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USB 3.1 Type-C: Neuer drehbarer, schlanker Anschluss vorgestellt

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USB ist aus heutigen Computern nicht mehr wegzudenken. So gut wie jedes Gerät, sei es Festplatte, Maus, Tastatur, Webcam oder inzwischen auch Headset, nutzt diese Verbindung. Alternativen wie FireWire und Thunderbolt existieren, sind aber eher (Apple-)Nischenprodukte. Über die Jahre kam es durch die Beschaffenheit des Steckers auch zu zahlreichen Scherzen, so soll der Stecker beispielsweise vierdimensional sein, da er sich erst beim dritten Versuch richtig einstecken lässt. Apple umging dieses Problem mit dem neuen Lightning-Anschluss, doch da ab 2017 wirklich jedes Smartphone den gleichen Ladestecker besitzen soll könnte der neue Type-C Anschluss die Zukunft für mobile Geräte sein.

Der Stecker ist ähnlich groß wie bisherige Micro-USB-Stecker, kann aber mehr Daten und Strom übertragen [Bildmaterial: Intel]

Da sowohl der normale USB 3.0 Standard-A als auch der kleinere USB 3.0 Micro-B viel zu groß bzw. nicht robust genug für mobile Geräte sind kommt hier der neue Stecker zum Einsatz. Er hat die Größe von micro-USB, wie man es von Smartphones kennt (ca. 8,3 x 2,5 mm), schafft allerdings deutlich höhere Datenraten und auch höhere Stromstärken um das Handy schneller zu laden. Dabei ist die Steckerform sowohl mit USB 2.0 als auch mit dem neuen USB 3.1 kompatibel.

Durch das neue Design des USB Type-C Anschlusses lässt sich der Stecker nicht mehr verkehrt einsetzen [Bildmaterial: Intel]

Und genau darum dreht sich auch der Rest der Präsentation. In der ersten Generation schafft USB 3.1 zwar nur die 5 Gbit/s Übertragungsrate wie USB 3.0, doch mit USB Power Delivery ermöglicht man zukünftig deutlich höhere Spannungen und Stromstärken, sodass später bis zu 100 Watt (20 Volt & 5 Ampére) über ein USB-Kabel übertragen werden können. Mit USB AV will man außerdem HDMI und den DisplayPort ablösen, da man Vorteile in den geringen Kosten und der Möglichkeit der Datenübertragung in beide Richtungen sieht. Zu Beginn schafft man zwar nur Full HD, mit der zweiten Generation, in der USB 3.1 bis zu 10 Gbit/s übertragen kann, wird dann aber auch 4K-Material möglich sein.

Mittels USB Power Delivery lassen sich in Zukunft auch ganze Laptops oder PCs mit Strom versorgen [Bildmaterial: Intel]

Zukünftig plant man sowieso eine Single Connector Platform, bei der lediglich ein Kabel von einem Laptop zu einem Hub geht, an das dann wiederum alle benötigten Dinge wie Festplatten, Displays, Netzwerkkabel & Co. angeschlossen sind. Durch die normalen Stecker wird USB 3.1 abwärtskompatibel sein, der Type-C Anschluss wird logischerweise einige Zeit brauchen, um sich als neuer Stecker durchzusetzen. Ab Ende 2014 werden erste Geräte mit USB 3.1 erwartet, mit einer wirklichen Verbreitung ist erst im nächsten Jahr zu rechnen.

Durch die Single Connector Platform reicht zukünftig ein USB-Anschluss pro Gerät [Bildmaterial: Intel]


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