Beiträge von Horst58

    Die Aussage,dass Makro-Objektive per se wenig fürs Portrait geeignet sind, halte ich schlichtweg für falsch.
    Zumindest das Tamron ist outdoor, wo man ja ausgezeichnet mit den Distanzen zwischen Kamrea und zu portraittierender Person einerseits und Person und Hintergrund andererseits, variieren kann, sehr gut geeignet.
    Makro-Objektive zeichnen auch bei Offenblende auf den Punkt knackscharf, haben, was zumindest nach eigener Erfahrung mit dem obengenannten 90'er Tamron gilt, genau den richtigen Bereich als Schärfe-/Unschärfe-Ebene und stellen deshalb sehr gut frei.
    Das Bokeh des Tamron empfinde ich als sehr angenehm.

    Um dies zu umschiffen gibt es zwei Lösungen:
    1. Festbrennweitenobjektiv(e)
    2 Zoomobjektiv(e) mit durchgehender Blende


    Eine Festbrennweite wäre ja für den gesamten geschilderten Aufgabenbereich eher nicht so das Wahre.
    Irgendwie ist sie immer entweder zu lang oder eben zu kurz.
    Zu lang - man stellt das Stativ halt eben im gehörigen Abstand zum Objekt auf. Irgendwann ist aber irgendwo immer eine Wand im Wege, wenn man nicht im Freien filmt.
    Zu kurz - man muss unheimlich nah ans Objekt heran und handelt sich damit unvermeidlich sehr unschöne Verzerrungen ein.


    Zwei Festbrennweiten?
    Ja, sehr gut und eigentlich die perfekte Lösung.
    Aber eben nicht wirklich preiswert.


    Über den Fakt, dass Zoomobjektive, wie beispielsweise das Sony SEL1670Z, welches vom Zoombereich ja bestens passen würde, und auch andere e-Mount Zooms mit durchgehender Blende nicht mal eben für lau zu haben sind, muss ich hier nicht schwadronieren.

    Selbst wenn das Kit nicht das allerbeste Stück Optik ist, würd' ich es nehmen.
    Warum?
    Immerhin ist es gut brauchbar und halt als Kit-Objektiv ziemlich preiswert.
    Den Brennweitenbereich, in dem Du arbeiten wirst, dekt es ja ab.
    Der Fakt ist nämlich, dass man die (gar nicht mal so epochalen) schärfemäßigen Unterschiede zu weitaus teureren Objektiven und die kleinen Abweichungen von der optischen "Ideallinie" im fertigen Video nicht sieht oder diese zumindest nicht wirklich störend in Erscheinung treten.
    Abgesehen davon kommt es ja sowieso mehr auf Inhalte im Video als auf dessen technische Perfektion an.
    Wichtiger als das bis ins Letzte knackscharfe Bild ist ein guter Ton.

    Ja, natürlich.
    Zwischen Vollformat und APS-C dürfte sich ein gewaltiger Unterschied ergeben.
    Genaueres kann ich aber, weil seit Jahren ausschließlich mit APS-C unterwegs, nicht sagen.
    So schlimm wie im Video habe ich das in der Tat nie gesehen.


    Nebenbei gesagt, darf (oder muss) man nicht erwarten, dass sich dieser blaue Fleck bei Gegenlicht-Aufnahmen allzu stark herausbildet.
    Was das Himmelsblau angeht, hat so ein Polfilter seine wirklich große Wirkung sowieso nur, wenn man in etwa quer zur Beleuchtungsrichtung fotografiert.

    Auf die Idee bin ich auch schon gekommen.
    Hätte ich gern auch mal gemacht.
    Gar nicht mal so einfach. ;)
    Ich habe in meinem Lightroom-Katalog nicht ein einziges Vergleichs-Paar mit und ohne Filter für weitwinklige und super-weitwinklige Aufnahmen finden können.
    Den direkten Vergleich brauchts aber, weil sonst wieder nicht klar wird ob und wie stark der oben beschriebene Effekt bemerkbar wird.


    Immerhin kann ich mich noch gut an ein kürzlich online gekommenes Video zu diesem Thema erinnern und konnte das in meinem YT-Verlauf auch noch auffinden.


    https://www.youtube.com/watch?v=AxxLSlggvZA

    Wie stark dieser unschöne Effekt zum Tragen kommt hängt halt sehr stark vom Öffnungswinkel ab.
    Und der ist bei einer Brennweite von nur 11 mm halt gewaltig viel größer als bei 16 mm.
    Noch größer natürlich im Vergleich mit normalen oder Brennweiten aus dem Telebereich.


    Meine Erfahrungen, die ich mit einem 11-16'er und einem 16-300'er gemacht habe:
    Bei Normal, also so etwa ab 24 bis 26 mm (auf APS-C) wirkt sich dieser Effekt kaum noch bis wenigstens nicht mehr störend aus.
    Ab etwa 35 mm und natürlich noch länger verschwindet er in der Unsichtbarkeit.


    Ich hab mir zum 11-16'er Tokina einen Polfilter gekauft.
    Ich hätte es, weil ich den eigentlich nie einsetze, und wenn, dann nur um einen ND-Filter zu verstärken, besser sein lassen sollen.
    Die ND-Wirkung (so etwa wie ein 2fach ND-Filter) scheint ziemlich unabhängig vom Winkel zu sein.
    Ich hatte von diesem Effekt zuvor gehört, wollte aber halt eigene Erfahrungen machen.
    Meine Erfahrung ist:
    Super-Weitwinkel und Polfilter stellen eine weitestgehend sinnfreie Kombination dar.
    Wobei sich das etwas in Richtung "sinnig" verschiebt, wenn es beispielsweise um Bachläufe im Bild geht.
    So ein Bach spiegelt ja sowieso kaum oder allerhöchstens sehr selten über die ganze Breite des Bildes.

    Vignettierungen sin ja nur ein Problem.


    Kann natürlich auch sein, dass Du das Problem des "Farb-Buckels" meinst.
    Ich hab das mal in Ausführungszeichen gesetzt, weil mir der richtige Fachausdruck dafür nicht geläufig ist.
    Gemeint ist, dass sich die Filterwirkung, je weitwinkliger - je stärker sichtbar, ziemlich stark auf das Centrum beschränkt.
    So kommt es halt, dass sich im Himmel in der Bildmitte immer ein weitaus dunkleres Blau als an den Rändern einstellt/zeigt.
    Dagegen kannst Du nur was machen, indem du den Filter so verdrehst, dass er seine Wirkung verliert.
    Machbar - aber irgendwie sinnfrei.
    Man schraubt sich doch keinen Filter vor die Frontlinse, um ihn dann wirkunglos zu machen.
    Besser du nimmst im Lightroom einen Verlaufsfilter her um den Polfilter auf voller Bildbreite zu simulieren. (einfach etwas mehr nach blau abstimmen und gegebenenfalls etwas Belichtung zurück nehmen)
    Was natürlich nur für die Blauverstärkung geht.
    Willst Du Reflektionen auf Blättern minimieren bzw Wasseroberflächen durchsichtig machen, läßt sich das im Lightroom natürlich nicht simulieren.
    Du wirst einfach damit leben müssen, dass Weitwinkel-Objektive und ein Polfilter eben das tun, wofür sie gemacht sind und sich in der Tat nicht vertragen.
    Licht einer bestimmten Polarisationsebene ausfiltern ist bei Weitwinkel-Aufnahmen, rein der Physik (oder Geometrie) wegen, unmöglich.

    Zum Stacken habe ich mal Combine Z probiert. Ein Programm, das den CZBatch, der für das eigentliche Stacking macht, mit beinhaltet.
    CZBatch kann auch solo benutzt werden.
    Was soll ich sagen?
    Funktioniert zwar grundsätzlich, liefert aber nicht unbedingt die meisterlichsten Ergebnisse.
    Zumindest ein nachträgliches Croppen/Freistellen ist unumgänglich.

    Solltest Du der Linux-Fraktion angehören, ist Darktable sicher eine Empfehlung wert.
    Dein Paket-Manager findet da ganz sicher was.
    Braucht zwar, aber das ist bei anderen Programmen oder Tools ja letztlich nicht derb anders, einiges an Einarbeitungszeit, funktioniert aber ganz prächtig und kann mit allen RAW's umgehen.


    Wer eine Sony-Kamera hat, besorgt sich das für Sony-User frei und kostenlos erhältliche Capture One Express, was ein ein wenig abgespeckter Profi-RAW-Konverter ist. Auch hier geht es natürlich nicht ohne Einarbeitung.


    Willst Du nur einfach wandeln bzw einfach entwickeln, bist mit Windows oberhalb Win7 unterwegs, willst dabei eventuell nicht wirklich mehr machen als Grundeinstellungen bezüglich Weißabgleich, Kontrast, Helligkeit und Schärfe vornehmen, solltest Du mal schauen ob Dir der aus der Freeware stammende RAW Therapee 64 Bit zusagt. Für Windows XP probierst Du die 32-Bit-Variante.

    Ich nutze allermeist den manuellen Modus, weil ich hier die Einfluss auf (fast) alles habe.
    Hier kann ich mit die richtige Spreizung des Histogramms am besten einstellen und bin nicht auf das, was die Kamera in den anderen Modi zurecht rechnet angewiesen.
    Was Priorität haben soll, Blende oder Verschlusszeit, wird halt zuerst eingestellt.
    ISO wird je nach Lichtsituation fest irgendwo zwischen 50 und 1250 eingestellt. Höher mag ich nicht so gern gehen, weil ich sonst nachträglich entrauschen müsste, was ja doch immer etwas Schärfe und Mikrokontrast kostet.
    Ansonsten ist der automatische Weißabgleich fest vorgewählt. Liegt der wirklich mal daneben, kann ich das im LR ja immer noch korregieren.


    Das ist aber, weil so eine Alpha 77II ja weder den Gepflogenheiten/Möglichkeiten von Canon entspricht und es (wahrscheinlich) auch nicht wirklich viele Gemeinsamkeiten mit Deiner Fuji gibt, sehr wahrscheinlich nicht sehr zielführend.
    (Abgesehen davon meiden die meisten Fotografen das Histogramm ja wie der Teufel das Weihwasser und/oder haben keine Möglichkeit es (ausser im Live-View) überhaupt zu sehen.

    Ich muss da noch einmal was, was zu erwähnen mir irgendwie untergegangen ist, nachschieben.
    Slim-Filter und Weitwinkel-Aufnahmen betreffend.
    Na klar ist es immer unschön, wenn der Filter eine ziemlich harte Vignette hervorruft.
    Deshalb Slim! Hier ist die Gefahr, dass man diese Vignette zu sehen bekommt, einfach viel kleiner.
    Erwähnt muss aber unbedingt werden, dass man von keinem Polfilter der Welt, also auch vom allerbesten oder allerteuersten Filter bei Weitwinkel-Aufnahmen eine gleichmäßig übers ganze Bild reichende Wirksamkeit erwarten kann.
    Spiegelungen werden eher nur im Zentrum wirksam minimiert.
    Gilt fürs Himmelsblau oder eventuelle andere Kontrast-Verstärkungen, die dadurch entstehen, dass "vagabundierendes" Licht (Licht in einer anderen Polarisationsebene) mehr oder weniger zurückgehalten wird, natürlich genau gleich.
    Um so länger die Brennweite, um so größer wird der Bereich, in dem der Filter eine Wirkung zeigt.
    Auf ein mittellanges Tele geschraubt, wird der Wirk-Bereich dann so groß, dass sozusagen das ganze Bild was von der Filter-Wirkung abbekommt. Zumindest augenscheinlich ...



    @'StereotypeJa, dadurch, dass es eine Kontrast-Verstärkung geben kann (und je nach Lichtsituation/Einfallsrichtung auch wird), kommst Du mit so einem Polfilter dem Effekt, den Du bei Deiner Sonnenbrille zu beobachten glaubst, schon nahe.
    So ein Filter hilft.
    Aber zu viel darfst Du nicht erwarten.
    Egal, probieren und verschiedene Aufnahmen in verschiedenen Filter-Winkeln machen, kostet ja nicht die Welt.
    Der Filter selbst muss ja auch nicht die Welt kosten.


    Man nimmt so einen Filter eigentlich eher dazu her, um Spiegelungen auf Wasser-, feuchten, Glas-, oder metallischen Oberflächen zu minimieren.
    So beispielsweise in der Architektur-Fotografie (Effekt der dunklen oder durchsichtigen Scheiben) oder um Produkte (Effekt der feineren Zeichnung und Verhinderung von hellen Bereichen auf/von metallischen Oberflächen) besser ablichten zu können.
    Zwei Effekte, die die Sonnenbrille nicht so gut oder auch gar nicht beherrscht.


    Ansonsten gilt, dass man sowieso besser beraten ist, nicht in der vollen oder gar der im Zenit stehenden Sonne zu fotografieren.
    Und wenn man schon nicht umhin kommt, es trotz besserem Wissen doch zu tun, ruhig eine Blende unterbelichten.
    Was ausbrennt, brennt aus und ist kaum noch zu retten.
    Tiefen/Schatten dagegen kann man ja nachträglich noch anheben.

    Jaaa ..., also wenn bei Dir die Wirkung wirklich so schnell nachlässt, nimm preiswertere Filter.
    Kann man bei ND-Filtern noch einen Zusammenhang von Qualität (hier Abbildungs-Qualität) und Preis feststellen, wird das bei Polfiltern ziemlich schwer.
    Ich bin wie wild davon überzeugt, und kein Niemand konnte mich bisher vom Gegenteil überzeugen, dass man den Aufnahmen nicht ansieht, ob sie nun mit Polfiltern von B+W, Hama, Hoya oder sonstewem stammend, gemacht wurden.
    Dass man natürlich besser auf Slim-Filter setzt, wenn man oft oder überwiegend weitwinklig unterwegs ist, versteht sich von selbst.

    Damit, dass die wirksame Beschichtung von Polfiltern eventuell organisch ist, habe ich mich bisher nie befasst.
    Ich kann das weder verneinen noch bestätigen.
    Abgesehen davon, sind organische Verbindungen ja oft auch sehr, sehr lange haltbar.


    Mein erster Polfilter, gekauft fürs Kitobjektiv, vor etwa neun Jahren vergleichsweise preiswert oder gar billig unter der Marke Walimex erstanden, hat rein dem Gefühl nach noch nichts von seiner Wirkung verloren.
    Er liegt aber, weil diese Linse nur gelegentlich und nur auf der Zweitkamera Verwendung findet, die allermeiste Zeit kühl, trocken und ohne Licht ab zu bekommen in einer Schrankschublade.
    Kann also gut sein, dass er schon an Wirkung verloren hätte, wenn er täglich aufs Neue geputzt würde und ständig auf einem im Einsatz befindlichen Objektiv mit raus in die Umwelt müsste.


    Gerade vor ein paar Tagen wieder benutzt, kann ich sagen:
    Spiegelungen werden unter vergleichbaren Bedingungen noch genau so gut (oder halt genau so weniger gut) aus der Aufnahme entfernt. Auch in Sachen Himmelsblau ist keine Verschlechterung feststellbar.
    Das gilt für meinen größeren und mit etwa drei Jahren ja wesentlich neueren, aber auch ziemlich oft verwendeten Walimex-Polfilter auch.
    Gefühlt habe ich bisher kein Nachlassen der Filterwirkung feststellen müssen.

    Hallo Bifur.
    Herzlich willkommen im Forum.


    Nach meiner (unmaßgeblichen) und rein individuellen Einzel-Meinung:
    Ja, wegen des Einflusses des tatsächlichen Bereichs der Schärfe(ntiefe) und wo der liegt auf das sichtbare Ergebnis im Foto, ist die Blende oder die richtige Wahl der Blende (auch) in der Landschaftsfotografie sehr wichtig.
    Das macht sehr oft den Unterschied zwischen einem Foto und einem Bild aus.


    Verstanden?
    Nee, wahrscheinlich nicht (so ganz).
    Was ich sagen will, ist:


    Ein Foto steht hier für das Abbilden des Originals bzw. der Wirklichkeit. Es soll natürlich scharf sein.
    Den Begriff Bild will ich eher so verstanden wissen, dass hier ein gewisser geplanter künstlerischer Einfluss erkennbar sein sollte.
    Oder gegebenenfalls vorhanden aber nicht direkt erkennbar sein sollte ...
    Neben dem sog. Goldenen Schnitt oder der Zweidrittel-Regel, die man (oft/allgemein) auf bildwichtige Sachen anwenden sollte, ist es eben auch das gekonnte Spiel mit der Unschärfe.
    Klappt das (noch) nicht, ist man darin (noch) ungeübt, bleibt es halt doch nur beim Foto.
    Wenn aber die unverzichtbaren Störer im Vordergrund leicht oder gern auch mal ziemlich stark unscharf sind, (wo es zur Bild-Aussage passt), wo der manchmal eher unwichtige Hintergrund gnädig in der Unschärfe verschwindet, wo also unser Auge unvermittelt und ganz von allein den scharfen bildwichtigen Bereich findet und sich nicht in einer über das ganze Foto erstreckenden Detail-Flut verzettelt, wird (nicht nur für mich) ein Foto zum Bild.
    Klar, dass je nach Landschaft, Lichtsituation und den gegebenen/nicht gegebenen Einzelheiten, jedesmal andere Blendenöffnungen (oder Blendenzahlen) und demzufolge natürlich auch ganz unterschiedliche Belichtungszeiten optimal sein können. Priorität sollte aber (imho) immer die Blende haben.
    Alles halt immer neu zu bedenken und/oder zu probieren.


    Probieren! Probieren, probieren, probieren ...
    Jaaaa, tu das ruhig. Daran wirst Du wachsen und sehen lernen. (Oder anders herum.)
    So kommt mit der Zeit zum Spass auch noch sone Art Erfolgserlebnis.
    (Besonders natürlich dann, wenn sich der eine oder andere Bewunderer findet.)


    Auch klar, dass viele Zeitgenossen, besonders die überall anzutreffenden Datenblatt-Leser und Pixel-Peeper zuweilen oder sehr oft eine ganz andere Meinung haben und diese dann auch noch vertreten.
    Wenn man geneigt ist auf diese Menschen zu hören, wird man auch gute Fotos machen. Oft, wenn auch seltener, werden sicher auch Bilder entstehen.


    Dass das mit der hypervokalen Distanz nicht so ganz (und gar) richtig ist, muss hier nicht sonderlich interessieren.
    sie geht nämlich nur scheinbar bis unendlich. In Wahrheit ist unendlich schon wieder unscharf, wird aber noch als scharf wahrgenommen.
    Am Anfang des Bereichs ist das auch eine Frage der Wahrnehmung.
    Egal!
    Die Wahrnehmung ist ausschlaggebend, der Rest ist eher unwichtig und setzt die Rechnereien oder Tabellen ja nicht außer Kraft.


    DU begehst einen Denkfehler, der wahrscheinlich daher rührt, dass Du annimmst, dass man Riesen-Drucke mit riesigen dpi-/ppi- oder beim Offset-Druck, riesigen lpi-Zahlen macht. Und dann natürlich aus der zwangsläufigen Annahme, dass bei hoher Auflösung eine unglaublich hohe Schärfe abbildet.
    Die zweite Annahme ist natürlich richtig, kommt bei Großformat-Drucken aber (gewollt) nicht zum Tragen, weil sie den Betrachtungs-Abstand nicht mit berücksichtigt.
    Was hat der Betrachter denn von den sagenhaft vielen allerkleinsten Details, wenn es sie, (außer er geht mit ner Lupe an den Druck), sowieso nicht sehen kann?
    Weil das nicht wichtig ist, wählt der gute Drucker, (hier als Berufsbezeichnung gemeint), oft eher unwahrscheinlich kleine Auflösungen.
    Das macht die Sache oft billiger (oder manchmal überhaupt erst möglich), spart sagenhaft Dateigröße ein und macht den Druck (eben nicht wirklich schlechter.
    Das Bilder oder Fotos schon scharf sein müssen oder zumindest größere scharfe Bereiche aufweisen müssen, damit sie zum Druck taugen, ist und bleibt natürlich wahr.
    Unscharfe Fotos bleiben auch beim Großformat-Druck unscharf.

    Ich habe das Tool mal kurz angetestet.
    Allerdings noch in der Version X7 und ohne PRO.
    Und das Ganze liegt wohl zwei oder drei Jahre zurück.
    Weiß ich ehrlich nicht mehr so ganz genau.


    Dass ich mich seinerzeit dann doch lieber zu einem Sony-Ableger entschieden habe war letztlich nur eine Frage der importierbaren Medien.
    Hier war Sonys Movie-Studio leicht im Vorteil, weil Corel es irgendwie (nicht richtig) gebacken bekommen hat mit Photoshop-Dateien zu arbeiten.
    Wer keine Diashows mit dem Tool machen will, gegebenenfalls auch einen kleinen Umweg über JPG oder PNG zu machen bereit ist, wird darüber wohl kaum stolpern.
    Immerhin bleiben transparente Bereiche aus PNGs auch wirklich transparent.
    Ansonsten hat bei Corel nichts gefehlt.


    Die Assistenten nehmen den Anfanger imho gut an die Hand.
    Es gibt für so ziemlich alles einen Assistenten.
    Ob nun Color-Grading, Text einstanzen, künstliche Zoom- und Kamerafahrten, alle möglichen (und unmöglichen) Überblendungen, offensichtlich ist alles, was man brauchen kann, im Werkzeugkasten.
    Jede Menge Vorlagen, die teilweise grottig wirken, aber durchaus veränderbar/anpassbar sind, sollen einem die Arbeit erleichtern.
    Man kann Veränderungen dann auch speichern.


    Rendern (damals entweder weil es keine Pro-Version war oder bei X7 sowieso, vielleicht auch nur weil ich irgendwo in der kurzen Erprobungsphase irgendeinen Schalter übersehen habe) ohne Hypertreading zu nutzen. Dabei trotzdem ziemlich bis ausgesprochen zügig.


    Bei dem aufgerufenen Preis kann man wohl nicht wirklich was verkehrt machen.

    Nein, an der Blende manipulieren unsere Kameras nicht herum.
    Sie schwächen nur sie vom Sensor gelieferten Helligkeitswerte ab oder verstärken diese.
    Das man die Blende weiter schließt (bzw öffnet) verbietet sich schon deshalb, weil das am jeweiligen vom Objektiv unveränderbar vorgegebenen Ende nichts mehr mit der Blende machen kann.
    Die kleinste Belnden-Öffnung kann man halt nicht noch weiter zumachen und fotografiert man mit Offenblende wirds unmöglich noch weiter aufzublenden.

    Vielleicht stehe ich mit meinen doch sehr individuellen Gedanken zum Thema etwas weit abseits vom Mainstream?
    Mainstream-Meinung ist ja, dass man alles lernen kann, wenn man nur gute Lehrer hat und selbst fleißig genug ist.
    Ich denke aber, dass das nicht so ist.
    Oder zumindest nicht immer und für Jedermann.


    Ich sehe Fotografieren als Kunst.
    Das hat also etwas mit Kreativität und Talent zu tun.
    Mangelt es an Talent und Kreativität, werden alle Trainings und Workshops, vollkommen egal ob nun online oder als Anwesenheits-Veranstaltung, zu "Malen nach Zahlen" werden.
    Das ist ne starke Übertreibung, verdeutlicht aber gut, was ich denke.
    Ist Kunst erlernbar?
    Ja, vielleicht.
    Aber nicht immer und für Jedermann.


    Was ist für den Künstler wichtig?
    Sehen lernen! Sich Gedanken zu fremden Bildern machen!
    Ergründen können, welche Wirkung macht, (wie und warum?), ein Foto eines Anderen zu einem Bild?
    Genau das rufen aber Kurse und Workshops (nach meiner unmaßgeblichen Meinung) nicht hervor.


    Allerdings ist Fotografieren eine Kunst, die ohne Handwerk niemals zur Entfaltung kommt.
    Hat man sich die "richtigen" Lehrer gesucht und ist wenigstens nicht zu untalentiert zum Lernen, wird man den handwerklichen Teil gut bis sehr gut verstehen und in den Griff bekommen.
    Das ist ja schon mal was.


    Letztlich:
    Alles was nicht schadet, kann nur nützlich sein.

    Die Frage nach Mono- oder Tripod wird sicher sehr individuelle Antworten bringen.
    Mir, aber das ist halt sehr individuell, ist es ein Graus, mit einem Monopod arbeiten zu müssen.
    Nee, ehrlich, ich habs versucht, hab in dieser Phase aber mehr Ausschuss, denn brauchbare Fotos und Video-Footer produziert.
    Ein Tripod ist einfach weniger anfällig fürs Verwackeln (durch den, der die Fotos oder Videos macht).
    Soll es mal schnell gehen, hat man mal nicht die Zeit (oder Lust) sein Tripod zu nivellieren, oder ist das situationsbedingt überhaupt nicht nötig, kann so ein Dreibein ja auch als Einbein herhalten. So sehr (viel mehr) umständlich ist das gar nicht.


    Ausleiern, also Vergrößerung des Spiels meinst Du sicherlich.
    Nöö, da tut sich bei normalen Karfteinwirkungen nichts.
    Unnatürliche Einwirkungen, etwa weil Du oder die Kamera gefallen bist/ist, können dem Bajonett natürlich schon mal bleibende Schäden zufügen.
    Das das mit schwereren und mechanisch längeren Linsen schon mal größere Auswirkungen haben kann, als mit einem normalen Kit-Objektiv dürfte einleuchten.
    Normal ist aber nichts Schlimmes zu befürchten.
    Dass es trotzdem sicherer ist, die Kamera, zumindest bei etwas längeren Transporten/Wegen, im Rucksack oder in der Tasche zu verstauen, ist ja ne ganz andere Sache.
    Den/die wird man ja auf Reisen sowieso mit dabei haben (müssen).

    Ob es möglicherweise Schwierigkeiten gibt 60Fps-Material zu importieren, hängt von Deinem Schnittprogramm ab.
    Ziemlich sicher dürftest Du keinen Schwierigkeiten begegnen, weil die allermeisten Video-Tools sich von unterschiedlichen Frameraten völlig unbeeindruckt zeigen.


    Ob Du nun 60 oder (nur) 50 Fps vom Quell-Material auf 25 Fps stretchst, ist ziemlich egal.
    Irgendwie wird das Ergebnis immer als "flüssig" wahrgenommen und irgendwie wird es immer nach Zeitlupe aussehen.
    Vermutlich wird das Ausgabe-Material, weil das Schnittprogramm weniger intelligent beim Resampling vorgehen muss, weil keine meist völlig unscharfe Zwischen-Frames berechnet werden müssen, besser/angenehmer aussehen, wenn Du 50 Fps im Quell-Material hast.


    Du kannst natürlich auch 30 Fps rendern lassen.
    YT und andere Video-Hoster/Portale "verdauen" solch Material ja schließlich auch.
    Dann würden die eher unschönen künstlich berechneten Zwischen-Frames wegfallen.
    Ein Rest von Unschönheit bleibt hier aber trotzdem.
    Viele, sehr viele Smart-TVs wollen lieber Material nach europäischen Normen vorgesetzt bekommen.