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Neue Foveon-Generation: Sigma dp1, dp2 und dp3 Quattro [CP+ 2014]

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Im Rahmen der ab Mittwoch stattfindenden Fotomesse CP+ in Japan stellt Sigma heute die neue Generation der hauseigenen dp-Serie mit Foveon X3-Direktbildsensor vor. Was sich im Vergleich zur Merrill-Generation geändert hat erfahren Sie im folgenden Artikel. Genaue Preise sowie einen möglichen Erscheinungstermin müssen wir Ihnen jedoch vorerst noch schuldig bleiben.

Sigma DP2 Quattro: Draufsicht [Bildmaterial: Sigma]

Quattro - Neues Sensor-Layout

Setzte Sigma beim Vorgänger Merrill, benannt nach dem verstorbenen Erfinder des Direktbildsensors, noch auf drei übereinanderliegenden Schichten zu je 4.800 x 3.200 Pixeln (15,36 MP), hat man sich bei der neuen Quattro-Generation für ein anderes Konzept entschieden. Zwar befinden sich die drei farbempfindlichen Schichten wieder übereinander statt wie herkömmlich im Raster angeordnet (Bayer-Sensor), jedoch wird nun die Farbe Blau (oberste Sensorschicht) mit 5.424 x 3.616 Pixeln (19,61 MP) viermal höher aufgelöst als die darunterliegenden Schichten für Rot und Grün mit jeweils 2.712 x 1.808 (4,90 MP).

Sigma Foveon X3-Direktbildsensor der Quattro-Generation [Bildmaterial: Sigma]Dementsprechend bietet die "alte" Merrill- etwa 56,6 Prozent mehr Pixel als die neue Quattro-Generation, wie sich das Konzept in der Praxis (u.a. Bildschärfe und Moiré-Effekt) auswirkt dürfte jedoch enorm stark von den zugehörigen Algorithmen im Bildprozessor respektive RAW-Konverter abhängen.

Die dp Quattro-Kameras bieten die Möglichkeit RAW-Bilder mit dem vollen Informationsgehalt (29,42 MP) oder eine reduzierte Variante (14,67 MP) abzuspeichern - bei letztere wird das blaue Pixel-Cluster (2x2) zu einem großen blauen Pixel gemittelt. Ähnliche Möglichkeiten bieten sich für die Generierung von Jpeg-Bildern an: Low (4,89 MP) entspricht der reduzierten RAW-Version ohne weitere Interpolation, High (19,61 MP) dürfte für die Farben Grün und Rot von Demosaicing Gebrauch machen - Super-High (7.680 x 5.120 Pixel) wird allem Anschein nach weitere Interpolationen vornehmen, erfahrungsgemäß jedoch zu sichtbaren Artefakten führen.

dp1, dp2 und dp3 Quattro

Die zugehörigen Kameras hören wieder auf die Namen dp1, dp2 sowie dp3 und unterscheiden sich durch das verbaute Festbrennweiten-Objektiv mit 19, 30 respektive 50 mm Brennweite mit einer maximalen Lichtstärke von je f/2.8. Durch den Sensor in APS-C-Größe (23,5 x 15,7 mm) ergibt sich der übliche Verlängerungsfaktor von 1,5.

Sigma DP2 Quattro: Nicht nur der Sensor ist besonders [Bildmaterial: Sigma]Definitiv auffallend und auf den ersten Blick wenig ergonomisch wirkend ist die Formgebung der neuen Quattro-Generation. Auf der Rückseite soll trotzdem ein 3"-LC-Display mit 920.000 Pixeln Auflösung Platz gefunden haben - wir hoffen entsprechende Bilder bald nachreichen zu können.

Wie bei allen Sigma-Kameras mit Foveon X3-Sensor ist auch bei der neusten Generation die Lichtempfindlichkeit mit maximal ISO-6.400 etwas geringer als bei Kameras mit klassischem Bildsensor. Dank der verringerten Auflösung und des neuen Bildprozessors TRUE III (Three-layer Responsive Ultimate Engine) soll zudem die Geschwindigkeit endlich zugenommen haben. Weitere Details dürften jedoch erst erste Tests klären.

Als erstes soll die [[ASIN:B00KXNIBPK|Sigma DP2 Quattro]] für 999 Euro im Handel erscheinen.


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