APS-C ideal für Wildlife?

  • Hallo Community,


    lese und höre immer wieder bei Verglichen von APS-C und KB, dass APS-C für Wildlife die bessere Wahl wäre. Warum denn....?


    Gruß Jens

    Gruß Jens


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  • Durch den anderen Sensor ergibt sich der sogenannte Crop-Faktor. Ein Objektiv hat dadurch bei einem APS-C eine größere Brennweite als bei einem Vollformat-Sensor. Bei Canon macht das ca. das 1,6fache aus, so dass ein 300 mm-Objektiv dann 480 mm Brennweite hat und ein 600 mm dann 960 mm Brennweite hat. Dadurch können weit entfernte Objekte näher rangeholt werden.


    Es kommt aber darauf an, welche Form des Wildlife fotografiert werden soll. Bei kleineren, weit entfernten Vögeln ist APS-C sicher das bessere Format. Fotografiert man aber größere Tiere in der Dämmerung, kann das Vollformat, das häufig etwas lichtstärker ist bzw. weniger ISO-Probleme hat, durchaus besser sein.

    Canon EOS 750 D und 550D

    mit Canon 50 mm/f1,8, Canon 24 mm/f2,8, Tamron 70 - 300 mm DI IIVC; Sigma 17 - 70 mm; Tamron 18 -200 mm DI II VC

    LensAid Carbon Stativ

  • Dalaimor


    Hallo....dann geht's nur um den Crop Faktor. Na da hätte ich mit meinem MFT ja sogar noch einen größeren Vorteil. Bis auf die Lichtsituation wo es dann >ISO800 benötigt, da bekommt man, zumindest bei meiner Kamera, dann schon ein deutliches Rauschen.


    Gruß Jens

    Gruß Jens

  • Vorsicht. Lange Brennweite heißt auch häufig schlechtere Blende, wenn man nicht gerade 12.000 - 14.000 € für ein lichtstarkes Canon 600mmm zahlen will. Anders gesagt: das Ganze ist durchaus ein Spagat zwischen Brennweite und Lichtstärke. Und wenn deine Kamera schon bei ISO 800 Probleme hat, kann es bei großen Brennweeten auch schon mal sehr eng werden mit dem Licht.

    Canon EOS 750 D und 550D

    mit Canon 50 mm/f1,8, Canon 24 mm/f2,8, Tamron 70 - 300 mm DI IIVC; Sigma 17 - 70 mm; Tamron 18 -200 mm DI II VC

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  • lese und höre immer wieder bei Verglichen von APS-C und KB, dass APS-C für Wildlife die bessere Wahl wäre. Warum denn....?

    Das kommt darauf an, welche Tiere in welcher Umgebung mit welchen Objektiven du bei welcher Umgebungshelligkeit fotografieren möchtest.

    Das Objektiv spielt bei der Wahl der Ausrüstung eine entscheidende Rolle und die Tiere für die benötigte Ausrüstung.
    tierische-tierfotografie.de/blog/tierfotografie-aps-c-oder-vollformat/

    Wenn du kleine Tiere wie Vögel, welche zudem sehr scheu sind fotografieren willst, erfordert deren Größe und die längere Fluchtdistanz enge Bildwinke/lange Brennweiten.
    michaelmayer-wildtierfotografie.de/fotografie/vollformat-und-aps-c-sensor.html


    APS-C ist ein ausgewogener Kompromiss zwischen Bildqualität auf der einen und Anschaffungskosten/Gewicht auf der anderen Seite.

    Das 24x36mm Kleinbildformat ist mit den modernen Bildsensoren für besonders hohe Auflösungen oder maximale Bildqualität auf Kosten von höherem Gewicht/Anschaffungspreis optimal.

    newbooks-services.de/MediaFiles/Texts/1/9783898646321_Excerpt_001.pdf

    2 Mal editiert, zuletzt von angerdan ()

  • angerdan


    Hallo

    und danke für wie immer, deine ausführlichen Darstellung nebst verlinkten Seiten. Wie ich ja eigentlich in diesem Thread offeriert hatte, auf KB umsteigen zu wollen, hab ich dann doch viel recherchiert und verglichen, so dass APS-C doch immer interessanter wird.

    Gruß Jens

  • Die Nikon D500 ist noch insgesamt führend, was die Leistung und Ausstattung angeht. Danach folgt die Pentax K-3 III und Canons EOS 7D Mark II.

    Pentax und Canon sind da, wie ja schon erwähnt raus auf Grund dessen, dass sie über keinen schwenkbares Display verfügen. Das benötige ich auf jeden Fall, da ich doch recht vielfältig fotografiere. Über die Nikon hab ich auch schon einiges gelesen...aber denke spiegellos gehört die Zukunft, deswegen werde ich da dann doch eher darin investieren.


    Apropo Systemwechsel und Invesitionen ... gestern auf Amazon eine olympus e-m1 mark iii für 700Euro im Tagesdeal gesehen...wurde ich kurz schwach :D ... aber nein, nicht zugeschlagen. Aber vielleicht findest sich ja demnächst ein anderes interessantes Angebot in meine Richtung...

    Gruß Jens

  • Durch den anderen Sensor ergibt sich der sogenannte Crop-Faktor. Ein Objektiv hat dadurch bei einem APS-C eine größere Brennweite als bei einem Vollformat-Sensor. Bei Canon macht das ca. das 1,6fache aus, so dass ein 300 mm-Objektiv dann 480 mm Brennweite hat und ein 600 mm dann 960 mm Brennweite hat. Dadurch können weit entfernte Objekte näher rangeholt werden.

    Der APS-C Sensor verlängert auf keinen Fall die Brennweite. Hier änderst sich nur der Abbildungsmaßstab bzw. Abbildungsfläche.


    JB007: Es ist im Prinzip egal ob Du mit APS-C oder Vollformat fotografierst.


    Folgende Situation: Vollformat, 500mm Objektiv, ein stehender Graureiher. Du fotografierst ihn von Kopf bis Fuß, von oberer bis unterer Kante des Suchfeldes. Anschließend wechselst Du auf die APS-C, alles andere bleibt. Dann machst ein Bild. Der Kopf und die Füße des Graureihers sind nicht mehr zu sehen.


    An der Brennweite hat sich nichts, aber rein gar nichts geändert.


    Um den Graureiher mit der APS-C vollständig auf das Bild zu bekommen müsstest Du jedoch paar Schritte zurück gehen.

    Einmal editiert, zuletzt von Hades ()

  • Es ist im Prinzip egal ob Du mit APS-C oder Vollformat fotografierst.

    Hier änderst sich nur der Abbildungsmaßstab bzw. Abbildungsfläche.

    Folgende Situation: Vollformat, 500mm Objektiv, ein stehender Graureiher.

    Wie oben geschrieben ist APS-C ein Kompromiss zugunsten engerer Bildwinkel, geringerer Anschaffungskosten und Gewicht.

    Es ändert sich der genutzte Bildwinkel, was wiederum den Abbildungsmaßstab beeinflusst.

    500mm an Kleinbild sind teurer als 350mm welche für den APS-C Bildkreis gerechnet wurden. Und oft sind 500mm auch zu kurz.

  • Wie oben geschrieben ist APS-C ein Kompromiss zugunsten engerer Bildwinkel, geringerer Anschaffungskosten und Gewicht.

    Es ändert sich der genutzte Bildwinkel, was wiederum den Abbildungsmaßstab beeinflusst.

    500mm an Kleinbild sind teurer als 350mm welche für den APS-C Bildkreis gerechnet wurden. Und oft sind 500mm auch zu kurz.

    Das ist korrekt.


    Mein Hauptanliegen war jedoch darauf hinzuweisen, dass der APS-C Sensor keine Brennweitenverlängerung erzeugt. So die Behauptung weiter oben.


    500mm Brennweite bleiben 500mm Brennweite. Sonst würde der Eindruck entstehen, dass 350mm am APS-C, Plusminus 500mm Brennweite ergibt.


    Was definitiv nicht der Fall ist.


    Für mich immer noch und immer wieder ein Rätsel warum dieser Unsinn sich so hartnäckig festhält.

  • Für mich immer noch und immer wieder ein Rätsel warum dieser Unsinn sich so hartnäckig festhält.

    Weil nicht immer differenziert wird zwischen Ursache und Wirkung.
    Die Brennweite beeinflusst den Bildwinkel ja in Kombination mit der genutzten Fläche des Bildkreises.

    Und weil die Brennweite immer als Maßstab genommen wird, schaut nicht jeder auf den Aspekt des Bildwinkels.

    Wer lediglich die Brennweite als Ausdruck der Bildwirkung kennt, setzt dann meist auch nicht das "equivalent" davor.

  • Angerdan hat da schon Recht, ich hab mich da nicht richtig ausgedrückt. Mir ging es in erster Linie darum, die

    Wirkung aufzuzeigen.

    Canon EOS 750 D und 550D

    mit Canon 50 mm/f1,8, Canon 24 mm/f2,8, Tamron 70 - 300 mm DI IIVC; Sigma 17 - 70 mm; Tamron 18 -200 mm DI II VC

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  • Angerdan hat da schon Recht, ich hab mich da nicht richtig ausgedrückt. Mir ging es in erster Linie darum, die

    Wirkung aufzuzeigen.

    Stimmt, Du hast den Bildwinkel und die Abbildungsfläche nicht erwähnt.


    Dass die Sensorgröße die Brennweite nicht verändert, kann ich leicht an meiner D850 sehen. Ich ändere in den Einstellungen das Bildfeld der Kamera. Von 36x24 auf 24x16. Sie tut jetzt so, als ob sie einen kleineren Sensor hätte. Jetzt bekomme ich den Graureiher nicht vollständig aufs Bild.

    Vereinfacht gesagt, bei gleicher Entfernung und gleichem Objektiv "sieht" die Vollformat mehr als APS-C.

  • Hallo


    Und danke für eure Infos...aber Fakt ist, die Objektive sind im Vergleich zu KB dann doch wesentlich kleiner/kompakter und somit reisefreunlicher.

    Gruß Jens