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Tile - Bluetooth-Tracker helfen bei der Suche [IFA]

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Das 2013 gegründete Unternehmen Tile stellt auf der IFA 2019 seine Bluetooth-Tracker Tile Slim, Mate und Pro vor. Die US-Amerikaner haben ihre Software zudem in Kopfhörer von Sennheiser, Bose und Skullcandy eingebaut und planen weitere Kooperationen.

Die Bluetooth-Tracker von Tile kann man auch an seinen Kaffeebecher anhängen, um diesen wiederzufinden

Die Idee, die hinter Tile steckt, ist ebenso simpel wie schlau. Einer Studie zufolge, die von dem Unternehmen in Auftrag gegeben wurde, sucht jeder Mensch täglich im Schnitt circa zehn Minuten lang nach einem Gegenstand wie Schlüssel, Laptop oder Geldbörse. Mit den kleinen Trackern von Tile können diese Gegenstände via Bluetooth schnell geortet werden, wenn die Tracker an diesen angebracht sind. Entsprechende Apps gibt es für die Smartphone-Betriebssysteme Android und iOS.

Wenn ein verlorener Gegenstand geortet wird, klingelt das Smartphone immer laut. Das funktioniert auch, wenn das Handy eigentlich leise gestellt ist, wenn man Tile dazu zuvor die Berechtigung unter Android oder iOS erteilt hat. Falls ein Gegenstand nicht gefunden werden kann, weil er außerhalb der Bluetooth-Reichweite ist, dann tritt in Community in Aktion. Sobald ein Tile-Nutzer in die Nähe des Gegenstands kommt, wird der Tile-Server via Cloud aktiviert.

Nur Tracker oder Service-Paket Tile Premium

Die Konkurrenten von Tile sind Mobilfunk-Provider wie z.B. Vodafone, das seine SIM-Karten in Fahrräder, Gabelstapler und Boote einbaut, doch während solche SIM-basierten Lösungen meist nur in wenigen Ländern gelten, ist Tile in 230 Ländern aktiv.

Der Tile Pro ist der reichweitenstärkste Bluetooth-Tracker von Tile und in Schwarz und Weiß erhältlich

Interessant ist auch der Preis. Entscheidet man sich für einen der drei Bluetooth-Tracker von Tile, zahlt man nur für den Tracker – und das ohne Vertragsbindung. Das Einstiegsmodell Mate mit einer Bluetooth-Reichweite von 50 m kostet 25 Euro. Der Tile Mate mit einer Reichweite von 100 m schlägt mit 35 Euro zu Buche. Der ultradünne Tile Slim kostet ebenfalls 35 Euro, hat aber nur eine Reichweite von 30 m.

Optional kann man Tile Premium für 30 Euro im Jahr ordern. Hier sind zusätzliche Services wie die unbegrenzte Zahl der Nutzer, der Ersatz der Akkus und die praktischen Smart Alerts enthalten, also Warnungen, wenn wichtige Dinge nicht in Bluetooth-Reichweite sind. Um Fehlalarme zu verhindern, kann der Kunde zwei Bereiche wie z.B. sein Zuhause und seine Arbeitsstelle vordefinieren.

300 Prozent Plus in Deutschland

Tile startete 2013 in den USA, wo das Unternehmen derzeit einen Marktanteil von 90 Prozent aufweist. Tile ist aber mittlerweile auch in Deutschland aktiv und verzeichnete hierzulande eine Steigerung von 300 Prozent im letzten Jahr. Die Kunden finden sich dabei vor allem in Großstädten. Die Server stehen allerdings nicht in der Bundesrepublik, sondern in mehreren Ländern und dabei v.a. in den USA.

In Autoschlüsseln ist die Tile-Software noch nicht integriert, dafür in einigen Headsets

Tile hat nach eigenen Aussagen rund 25 Millionen eigene Geräte verkauft, strebt aber langfristig eine Stückzahl von 50 Millionen an. Neben den eigenen Trackern sind die Kooperationen wichtig. So verbauen z.B. Sennheiser, Bose und Skullcandy die Bluetooth-Technologie von Tile in einigen ihrer Headsets.

Tile plant weitere Partnerschaften

Zudem plane man Partnerschaften mit Herstellern im medizinischen Bereich und Koffer-Herstellern, so Tile gegenüber ValueTech.de. Auch mit Xfinity, Google, Amazon und Apple arbeite man zusammen, um Tile in deren Sprachassistenten zu integrieren.

Tile ist darüber hinaus Partner von Chip-Herstellern wie Toshiba und Qualcomm. Das Ziel des Unternehmens ist es, dass seine Technologie a priori auf deren Bluetooth-Chips integriert wird. Zudem wolle man weitere Partnerschaften knüpfen. Auch deshalb sei man auf der IFA, heißt es gegenüber ValueTech.de.