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Google und Deutsche Bahn geben den Startschuss für Google Transit in Deutschland

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Auf einer Presseveranstaltung im Berliner Hauptbahnhof präsentierten Google und die Deutsche Bahn am heutigen Tage die Früchte der zweijährigen Zusammenarbeit, an der nach eigenen Angaben 15 Entwickler beteiligt waren. Google bietet in der Routenplanung vom hauseigenen Kartendienst Maps nun neben der Auto- und "Zu Fuß"-Navigation auch alle Verbindungen der Deutschen Bahn - Kurz: Google Transit.Google und die Deutsche Bahn stellen Google Transit (Maps) für Deutschland vor. Was bereits in anderen Ballungsgebieten, ganzen Ländern und sogar auf den kanarischen Inseln seit einiger Zeit möglich war, hat in Deutschland wieder einmal etwas mehr Zeit benötigt. Nicht aufgrund rechtlicher Probleme, vielmehr sei die hohe Komplexität des Vorhabens dafür verantwortlich gewesen. Die Deutsche Bahn stellt Google den gesamten "Sollfahrplan" zur Verfügung, jene Fahrzeiten ohne Verspätung nach denen viele Bahnfahrer gerne fahren würden, es aber nur zu selten können.

[[VTTV:Google Transit - DB]]

Diese Daten beinhalten alle von der Deutschen Bahn betriebenen Netzte im In- und Ausland, eingeschlossen den diversen Nahverkehrszügen im Stadtbereich (S-Bahn), in Zukunft sollen auch die Daten weiterer Verkehrsunternehmen in Deutschland folgen. Das Ziel der Entwicklung war ein möglichst hoher Nutzen für den Anwender und damit die Entwicklung der Algorithmen zur "Wegfindung" besonders kritisch. Die Entwicklung verlief Hand in Hand und auf das Ergebnis ist man sichtlich stolz: Mehrere Routen von Zürich nach Amsterdam gibt Google Maps im Bruchteil einer Sekunde wieder.

Google und die Deutsche Bahn stellen Google Transit (Maps) für Deutschland vor.Stolz war man auf Seiten von Google, abgesehen von der Geschwindigkeit, auf die so genannten Deeplinks - Links, die nicht einfach auf die Homepage der Deutschen Bahn leiten, sondern direkt zur entsprechenden Fahrt mit allen aktuellen Infos. Seien es Verspätungen oder bei geplanten Reisen der Kauf des Tickets. Eine Provision erhält Google hierbei nicht. Man eruiere fortlaufend die Finanzierungsmöglichkeiten der einzelnen Dienste, bisher habe man jedoch keine passende, nach Google-Maßstäben also nicht störende und zugleich nützliche, Werbeform für Maps respektive Transit gefunden - Zumindest nicht präsentationsreif.

Der Dienst kann auf allen Plattformen genutzt werden - Das heißt sowohl am heimischen PC, unterwegs im Browser (m.google.de) als auch via App. Eine kleine Einschränkung gibt es jedoch bei den beiden zuletzt genannten Optionen: Es gibt (noch) keine Deeplinks. Beim PC wisse man "woran man ist" - Auf mobilen Endgeräten gäbe es die Möglichkeit die mobile Webseite aufzurufen oder direkt die Deutsche Bahn-App. Letzterer Fall würde eine Verknüpfung der Programmierschnittstellen (API) voraussetzen und wäre so noch komplexer zu realisieren.Google und die Deutsche Bahn stellen Google Transit (Maps) für Deutschland vor.

So war dann auch unser Fazit: Der Ist-Zustand ist erst einmal "nur" eine Portierung der Bahnangebote hinein in Google Maps, die Pläne für die Zukunft jedoch noch weitaus beeindruckender. Google will zum größten Anbieter für die Navigation im Massentransport werden. Von Berlin nach Helsinki mit dem Auto oder der Bahn? Bald vielleicht eine Sache von Sekunden.

 


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