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Android Auto: Neue Konkurrenz zu Apples CarPlay

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Nach der Ankündigung von Apples CarPlay zum Genfer Autosalon war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis ein passendes Gegenstück von Google gezeigt wird. Das ist gestern mit Android Auto der Fall gewesen und so steht uns nun neben CarPlay und Windows for Cars die nunmehr dritte Implementation gängiger Betriebssysteme ins Auto bevor. Immerhin konnte man in der Open Automotive Alliance bereits zahlreiche Partner gewinnen, die zukünftig Android Auto integrieren wollen.

Optisch setzt Android Auto voll und ganz auf das neue Material Design von Android L [Bildmaterial: Google]

Alle Funktionen von Android Auto werden allerdings auf dem Smartphone berechnet, wodurch dieses zwar immer mitgeführt werden muss, dadurch wird aber auch gewährleistet, dass der "Bordcomputer" mit jeder Handy-Generation schneller wird. Die Bedienung wurde stark vereinfacht und mit großen Flächen versehen, um den Fahrer unterwegs nicht zu stark abzulenken - zu diesem Zweck kann die Eingabe auch per Sprache erfolgen. Der Fokus liegt dabei auf der Navigation via Google Maps, aber auch die Wiedergabe von Musik (und Videos?) stellt kein Problem dar. Apps von Spotify und Co. sorgen dann auch für Internetradio unterwegs. Die Verbindung erfolgt aktuell noch über den micro-USB-Stecker des Handys, zu einer kabellosen Variante gab es noch keine Informationen.

Die sogenannte Open Automotive Alliance hat bereits zahlreiche Mitglieder, auch wenn manche Größen leider fehlen

Die Liste der Unterstützer ist sehr lang, allerdings vermisst man mit BMW und Mercedes-Benz zwei wichtige deutsche Größen, die sich scheinbar exklusiv Apples CarPlay verschrieben haben. Ebenso fehlen mit Ferrari, Lamborghini und Jaguar exotische Hersteller, die wohl davon ausgehen, dass sich wohlhabendere Kunden stets ein iPhone gönnen. Allerdings nehmen auch viele Hersteller an beiden Programmen teil, wobei unklar ist, ob man sich beim Kauf für eins von beiden Systemen entscheiden muss. 

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Erste Fahrzeuge mit CarPlay sollten bereits 2014 den Markt erreichen, doch sowohl Jaguar als auch Mercedes scheinen aktuell eher 2015 anzuvisieren. Die Preise für das System fallen dabei erstaunlich hoch aus, da bei Mercedes das teuerste Comand Online Multimedia-System nötig ist, bei Audi hingegen MMI Navigation Plus mit Audi Connect, womit sich beide Systeme grob bei einem Aufpreis von über 3.000 Euro bewegen.


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