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Intel veröffentlicht Merrifield Dual Core, Ausblick auf Moorefield Quad Core [MWC 2014]

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Erst kürzlich wurde bekannt gegeben, dass das mobile Business von Intel bisher ein reines Verlustgeschäft war. Das überrascht wenig, kann man doch die entsprechenden Geräte bisher an einer Hand abzählen. Lediglich die großen Partner aus dem PC-Geschäft wie beispielsweise Lenovo oder ASUS unterstützen Intel bisher, doch die neue Generation soll in diesem Jahr endlich die Wende bringen. So stellte man heute im Beisein zahlreicher Analysten die neuen Dual-Core-Prozessoren mit Codenamen "Merrifield" vor und gab ebenso einen Ausblick auf die Zukunft.

Intel Merrfield: Neuer Dual-Core-Prozessor als Zugpferd für Intel in der mobilen Branche

Dieser neue Dual-Core-Prozessor soll Intel in der ersten Hälfte des Jahres wieder etwas auf Kurs bringen, wofür er technisch gesehen auch durchaus die Voraussetzungen mit sich bringt: So konnte man in der Pressekonferenz bereits ein lauffähiges Modell mit 64-Bit-Android zeigen, zusätzlich verspricht man eine hohe Energieeffizienz und passenderweise eine lange Akkulaufzeit sowie eine starke Grafikeinheit. Das alles ist natürlich optimiert auf Intel-Kommunikationsmodule wie das neue XMM 7260 LTE-Modem mit Cat. 6 und bis zu 300 Mbit/s Download.

Intel XMM 7260 & XMM 7160 LTE Modems im direkten Vergleich

Wem diese zwei Kerne nicht reichen, der bekommt in der zweiten Hälfte des Jahres mit "Moorefield" die passende Quad-Core-Variante serviert. Darüber hinaus sollen Ende des Jahres mit SoFIA LTE & 3G die ersten Chips erscheinen, die Prozessor und Modem in einem Paket vereinen, außerdem soll dann auch schon der Bay Trail-Nachfolger Cherry Trail mit 14-Nanometer-Fertigung und Goldmont-Architektur in den Startlöchern stehen. Mitte 2015 folgt dann auch wieder der passende Refresh mit Codename Broxton.

Intels Roadmap für zukünftige Atom-Plattformen für Smartphones und Tablets

Insgesamt plant Intel zukünftig Geräte in einem Preisrahmen von 99 bis 399 Euro abzudecken, was mit den neuen Chips potentiell gelingen sollte. Trotz alledem dürfte es schwer werden, gegen die Übermacht der ARM-Architektur anzukommen. Wenn man hier scheitert war es möglicherweise auch das letzte Jahr für Intels Smartphone-Geschäft, um nicht noch mehr Geld zu verschwenden. Dafür hat man mit Foxconn und anderen neue Partner gefunden, um das Ziel von über 90 Tablet-Plattformen in diesem Jahr zu erreichen, das neue Intel XDK Entwickler-Programm soll ebenfalls dazu beitragen.


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