Hat jemand Erfahrung mit Polarisationsfilter?

  • Hey Leute bin heute zufällig auf ein <Thema gestossen, Polarisationsfilter. Habe davor noch nichts davon gehört, nur von den bekannten ND Filter...

    Die Polarisationsfilter sind ja gut, wenn man Wasser oder den Himmel aufnehmt. Sehr Kontrast reiches Bild bekommt man durch diese Filter...


    Ich möchte mir nun eins für mein VOIGTLÄNDER 10,5mm F9 + Sigma 30mm 1,4 anschaffen!


    Habe da schon mal für den Voigtländer ein Polarisationsfilter gefunden, hier ein LINK



    Gibt es unterschiede? Billg oder gut?


    danke und gruss


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  • Matze

    Hat das Label Filter hinzugefügt
    1. Du musst bei der Suche nach Polfiltern nicht das Objektiv eingeben - solche Artikel würde ich mal als "Idiotenfänger" bezeichnen (nicht böse gemeint). Das ist in etwa so sinnvoll wie das zur Kamera passende Putztuch zu suchen ;) Das einzige Kompatibilitätsmerkmal ist der Durchmesser vom Filtergewinde. 72 mm beim VOIGTLÄNDER, 52 mm beim Sigma 30 mm DC DN.
    2. Den verlinkten Filter würde ich nicht kaufen. Mal abseits davon, dass es schon nach China-Schrott riecht sind Polfilter im Ultraweitwinkel nur bedingt sinnvoll, da die Stärke des Effekts winkelabhängig ist (siehe Beispielbild bei Wikipedia) und wenn dann sollte man da einen Filter mit besonders flachem Gewinde nutzen.
    3. Empfehlenswerte Marken sind meiner Meinung nach, unter anderem: AmazonBasics, B+W, Haida, Hoya, Kenko, NiSi und Tiffen. Hier mal .

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    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

    Panasonic Lumix GH5 + Metabones Speed Booster XL

    Sony Alpha 7 III + Sigma MC-11

  • Erstmal gibt es verschiedene Arten von Polfiltern, wobei zirkulare Polfilter (CPL) am Häufigsten sind. Lineare Polfilter werden kaum verkauft.


    Wenn du den Himmel fotografieren möchtest, ist bei der Verwendung wichtig, wie du die Kamera zur Sonne positionierst, da nur bestimmte Winkel blockiert werden. Du solltest immer rund 90° zur Sonne stehen. Hast du sie hinter oder vor dir, bringt der Filter nichts.


    Auch problematisch sind Weitwinkel-Objektive, weil du da wegen den hohen Bildwinkels den Effekt nicht auf dem ganzen Bildausschnitt hast. Also bei 10.5mm würde ich den eher nicht verwenden. Auf den Himmel bezogen hast du dann kreisförmige Verläufe von dunkel zu hell und auch bei Reflexionen sieht das nicht besser aus. Kein stimmiges Bild.


    Polfilter schlucken etwas Licht, haben also auch den Effekt eines leichten ND Filter (rund 2 EV).


    Zwischen billig und teuer dürfte der größte Unterschied in der Verarbeitung und in der Beschichtung liegen. Günstige Polfilter sind meist nur aus Plastik und unbeschichtet. Teurere sind wertiger und mindern durch spezielle Beschichtung Reflexionen und sind dadurch oft auch wasser- und schmutzabweisend.


    Wenn du nicht gerade mit dem Kit Objektiv fotografierst und Filter nur mal ausprobieren möchtest, würde ich schon in einen guten Filter investieren. Am besten auch gleich in 77mm oder gar 82mm, um nicht doppelt kaufen zu müssen. Dazu ein paar Step-Up Adapter Ringe für die verschiedenen Durchmesser der eigenen Objektive oder Steckfilter mit einem entsprechenden Haltesystem.

    Canon EOS R6, EOS M5
    RF: 35/1.8 IS STM, 85/2 IS STM

    EF: 16-35/4L IS USM, 24-70/4L IS USM, 70-200/4L IS II USM, 50/1.8 STM

    EF-M: 11-22/4-5.6 IS STM, 15-45/3.5-6.3 IS STM, 22/2 STM

    Einmal editiert, zuletzt von JensJ () aus folgendem Grund: Typo

  • Sollte ich zu Polarisationfilter oder ND-Filter greifen?


    Machen die ND Filter mehr als die Polarisationfilter?

  • ND Filter dunkeln das Bild nur ab, sonst nichts. Bei Polfiltern ist das praktisch nur ein Nebeneffekt, der bautechnisch bedingt ist.


    Wofür man einen Polfilter verwendest, hast du in deinem Anfangsposting ja schon herausgestellt. Für ND Filter fallen mir vor allem zwei Anwendungsgebiete ein: Langzeitbelichtungen (mit starken ND Filtern auch bei Tag möglich) oder zum Filmen bei starken Sonnenlicht mit offener Blende, also vor allem für den Look der geringen Tiefenschärfe, aber auch so, wenn man keine kürzere Belichtungszeit nehmen möchte.


    Also vor allem für Einstellungen, die man normalerweise nicht erzielen kann, weil das Bild sonst überbelichtet wäre.

    Canon EOS R6, EOS M5
    RF: 35/1.8 IS STM, 85/2 IS STM

    EF: 16-35/4L IS USM, 24-70/4L IS USM, 70-200/4L IS II USM, 50/1.8 STM

    EF-M: 11-22/4-5.6 IS STM, 15-45/3.5-6.3 IS STM, 22/2 STM

  • Es gibt verschiedene Stärken von ND Filtern, ich würde gerne so ein Mittelding nehmen. Blauer Himmel , Sonne ! Kennst du da gute ND Filter, 72mm + 52mm !?

    Einmal editiert, zuletzt von Matze () aus folgendem Grund: Vollzitat entfernt

  • Richtig, es gibt verschiedene Stufen, die aber bei verschiedenen Herstellern auch unterschiedlich angegeben werden. Am Häufigsten ist die Angabe des Verlängerungsfaktors (2, 4, 8, 64, 1000) oder der Neutraldichte (0.3, 0.6, 0.9, 1.8, 3). Beides meint dasselbe und in dem Fall eben eine Lichtreduktion um 1, 2, 3, 6 oder 10 EV.


    Wenn du nur den Himmel verdunkeln möchtest, um dort Details in den Wolken zu bewahren würde sich ein Verlaufsfilter anbieten. Wenn du den (eher wolkenlosen) Himmel nur etwas abdunkeln oder einfach kräftiger aussehen lassen möchtest würde ich das bei Bildern eher in der Nachbearbeitung lösen.


    Matze hat dir ja schon ein paar Anbieter genannt, die auf jeden Fall empfehlenswert sind. Ich würde die Liste vielleicht noch um erweitern, von der Marke sind die meisten Filter, die ich verwende.


    Eine Sonderstellung haben Variable ND FIlter, weil diese aus zwei Polfiltern bestehen. Für Video Aufnahmen würde ich vielleicht so einen bevorzugen, weil er auch leicht den Kontrast anhebt. Für Langzeitbelichtungen taugen die aber wenig, da selbst teurere Filter oftmals ein "X-Pattern" aufzeigen. Da ist ein ordenliches ND Filter Set brauchbarer.


    Für 52mm würde ich einfach einen solchen nehmen, ist günstiger.

    Canon EOS R6, EOS M5
    RF: 35/1.8 IS STM, 85/2 IS STM

    EF: 16-35/4L IS USM, 24-70/4L IS USM, 70-200/4L IS II USM, 50/1.8 STM

    EF-M: 11-22/4-5.6 IS STM, 15-45/3.5-6.3 IS STM, 22/2 STM

    2 Mal editiert, zuletzt von JensJ ()

  • Es gibt verschiedene Stärken von ND Filtern, ich würde gerne so ein Mittelding nehmen. Blauer Himmel , Sonne ! Kennst du da gute ND Filter, 72mm + 52mm !?


    Vielleicht solltest du uns einmal kurz sagen was du damit machen möchtest.

    Bzw. dir auch selbst darüber klar werden, denn hier werden gerade viele unterschiedliche Begriffe/Filter durcheinander geworfen.

    Nikon D5500

    Nikon Z6

  • Ich schließe mich der Meinung meines Vorposters an. Es wäre auf jeden hilfreich zu wissen, was du mit den Polfiltern machen möchtest. Dann können wir dir mit Sicherheit besser und klarer weiterhelfen.

  • Also ich möchte unbedingt bei strahlenden Himmel die Überbelichtung in Griff haben, und zb Wolken deutlicher (Kontrastreicheres Bild schaffen)

  • Überbelichtung bekommt man nur mit korrekter Belichtung in den Griff ;) Kein Filter erhöht den Dynamikumfang. Aber Du kannst, je nach Situation, mit einem Polfilter definitiv etwas mehr Kontrast und ein satteres Blau in den Himmel bekommen.

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

    Panasonic Lumix GH5 + Metabones Speed Booster XL

    Sony Alpha 7 III + Sigma MC-11

  • Oder je nach Situation mit Verlaufsfiltern. Um hier nochmal was anderes in den Raum zu werfen :/


    Lec2017: Könntest du uns evtl. mal ein Bild zeigen in dem du glaubst mit Filtern ein besseres Ergebnis zu bekommen?


    Um nochmal zusammenzufassen was hier aufgezählt wurde:


    Polfilter: Erhöht Kontrast und vermindert Spiegelungen. Funktioniert nicht bedingungslos (zb. nicht wenn die Sonne frontal oder von hinten kommt) und auch bei UWW Objektiven nur bedingt zu empfehlen, da der Effekt in Teilen des Bildes unterschiedlich stark auftreten kann.


    ND-Filter: Reduzieren das Licht das auf den Sensor fällt um einen bestimmten Faktor und ermöglichen dadurch eine längere Belichtungszeit über das gesamte Bild.


    Verlaufsfilter: Wie ND aber nur für einen Bildbereich (zb. die obere Hälfte) von der Anwendung her etwas komplexer und auch nicht bedingungslos einsetzbar


    Um mehr im Detail dazu etwas zu lernen gibt es im WWW viele Beiträge dazu, da solltest du so wie ich das beurteilen kann auf jeden Fall einmal rein schauen, bevor du irgendeinen Filter vor das Objektiv schraubst.

    Nikon D5500

    Nikon Z6

  • Also die überbelichteten Stellen im Wasser könnte man denke ich durch eine korrekte Belichtung los werden.

    Etwas kürzer belichten und im Zweifel die tiefen am Schiff etwas hochziehen falls überhaupt nötig.


    Wie Cagla schon eingeworfen hat, wären für Bilder wie dieses mit starken Helligkeitsunterschied zweier großflächigen Abschnitte (zumeist Himmel und "was darunter ist") Grauverlaufsfilter.


    Meiner Meinung nach sind nur Steckfilter zu empfehlen, da dich Grauverlaufsfilter zum Schrauben sehr stark in der Bildgestaltung einschränken und selten zu der Situation passen.

  • Ich bin auf der Suche nach einem Polfilter für das Sony Gmaster 24-70mm.

    Bringt so ein Filter etwas um Spiegelungen auf zB Autos zu vermeiden (oder vermindern)?


    Bitte mal mit passenden Link.


    Danke :thumbup:


  • Ich bin auf der Suche nach einem Polfilter für das Sony Gmaster 24-70mm.

    Du musst etwas schauen. Bei 24 mm fällt der Effekt von einer Seite zum Anderen ggf. schon etwas unterschiedlich aus, aber prinzipiell ist das machbar. Sonst schau doch mal ins oben verlinkte Video. Auf dem Filtermarkt tut sich nicht so viel^^

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    Sony Alpha 7 III + Sigma MC-11

  • Hast du die selber schon mal probiert? Kannst du da was zu erzählen. Interessiert mich auch.

    Ich habe mich über mehrere Jahre mit den Anbietern und der Auswahl von Polfiltern beschäftigt.
    Nutzen tue ich Hoya HD, Marumi DHG und Kenko Pro1 Digital.


    Bei der Wahl eines Polfilters sind unter anderem folgende Punkte interessant:
    - Griffigkeit und Tiefe des Verstellrings (Ergonomie bei der Verstellung)
    - Gesamttiefe des Metallrahmens (bei Ultraweitwinkelobjektiven)

    - Vergütung (gute Filter sind Mehrfachvergütet, Hoya HD hat 16 Layer)

    Weitere Infos findest du in diesen Threads:
    Polfilter

    Polarisationsfilter
    Polfilter auf Ultraweitwinkel

    Welcher Polfilter für Canon EF-S 18-135 mm IS STM?


    Matze hat ein Video zum Thema aufgenommen:

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