Eure Meinung zur „DSGVO“

    • Offizieller Beitrag

    ...Und durch sehr viele, zum Großteil auf Medienrecht spezialisierte Anwaltskanzleien. Der Punkt ist: Selbst die Aussage vom BMI ist ja nicht bindend sondern erst einmal nur eine Meinung zum Thema.


    In unserer Demokratie liegt die Judikative und damit die schlussendliche Umsetzung/Interpretation der DSGVO bei den Gerichten. Ohne etliche Verfahren, die bis zur höchstens Instanz gehen, dürfte da kaum Rechtssicherheit entstehen.

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

    Sony Alpha 7R IV | Tamron 28-75mm f/2.8 Di III RXD | Sigma MC-11

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  • Aus der Literatur hört man zu dem Thema jedenfalls relativ wenig, was meines Erachtens eher dafür spricht, dass das KUG weiterhin als Rechtsgrundlage heranzuziehen sein wird.


    IPCL Rieck geht nun ja sogar so weit, dass die DSGVO auch rückwirkend Anwendung findet (Quelle: https://www.ipcl-rieck.com/new…o-2-fragen-antworten.html ). Mir fehlt aktuell allerdings die Vorstellungskraft, dass ein deutsches Gericht diese Auffassung teilt. We‘ll see ;)

    • Offizieller Beitrag

    Rückwirkend kann ich mir auch nicht vorstellen, da das so ziemlich jedem Grundsatz der Rechtsordnung und -sicherheit (Rückwirkungsverbot) entgegenläuft. Es gibt nur ganz wenige Ausnahmen, vor allem im Völkerrecht (Stichwort: "Verbrechen gegen die Menschlichkeit"), bei denen das möglich ist.


    Ich verstehe seine Argumentation, aber durchsetzbar erscheint mir das nicht. Problematisch könnte das Thema eher werden, wenn Fotograf X die Bilder jetzt zur Sicherung z.B. in die Cloud hochlädt und damit Dritten übergibt.

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  • Okay, Skript stammt aus dem Vorjahr. Dementsprechend doch nicht so interessant.

  • Ich find die DSGVO echt be********. Mein Stiefvater ist Unternehmensberater und hat eine einfache Wordpress Website mit Kontaktformular, und eben Google Analytics Cookies und noch ein paar anderen. Und nachdem sich mein Stiefvater nicht auskennt, hänge ich mich jetzt dahinter, was alles in die Erklärung reinmuss, oder ob ich mir das spare und die Website einfach offline geht. Denn ich komm einfach nicht dahinter, was da jetzt alles reingehört, und wie man das als Privatperson überhaupt stemmen soll. Und irgendeine Erklärung von ner anderen Website zu nehmen und umzuändern führt wohl auch nicht zum Ziel.

    Einfach zum Kotzen.

    5D mark 3+BG, 50/1.4 USM, Tamron 24-70, 70-200/4L non IS, 100/2.8L, 17-40/4L; GH5, 7-14/4, 20/1.7, 12-35/2.8 OS, 35-100/2.8 OS


    Nubert Nubox 481 (x2), Nubert Nubox 313 (x3), Nubert Nubox WS-103 (x4), Marantz SR7012 (Dolby Atmos&Auro 3D), Vota Sub 16, Dayton UM18-22 in 115L

    • Offizieller Beitrag

    Delta~Force Genau das sehe ich auch als Problem an. Die DSGVO bietet de facto null Verbesserung aus Verbrauchersicht, da sich bei Facebook und Co eh nichts ändert. Die A-Karte haben hingegen kleine und mittelständische Unternehmen in der EU.


    Mein Vorschlag in eurem Fall: Wenn Du schon überlegst die Webseite komplett abzuschalten würde ich ja eher den Weg gehen und Google Analytics rauswerfen - wenn dann noch keine unnötigen Plug-Ins installiert sind, dürfte die Wordpress-Seite (als Besucher) auch keine Cookies mehr aufweisen. Ich meine wenn man schon über die Abschaltung nachdenkt, kann das Volumen ja nicht soooo groß sein, dass man die Analytics zwingend braucht ;)


    Für den Rest würde ich den kostenfreien Datenschutz-generator von WBS empfehlen.



    BTW: Für den Einsatz von Google Analytics war auch schon vor der DSGVO eine Datenschutzhinweis erforderlich ;)

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  • Ich bin halt echt kein Experte um zu bestimmen was die ganzen Cookies tun, aber der ITler der meinem Stiefvater vor Jahren die Seite eingerichtet hat, hat zumindest auf die Cookies Seite (die man per Link erreicht, der in der "Cookies-akzeptieren-Zeile" steht) geschrieben, dass Google A. zur Analyse der Seitennutzung, Cookie Nachrichten und Wordpress Cookies die zur Verwendung von CMS dienen, eingerichtet sind. Und natürlich auch das ganze Gedöns wie man die Cookies deaktiviert. Müsste ich da dann nur die GA rausnehmen? Bzw. was bedeutet das andere. Sind das die betriebsnotwendigen Cookies die man nicht besonders kennzeichnen muss?

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    • Offizieller Beitrag

    Ich sage es einmal so: Ohne Google Analytics und weitere Plug-Ins hat Wordpress genau 0 Cookies. Das CMS kannst Du erst einmal ignorieren, da es eh nicht öffentlich zugänglich ist - in den meisten Fällen nicht einmal verlinkt. Zumindest ist das auf meiner Podcast-Seite so. Und wer keine Cookies setzt, muss auch nichts dazu schreiben.


    Es ist nur ein Denkanstoß zum Thema. Ich halte das lediglich für eine halbwegs praktikable Lösung alles mit Cookies zu entfernen anstatt die Webseite komplett zu löschen. Und für den Rest eben ein aktueller Impressum/Datenschutz-Generator.


    Aber letztendlich muss dein Stiefvater wissen, wie wichtig ihm die Webseite ist und dass Du keine Rechtsberatung durchführen kannst ;)

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  • Ich find die DSGVO echt be********. Mein Stiefvater ist Unternehmensberater und hat eine einfache Wordpress Website mit Kontaktformular, und eben Google Analytics Cookies und noch ein paar anderen. Und nachdem sich mein Stiefvater nicht auskennt, hänge ich mich jetzt dahinter, was alles in die Erklärung reinmuss, oder ob ich mir das spare und die Website einfach offline geht. Denn ich komm einfach nicht dahinter, was da jetzt alles reingehört, und wie man das als Privatperson überhaupt stemmen soll. Und irgendeine Erklärung von ner anderen Website zu nehmen und umzuändern führt wohl auch nicht zum Ziel.

    Einfach zum Kotzen.


    Ich kann die Gedanken sehr gut nachvollziehen, ich beschäftige mich seit 2 Wochen mit nichts anderm als der DSGVO, da wir selber einen Webseite aufsetzen wollen und unsere aktuelle Langzeitreise Dokumentieren wollen, sowohl Bildtechnisch als auch in einem Blog. Nach einigen Videos zu diesem Thema bin ich zu dem Fazit gekommen, das es undurchsichtiger geworden ist. Sowohl für Fotografen, als auch Webseiten Betreiber.


    • Schau mal bei dem DSGVO Generator von Dr. Schwenke, den nutze ich Selber. Hier stehen auch viele Tipps wie man Google-Analytics konfigurieren kann.
    • Wichtig ist bei der Abgabe von Personenbezogen Daten, eine leere Check-Box damit der Nutzer die DSGVO bestätigt.
      -> Anmeldung von E-Mail Newsletter
      -> Kontakt-Formular

    Und beim Thema Bildrecht frage ich mich persönlich auch langsam was man eigentlich noch veröffentlich darf, gerade beim Thema Street-Art ...


    Matze ... habt Ihr nicht jemanden im Team der sich mit Bildrecht auskennt ... , würde ich auch mal Interessieren ob man nach der aktuellen Rechtslage & der DSGVO nicht einen "allgemeinen" Handlungsleitfaden erstellen könnte, um zumindest halbwegs "Sicher" zu sein ...


    Zitat

    Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit

    Rechtliche Bewertung von Fotografien einer unüberschaubaren Anzahl von Menschen nach der DSGVO außerhalb des Journalismus


    filmverband-suedwest.de/wp-content/uploads/2018/05/Vermerk_DSGVO.pdf


    Wenn ich den Artikel richtig verstanden haben, dann bleibt nach der DSGVO beim Thema "Menschenmenge im öffentlichen Raum" alles gleich.

    Was mir aber nicht in den Kopf geht, muss ich jetzt bei Porträt oder Aufnahmen von Menschen im öffentlichen Raum - wo die Person an sich im Fokus steht, mir das Schriftlichen Einverständnis holen? Da ja nach §11 der DSGVO der Fotograf genau das eig. nicht tun sollte. Da er ja damit automatisch in die Datenerhebung rutscht :/||. Nur um jemand wild fremdes darüber zu Informieren, dass ich Ihn Fotografiert habe und Ihn z.B. in mein Portfolio aufnehme (z.B. Website / Instagram & Co) ...

    Hey ich bin Stephan, passionierter 8| Hobby "Videofilmer" & "Fotoknippser" ... und bin immer auf der Suche nach neuen Ideen und Anregung, um das Eigenverständnis zu erweitern.

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    • Offizieller Beitrag

    habt Ihr nicht jemanden im Team der sich mit Bildrecht auskennt ... , würde ich auch mal Interessieren ob man nach der aktuellen Rechtslage & der DSGVO nicht einen "allgemeinen" Handlungsleitfaden erstellen könnte, um zumindest halbwegs "Sicher" zu sein

    Du meinst also, dass ich von diesem Projekt hier ein Team finanzieren kann, in dem auch noch ein Experte für Medienrecht ist, der besser ist als so ziemlich alle Medienanwälte da draußen? Denn nicht einmal die sind sich sicher wie das DSGVO wirklich auszulegen ist respektive anderer Meinung :D


    Das ist spannender Weise auch der Grund für die ausbleibende Klagewelle: Aktuell raten viele Anwälte davon ab Konkurrenten abzumahnen, da niemand weiß, ob so eine Klage überhaupt Aussicht auf Erfolg hat bzw. bis in welche Instanz man geht. Am Ende klagst Du dich bis vor die höchste Instanz und die entscheidet dann, dass das KunstUrhG weiter anzuwenden ist und bleibst auf sämtlichen Prozesskosten sitzen^^

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  • Du meinst also, dass ich von diesem Projekt hier ein Team finanzieren kann, in dem auch noch ein Experte für Medienrecht ist, der besser ist als so ziemlich alle Medienanwälte da draußen? Denn nicht einmal die sind sich sicher wie das DSGVO wirklich auszulegen ist respektive anderer Meinung :D

    Nein das meine ich eig. in dem Sinne nicht ganz, da ich davon ausgehe, dass in deinem Team keine "teuren" Medienanwälte Sitzen. Ich meinte das allgemeiner bezogen, um einfach das Risiko zu minimieren abgemahnt zu werden.


    Bsp, ich Fotografiere jetzt auf der Straße eine Szene (öffentlicher Raum) mit einer Person, die ich nicht kenne und möchte das Foto später via Social-Media teilen.

    • nach dem KUG kann das Bild auch als künstlerische Freiheit eingestuft werden :)
    • nach DSGVO müsste ich jetzt die Personenbezogen Daten der Person ermitteln, um Ihn darüber zu Informieren, das ich Ihn Fotografiert habe und im Social-Media Bereich veröffentlich möchte =O
    • Die Datenerhebung Ansicht fällt jetzt schon wieder in einen anderen Bereich der DSGVO (§13 / §14) nach dem Beitrag von @angerdan :rolleyes:


    Ich persönlich Frage die Person mündlich unter Zeugen, ob ich das Bild verwenden kann. Gehe ich jetzt nach DSGVO müsste ich jetzt noch Persönliche Daten einholen. Dabei stellen sich mir folgende Fragen:

    1. welche Daten sind hier notwendig, wenn dies der Gesetzgeber vorschreibt?
      -> Name / Nachname
      -> E-Mail
      -> Adresse
      -> Unterschrift
    2. reicht ein mündliches Einverständnis, bis auf Wiederruf der betroffenen Person
    3. Kann ich überhaupt die Personenbezogen Daten ermitteln


    Nach meinem persönlichen Verständnis steht die DSGVO dem KUG in Sachen und künstlerischer Freiheit im Weg bzw. "hebelt diese aus". Korrigiert mich bitte wenn ich mich irre. Dabei beziehe ich mich jetzt nicht auf Fotografien von mehren Menschen im öffentlichen Raum, wo z.b. Gebäude oder Denkmäler im Fokus stehen und abgebildete Personen als Beiwerk auf dem Foto sind.


    Und ja auch ich bin gespannt wie sich das entwickelt.



    Noch ein Hinweis zu Instagram, angeblich wurden mittlerweile schon Personen abgemahnt, weil diese Kleidung oder Markenartikel geprostet haben und dies nicht als Werbung deklariert haben in dem Bild. Unabhängig davon, ob der zu erkennende Artikel gesponsert oder selber gekauft wurde ...



    PS: das sind dann die kleinen und großen Dinge die einen als Hobby-Künstler das Leben schwer machen X/X/X/

    Hey ich bin Stephan, passionierter 8| Hobby "Videofilmer" & "Fotoknippser" ... und bin immer auf der Suche nach neuen Ideen und Anregung, um das Eigenverständnis zu erweitern.

    • Offizieller Beitrag

    Und genau am Punkt DSGVO vs. KunstUrhG weiß aktuell z.B. niemand wie die derzeitige Rechtslage ist.


    Auch dürfen wir schon von Rechtswegen her überhaupt keine Rechtsberatung machen. In der aktuellen Lage kann zudem jeder Hinweis komplett nach hinten losgehen und aus den gut gemeinten Hinweisen manövriert man die Leser in ernsthafte Schwierigkeiten und wird am Ende selber dafür haftbar gemacht.


    Deswegen ganz deutlich: Nein, es wird hier definitiv keine Rechtsberatung (und nichts anderes wäre ein allgemeiner Leitfaden) zu dem Thema geben. Vor allem so lange nicht, wie Fachanwälte für Medienrecht sich untereinander streiten, wie die Rechtslage grundlegend aussieht.

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  • Deswegen ganz deutlich: Nein, es wird hier definitiv keine Rechtsberatung (und nichts anderes wäre ein allgemeiner Leitfaden) zu dem Thema geben. Vor allem so lange nicht, wie Fachanwälte für Medienrecht sich untereinander streiten, wie die Rechtslage grundlegend aussieht.

    Kann ich nachvollziehen, also kann man eigentlich wirklich aktuell nur abwarten und hoffen das erst mal alles gut geht ...

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