrierbar, gute Farbraum Abdeckung und 10 Bit Panel.

    Zweiter: 27 Zoll, auch ganz gute Farbraum Abdeckung, wenn auch etwas weniger als bei dem 24 Zoller, keine Hardwarekalibrierung, 8 Bit Panel und USB C.

    Zum kalibrieren verwende ich seit kurzem einen Spyder X Pro falls das wichtig ist.

    Zu welchem würdest du mir raten? Beide haben Vor- und Nachteile und so ganz weiß ich nicht, was für Bildbearbeitung höher zu gewichten wäre. Vielleicht hast du ja einen Rat für mich.

    Viele Grüße

  • Ich bringt einmal ein drittes Modell ins Spiel:

    1. BenQ SW240: Ganz klar der bessere EBV-Monitor: Hardware-Kalibrierung, 14-bit-LUT, 10 bit, 99% AdobeRGB; 16:10 hat auch so seine Vorzüge
    2. BenQ PD2705Q: WQHD, USB-C-Hub mit KVM-Switch, HDR10-Support (wenn auch zu dunkel für echtes HDR)
    3. Asus ProArt PA278QV: WQHD, 75 Hz und Adaptive Sync

    Wenn Du auch mal mit dem Monitor spielen willst, würde ich zum greifen. Solltest Du mit einem Notebook arbeiten bzw. mittelfristig arbeiten wollen, ganz klar den . Der USB-C-Hub ist dafür einfach extrem spannend und vor allem praktisch.


    Wenn beides nicht zutrifft und es einfach nur die meisten EBV-Möglichkeiten sein sollen (und dir die geringere Diagonale sowie Auflösung nichts ausmachen) ganz klar der . 99% AdobeRGB, HW-Kalibrierung und Co. kosten gerne noch deutlich mehr Geld.

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

    Panasonic Lumix GH5 + Metabones Speed Booster XL

    Sony Alpha 7 III + Sigma MC-11

  • Danke dir. Also spielen ist für mich kein Thema. Hauptsächlich soll der Monitor an meinem Desktop PC genutzt werden. Wäre praktisch, wenn man auch mal meinen Laptop dran packen kann, ist aber nicht der Haupteinsatzzweck. Aber der Fokus liegt doch auf der Bildbearbeitung und da das bestmögliche rauszuholen. Ich glaube da wäre der Benq SW tatsächlich nicht schlecht und gegenüber den anderen trotz geringerer Größe im Vorteil.