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Nikon 1 V3 - Sucher weg, neuer Sensor und schneller Serienbildmodus rein

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Nikons neue spiegellose Systemkamera "1 V3" richtet sich, wie gehabt, an ambitionierte Amateure und bietet einige Neuerungen, darunter einen verbesserten Autofokus und neue Programmmodi. Doch auf den Sucher wird verzichtet. Mehr dazu im folgenden Artikel.

Nikon 1 V3 mit 1 Nikkor 32 mm f/1.2 Objektiv [Bildmaterial: Nikon]Ähnlich wie schon ihre Vorgängerin Nikon 1 V2 aus dem Jahre 2012 richtet sich die Nikon 1 V3 vor allem an Aufsteiger aus dem Bereich der Kompaktkameras und an ambitionierte Fotografen, die etwa nach einer kompakten Zweitkamera für ihre Ausrüstung suchen. Die Nikon 1 V3 wiegt 324 g und misst 65,0 x 110,9 x 33,2 mm. Durch ihre eher geringe Größe und einen wenig ausgeprägten Griff passt die spiegellose Systemkamera so in fast jede Tasche.

Leistungsstarker Autofokus, schnelles Serienbild

Nikon 1 V3 mit 1 Nikkor 10-100 mm f/4-5.6 VR Objektiv und elektronischem Aufstecksucher (EVF) DF-N1000 [Bildmaterial: Nikon]Nikon beschreibt als wichtigste Neuerung den verbesserten Autofokus: Ein Hybrid-Autofokus mit bis zu 171 Fokusfeldern (davon 105 mit Phasenerkennung) steht nun zur verfügung - eine deutliche Steigerung im Vergleich zur Vorgängerin 1 V2, die "nur" 135 Messfelder besitzt (davon 73 mit Phasenerkennung). Zwei weitere wichtige Neuerungen sind der 18,4-Megapixel-CMOS-Sensor im CX-Format und Nikons neuer Bildprozessor EXPEED 4A, der nicht nur die Gesamtleistung der Kamera optimiert, sondern auch 20 Bilder pro Sekunde bei kontinuierlichem Autofokus ermöglichen soll, ohne Autofokus-Nachführung sollen sogar bis zu 60 Bildern pro Sekunde möglich sein.

Die Nikon 1 V3 bietet neun grundlegende Aufnahmemodi zur Auswahl: Automatik, Zeitautomatik, Blendenautomatik und manuelle Steuerung (P/A/S/M) sowie die Programmautomatik, einen kreativen Modus, einen Videomodus und die neuen Modi „Bewegter Schnappschuss“ und „Best Moment Capture“, in dem die sogenannte „Multi-Moment-Auswahl“ vorzufinden ist, in dem sich aus 40 Bildern in voller Auflösung das beste Foto heraussuchen lässt.

Sucher eingespart, ISO-Bereich ausgedehnt

Den Sucher jedoch hat Nikon im Vergleich zur Vorgängerin eingespart: Der elektronische Sucher (EVF) der Nikon 1 V2 wurde abgeschafft, nur ein neig- und drehbarer 3’’-LCD-Touchscreen ist vorzufinden. Dafür kann jedoch nun der elektronische (Aufsteck-)Sucher DF-N1000 optional erworben werden.

Der ISO-Bereich von Nikons neuer Systemkamera reicht von ISO-160 bis -12.800. Zudem bietet die 1 V3 zwei rauschunterdrückende Modi, je bei ISO 6.400 und 12.800, die laut Nikon in Kombination mit dem weggelassenen Tiefpassfilter auch in Lowlight-Situationen noch für scharfe Aufnahmen sorgen. Von diesen technischen Neuerungen soll laut Nikon auch der Video-Modus profitieren und nennt als Beispiele etwa einen schnellen kontinuierlichen Autofokus während des Filmens, welches in 1080p bzw. 720p in 60fps oder 30fps möglich ist. Zudem soll der Video-Modus Neuerungen wie eine Zeitraffer- und eine Slowmotion-Aufnahme bei 120fps bieten.Nikon 1 V3 - Rückseite mit hochauflösendem LCD [Bildmaterial: Nikon] Als kleines Extra fügt Nikon ihrem neuen Systemkamera-Flagschiff ein W-LAN-Modul hinzu, mit Hilfe dessen gemachte Fotos und Videos direkt online geteilt werden können. Die dazugehörige App „Wireless Mobile Utility“ ist für Apple iOS und Google Android kostenlos verfügbar. Die [[ASIN:B00IZEXYUQ|Nikon 1 V3]] soll ab Ende April 2014 im Handel erhältlich sein, die UVP für den Kamera-Body liegt bei 849 Euro, mit dem neuen Kit-Objektiv 1 Nikkor 10-30 mm f/3.5-5.6 bei 949 Euro.


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