Objektiv Beratung Canon 77D

  • Hallo,

    Ich suche für meine Canon 77D ein neues (immerdrauf) Objektiv. Ich habe bereits mehrere Themen dazu gelesen und bin eigentlich immer wieder am Sigma 17-50 mm f/2.8 hängen geblieben. Ganz sicher bin ich mir aber noch nicht ob das Objektiv das richtige ist.


    Bisher habe ich nur mit dem Standard kit fotografiert. Ich war damit auch recht zufrieden es hat seinen Zweck erfüllt. Da ich aber mittlerweile ein bisschen tiefer in der Fotografie bin und mehr wert auf Schärfe, Lichtstärke etc. lege reicht das Standard kit einfach nicht mehr aus..


    Ich fotografiere auf Reisen oder Veranstaltungen (innen) . Meine Motive sind also Landschaften und Personen.


    Ein Zoomobjektiv werde ich mir in der nächsten Zeit auch noch zu legen, deswegen lege ich nicht so viel Wert auf das lange Ende bei meiner jetzigen Obejtkiv suche..


    Ich habe bereits das Canon 35mm f2.


    Der Preis ist mir relativ egal. Aber je billiger umso besser natürlich :)


    Jetzt würde ich gerne eure Meinung hören, ist es das Sigma 17-50 Wert? Oder gibt es vielleicht noch andere die zu empfehlen sind?


    Vielen Dank schonmal ich freu mich auf euer Feedback :)


  • Keine Werbung mehr zwischen den Beiträgen? Jetzt einfach und schnell kostenfrei registrieren!

  • Matze

    Hat das Thema freigeschaltet.
    • Offizieller Beitrag

    Willkommen im Forum :)


    Wenn es primär um Landschaften und Personen geht, würde auf jeden Fall zusätzlich ein Weitwinkel-Objektiv Sinn ergeben. Der Preis-Leistungs-Tipp ist da bei Canon das . Quasi als "Ergänzung nach unten".


    Als Ersatz für das Kit-Objektiv... Das 17-50er wäre schon eine gute Wahl und eignet sich bei 50 mm mit f/2.8 auch bedingt für Portraits. Wenn Du es aber primär in engen Räumen für Gruppenfotos o.ä. einsetzen willst, gäbe es auch noch das . Ist leider auch alles andere als günstig. Das würde dann aber zusätzlich das EF 35 mm f/2 ersetzen können, wenn Du den Bildstabilisator vom Canon nicht unbedingt brauchst.

    Canon EOS 5Ds R | Irix 15 mm f/2.4 | Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | Sigma 35 mm f/1.4 Art | Canon EF 50 mm f/1.8 STM | Canon EF 100 mm f/2.8L IS USM Macro

    Sony Alpha 7R IV | Tamron 28-75mm f/2.8 Di III RXD | Sigma MC-11

    Panasonic Lumix GH5 + Metabones Speed Booster XL

  • Hallo,


    Ich habe ebenfalls die 77D in der Kombination mit dem Sigma 18-35mm. Das Objektiv kann ich als Standard bedingungslos empfehlen auch wenn es keinen Bildstabilisator hat. Die Schärfe des Objektives ist dafür unvergleichlich gut.


    Mfg Robert

  • Wenn man nicht filmen möchte, ist der Stabi bei der Brennweite such nicht wirklich nötig.


    Was die Schärfe und gerade auch das Bokeh angeht, so spielt das Sigma 18-35mm f1.8 Art in der höchsten Liga und kann problemlos mit Festbrennweiten mithalten. Dementsprechend teuer, schwer und groß ist es aber auch. Für ein Immerdrauf muss das nicht unbedingt von Vorteil sein. Da wäre das Sigma 17-50mm f2.8 ein guter Kompromiss aus Bildqualität und Handlichkeit sowie Preis.


    Beide Objektive sehe ich aber auch eher für die People Fotografie. Natürlich kann man auch Landschaften shooten, aber mehr weitwinkel macht bei entsprechender Komposition das Bild idR aufregender. Da dir ja der preis relativ egal ist würde ich hier noch das Tampon 10-24mm empfehlen. Es hat im Vergleich zum Canon schönere Materialien und gerade am Rand eine sichtbar bessere Schärfe - gerade bei Offenblende aber auch noch bei f8.

  • Erstmal danke für eure Antworten! Ihr habt mir aufjedenfall geholfen, dass das sigma sich lohnt und kein schnell Schuss ist :)


    Ich denke dann wird es auf jedenfall das sigma 17-50 werden. Für ein immerdrauf sollte das passen :)


    Zusätzlich werde ich mir dann auf jedenfall mal noch ein Weitwinkel zulegen um doch ein paar bessere Landschaftsfotos machen zu können.


    Danke für den Tipp mit dem Tamron, das werde ich aufjedenfall mal im Auge behalten. :)


    Da ich relativ gerne mit meinem canon 35mm fotografiere ist das Sigma 18-35mm f1.8 denke ich keine Option für mich.

  • Da ich relativ gerne mit meinem canon 35mm fotografiere ist das Sigma 18-35mm f1.8 denke ich keine Option für mich.

    Das ist auch nicht sonderlich schlimm, denn das 18-35 mm f/1.8 von Sigma ist eh nur wirklich was, wenn man ständig in Räumen oder dunkler Umgebung Fotos macht. Am Tag ist das Objektiv, abgesehen von der Schärfe, nicht wirklich der Burner, da man am Tag eher Fotos mit f/5.6 bis f/10 macht. Da kommst du mit dem besser weg! Ja, es kostet mehr, aber nicht viel mehr. So weit ich das noch in Erinnerung habe, kostet das Sigma aktuell noch um die 720 Euro, was nicht wenig ist.


    Das 16-35 mm bietet auch eine gute Schärfe, ist kompakter und fast ziemlich genau 200 Gramm leichter, die man definitiv spürt. Zudem kommt noch, dass beim 16-35 mm von Canon keine Probleme mit dem Autofokus bekannt sind. Beim Sigma sieht es da anders aus. Oft erwischt man eine Version, die nicht sonderlich gut korrigiert das Werk verlassen hat.


    Und der IS beim Canon tut sein Übriges. ;)

    Kamera

    Canon EOS R6

    Objektive

    RF 50 mm f/1.8 STM

    Bitte keine PM's mehr, warum ich Wörter "falsch" schreibe. In der CH gibt es das "Eszett" nicht. Wir schreiben stattdessen ein Doppel-S. Besten Dank. :)

  • Am Tag ist das Objektiv, abgesehen von der Schärfe, nicht wirklich der Burner, da man am Tag eher Fotos mit f/5.6 bis f/10 macht.

    Das würde ich so pauschal nicht behaupten.


    In der Landschaftafotografie gilt dies idR sicherlich, da man bei den meisten Objektive in diesem Bereich die beste Abbildungsleistung/Schärfe erzielen, doch kann man auch hier am Tag mit offener Blende bewusst Unschärfe setzen wollen.

    Und auch wenn man im hellem Sonnenschein mit Portraits zB hinsichtlich harter Schatten etwas vorsichtig sein sollte, möchte man doch idR einen beruhigten unscharfen Hintergrund über eine offene Blende erzielen.


    Aber für Landschaften ist das 18-35mm ja eh nicht konzipiert. Natürlich kann man Landschaften damit fotografieren, wenn einem der Brennweitenbereich dafür zu sagt, aber für diesen Fall würde ich Stereotype recht geben, dass die f1.8 nicht nötig sind. Mich würde aber auch die Größe und das Gewicht von langen Touren abhalten. Vor allem aber finde ich 18mm für Landschaften am Crop häufig langweilig und würde - wenn man Vordergrund und/oder führende Linien im Bild einbauen kann - zu mehr weitwinkel greifen.

    Für Reportage, Street und ähnliche Fotografie ist die Kombination aus Zoom und sehr hoher Lichtstarke ideal. Und hier stört das Gewicht auch idR nicht so sehr. Bedenken sollte man nur, dass man aufgrund der Größe doch etwas auf fällt.


    Letztlich ist immer die Frage was man sucht. Und da das 18-35mm f1.8 doch schon recht speziell ist, würde ich als Immerdrauf weiterhin ein 17-50mm f2.8 empfehlen und deshalb auch auf Nachfolger hoffen.

  • Bevor ich mir ein EF 16-35 L f/4 an die 77D schrauben würde (und eine Menge Geld dafür bezahle), würde ich dann eher zum Canon EF-S 17-55 F/2.8 IS USM greifen. Da hat man nach unten zwar einen mm weniger, dafür nach oben 20 mm mehr und eine Blende. Die Schärfe dürfte nicht schlechter sein, als die des EF 16-35 mm am Crop.


    Allerdings halte ich das Sigma 17-50 f/2.8 ebenfalls für die beste Wahl hinsichtlich des Preises.

  • Und auch wenn man im hellem Sonnenschein mit Portraits zB hinsichtlich harter Schatten etwas vorsichtig sein sollte, möchte man doch idR einen beruhigten unscharfen Hintergrund über eine offene Blende erzielen.

    Das kommt natürlich auf den Fotografen an. Der TO hat das Thema Hintergrundunschärfe nicht explizit angesprochen. Daher eher meine Empfehlung zum 16-35 mm und zu Blende 4. Es ist halt leichter, kompakter und kostet nur unwesentlich mehr wenn man bedenkt, dass man so eines der besten fokussierenden Linsen erwerben kann. Dazu noch der hervorragende Bildstabilisator.

    Kamera

    Canon EOS R6

    Objektive

    RF 50 mm f/1.8 STM

    Bitte keine PM's mehr, warum ich Wörter "falsch" schreibe. In der CH gibt es das "Eszett" nicht. Wir schreiben stattdessen ein Doppel-S. Besten Dank. :)

  • Da ich aber mittlerweile ein bisschen tiefer in der Fotografie bin und mehr wert auf Schärfe, Lichtstärke etc. lege reicht das Standard kit einfach nicht mehr aus..


    Ich fotografiere auf Reisen oder Veranstaltungen (innen) . Meine Motive sind also Landschaften und Personen.

    Naja es ist schon explizit der Wunsch nach mehr Lichtstärke geäußert worden... und bei Personen ist idR ja ein unscharfe Hintergrund gewünscht.


    Aber es geht ja nicht ums Recht haben.

    Das 16-35mm ist sicherlich auch eine Überlegung wert und ein tolles Objektiv. Die Frage ist, ob einem 35mm für ein Immerdrauf reichen und ob man nicht lieber etwas mehr Lichtstärke haben möchte, dafür aber keine Kompatibilität fürs Vollformat. Wenn man nicht aber bereits plant darauf um zu steigen, würde ich persönlich(!) das aber nicht direkt als Vorteil sehen.

  • und bei Personen ist idR ja ein unscharfe Hintergrund gewünscht.

    Also ich kenne einige, die mit Bokeh nichts anfangen können. Dabei kann man doch so schöne Dinge damit realisieren. Und ich dachte, ich empfehle es mal aus dem Bauch heraus, denn mit Kit-Linse hast du am Ende Blende 5.6 und die 3.5'er Blende am Anfang verschwindet recht schnell schon nach ein paar Millimeter Brennweite - daher meine Empfehlung, dass durchgehend f/4 doch eigentlich gut ist. ^^


    Das Sigma 17-50 mm f/2.8 habe ich z.B. extra nicht empfohlen, da der Autofokus so was von Vorgestern ist.

    Kamera

    Canon EOS R6

    Objektive

    RF 50 mm f/1.8 STM

    Bitte keine PM's mehr, warum ich Wörter "falsch" schreibe. In der CH gibt es das "Eszett" nicht. Wir schreiben stattdessen ein Doppel-S. Besten Dank. :)

  • Also grundsätzlich habe ich auch von guten Erfahrungen mit dem 17-50 mm f2.8 gehört. Was ich aber nicht verstanden habe, ist ob eine durchgehende Lichtstärke unbedingt notwendig ist. Falls nicht, ist vielleicht das 17-70 mm f2.8-4.0 Contemporary (ebenfalls von Sigma) eine Option. Es bietet 20 mm Brennweite mehr am langen Ende.

  • Was ich aber nicht verstanden habe, ist ob eine durchgehende Lichtstärke unbedingt notwendig ist.

    Das kommt auf dein Einsatzgebiet an. Wenn du nun auf eine Party gehst, auf denen es ja bekanntlich etwas an Licht mangelt, wäre eine durchgehende Lichtstärke von f/2.8 sicherlich eine Hilfe. Auch Museumsbesuche oder Konzerte wären mit einer durchgehenden Blende von f/2.8 sicher besser eingefangen.


    Aber eigentlich ist f/2.8 bis f/4 auch eine gute Sache. Andere Hersteller lassen sich so einen Blendenbereich teuer, sehr teuer bezahlen. Da schiele ich mal unauffällig zum Panasonic 12-60 mm f/2.8-4 rüber, dass hier bei uns um die 800 Franken kostet, aber ab und zu so ein ekliges Ghosting produziert, das man fast schon schmerzen bekommt. Solche Ausreisser wären mir beim Sigma-Gegenstück nicht bekannt.

    Kamera

    Canon EOS R6

    Objektive

    RF 50 mm f/1.8 STM

    Bitte keine PM's mehr, warum ich Wörter "falsch" schreibe. In der CH gibt es das "Eszett" nicht. Wir schreiben stattdessen ein Doppel-S. Besten Dank. :)

  • Stereotype zunächst einmal muss ich mich entschuldigen, dass ich nach fast einer Woche auf deine Erklärungen zurückkomme. Ich habe es einfach nicht vorher geschafft, wieder ins Forum zu schauen. Das mit der durchgehenden Lichtstärke hatte ich nicht bedacht, wobei es denk ich auch von den Locations abhängt. Aber ja, für diese Zwecke ist alicezi mit dem 17-50 mm f2.8 dank der durchgehenden Lichtstärke wahrscheinlich besser aufgehoben. :)

  • Aber ja, für diese Zwecke ist alicezi mit dem 17-50 mm f2.8 dank der durchgehenden Lichtstärke wahrscheinlich besser aufgehoben.

    Das, das trifft wohl zu.

    Kamera

    Canon EOS R6

    Objektive

    RF 50 mm f/1.8 STM

    Bitte keine PM's mehr, warum ich Wörter "falsch" schreibe. In der CH gibt es das "Eszett" nicht. Wir schreiben stattdessen ein Doppel-S. Besten Dank. :)