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Canon EOS 1D X Mark III - Profi-DSLR für Sport- und Tierfotografen angekündigt

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Überwiegend vage ist die Ankündigung von Canon zur neuen EOS 1D X Mark III, was auch der Art der Ankündigung geschuldet ist: Bei Entwicklungs-Ankündigungen geht es meist um nicht viel mehr als ein „wir arbeiten dran, Details folgen – irgendwann“. Folglich beschränkt sich Canon auf wenige Leckerbissen im Datenblatt.

Ein großer Fokus der Entwicklung scheint auf den Bereichen Autofokus, Serienbild- und Videomodus zu liegen. So spricht Canon, etwas verklausuliert, davon, dass der neue AF-Sensor „etwa 28x höher aufgelöst ist als bei der EOS-1D X Mark II“. Dass damit 28 Mal mehr AF-Messfelder (1D X II: 61) gemeint sind, scheint angesichts der resultierenden ~1.700 Messfelder eher unwahrscheinlich. Im LiveView werden 525 AF-Felder vom Sensor-basierten Dual-Pixel-Autofokus bereitstehen und in beiden Fällen kommt ein neuer AF-Algorithmus zum Einsatz, der dank Deep-Learning-Optimierung ein besseres Fokus-Tracking ermöglichen soll.

Canon EOS 1D X Mark III [Bildmaterial: Canon]

Serienbildaufnahmen sollen mit bis zu 16 (Sucher) respektive 20 Bilder/s (LiveView) samt voller Autofokus-Unterstützung und fortlaufender Belichtungsmessung möglich sein. Gespeichert werden die Daten auf zwei CFexpress-2.0-Steckplätzen, welche die Länge von Serienbildaufnahmen im Vergleich zum Vorgänger verfünffachen sollen – dies entspräche grob 800 RAW-Bilder in voller Geschwindigkeit.

Neuerungen gibt es auch bei den Dateiformaten: So steht neben RAW-Bildern nun auch das komprimierte HEIF-Dateiformat mit 10 bit Farbtiefe als Alternative zum betagten JPEG bereit. Videos können wahlweise als C-Log (10 bit) oder RAW in 4K-Auflösung mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde direkt auf die CFexpress-2.0-Karten geschrieben werden.

Bei den Schnittstellen gibt es derweil Profi-Standardkost: Ein GPS-Modul sorgt für Positionsdaten, WiFi und Bluetooth LE für die kabellose Datenübertragung und eine LAN-Schnittstelle steht für den professionellen Einsatz bereit.

Preis und Verfügbarkeit

Zwar macht Canon keine Angaben zum Erscheinungstermin, da jedoch Ende Juli 2020 die olympischen Spiele in Canons Heimatland Japan starten, ist eine Veröffentlichung im Vorfeld äußerst wahrscheinlich. Beim Preis dürften Interessenten wohl kaum unter den 6.299 Euro UVP der aktuellen 1D X Mark II landen.