Beiträge von JensJ

    Genau, ich würde auch raten, nach Möglichkeit erstmal in einen Laden zu gehen und verschiedene Modelle ausprobieren.


    Auch wenn man sich über die Systeme Gedanken machen kann (z.B. bezüglich Preispolitik, Objektivangebot), ist das Handling mit am wichtigsten. Da wird man schnell sehen, wie die Kamera in der Hand liegt und ob man sich mit den Tasten und Menüs zurechtfindet.


    Da finden sich dann vielleicht 1-2 Modelle, die man als Anhaltspunkt für weitere Überlegungen nehmen kann (also nicht direkt zum Kauf überreden lassen, sondern lieber nochmal hier berichten, welche für dich passen könnten).


    Inzwischen fokussieren sich eigentlich alle großen Hersteller auf ihre spiegellosen Systeme (sofern vorhanden), also auch der Nikon F-Mount wird leider nicht mehr gepflegt, wäre ansonsten aber noch ebenso gut und brauchbar. Auf lange Sicht möchte man aber vielleicht lieber die Objektive in einem der neueren Systeme haben.

    Rhowarion Ja, das ist schon ein stattlicher Einführungspreis. Hätte ich so nicht erwartet, aber die RF L-Objektive sind ja leider generell ungewöhnlich teuer. Wollte aber dennoch darauf hinweisen, weil ich es in einem vorherigen Post erwähnt hatte.


    Würde mich ansonsten persönlich schon reizen, aber bei dem Preis bleibe ich fürs Erste beim EF 16-35mm f/4L IS USM. Hoffe, dass es sich mit der Zeit der 1000€ Marke annähern wird.

    Wäre für mich die Frage, bezieht sich das nur aufs Gewicht oder auch auf technische Aspekte?

    Sowohl als auch. Bezüglich des Gewichts käme auch noch der Adapter dazu, der das Objektiv auch noch verlängert. Aber auch technisch oder seitens der Bildqualität finde ich das Sigma 24-105 Art persönlich eher uninteressant und preislich zu teuer für die Leistung.


    Selbst wenn man von den Gebrauchtpreisen ausgeht kostet das Canon RF 24-105 f/4-7.1 im neuwertigen Zustand weniger als die Hälfte und wiegt fast nur ein Drittel davon. Klar, ist es am oberen Ende auch nicht so lichtstark, aber es ist meiner Meinung nach trotzdem das praktikablere Objektiv an einer RF Kamera.


    Warum es an einer 80D nicht so toll ist: Die Sigmas neigen zu Front/Backfokus Problemen an DSLRs und 24mm am unteren Ende sind an APS-C nicht weitwinkelig genug, als dass ich das Objektiv da praktikabel fände. Auch ist es nicht so lichtstark wie das 17-50mm, also funktional sogar eher ein Downgrade an APS-C (DxO Mark gibt dem 17-50mm sogar einen besseren Score an einer 70D und bewertet die Schärfe des 24-105 nicht wesentlich besser). Das Front/Backfokus kann man mit viel Spielerei über den Sigma USB Dock vielleicht eingestellt bekommen, aber das würde ich auch zusätzliches Geld und Zeit kosten. Durch das vorhandene Tele-Objektiv fände ich das mehr an Brennweite im Telebereich auch nicht so wichtig.


    Randnotiz: Mir würde auch der 82mm Filterdurchmesser nicht zusagen, da 77mm viel geläufiger und in der Anschaffung nicht ganz so kostspielig sind.


    Vlt. ist aber auch einfach nur sinnvoller 1-2 Festbrennweiten meiner 80D zu gönnen für das Geld

    Ich sag mal, damit könntest du auf jeden Fall auch bis zu einem gewissen Grad den Vollformat-Look erzielen. Aber ja, mit Vollformat könntest du noch besser freistellen und es wäre je nachdem auch besser für Lowlight Aufnahmen geeignet und rauschärmer (aber sowas muss man sich immer im Detail anschauen).


    Wenn dir ein zweiter Body für deine Fotografie helfen könnte, wären die Festbrennweiten natürlich keine wirkliche Alternative. Was fotografierst du für einen Sport, dass du von der Brennweite einen derart großen Bereich abdecken können müsstest?


    Mich hat damals zum Wechsel zu Vollformat bewegt, dass es im Weitwinkelbereich für APS-C keine wirklich überzeugenden Objektive gibt. Sowas macht an Vollformat mehr Spaß, kostet aber eben auch wesentlich mehr in der Anschaffung.


    Die Entscheidung, was für dich sinnvoller wäre, kann ich dir nicht abnehmen. Das ist stark davon abhängig wie du die Dinge bewertest und was z.B. finanziell möglich wäre. Kompromisse ergeben sich dann ja zwangsläufig.

    Hallo Marko,


    die EOS 6D Mark II ist an sich eine gute Wahl, wenn du im Vollformat einsteigen willst. Seitens Canon gibt es auch keine großartigen Alternativen, außer der EOS RP oder EOS R (anderes System), von den wesentlich teureren Modellen abgesehen.


    Zur Wahl einer Kamera oder Objektiven müsste man ansonsten wissen, was du genau fotografieren möchtest. Je nachdem sind andere Dinge wichtig.

    Im Zweifelsfall schadet es aber nicht, mit einem Allround-Objektiv mit einer Brennweite von 24-105mm oder 24-70mm zu starten und je nachdem später Objektive dazuzukaufen, wenn man genauer weiß, was man braucht. Das könnte dann beispielsweise eine Festbrennweite für Portraits sein oder ein UWW-Zoom-Objektiv für Landschaftsfotografie.


    Die Frage ist aber auch, warum soll es Canon werden und wieso eine DSLR Kamera? Grundsätzlich hättest du mit dem EF-System eine große Auswahl an preiswerten Objektiven, speziell wenn Gebrauchtkäufe eine Option für dich wären, aber es wird (zumindest seitens Canon) nicht mehr weiterentwickelt, es kommen also keine neuen EF Objektive mehr auf den Markt (höchstens noch durch Drittanbieter). Das neue RF System könnte da (neben anderen Vorteilen) interessanter sein für einen Neueinstieg, aber auch andere Hersteller oder Systeme könnten attraktiv sein - je nachdem was du machen möchtest und auf welche Merkmale du Wert legst (Zum Beispiel könnte MFT spannend sein, wenn es klein und leicht sein soll). Wäre das deine erste DSLR Kamera überhaupt oder hast du beispielsweise mal analog fotografiert? Für eine gute Beratung bräuchte man mehr Infos.


    Seitens Bildbearbeitungssoftware gibt es eine große Auswahl. Grundsätzlich unterscheidet man da zwischen Bildverarbeitungsprogrammen (RAW Konvertern) und Bearbeitungsprogrammen (wie Adobe Photoshop). Bei den RAW Konvertern ist Adobe Lightroom sehr beliebt, aber nur noch innerhalb eines Abo-Modells erhältlich. Canon bietet aber mit Digital Photo Professional (DPP) auch eine kostenlose Software an, die du erstmal ausprobieren könntest. Das Interface ist etwas altbacken, aber ansonsten ist die nicht unbedingt schlecht. Andere Optionen wären darktable (ebenfalls kostenlos), Capture One Pro oder DxO Photo Lab. Mit solchen Programmen kannst du deine Bilder praktisch digital entwickeln, also alle mögliche Arten an Anpassungen vornehmen (z.B. Tonwertkorrektur, Sättigung, Objektivkorrekturen, Zuschnitt anpassen etc.). In Lightroom lassen sich auch HDR Bilder aus Belichtungsreihen erstellen oder Panoramas aus mehreren Aufnahmen zusammenfügen, ansonsten dient es vor allem auch der Katalogisierung der Aufnahmen.


    Bildbearbeitungsprogramme können da ein wenig mehr, eignen sich aber eher um Fotomontagen zu erstellen, Aufnahmen zu retuschieren (also generell aufwendigere Bearbeitungen). Eine preiswerte Alternative hier wäre Affinity Photo (Einzelkauf, oft rabattiert), aber Photoshop ist der Vorreiter und so weit entwickelt, dass es sehr viele praktische Funktionen hat, die einem die Arbeit erleichtern. Es wird auch gebündelt mit Lightroom angeboten.

    Die RP ist ja so ungefähr in dem Bereich wie die 80D ist

    Naja, die Serienbildgeschwindigkeit ist ein gutes Stück niedriger (5fps ggü. 7fps), der Buffer ist glaube ich aber etwas größer, wodurch du etwas länger in Folge fotografieren könntest. Also ich denke für Sport wäre die nicht unbedingt ein guter Ersatz für die 80D, für Landschaft und Portraits sicherlich nicht schlecht, aber da wäre die 80D mit passenden Objektiven auch in Ordnung - in den Bereichen brauchst du auch tendenziell gar keinen AF, aber zwecks Portraits wäre der Augen AF der Canon RF Kameras schon "nice to have".


    Ansonsten würde sich die EOS RP für einen Einstieg ins RF System aber anbieten. Dann würde ich da aber eher das RF 24-105mm f/4-7.1 Kit (günstig, leicht und von der Lichtstärke abgesehen ganz gut) nehmen und ggf. das 17-50mm behalten solange du die 80D noch hast. Von dem Sigma 24-105mm Art halte ich weder an RF noch zur gelegentlichen Nutzung an einer 80D etwas. Das ist mit ca. 900g schon ein ordentlicher Brocken.


    Die EOS RP gab es am Prime Day sogar neu für 799€, wenn du es nicht eilig hast, würde ich den Black Friday (Ende November) abwarten.

    Hier wurde aber im Testvideo gesagt, dass dort die Autofokuspunkte recht Zentral angeordnet sind

    Ja, die AF Punkte der 6D Mark II decken ungefähr 62% horizontal und 48% vertikal der Fläche im mittleren Bereich ab. Wenn dein Motiv also weiter am Rand ist, kannst du nur über Focus&Recompose darauf fokussieren (nicht etwa im Servo AF Modus, wenn sich das Motiv in den Bildrand bewegt). Die 80D hat soweit ich weiß das selbe 45-Punkte Layout / AF System wie die 6D Mark II, im Prinzip haben aber alle DSLR Kameras dieses Problem, da die AF Punkte immer mittig angeordnet sind.


    Zum Vergleich: die EOS RP kann in einem horizontal 88% und vertikal 100% großen Bereich fokussieren, da fehlen also nur links und rechts am Rand jeweils 6%. Ich denke gerade bei Sport wenn es schnell gehen soll und das Motiv auch mal in Rand nähe ist, wäre das an sich schon praktischer.

    Matze Habe gerade mal in die Bestenliste reingeschaut, dass es tatsächlich Kartenleser gibt, die diese Werte bei UHS-I erreichen können, ist mir neu. Es beruhigt mich, dass die bei UHS-I Karten von der Geschwindigkeit bis auf das letztplatzierte Gerät aber ansonsten erwartungsgemäß im selben Bereich liegen.


    Dann würde ich bei einem Neukauf auch unbedingt zu einem der vier laut Bestenliste unterstützten Lesern raten, vor allem wenn das Modell von Kingston so preiswert ist :thumbup:

    Hey, habe gestern meinen Windows 10 PC normal heruntergefahren (und wenn ich mich recht entsinne irgendein Windows Update installiert), danach wollte er nicht mehr booten. Ich habe auf dem Mainboard so einen kleinen Lautsprecher installiert der kurz einmal beept beim Bootvorgang, kurz bevor der Monitor ein Bild bekommt und bspw. die Beleuchtung der Tastatur angeht (und sonst bei Defekt auch Fehlercodes schmeißen würde). Aber diese drei Dinge (Beep, Monitorbild und Tastaturbeleuchtung an) passieren einfach nicht. Die Lüfter haben sich gedreht und die RGB Beleuchtung von RAM, Mainboard etc. waren aber an.


    Habe ihn locker 5-10x an und ausgeschaltet, ohne dass er wieder normal gebootet hat, also dadurch auch keine Meldung bekommen dass das BIOS resettet wurde oder ähnliches.


    Danach habe ich jedoch einfach das Netzteil über den Kippschalter einmal aus- und wieder eingeschaltet und danach wieder sofort einen normalen Bootvorgang hinbekommen! Habe sonst nichts an der Hardware überprüft oder geändert, das hätte ich dann als nächstes gemacht. Insofern funktioniert der PC wieder normal, aber ich kann mir nicht erklären, was das Problem war. Hat jemand eine Idee, wie es zu so etwas kommen konnte?


    Serienbild und Geschwindigkeit: Brauchen nicht. Haben Schön. Ich habe einfach mittlerweile das Gefühl, dass die Canon 6D doch etwas betagter ist

    Ja, das ist definitiv so, kenne ich ja aus eigener Erfahrung. Habe bei der EOS 6D praktisch nur den mittleren Fokuspunkt genutzt und Focus&Recompose. Für Landschaftsfotos ist das meist unproblematisch, aber ansonsten schon nicht mehr so angenehm. Aber da wäre die EOS RP auch schon wesentlich angenehmer, wenn auch nicht ganz so schnell wie die a6400.

    Sony in der Hand: Ja, sie ist definitiv kleiner als die RP und die Haptik gewinnt RP aber dafür gewinnt die Sony was "mal im Rucksack mitnehmen" eben gewinnt

    Ich glaube das ist leider gar nicht mal so. In der Hand unbequemer und im Rucksack nicht wirklich viel gespart.


    Also mit den Informationen könnte man an der Stelle bezüglich Gewicht und Kompaktheit eine konkrete Gegenüberstellung machen: Je nachdem für welches 24-105 Kit du dich entscheiden würdest, wäre die EOS RP sogar leichter oder etwa 300g schwerer als die a6400 mit dem lichtstarken Tamron. Hier mal ein Größenvergleich dieser drei Optionen:



    17-70mm f/2.8 (≙ 25,5-105mm f/4.2) an APS-C und 24-105mm f/4 an VF wären auch ungefähr gleichwertig. Das leichtere 24-105 könnte ein guter Kompromiss sein.


    EOS RP 485g + RF 24-105 mm 4L IS USM 700g = 1185g

    EOS RP + RF 24-105mm F4-7.1 IS STM 395g = 880g

    Sony Alpha 6400 403g + Tamron 17-70 mm F2. 8 Di III-A VC RXD 525g= 928g


    Bezüglich des Sigma 16mm f/1.4 (808g mit Kamera) wäre ein Canon EF 24mm f/2.8 IS USM (875g mit Kamera und Adapter) adaptiert ähnlich groß, nicht ganz so lichtstark aber mit Bildstabilisator. Für den RF Mount wird es früher oder später auch noch interessantere Festbrennweiten im Weitwinkelbereich geben.


    Zu dem Samyang 14mm hast du bislang gar nichts gesagt, nutzt du das gerne? Ich denke gerade im Ultraweitwinkel sieht es eher schlecht aus für APS-C. Ob es da bei Sony etwas interessantes gäbe, weiß ich nicht. Bei mir war das mit ein Grund, weshalb ich zu Vollformat gewechselt bin.


    Hier btw der Grund, weshalb ich das EF-M System in der Hinsicht so toll finde:

    Die EOS RP wäre ca. 285g leichter als die 6D, was schon nicht zu verachten wäre. Ich würde aber sagen, dass in der Hinsicht die Objektive den Löwenanteil ausmachen und Vollformat Objektive da bis auf ein paar Ausnahmen generell nicht so leicht sind. Mit Adapter würde der Unterschied noch kleiner ausfallen. Wenn du nur die drei Objektive in deiner Signatur hast und das 24-105mm schon mit der 6D abtreten willst, würde ich vermutlich komplett auf native Objektive wechseln und mir den Adapter sparen. Die RF Objektive sind nicht unbedingt leichter als die EF Vorgänger, aber definitiv kompakter.


    Das Samyang AF 14mm f/2.8 gäbe es auch für den RF Mount, sofern du damit zufrieden bist, ansonsten fände ich als Alternative das kommende RF 14-35mm f/4L IS USM (soll wohl zeitnah vorgestellt werden) äußerst interessant, weil das nochmal ein gutes Stück kompakter ist als das RF 15-35mm f/2.8L IS USM und erst recht verglichen mit adaptierten EF Objektiven. Dazu noch ein RF 70-200mm oder eine lichtstarke Festbrennweite und du wärst vermutlich schon ganz gut aufgestellt für deine Zwecke.


    Bezüglich der Akku Kapazität: Da ist der CIPA Standard (laut dem du 250 Bilder pro Akkuladung bei der RP schaffen würdest) kein besonders guter Anhaltspunkt, weil die Kamera bei dem Prozess nur alle 30 Sekunden ein Bild aufnimmt und alle 10 Bilder neu gestartet wird. So fotografiert aber niemand. Je nach Nutzung kannst du da in der Praxis wahrscheinlich eher 400-500 Bilder pro Akkuladung aufnehmen. Davon abgesehen hat der LP-E17 Akku aber leider schon eine geringere Kapazität als der LP-E6 der 6D, was du merken wirst. Mit 1-2 Ersatz Akkus fällt das weniger ins Gewicht, aber bei der Sony wird das auch nicht großartig anders sein.


    Da könntest mit der a6400 sicherlich mehr Gewicht bei den Objektiven sparen und sie wären auch kleiner, aber hättest dann auch nicht mehr die selben Möglichkeiten was beispielsweise das Spiel mit der Schärfentiefe angeht, aber vielleicht brauchst du das ja gar nicht? Sowas wie die a6400 + Samyang 12mm f/2 (hätte nur manuellen Fokus, bei der Brennweite aber kein Beinbruch), wäre gerade beim Bergsteigen vielleicht unkomplizierter, aber da fehlen mir Erfahrungswerte für eine Empfehlung.


    Klingt ansonsten aber nicht so, als bräuchtest du z.B. den schnelleren Serienbildmodus. Die a6400 hätte aber einen besseren Dynamikumfang, wobei ich den bei der EOS 6D schon nie als sonderlich problematisch empfunden hätte (6D 11.5, RP 11.9, a6400 13.6 Blendenstufen).


    Hast du schon mal eine Sony Kamera in der Hand gehabt? Ich finde die Haptik im Vergleich zu Canon schlecht und könnte mich nicht damit anfreunden, aber vielleicht empfindest du in der Hinsicht anders. Ich würde auch nicht von Vollformat auf APS-C zurückgehen wollen, nutze es mit der M5 im Moment aber noch als Zweitsystem (jedoch immer weniger). Bei dir würde ich beides sehen, je nachdem wo du die Prioritäten legst. Dazu würde mich deine Meinung interessieren. Wo stehst du bei der Entscheidungsfindung? Wie würdest du selbst die beiden Optionen in Bezug auf deine Anwendungsfälle gegeneinander abwägen? Was hat dich damals an APS-C gestört, weshalb du gewechselt bist? Das ist mir anhand der kurzen Liste angenommener Vorteile nicht klar geworden, von daher ist das hier viel "ins Blaue" geschrieben, aber ich hoffe es hilft.

    Naja gut, wenn du es dafür haben willst, kann das wie gesagt schon passen. Aber als (vorerst) einziges Objektiv wäre mir das dennoch zu speziell. Klang für mich so als würdest du wirklich alles damit aufnehmen wollen, was dir vor die Kamera läuft.


    Die beiden bereits vorhandenen Objektive kannst du zwar tatsächlich mit dem Adapter auch an der RP nutzen, sogar das EF-S Kit Objektiv, aber das ist meiner Meinung nach keine gute Lösung, weil die zum einen qualitativ echt mies sind und du im Crop Modus nur 10MP große Bilder aufnehmen würdest. Das wäre schade um die Vollformat Kamera, wenn man sich nicht entsprechend gute VF Objektive zulegen würde.


    Finde wegen Punkt drei in meiner Liste eine UWW Festbrennweite dennoch recht langweilig zum Fotografieren. Ich hatte ein 10mm f/2.8 von Samyang für EF-M, welches ich vielleicht 1-2 Mal genutzt habe, ansonsten stand das nur im Regal bis ich es verkauft habe. Ein 11-22mm oder 16-35mm an VF nutze ich da wesentlich häufiger. Wenn die Lichtstärke ein Kriterium ist, ist so eine Festbrennweite aber schon günstiger. Ich würde hoffen, dass das bei dir dann anders ist und du mehr Freude an der Brennweite hast, aber vielleicht solltest du dir sowas lieber erstmal ausleihen/mieten um das vor dem Kauf zu überprüfen.

    Da gibt es mehrere Gründe die dagegen sprechen.

    • Vor allem würdest du dir damit die Möglichkeiten zur Freistellung verspielen, die du mit anderen Objektiven hättest, bei 14mm hast du nämlich selbst bei f/2.8 eine sehr sehr große Schärfentiefe.
    • Bei 24MP kannst du gar nicht mal so viel zuschneiden, ohne dass es schlecht aussieht und du müsstest sehr stark zuschneiden.
    • Bei der Brennweite von 14mm hast du kaum Spielraum was die Komposition betrifft, weil du einfach immer alles im Bild hast. Du könntest auch praktisch nur auf der Horizontalline fotografieren, ansonsten hast du stürzende Linien im Bild. Nachträglich zuschneiden sollte man meiner Meinung nach sowieso nur wenn es unbedingt sein muss, ansonsten macht man generell bessere Aufnahmen, wenn man den Ausschnitt schon beim Fotografieren richtig wählt.
    • Die perspektivische Verzeichnung ist bei 14mm extrem, weshalb Gesichter bei Nahaufnahmen falsche Proportionen hätten (Stichwort "Wirkung von Brennweiten bei Portraits") und wenn du beispielsweise eine Ganzkörper-Aufnahme von einer Person anfertigen und die Kamera nur etwas nach oben oder unten beugen würdest, würde sich in dem Fall auch alles extrem verzerren, wodurch die Person z.B. übermäßig lange Beine hätte. Sieht beides sehr lustig aus, aber das wären nicht wirklich die Bilder, die man aufnehmen möchte. Ließe sich auch nur sehr bedingt durch Bildbearbeitungssoftware korrigieren.
    • Sowieso hat jede Brennweite perspektivisch einen anderen Look. Bei 14mm hast du einen größeren, räumlichen Ausschnitt von der Umgebung im Hintergrund, während sich der vom Hintergrund sichtbare Bereich in Richtung Tele-Bereich verkleinert und der Hintergrund eher flacher und komprimierter aussieht. Schau dir zum Beispiel mal das Bild auf der Webseite hier an, das veranschaulicht das sehr gut. Du könntest durch Zuschneiden niemals den Look einer anderen Brennweite erzielen. Dort siehst du auch, dass sich bei Verstellung der Blende (Bilder von links nach rechts) im Weitwinkelbereich praktisch nichts tut, bei den anderen Brennweiten aber schon.

    Wenn du ein Allround-Objektiv suchst, würde ich eher das RF 35mm f/1.8 IS STM nehmen oder im Zweifelsfall lieber erstmal mit dem RF Kit-Objektiv (das wäre auch weitaus preiswerter, gibt es bei MPB oder Ebay für um die 230€) starten und mit verschiedenen Aspekten der Fotografie vertraut machen und dann entsprechende Objektive kaufen, wenn man weiß dass man sie braucht. Das ist dann sehr individuell.


    14mm können zum Beispiel für die Landschaftsfotografie praktisch sein, die 2,8er Offenblende erlaubt Aufnahmen vom Nachthimmel, wenn man das beispielsweise mal machen möchte. Ansonsten ist das eine Brennweite die ich persönlich eher sehr sehr selten benutzen würde.

    Öhm, was meinst du damit? Die EOS RP hat 4,779 manuell auswählbare AF Punkte, die fast den gesamten Bereich abdecken (100% vertikal, 88% horizontal), während bei einer DSLR die AF Punkte alle nur in der Bildmitte sind.


    Bist du vielleicht bei "AF-Methode" im Modus "AF-Bereich erweit.:Umgebg"? Da werden dir neun Felder angezeigt, die du aber frei auf dem Bildschirm verschieben kannst, z.B. mit dem Finger auf dem Display über den Drag-AF während du durch den Sucher schaust, falls aktiviert.

    Okay, zu dem Objektiv kann ich persönlich nichts sagen. Es gibt aber sicherlich einige hilfreiche Videos mit Erfahrungsberichten zu dem Objektiv auf YouTube, aber da scheinst du dir ja bereits etwas angesehen zu haben.


    14mm sind an Vollformat schon extrem weitwinkelig. Was für Objektive hättest du sonst noch oder würdest du dazu kaufen wollen? Was würdest du dir von dem Samyang erhoffen oder womit bist du dir unsicher?


    Viel Auswahl oder Alternativen gäbe es für den RF-Mount noch nicht, eigentlich nur das wesentlich teurere RF 15-35mm oder ein adaptiertes EF-Objektiv.

    Samyang Objektive werden je nach Region auch unter den Handelsmarken Rokinon (Nord- und Südamerika) und Walimex (Deutschland) vertrieben, neben einigen weiteren Namen. Ich glaube Walimex gibt es so nicht mehr wirklich, zumindest werden auch hierzulande die neuen Objektive unter dem Namen Samyang auf den Markt gebracht. Rokinon dürfte aber weitestgehend mit dem Produktportfolio von Samyang übereinstimmen.


    Bezüglich Erfahrungen müsstest du uns mitteilen um was für ein Objektiv es sich genau handelt (Brennweite? MF/AF?). Die haben ja eine ganze Reihe an WW Objektiven.

    Die Fastpack Serie von Lowepro ist sehr ähnlich, würde ich sagen.


    Ich habe einen Fastpack BP 250 AW II. Mittlerweile gibt es auch schon eine neuere Serie (BP 150 / 250 AW III). Passt viel rein, das Daypack ist auch geräumig.


    Mir ist der aber meistens zu groß, weshalb ich mir noch einen Peak Design Everday Backpack Zip 20L gekauft habe. Preislich nochmal eine ganz andere Liga, aber man merkt seitens Verarbeitung und Funktionalität. Die gewähren eine lebenslange Garantie, die ich aber noch nicht in Anspruch nehmen musste.


    Falls du zu einem der beiden Rucksäcken eine Frage hast, könnte ich dir da weiterhelfen.