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Samsung: SUR40 Multi-Touch-Tisch mit Microsoft Surface

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Neben den "gewöhnlichen" technischen Dingen suchen wir auf der weltweit größten Technologie-Messe CeBIT natürlich auch nach dem Außergewöhnlichen und den Dingen, die vielleicht erst in 5 bis 10 Jahren in unseren Alltag einziehen. Samsung zeigt mit dem SUR40 eines dieser Geräte.

Beim SUR40 handelt es sich in erster Linie um einen Tisch, soweit so gewöhnlich. Auch handelt es sich gleichzeitig um einen großen Fernseher - auch nicht weiter ungewöhnlich. Wirklich interessant ist der SUR40 aufgrund seiner Interaktionsmöglichkeiten mit der Umwelt, besser mit den Menschen die ihn benutzen.

Es stockt.. 

So ist der gesamte Bildschirm berührungsempfindlich und setzt auf Microsoft Surface. Samsung spricht offiziell von bis zu 50 Eingaben gleichzeitig, unter der Hand verriet man aber, das dieses Limit weder Hard- noch Softwareseitig besteht und man auch mehr verarbeiten kann.

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Jedoch ist die Leistung der dahinter steckenden CPU (AMD Athlon II X2 245e: 2,9 GHz Dualcore) je nach Anwendung nicht für mehr geeignet. Diesen Eindruck hatten wir auch. Generell scheint die mittlerweile schon wieder veraltete Technik noch nicht ganz den hohen Anforderungen gewachsen. Neue energiesparsame Quad- oder gar Octacore Prozessoren sollten in Kombination mit aktuellen On-Chip Grafikprozessoren (GPU) ein Vielfaches der Leistung bieten können.

Viele Möglichkeiten

Damit würden sich auch viele neue Anwendungsgebiete effektiv erschließen lassen. Samsung sprich so z.B. von Autohändlern oder Wohnungsdesignern. Man bildet das neue Traumauto oder eben ein 3D-Modell der neuen Wohnung ab und kann mit kleinen Objekten beispielsweise die Lackfarbe und Innenausstattung des Autos oder die Wandfarben und Teppichmuster verändern. Denn der SUR40 kann auch aufgelegte Objekte erkennen. Die Auflösung ist dabei derart hoch, das es mittels OCR (Texterkennung) auch möglich wäre Texte zu erkennen oder die verbreiteten QR-Codes zu scannen.

Weiter würde es im Einkaufszentrum gehen. Der Kunde interessiert sich z.B. für zwei neue Smartphones, legt diese auf den Tisch und dieser erkennt die beiden Geräte und bietet nun weitere Informationen wie Testberichte, einen Vergleich der technischen Eigenschaften oder die Meinung andere Käufer aus sozialen Netzwerken. Es obliegt also eigentlich nur noch den Programmierern die Möglichkeiten auszunutzen.

Mit etwas potenterer PC-Hardware und den passenden Applikationen könnten wir uns Geräte wie den Samsung SUR40 bereits heute in Einkaufszentren oder anderen Umgebungen vorstellen. Auch Privatanwender haben wohl schon Interesse an dem SUR40 bei Samsung bekundet. Angst um ein zerkratztes Display muss sich übrigens Niemand machen, setzt Samsung doch als Oberfläche auf das aktuell größte zusammenhängende Gorillaglas der Welt. Zukunft, wir kommen - mit großen Schritten!


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