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CFexpress - Nachfolger und Alternative für XQD 2.0 in kürze im Handel [IFA]

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Nutzer von Nikons Z-Serie kommen zwar in den Genuss einer soliden Vollformat-DSLM-Serie, passende XQD-Speicherkarten gibt es derzeit jedoch ausschließlich von Sony – und wie bei jedem Monopol sind auch in diesem Fall die Preise nicht sonderlich kundenfreundlich. Doch Abhilfe ist in Sicht.

XQD fand, genauso wie das auf SATA basierende CFast, nie eine besonders weite Verbreitung, vergleichen mit dem alten Profi-Format CompactFlash. Während bei Fotokameras SD-Speicherkarten heutzutage auch in Profi-Modellen anzutreffen sind – und teils mehr als doppelt so schnell wie CompactFlash agieren – setzen Filmkameras immer häufiger auf vollwertige SSDs als Datenspeicher.

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CFexpress (CFe) könnte salopp auch als XQD 3.0 bezeichnet werden. Wie XQD 2.0 setzt auch CFe auf PCI Express (PCIe) zur Datenübertragung, jedoch PCIe der dritten Generation mit verdoppelter Bandbreite. Zudem sind CFe-Speicherkarten in drei Formfaktoren erhältlich: Typ A, B und C. Derzeit wurden ausschließlich Modelle vom Typ B angekündigt.

Der einfache Grund: CFexpress Typ B ist äußerlich baugleich zu XQD 2.0, weshalb es prinzipiell möglich ist, XQD-Speicherkarten in Kameras und Kartenlesern mit CFexpress-Slot zu nutzen und andersherum. Im Gegensatz zu SD-Speicherkarten ist die Auf- und Abwärtskompatibilität jedoch nicht verpflichtend.

Neue Kameras und Firmware-Updates

Zeitgleich zur IFA 2019 kündigte Canon vergangene Woche mit der C500 Mark II die erste Profi-Filmkamera an, die nativ von CFexpress gebrauch macht und dank der hohen Schreibgeschwindigkeiten von über 1 GB/s die kamerainterne Aufzeichnung von 5,9K-Videos mit bis zu 60 Bilder/s im Cinema-RAW-Light- und XF-AVC-Format erlaubt.

Canon EOS C500 Mark II [Bildmaterial: Canon Deutschland]

Auf der IFA war zu hören, dass Nikon bereits in wenigen Wochen ein Firmware-Update für die Z-Serie veröffentlichen wird, mit dem der XQD 2.0-Slot auch CFexpress-kompatibel wird. Updates für die D5, D500 und D850 hat Nikon im April ebenfalls angekündigt, jedoch lagen Zulieferern hierzu keinerlei Informationen vor. Panasonic hat für die S-Serie ebenfalls ein Update angekündigt, jedoch bisher ebenfalls keinen konkreten Termin kommuniziert.

Erste CFexpress-Speicherkarten

Mit der ersten Kamera gibt es auch einen Markt für passende Speicherkarten, die bereits auf der CP+ 2019 im Februar bei mehreren Anbietern zu sehen waren. So präsentiert SanDisk auf der IFA 2019 die Extreme PRO CFexpress (Type B) mit bis zu 1.700 MB/s Lese- und 1.200 MB/s Schreibgeschwindigkeit. Zuerst startet das Modell mit 512 GB, vor allem für die Canon C500 Mark II gedacht. Später im vierten Quartal sollen Modelle mit 64, 128 und 256 GB Speicherplatz folgen, die für Fotografen spannender sind.

Neue CFexpress-Speicherkarten von Angelbird, Lexar und SanDisk

Am Stand von Lexar war bereits ebenfalls eine CFexpress-Karte (Type B) zu sehen, die mit bis zu 1.650 MB/s Lese- und 1.000 MB/s Schreibgeschwindigkeit beworben wird und in wenigen Wochen im Handel erhältlich sein soll.

Der österreichische Speicherspezialist Angelbird kündigt gleich zwei Serien an: Die AV PRO CFX und AV PRO CFX XT. Beide Serien weisen laut Datenblatt bis zu 1.700 MB/s Lese- und 1.400 MB/s Schreibgeschwindigkeit auf, in der Pressemitteilung verweist Angelbird jedoch auf Unterschiede in der garantierten, konstanten Schreibgeschwindigkeit (sustained write speed), die insbesondere für Filmer wichtig ist. So sind bei der AV PRO CFX (128, 256 und 512 GB; 1 TB) mindestens 550 MB/s dauerhaft möglich, bei der AV PRO CFX XT (80, 160, 320 und 650 GB) sogar 1.000 MB/s.


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