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Nikon AF-S NIKKOR 400 mm f/2.8E FL ED VR: Neues Tele-Objektiv für Profis

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Mit dem AF-S NIKKOR 400 mm f/2.8E FL ED VR bringt Nikon ein neues lichtstarkes Teleobjektiv auf den Markt, das durch einen verbesserten Autofokus und Bildstabilisator für den Einsatz bei Sport- und Pressefotografen wie gemacht sein soll. Beim Gewicht konnte man zudem kräftig den Rotstift ansetzen.

Neue Optik und hohe Lichtstärke

Das erneuerte optische System besteht aus 16 Linsen in zwölf Gruppen, darunter zweimal leichtes Fluorit-Glas, welches in Kombination mit den (schwereren) Linsenelementen im hinteren Teil des Objektives dem Telezoom einen besonders gut gelegenen Schwerpunkt in Bajonettnähe liefern soll. Die beiden Fluoritlinsen sollen in Kombination mit zwei ED-Gläsern (geringe Dispersion) sowie zwei asphärisch geschliffenen Glaselementen eine verbesserte Korrektur von Abbildungsfehlern, wie z.B. der Chromatischen Aberration, ermöglichen.

Bei der Neuauflage der Tele-Festbrennweite konnte das Gewicht stark verringert werden [Bildmaterial: Nikon]

Nötig wird dies vor allem durch die hohe Lichtstärke von f/2.8 und den damit sehr großen Glaselementen - in Kombination mit der langen Brennweite lassen sich so auch bei schlechten Lichtbedingungen noch gute Bilder aufnehmen oder das Motiv vom Hintergrund freistellen. Eine Beschädigung der großen Frontlinse soll durch die Verwendung eines beschichteten Meniskus-Schutzglases so gut wie ausgeschlossen sein, so Nikon.

4-EV-Bildstabilisator und Autofokus mit zwei Modi 

Auch ein neuer Bildstabilisator ist mit an Bord: Nikon hat die neueste Bildstabilisator-Technologie (VR) auch im Nikkor 400mm f/2.8 verbaut, welcher bis zu 16-fach längere Belichtungszeiten (4 EV) ohne Wackler ermöglichen soll. Im neuen VR-Modus "Sport" sollen nun auch schnelle Objekte präzise und scharf abgelichtet werden, höchstwahrscheinlich handelt es sich hierbei um einen speziellen Modus für so genannte Mitzieher-Aufnahmen.

An der Seite des Objektivs finden sich zahlreiche Einstellmöglichkeiten, wie die drei verschiedenen Fokusmodi [Bildmaterial: Nikon]

Der Ultraschall-Autofokus hat gleich zwei Betriebsmodi verpasst bekommen: M/A entspreicht dabei einem klassischen Ring-USM-Autofokus mit der Möglichkeit, jederzeit in den Autofokus eingreifen zu können. Im neuen Modus A/M werden manuelle hingegen erst bei deutlichen Änderungen üernommen und so ein versehentliches vetsellen verhindert. Zu guter Letzt lässt sich der Fokus natürlich auch weiterhin rein manuell einstellen.

Das Nikon AF-S NIKKOR 400 mm f/2.8E FL ED VR soll ab Augsust 2014 erhältlich sein und 12.379 Euro (UVP) kosten, im beigelegten Transportkoffer befinden sich zudem eine Gegenlichtblende, ein Klarglasfilter sowie eine Stativschelle. Mit einem Gewicht von "nur noch" 3,8 kg konnte man zudem über 800 g einsparen. Als Zubehör bietet man mit dem C-PL405 einen passenden Einschub-Polfilter an, der mit 279 Euro zu Buche schlägt und den ab Werk verbauten Neutralfilter ersetzt.

Der neue Telekonverter unterstützt die elektromagnetische Ansteuerung der Blende und verlängert die Brennweiter kompatibler Objektive um 40% [Bildmaterial: Nikon]

Ebenso stellte man gestern den AF-S Telekonverter TC-14E III vor, der ebenso komplett neu konstruiert wurde und mit dem sich die Brennweite kompatibler NIKKOR-Objektive um Faktor 1,4 verlängern lässt - dabei verringert sich die Lichtstärke entsprechend um eine Blendenstufe. Er unterstützt ebenso die elektromagnetische Ansteuerung der Blende, wie sie beispielsweise bei dem vorgestellten AF-S NIKKOR 400 mm f/2.8E FL ED VR zum Einsatz kommt. Passend zum Objektiv wird der Telekonverter ebenso ab Ende August für 549 Euro erhältlich sein.


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