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Nikon Df - Vollformat-DSLR in Retro-Optik vorgestellt

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Besonders Fujifilm und Olympus sind aktuell voll im Retro-Fieber und nun steigt mit Nikon ein weiteres japanisches Unternehmen ein, kombiniert aktuelle Technik mit dem Design aus dem letzten Jahrtausend und will somit wohl vor allem neue, alte Zielgruppen besser erreichen als bisher. Wir werfen einen ersten Blick auf die neue Nikon Df.

Nikon Df (Quelle: Nikon)Das Design liegt irgendwo zwischen Nikon F2 (1971) und Nikon F3 (1980) - markant ist vor allem die starke Strukturierung und der kantige Sucher - kombiniert mit nur wenigen Design-Elementen aus der aktuellen DSLR-Serie. Auch im Inneren ist die Nikon Df auf auf langjährige Nikonfans hin optimiert worden und bietet beispielsweise die Möglichkeit auch Non-AI-Objektive (Objektive ohne Aperture Indexing, dt. Blendenübertragung) zu verwenden: Die Belichtungsmessung erfolgt wie gehabt bei Offenblende, Brennweite und Lichtstärke des Objektivs lassen sich in den Kameraeinstellungen festlegen und speichern, die am Objektiv eingestellte Blende wird der Kamera über ein Einstellrad mitgeteilt und somit schlussendlich auch im Modus A (Zeitautomatik) eine korrekte Belichtung gewährleistet.

Nikon Df (Quelle: Nikon)

Generell merkt man der Nikon Df die Verwandschaft mit Profikameras alter Tage an, besonders die vielen Einstellräder für die einzelnen Belichtungsparameter haben es sonst eher selten in moderne DSLRs geschafft.

Beim Bildsensor ist man ebenfalls auf Profiniveau und verbaut den 16-Megapixel-CMOS-Sensor des hauseigenen Flaggschiffs Nikon D4 zusammen mit dem nicht mehr ganz taufrischen Bildprozessor EXPEED 3 (der Nachfolger EXPEED 4 findet erstmals in der Nikon D5300 Verwendung). Beim Autofokus setzt man auf das Modell Multi-CAM 4800 - bekannt aus der D7000 und D600 - mit 39 AF-Feldern (davon 9 Kreuzsensoren), Serienbildaufnahmen sind mit bis zu 5,5 Bildern je Sekunde möglich.Nikon Df (Quelle: Nikon) Die restliche Ausstattung ist mit 2.016-Pixel-RGB-Sensor (Belichtungsmessung), einem 3,2"-Display mit 921.000 Bildpunkten und dem optischen Sucher mit 100 Prozent Sichtfeldabdeckung und 0,7-facher Vergrößerung auf dem üblichen Niveau für Kameras im vierstelligen Preisbereich.

Für das Jahr 2013 eher mager ist die Anschlussvielfalt mit lediglich USB, mini-HDMI und dem Zubehöranschluss für Fernauslöser und GPS.

Nikon Df (Quelle: Nikon)Erfreulich gering für eine Vollformat-DSLR ist das Gewicht von nur 765 Gramm inklusive Akku und Speicherkarte (SDHC oder SDXC; mit UHS-I Unterstützung), beim Akku setzt man auf den mit der D5300 eingeführten EN-EL14a mit 8,9 Wh und damit 16 Prozent mehr als der äußerlich baugleiche Vorgägnger EN-EL14.

Verfügbar sein soll die Nikon Df ab Ende November zusammen mit dem AF-S NIKKOR 50 mm f/1.8G SE Objektiv in Retro-Optik für 2.999 Euro - vorbehaltlich erster Tests und etwas geringerer Marktpreise erscheint der Preis sogar fair.


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